Frage von Zahn1234, 15

gemeinnützige Unternehmer-Gesellschaft = gUG oder gemeinnütziger Verein = g e.V. ; Was macht weniger Arbeit bezüglich Finanzamt und Steuern?

Ich möchte eine Online-Internet-"Schule" für Flüchtlinge als Flüchtlingshilfe-Initiative gründen ähnlich wie ein Internetcafe in meiner eigenen, zur Zeit leer stehenden Büroraum-Immobilie - ohne vorrangige Gewinnerzielungsabsicht.

Was ist dafür besser geeignet: Verein oder Unternehmergesellschaft, wenn ich der alleinige und oberste Entscheidungsträger sein und bleiben möchte.

Oder gibt es dafür eine bessere, andere rechtssichere Konstruktion?

Allerdings sollten der Unterhalt und die Unkosten, ortsübliche Miete, Verbrauchskosten, Heizung, Wasser, Reinigung, Grundsteuern, et cetera der Immobilie gedeckt werden.

Darf man dafür Spenden verwenden und / oder Fördermittel? Auch für die Gründungskosten des Vereins und / oder der Unternehmergesellschaft, für Rechtsanwälte + Steuerberater für Satzung und Gründungskosten?

Was sollte alles in der Satzung geregelt werden, damit diese möglichst frei angepasst werden kann an sich ändernde Bedürfnisse und Bedarfe mit Erweiterungsmöglichkeit auf andere karitative Ziele, nicht nur für die Flüchtlinge?

Darf ich meine eigene Denkmalschutz-Immobilie an die Flüchtlingshilfe-Initiative, die ich ebenfalls selbst gründen werde, vermieten zu ortsüblichen Konditionen?

Die Flüchtlingshilfe-Initiative ist zur Zeit ein lockerer Zusammenschluss und noch kleiner Kreis von Leuten, die den Flüchtlingen unorganisiert helfen.

Falls ja. wie soll ich den Mietvertrag gestalten, da die Flüchtlingshilfe-Initiative anfangs ja völlig ohne Kapital da steht.

Darf ich (anfangs) die Miete stunden lassen?

Und was ist, wenn die Flüchtlingshilfe-Initiative niemals so kapitalkräftig werden wird, dass sie die Kosten tragen werden können wird, um jemals dafür Miete zahlen zu können?

Mir wurde gesagt, wenn ich die Nutzung der Immobilie kostenlos irgendjemanden zur Verfügung stelle, so würde das Finanzamt mich auf Grundlage einer fiktive**n ortsüblichen Miete trotzdem besteuern in Höhe dieser vom Finanzamt festzulegenden ortsüblichen Miete.

Am liebsten würde ich gar nichts mehr mit dem Finanzamt zu tun haben wollen.

Bloß keine Bilanz mit doppelter Buchführung?

Achso, ich beziehungsweise wir sind Nur-Hausfrauen ohne eigenes Arbeitseinkommen, erhalten aber auch keinerlei Transferleistungen vom Staat und / oder von sonst jemandem.

Und ich möchte nicht gezwungen werden, falls wir wirklich einmal Geld einnehmen werden sollten, gezwungen zu sein, dieses zeitnah ausgeben zu müssen.

Gibt es eine Internetseite, wo alle Fördermöglichkeiten, Fördermittel, Förderprogramme, Spender und Spender-Organisationen vollumfänglich aufgelistet sind?

Gibt es Beratungsstellen, die mir bei der Gründung und Umsetzung meines Projektes helfen können?

Wer kann mir bei meinem Vorhaben helfen?

Ich bedanke mich schon einmal ganz herzlich bei allen, die sich für mich den Kopf zerbrechen werden!

Antwort
von sponti68, 2

gUG (haftungsbeschränkt)

Du bleibst alleiniger Chef, bei einem Verein gibt es mindestens 7 gleichberechtigte Mitglieder. Da wärst du  nicht der erste Vorsitzende, der nach getaner Arbeit plötzlich abgewählt wird.

Ansonsten steuerrechtlich ist der Aufwand ähnlich groß.

Du hast zu viele Fragen um diese hier beantworten zu können.

Aber auch die Kosten für einen Steuerberater kannst du als BA ausgeben.

Die Haftungsbeschränkung nicht vergessen.

Wenn dir der Aufwand und die Arbeit für die Gründung zu viel ist, für wenig Geld gibt es auch hierfür geeignete Hilfe durch entsprechende Firmen.

Antwort
von sponti68,

http://www.firma.de/ratgeber/die-gug-haftungsbeschraenkt-die-gemeinnuetzige-rech...

da findest du zum Beispiel kompetente Hilfe.

Es gibt aber auch andere Plattformen die ähnliches anbieten.

Internetsuche nach "gUG Haftungsbeschränkt Gründung" gibt dir einige geeignete Treffer.

Antwort
von sponti68, 2

Miete.

Wenn du weniger als 50% der ortsüblichen Miete verlangst, dann darfst du nur entsprechend der Quote die Ausgaben geltend machen.

0% Miete=O% Ausgaben.

eine fiktive Mieteinnahme mit Steuerschuld entsteht nicht.

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