Wo gibt es im Internet eine "Anleitung" wie man Kinderbilder deuten kann? So wie es Pädagogen/Erziehern in der Ausbildung gelehrt wird?
Wir haben so viele Kinderbilder (privat) mit Datum gesammelt, ich möchte gerne wissen wie sich unsere Kinder sich und in und in ihrem Umfeld sehen.
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es ist gut, dass ihr euch gedanken darum macht. und natürlich lassen kinderbilder schlüsse zu! und natürlich braucht man dafür erfahrungen. aber wie bei einem brief läßt sich auch bei einem bild "zwischen den zeilen lesen". laßt euch im zweifelsfall das bild vom kind erklären und/oder fragt bei erzieherinnen nach. so einfach schwarz/weiß ist das nicht. beim googlen von "deuten von kinderbildern" gibt es einiges interessantes. aber nicht vergessen: kinder malen auch mal einfach nur so. aus filmen, geschichten, nach plakaten...

als laie kannst du das gar nicht interpretieren... dazu gehören mehrere faktoren!
Ja genau und ich möchte gerne irgendwo genau das nachlesen wie verschiedene Faktoren zusammen zu führen und folglich zu interpretieren sind.
Dann musst du leider Psychologie studieren. Die Damen und Herren dieses Berufszweiges fänden es sicher zum Schmunzeln, wenn man sich derart komplexe Zusammenhänge mal eben so aneignen könnte...
puresteel am 25. August 2009 17:50 so ist es!
Suche Dir Literatur zum Thema "Die Entwicklung der Kinderzeichnung" u.ä.
Damit bekommst Du einen Einblick in den Entwicklungsstand Deiner Kinder und eben damit auch einen einblick in "ihre" momentane Welt.
In solche Bilder wird meiner Meinung nach viel zu viel hineininterpretiert. Nur weil ein Kind eine Schwarz-Phase hat, ist es noch lange nicht gefährdet...Der Bruder meines Freundes malte zum Einschulungstest einen Kopffüßer; er sollte daraufhin noch ein Jahr warten. Zu Hause fragte ihn seine Mutter, warum er nicht Arme und Beine dran gemalt hätte. Er: "Da war kein Platz mehr auf dem Blatt, viel zu klein das Ding!" ...Er wurde ordnungsgemäß eingeschult und ist jetzt mit 22 ein intelligenter, selbsbewusster junger Mann mit weit überdurchschnittlicher Allgemeinbildung...
Schwarz ist bei kleineren Kindern eine neutrale Farbe, erst im Schulalter sollte man mehr darauf achten.
Schwarz ist bei kleineren Kindern eine neutrale Farbe, erst im Schulalter sollte man mehr darauf achten.
Es war ein Beispiel...
Danke. Aber um etwas intensiver hineinzuschnuppern will und muss ich ja nicht gleich studieren ;-) Hut ab vor denen die ihren Job wirklich toll machen.
Ja, Interesse ist ja schön, nur nicht, dass du plötzlich Sachen siehst, die nicht da sind...Im Positiven als auch im Negativen...
Eigentlich interpretiert man Bilder ja auch nur vor dem Hintergrund einer Fragestellung. Da fällt das 'Sachen sehen' schonmal weg, denn wenn ne Indikation da ist, passt es meistens auch. Wenn die Kinder happy und gesund sind, würd ich da nicht unbedingt anfangen rumzupsychologieren.
auch als psychologe oder pädagoge kannst du die bilder nicht zweifelsfrei interpretieren. interpretation ist eine meinung, die man abgibt. meinungen können unterschiedlich sein, d.h. die übereinstimmung der interpretation mehrerer personen ist oft nicht so groß. daher kommt es auch sehr darauf an, was man mit der interpretation anfangen will. als anhaltspunkt für eine weitere erörterung kann sie dienen, zu mehr aber nicht, d.h. nicht zu diagnose und auch nicht zur zuweisung einer person zu einer maßnahme wie therapie.
Verstehen kann ich dein Interesse sehr gut. Bitte bedenke, dass es einen Grundsatz in jeder Beratungssituation gibt: Behandle nie einen Angehörigen oder Freund, denn du bist Teil des Systems, in dem dieser lebt.
Deine Aufgabe als Mutter ist nicht die eines Therapeuten. Erst die Distanz zum Alltag macht es den Therapeuten möglich zu analysieren und zu beraten.
Ein Weg für dich wäre, deine Kinder zu ihren Bilder zu fragen, wie sie das heute sehen und was sie damit ausgedrückt haben. Frage sie liebevoll und zeige ihnen, wie wichtig sie dir sind.
In der Regel gibt es viele verschiedene Deutungsansätze. Nach dem Stimulus-Response-Prinzip kann natürlich nicht genau gesagt werden, warum ein Kid genau dieses Bild malte. Dieses Prinzip funktioniert nachfolgend: Das Kind sieht etwas, beispielsweise im Zoo ein Tier, zu Hause verarbeitet es, das schöne Erlebnis, und malt ein Bild. Wird ein Kind jedoch bedroht oder misshandelt, sieht dann ein Tier im Zoo, kann es sein dass Farbkomponenten wie grau, schwarz,aber kein grün zum Einsatz kommen. Doch Kinderbilder sind schwierig zu deuten und lassen selbst erfahrenen Psychologen nicht immer Rückschlüsse ziehen.

Ich würde auch davon abraten, weil das keine exakte Wissenschaft ist, sondern im Prinzip reiner gesunder Menschenverstand mit ner Brise Erfahrung dabei. Wenn du dein Kind gut kennst, dann bist du selbst der beste Interpret für die Bilder. Dass man sie nicht immer sinnvoll interpretieren kann, kannst du dir leicht vorstellen: Du träumst sicher auch manchmal Dinge, die keinen Sinn ergeben? So ist das mit Phantasiebildern auch - manchmal ist es eben einfach sinnfrei. Mach lieber ne lange Kette aus Wandbildern draus. ;)
in meinem psychologieunterricht haben wir das thema kurz gestreift. sicher kannst du dich dazu belesen, das wird dir die offensichtlichsten dinge anschaulich machen. doch eine professionelle deutung kann man als laie nicht geben. auch für einen psychologen ist eine solche deutung keine 100%ige sicherheit. denn das bild eines kindes ist kaum absichtlich oder zielgerichtet. die interpretation von bildern ist sehr subjektiv u entspricht somit keinen wissenschaftl normen