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Geldanlage - Frage zur Sicherheit von Anlagen

gefragt von LuiseLuise am 18.02.2009 um 19:03 Uhr

Ein Freund hat mir eine Email geschrieben und ich hab da keine Ahnung und hoffe auf fachkundigen Rat:

Habe meinen Bankberater gefragt welche Zinsen fuer 30 Tage Festgeld gezahlt werden. Die Anwort war 2.1% - Auf meine Erwiderung, dass das im Vergleich zu anderen Banken niedrig ist (diese zahlen um die 4%) bekam ich folgende Antwort:

“Ich weiß, dass am Kapitalmarkt höhere Zinsen bezahlt werden. Diese Banken sind von der Bankenkrise alle betroffen, deren Refinanzierung ist wesentlich teurer als unsere Refinanzierung bei der Zentralbank. Der "Sicherungseinrichtungstopf" der Privatbanken ist eigentlich durch die Auszahlung an Lehmann leer. Auffüllen müssen die Privatbanken, ob sie dazu wirklich in der Lage sind? Nur durch das Versprechen der Regierung "Die Gelder sind sicher" und dies ist nur ein Versprechen, zahlen die Privatbanken durch "Steuergelder" subventionierte Zinsen. Ob dieses Geschäft gesund ist, bleibt offen. “

  1. Stimmt es das der Sicherungstopf bei Privatbanken leer ist ? – das Geld dort also unsicher ist ?

  2. Stimmt es das hinter dem Versprechen der Regierung kein echtes Absicherungsversprechen steckt ?

Also ich dachte immer alle Einlagen (bis zu einem bestimmten Betrag) bei in Deutschland tätigen Banken sind gesetzlich abgesichert und ich kann deshalb unbedenklich Festgeld in jeder Bank anlegen.

Kennt sich da jemand von Euch aus?


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Niklaus
beantwortet von Niklaus am 18. Februar 2009 19:53
3x
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Hilfreichste Antwort

Also der Einlagensicherungsfonds besteht aus den Sicherungeinlagen aller daran beteiligter Banken. D.h. nach den bisherigen Katastrophen im Bankenbereich, ist in dem Fonds nicht mehr viel drin. Das ist doch logisch, Denn alle Banken und Vermögensverwaltungen die daran beteiligt sind haben zahlen müssen.

Ein staatliche Einlagensicherung gibt es nicht. Es gibt nur eine Entschädigungseinrichtung der Banken undden Einlagensicherungsfonds der Banken. Frau Merkel hat das zwar gesagt, aber wie soll das funktionieren, wenn z.B. eine Bank wie die Deutsche Bank in der jetzigen Zeit insolvent gehen würde. Das wäre das aus für den Einlagensicherungsfonds.

Kommentar von F61069d1563c93579d711465a7fac6e6smallLuise am 18. Februar 2009 20:13

Vielen Dank, Niklaus. Was sichert dann Merkels Versprechen überhaupt ab? Der Freund hat eine Erbschaft gemacht und möchte 200.000 € anlegen. Und ist jetzt ratlos und fragt alle und jeden ;-)

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklaus am 18. Februar 2009 20:18

Ja was sichert Merkels Versprechen ab. Das ist ein gute Frage. Meines Erachtens ist dies nur eine Psychoprothese um das Volk zu beruhigen. Die 200.000 würde ich in verschiedene Anlageklassen aufteilen. Je nach Anlagehorizont. Es gibt immer noch gute und sichere Möglichkeiten. Die möchte ich aber nicht öffentlich diskutieren.

Kommentar von F61069d1563c93579d711465a7fac6e6smallLuise am 18. Februar 2009 20:21

Okay. Kann ich versehen. Vielen Dank Dir.


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YuLy42
beantwortet von YuLy42 am 18. Februar 2009 19:05
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Erste Frage: Nein.

Zweite Frage: Nein.

Ich wette, dass das ein Berater der Sparkasse war, die reden in letzter Zeit nämlich unfassbar dämlichen Mist, und ich meine es genau so! Die deutschen Privatbanken haben einen Sicherheitsfonds und sind selbstverständlich auch Teil der staatlichen Spareinlagen-Garantie.

Kommentar von F61069d1563c93579d711465a7fac6e6smallLuise am 18. Februar 2009 19:24

Dankeschön. Hätt ich ja auch so gedacht. Aber was weiß schon der Laie...

Kommentar von Bdf71a08a26db27ae0eb65fcab30fbfdsmallYuLy42 am 18. Februar 2009 19:29

Und? Lag ich richtig mit meiner Wette? :-)

Kommentar von F61069d1563c93579d711465a7fac6e6smallLuise am 18. Februar 2009 19:32

War eine Raiffeisenbank ;-). Aber ich musste schon grinsen. fröhlichrüberwinkezudir


anonym
beantwortet von megaboomer am 18. Februar 2009 19:07
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#

"Stimmt es das der Sicherungstopf bei Privatbanken leer ist ? – das Geld dort also unsicher ist ?"

Glaube ich nicht.

#

"Stimmt es das hinter dem Versprechen der Regierung kein echtes Absicherungsversprechen steckt ?"

Theoretisch ist das unmöglich einzuhalten, aber es bedeutet erstmal Sicherheit und dafür ist es da. Wenn eine Bank pleite geht sichert die Regierung die EIinlagen ab, falls der Einlagensicherungsfonds das nicht kann. Wenn alle pleite gehen würden geht das natürlich nicht. Aber dann ist auch keine Sparkasse mehr sicher und wir können uns die Systemfrage stellen.

Da hat sich wohl mal wieder ein Genosse oder Sparkassenmitarbeiter wichtig gemacht. Denen gehts auch nicht viel besser. Zumindest ihren Großinstituten nicht. Die haben momentan Oberwasser, reden aber mitunter auch ziemlichen Müll. Muss man leider so sagen.

Kommentar von F61069d1563c93579d711465a7fac6e6smallLuise am 18. Februar 2009 19:24

Dankeschön.


anonym
beantwortet von IchSchauMal am 19. Februar 2009 08:59
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Wir sollten keine Panik verbreiten nur weil wir in einer Krise stecken. Wenn eine Bank pleite geht entsteht zwangsläufig Panik und alle heben ihr Geld ab. Das führt dann zur Kettenreaktion und letztendlich wird das kaum eine Sicherheitseinrichtung auffangen können. Auch nicht bei Sparkassen usw. usw. .

Also haben wir es selbst in der Hand indem wir Ruhe bewahren.

Wenn in 2 oder 3 Jahren Ruhe eingekehrt ist wird sich die Frage nicht mehr stellen, es wird einige Veränderungen gegeben haben und nur die Leute die vielleicht bei der ein oder anderen ausländischen Bank investiert haben oder in merkwürdigen Anlagen steckten werden einen Verlust hinnehmen müssen. Die aber haben selber Schuld da sie ja vor noch 3 Jahren alles besser wussten und bewusst versucht haben mehr Rendite zu erzielen. Da hab ich kein Mitleid wenn die Gier mit Mangel an Informationseinholungen einher geht.


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