Frage von Florian199090, 171

Geldanlage Schweiz?

Hallo,

Mich würde mal folgendes Thema interessieren:

Es heisst doch immer , dass reiche Menschen unerlaubterweise ihr Geld in der Schweiz anlegen.

Wieso wird das gemacht? Zahlt die Schweiz höhere Zinsen ?

Gruß

Antwort
von Traveller24, 81

Es ist durchaus erlabut, Geld in der Schweiz anzulegen, das ist an sich nicht verboten. Es ist nur dann unerlaubt, wenn man die dort erhaltenen Zinsen nicht versteuert.  Wenn Du in Deutschland Geld bei einer Bank anlegst, dann werden von den Zinsen automatisch die Kapitalertragsteuern abgezogen. Die Schweizer machen das nicht. Du wärest also verpflichtet, deine Schweizer Zinsen in Deiner deutschen Steuererklärung anzugeben und die Steuern nachzuzahlen. Machst Du das nicht, hinterziehst Du die Steuern.

Antwort
von Perlentaucher81, 92

Generell ist das Geld anlegen in der Schweiz nicht illegal. Viele nutzen allerdings das sehr strenge Bankgeheimnis, um Steuern zu hinterziehen. Ungünstig ist nur, dass hin und wieder Mitarbeiter der dortigen Banken illegal Kundendaten auf CD kopieren und diese dann an die Bundesregierung verkaufen.

Antwort
von odinwalhall, 54

Nun, die Frage wurde ja mittlerweile beantwortet. Aber das Bankgeheimnis ist ja nun Geschichte, dies aufgrund des immer grösser werdenden Druckes aus dem Ausland, nicht zuletzt auch aus den USA. Leider hatte die Schweizer Regierung den Mumm nicht, auf dem Bankkundengeheimnis zu bestehen, obwohl vor ein paar Jahren BR Merz noch wörtlich sagte: Am Bankgeheimnis wird sich das Ausland noch die Zähne ausbeissen ... Der Bundesrat machte trotzdem den Kniefall, obwohl es noch in vielen andern Ländern Steueroasen gibt, unter anderem gerade auch in vereinzelten Bundesstaaten der USA, also gerade in dem Land, das zu den lautesten Kritikern des Schweizerischen Bankkundengeheimnisses gehörte ...

Und nun noch etwas zu den berühmt-berüchtigten Nummernkonten in der Schweiz. Es ist ein Märchen, das wohl nie auszurotten sein wird, dass diese Konten völlig anonym seien. Auch die Inhaber von Nummernkonten sind einem gewissen Personenkreis bekannt. Völlig anonyme Konten gibt es also in der Schweiz nicht und hat es nie gegeben, dies ganz im Gegensatz zu gewissen andern Staaten - ich meinte, Singapur und einige Karibikstaaten zählten dazu - welche tatsächlich Kundenkonten unterhalten, von welchen wirklich niemand die Identität weiss.


Antwort
von tapri, 64

die Zinsen sind genauso schlecht wie in Deutschland. Die reichen legen ihr Geld nicht in der Schweiz an wegen den Zinsen sondern um es in Deutschland an der Steuer vorbei zu schmuggeln. Es geht hier um Schwarzgeld

Antwort
von xo0ox, 31

Google mal nach Bankgeheimnis

Antwort
von klautke, Business, 33

hallo!

diese frage hatte ich mir auch mal gestellt , das ist aber schon über 30 jahre her. - bin dann mit geldbündel in die alpenrepublik gefahren und diverse banken aufgesucht.   - ab 200.000 euro nehmen die gerne geld an, aber die zinsen waren damals schon deutlich schlechter als hier,  und dann wollten die noch 35% quellensteuer kassieren. 

dann bin ich schnell wieder zurück ins ländle gefahren und habe mittlerweile viele andere lukrativere und auch steuerfreundliche wege gefunden.

die schweiz war halt über jahrzehnte bei anlegern aus aller welt beliebt, nicht wegen renditen oder zinsen, sondern wegen bankgeheimnis und diskretion, aber das ist ja mittlerweile geschichte.  dank amerikanischem und deutschem druck (stichwort kavallerie ;-) ) ist das steuergeheimnis faktisch abgeschafft.

grüsse aus dem neckartal

a. klautke

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Mich würde mal folgendes Thema interessieren:

Es heisst doch immer , dass reiche Menschen unerlaubterweise ihr Geld in der Schweiz anlegen. Wieso wird das gemacht? Zahlt die Schweiz höhere Zinsen ?

Antwort
von Othetaler, 76

Die Zinsen in der Schweiz sind nicht höher, sondern eher niedriger ( bis hin zu Negativzinsen und Gebühren).

Das Problem ist, dass es sich um Schwarzgeld und Geldwäsche handelt.

Kommentar von Florian199090 ,

und weshalb in der Schweiz und nicht unter dem Kopfkissen?

Kommentar von Othetaler ,

Es liegt sich bequemer und kann auch nicht so leicht geklaut werden.

Antwort
von Tursikussi, 59

Das hat damit angefangen, dass vor einigen Jahrzehnten die Schweiz das einzige Land in Europa war, wo Vermögen vor dem Zugriff der Nazis sicher war. Damals wurden auch die Nummernkonten eingeführt. Nach einer großen Kampagne in den 90-er Jahren, in der behauptet wurde, es befänden sich Riesenguthaben unrechtmäßig auf schweizer Konten, hat sich die Schweiz um Transparenz bemüht - von diesem Thema hört ma schon lange nichts mehr. Inzwischen (auch schon länger) hat das Schweizer Bankenwesen, z.T. auf Druck der deutschen Finanzbhörden ihre Bestimmungen verschärft, bzw. arbeitet mit diesen zusammen. Ich glaube, ferne Inseln und andere geheimnisvolle Territorien wären da "bessere", aber vielleicht auch riskantere Verstecke. Gegen eine Geldanlage in der Schweiz spricht wenig, da das Land immer noch eines der sichersten und stabilsten ist, nicht zuletzt als Bühne der interationalen Diplomatie - und außerdem ein Nachbarland ist. Aber wenn man unbedingt will, kann man natürlich alles kaputtmachen.


Antwort
von Rolf42, 88

Das Problem ist nicht, dass das Geld in der Schweiz angelegt wird, sondern dass es sich in vielen Fällen um Schwarzgeld handelt, dass in Deutschland nicht versteuert wurde.

Antwort
von Pudelwohl3, 98

Das wird vor allem gemacht um Schwarzgeld zu verstecken.

Die Zinsen in der Schweiz sind heutzutage genauso gering wie hier.

Antwort
von Goodnight, 61

Die haben die Vorteile vom Bankgeheimnis missbraucht und Steuern hinterzogen. 

Heute ist das kaum mehr möglich. Trotzdem bringen viele Deutsche ihr Geld legal versteuert in die Schweiz um ihr Vermögen zu schützen.

Antwort
von Biberchen, 66

glaube ich nicht, aber in Deutschland sind Steuern auf das Vermögen fällig.

Kommentar von Rolf42 ,

Stimmt nicht.

In Deutschland werden zwar Steuern auf Einkommen erhoben (wie in den meisten anderen Ländern auch), aber nicht auf Vermögen.

Kommentar von Biberchen ,

du hast recht, aber auf die Zinsen aus dem Vermögen.

Kommentar von Rolf42 ,

... weil Zinsen (und andere Kapitalerträge) Einkommen sind.

Antwort
von Hardware02, 79

Der Grund warum das gemacht wurde, war das Schweizer Bankgeheimnis. Dort konnte man Nummernkonten haben. Keiner wusste, wem das Geld gehört. Man konnte also anonym sein Schwarzgeld anlegen. 

Das ist aber nicht mehr so, weil die Schweiz den strengen Datenschutz gelockert hat und nun mit den Steuerbehörden zusammenarbeitet.

Antwort
von jottlieb, 41

Es heisst doch immer , dass reiche Menschen unerlaubterweise ihr Geld in der Schweiz anlegen.

Das war einmal.

Wieso wird das gemacht? Zahlt die Schweiz höhere Zinsen ?

Nein. Früher ging es darum, dass der Deutsche Fiskus davon nichts mitbekommen hat, man die mickrigen Zinsen also einstreichen konnte, ohne dass das Finanzamt seinen Teil abbekommen hat. Oder man einfach Schwarzgeld etc. parken kann, ohne dass es "blöde" Nachfragen gab.

Aber wie gesagt, dies ist mittlerweile Geschichte, da es Abkommen zum automatischen Informationsaustausch etc. gibt.

Antwort
von swissss, 60

Es ist IMMER erlaubt sauber verdientes Geld in der Schweiz anzulegen.

Die Steuersünder ( Verbrecher) , meistens Deutsche oder Franzosen geben es aber ihrer Steuerbehörde nicht an.

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