Frage von Labello1993, 70

Geldwäsche(gesetz) Inkasso?

Hallo zusammen, ich habe eine Frage zum Geldwäschegesetz. Was ist, wenn ein Vertragsverhältniss bereits zustande gekommen ist, aber eine Sorgpfaltspflicht nicht vorgenommen wurde? Ist die Beziehung doch nicht zustande gekommen? Oder kann dies nachträglich vorgenommen werden? Muss nun bei jedem neuen Kunden eine Überprüfung vorgenommen werden? Ich arbeite in einem Inkassounternehmen und muss hierzu recherchieren...

Vielen Dank im Voraus! :)

Antwort
von kevin1905, 33

Geht das etwas konkreter?

Antwort
von mepeisen, 23

Dann recherchiere mal, indem du einen Anwalt befragst und ihn dafür bezahlst.

Sorry, aber Inkassomitarbeiter müssen gemäß RDG eine ganz besondere Sachkunde und Fachkenntnis aufweisen. Ansonsten ist im Grunde genommen eure Lizenz zu widerrufen. Dass du hier bei GF so eine Frage für eine rechtsverbindliche Auskunft stellst, disqualifiziert euch als Unternehmen.

Kommentar von Spirit528 ,

Mit Verlaub, man kann es doch nicht dem ganzen Unternehmen anlasten nur weil ein Praktikant nicht weiter weiß!

Kommentar von mepeisen ,

Doch kann man. Inkassounternehmen sind per Gesetz (RDG!) dazu verpflichtet, ihr Personal hinreichend zu schulen. Inkassounternehmen erhalten nur dann eine Lizenz, wenn sie über eine ganz besondere Sachkenntnis und Fachkenntnis verfügen. Wenn ein Praktikant so eine Frage beantworten soll, rechtsverbindlich am besten, dann riskiert das Inkasso seine Lizenz.

Es ist nicht so, dass ein Inkassobüro ein kleiner Kaufmannsladen ist, dessen eigenes Pech es ist, wenn die Mitarbeiter nicht lesen/rechnen können an der Kasse. Wir reden von einem Rechtsdienstleister.

Antwort
von Spirit528, 45

Ich kann Inkassounternehmen und jene die für sie arbeiten nicht unterstützen.

Kommentar von hunos ,

Die machen auch nur ihre Arbeit. Die Art und Weise wie sie diese Arbeit ausüben ist jedoch auch mein Punkt der Kritik. Bisher nur schlechte Erfahrungen. Drohen, unhöflich sein, Angst machen, nur das Nötigste manchmal nur auf Nachfrage. Auch keine Antwort von mir.

Kommentar von mepeisen ,

Besser hätte man es nicht formulieren können.

Kommentar von Spirit528 ,

Vorallem das Drohen ist unglaublich. Die haben dazu keinerlei Naturrecht. Und auch nach dem Recht der BRD sind sie da oft schon im Bereich des Strafbaren. Doch der Schuldner ist in solch einer unangenehmen Situation, dass er dies gar nicht erkennt und sich nicht wehrt!. Besser jedoch ist es aber wenn man gar nicht erst in solch eine Situation kommt - sprich ordentlich aufpasst was man unterschreibt und wo man drauf klickt bzw. wo man seine Daten hinterlässt. 

Manche Inkassos oder "Debt Collector" gehen nun auch dazu über illegale Gebühren zu verlangen, wenn man eine Ratenvereinbarung will. Ganz schön dreist und unverschämt - sie rauben den ärmsten noch das was sie gar nicht mehr haben!. "Sie rauben immer bis es nichts mehr zu rauben gibt". 

https://www.youtube.com/watch?v=DNcuxYSS5g4

Kommentar von mepeisen ,

Illegal würde ich in Anführungszeichen setzen. Denn solange es bei den Spielregeln des RVG bleibt, ist es erlaubt. Im Sinne von "nicht verboten".

Ob das moderner Straßenraub ist, steht auf einem anderen Blatt. Der Hauptknackpunkt ist auch weniger, ob die Ratengebühr nach dem RVG erlaubt und begründbar ist (das ist sie nämlich blöderweise). Stattdessen ist der Knackpunkt, ob die Gebühren vom Schuldner ersetzt werden müssen. Und genau dafür gibt es viele weitere Spielregeln. Das RVG gibt es nicht zum Selbstzweck. Sprich: Wenn ein Anwalt oder Inkasso eine RVG-Gebühr erhebt, dann darf er das immer und ausschließlich gegenüber seinem Auftraggeber tun. Also muss er das Geld vom Auftraggeber verlangen. Es gibt exakt 0 gesetzliche Grundlage, von einem Schuldner überhaupt eine Gebühr zu verlangen.

Wieso tun die Inkassos es trotzdem? Die Inkassos behaupten, dass der Schuldner den von ihm angerichteten Schaden (!) ersetzen muss. Und diese Argumentation ist sogar zu 100% richtig.

Warum aber ist das trotzdem "illegal"? Dabei umgehen die Inkassos eine Reihe Probleme, nämlich die ganzen Bedingungen, wann überhaupt Schadensersatz geleistet werden muss.

Einfaches Beispiel: Inkasso bietet eine Flatrate (ist im Masseninkasso sogar üblich). Dem Gläubiger wird aber vertraglich garantiert, dass das Inkasso nie gegen ihn die Gebühren einhebt. Der Gläubiger bezahlt nur eine jährliche 10€-Pauschale.

Welcher Schaden entsteht also? Streng genommen entsteht also bei 100 Schuldnern pro Jahr nur ein Schaden von 10 Cent je Schuldner. Nämlich genau jener Anteil, der sich aus der Teilung der 10€-Flatrate-Gebühr ergibt.

Antwort
von Dachtichsmir, 30

Wie ist der Promillestand?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community