gemeinsamer Mietvertrag und Partnerin ist verstorben und war überschuldet?

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5 Antworten

  1. Die Erben können alle Nachlasgegenstände der Erblasserin beanspruchen. Gäbe es nach allseitiger Ausschlagung niemand verwandten, fiele es dem Landesfiskus zu. Kann man kein Eigentum an den selbst eingebrachten oder allein angeschaften Einrichtungen beweisen, gilt die Vermutung hälftigen Eigentums des Hausrats: Sie wären nach hälftigen Zeitwert in Geld herauszubeanspruchen oder einzubehalten bzw. nach Wert aufzurechnen: Man überlässt den neuen Plasma TV gegen wertgleich gebrauchte Schlafzimmereinrichtung. Persönliche Gegenstände (Schmuck, Kleidung usw.) sind herauszugeben. Vor strafrechtlich relevanter Unterschlagung durch Mitnahme von Möbeln in eine neue Wohnung sei gewarnt: Lastschriftbelege über Anschaffungen sind 10 Jahre rückwirkend nachvollziehbar; die Aufbewahrungsfrist von Verkaufsunterlagen der Händler ist ebenso lang.
  2. Mit dem Tod der Mieterin bist du als Haushaltsangehöriger i. S. d.  § 563 Abs. 2 Satz 4 BGB bereits in das Mietverhältnis eingetreten es sei denn, du erklärst "innerhalb eines Monats, nachdem [du] vom Tod des Mieters Kenntnis erlangt [hast], dem Vermieter, dass [du] das Mietverhältnis nicht fortsetzen [willst], [dann] gilt der Eintritt als nicht erfolgt." (§ 563 Abs. 3 Satz 4 BGB).
  3. Bist du als Mitmieter im MV benannt und treten keine Erben ein, kannst du hingegen nur ordentlich fristwahrend "spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats" kündigen, § 573c Abs. 1 BGB und schudset bis zur Beendigung sämtliche Mietvertragspflichten allein.

G imager761

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So viel ich verstanden habe, ist das nur gemietet. Also geht es nur um das Inventar. Das wird vom Verlassenschaftsgericht erfasst. Dabei musst unter Wahrheit beurkunden, dass einige Dinge dir gehören u daher nicht zur Verlassenschaft zählen. Deine Sachen kannst du natürlich mitnehmen. Mach aber vorsorglich Fotos von der Wohnung u Inventar, um bei einem möglichen Erbrechtsstreit Beweise erbringen zu können.

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Kommentar von Tommi65
18.11.2015, 13:05

Muss ich wenn die Erben diese Woche das Erbe ausschlagen mit auf das Nachlassgericht da ja wohl, und so habe ich es verstanden ein Nachlassverwalter eingesetzt wird. Kann ich diesen eine Frist setzten denn ich möchte wirklich nicht mehr all zu oft in das Haus und endlich abschließen. Danke vor ab!

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Ohne den Mietvertrag zu kennen, bist du Mitmieter, haftet also solidarisch auch für die Miete der Verstorbenen. Die Erben hätten wohl ein Eintrittstecht, sofern ein dringendes Wohnbedürfnis nachgewiesen wird (eher unwahrscheinlich). Der Vertrag kann nur von dir u der Verlassenschaft gemeinsam aufgekündigt werden, was ich dir raten würde, wenn du dir das Haus nicht leisten kannst.

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Kann man bei dieser traurigen Sache nicht mit dem Vermieter eine Lösung finden? Hast du schon einmal mit ihm gesprochen?

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Kommentar von Tommi65
18.11.2015, 13:01

ja habe ich und ich habe auch schon gekündigt muss aber wenn ich keinen Nachmieter finde den er akzeptiert bis Februar zahlen.

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Deine Sachen bleiben deine Sachen, aber deine Whg. bleibt auch deine Whg. und somit bist du für die Miete verantwortlich. Mein Beileid übrigens!

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Kommentar von Tommi65
18.11.2015, 13:08

Danke für deine Antwort.

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