Frage von Farhampton, 47

Gelten Einkaufsbedingungen des Kunden, wenn man diese nicht bestätigt?

Ein Kunde schickt eine Bestellung mit umfangreichen Einkaufsbedingungen, die er schriftlich bestätigt haben möchte. Wir schicken daraufhin direkt eine Rechnung über den in der Bestellung genannten Betrag, gehen aber auf die in der Bestellung genannten Bedingungen nicht weiter ein. Der Kunde bezahlt. Gelten seine allgemeinen Einkaufsbedingungen, weil sie stillschweigend akzeptiert worden sind, oder sind diese nichtig, da sie nicht bestätigt wurden?

Antwort
von Still, 45

Wenn du ihm die Sachen schickst, gehst du nonverbal auf seine Bedingungen ein. Ansonsten hättest du explizied mitteilen müssen, dass du nicht zu seinen Bedingungen lieferst. (es sei denn, seine Bedingungen sind rechtswidrig)

Kommentar von Farhampton ,

Wenn man jetzt in der Rechnung schreibt, dass die eigenen Geschäftsbedingungen gelten, ist es dann so, dass dann genau die Punkte aus den Einkaufsbedingungen gelten, denen unsere Geschäftsbedingungen nicht widersprechen bzw. die in unseren Bedingungen nicht vorkommen, gilt also ein Mix aus beidem? Oder handelt es sich dann bei unserer Rechnung um eine Art Auftragsbestätigung mit geänderten Konditionen, die der Kunde durch Zahlung akzeptiert, so dass seine Bestellung nicht mehr gilt, sondern nur noch was von uns geschrieben wurde?

Kommentar von Still ,

Wenn er nach der Mitteilung eurer Bedingungen nicht zurücktritt, hat er wiederum es nonverbal akzeptiert.

Kommentar von dresanne ,

Mich würde mal interssieren, was der Kunde eigentlich geändert haben wollte. Und auf Deine Frage eingehend, natürlich besteht Euer Verkauf natürlich erstmal und wird nicht einfach unwirksam. Ich hätte dem Käufer klar formuliert geschrieben, dass er entweder nach Euren Bedingungen kauft, oder Du vom Vertrag zurücktrittst, sofern Eure Reglungen rechtskonform sind. Und entweder er akzeptiert Deine Reglungen, oder Du trittst vom Verkauf zurück.

Kommentar von Farhampton ,

Geändert kann man jetzt so nicht sagen. Erstmal hat er sich nach seinen Vorstellungen Skonto eingeräumt, dann war eine Geheimhaltungsvereinbarung mit dabei, mit einer Strafzahlung falls das nciht eingehalten wird und und und ...

Antwort
von dresanne, 47

Wenn Du etwas einstellst, gelten allein Deine Geschäftsbedingungen. Wenn der Kunde damit nicht einverstanden ist, soll er woanders kaufen. Du bist doch als Verkäufer nicht dem Kunden und seinen Extrawünschen ausgeliefert. Anders, wenn der Kunde Dich bittet, statt mit Hermes mit DHL zu versenden. Aber das muss er auch vor dem Kauf erfragen.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ach ja?

komisch: die meisten Firmen gewähren ein Zahlungsziel mit 30 Tagen netto / 14 Tage 2% Skonto

die Firma Siemens (als Beispiel, schon selbst gesehen) zieht aus Prinzip von jeder Rechnung auch noch nach 30 Tagen Skonto.

steht so in DEREN Geschäftsbedingungen.

und jetzt geh zu denen und sag: Eure Bedingungen interessieren mich nicht, es gelten meine ...

wer glaubst Du, hat ab dem nächsten Tag keine Aufträge mehr? ...

Kommentar von Farhampton ,

Du veränderst die Fragestellung. Ich stelle nix ein oder so. Wir erhalten als Unternehmen eine Bestellung eines Kunden. Das ist die Ausgangssituation der Fragestellung.

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