Frage von wiedermalich, 27

Geld zurück für eine Auftragsarbeit, weil es zu lange dauert?

Ich war vor einiger Zeit mit einem Freund beim Fachhändler, weil er isch ein Hörgerät machen lassen hat.

Bei der Auftragsvergabe hieß es, dass offiziell der Bearbeitungszeitraum mit 21 Tagen angegeben wird (nicht WERKtagen!), die Bearbeitung aber im Regelfall tatsächlich nur 7-10 WERKtage dauert. Dabei sollte er das gute Stück mit min. 50% des Wertes anzahlen. Mein Freund hatte allerdings den kompletten Betrag dabei, hat es also auch vollständig bezahlt und auch eine Quittung darüber erhalten, sowie den Auftrag, auf dem sogar extra dick gedruckt steht, dass er das Ding voraussichtlich am 18.05 (eben 21 Tage nach Bestellung) abholen kann. Man würde sich dann bei ihm melden, wenn es fertig ist...

Nun war er sehr geduldig und hat tatsächlich den ganzen Zeitraum abgewartet. Wie vermutet kam nach den 7-10 Werktagen KEINE Rückmeldung.

Aber auch am 18 war es nicht fertig. Er hat also den Händler aufgesucht und gefragt, wann es denn soweit ist. Es hieß daraufhin nur "es ist fertig, wenn es fertig ist. Es kann schonmal passieren, dass es etwas länger dauert. Deswegen stünde da ja VORAUSSICHTLICH".

Das finde ich allerdings ganz schön frech. Zumal die Bezahlung ja auch im Vorfeld schon erfolgt ist.

Wie lange muss er also nun warten, bevor er sein Geld zurück verlangen kann? Bei Auftragsarbeiten ist es ja etwas anders als bei Käufen "von der Stange"

Antwort
von AalFred2, 9

Er muss eine angemessene Frist setzen. Diese dürfte bei 3 - 4 Wochen liegen. Vielleicht käme man vor Gericht auch mit zwei durch. Aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Und das ganze bitte immer schriftlich und nachweisbar.

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