Geld von den Eltern - ja oder nein oder vielleicht?

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10 Antworten

  • Ihr solltet das Geld annehmen, wenn es Euer Leben jetzt wirklich erleichtern würde. Eine solche Sondertilgung ist wertvoll und ihr solltet das Geld auch wirklich sofort zur Tilgung verwenden.
  • Es wäre aber besser, wenn das Geld wirklich einfach eine Schenkung wäre und keine Rückzahlung vereinbart wird, denn sonst begebt ihr euch in eine andere Abhängigkeit. Natürlich dürfen deine Eltern dir aktuell mehr schenken als den anderen Geschwistern. Würde es innerhalb von 10 Jahren zum Erbfall kommen, würde das Geld selbstverständlich gegengerechnet werden.
  • Auch nach Annahme des Geschenkes haben deine Eltern faktisch keinerlei erhöhten Einfluss. Sie können nur da Einfluss nehmen, wo ihr beide es ihnen gestattet. Ich denke nicht, dass es hier nur darum geht, Einfluss auf euch zu gewinnen. Geschenke zu Lebzeiten und zu sehen, wie gut sie genutzt werden, bereitet erheblich mehr Freude als Erblasser zu werden. Sogenanntes "warmes Erbe" ist eigentlich die ideale Art und Weise.
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Wichtiger ob du das Geld nimmst oder nicht nimmst, finde ich, dass du und dein Mann euch einig sein müsst! Wenn auch der Garten kaum nutzbar ist und die Abzahlung langsam läuft, ist es besser, als wenn eure Beziehung darunter leidet. 

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Gleichzeitig ist unsere Beziehung nicht gerade harmonisch. Sie lehnen
meinen Mann und kritisieren oft unsere Einstelllungen. Sie lieben unsere
Tochter über alles und mein Mann und ich bekommen immer wieder
Ablehnung zu spüren. Mein Mann will aus Stolz und um Verwicklungen zu
vermeiden das Geld komplett ablehnen.



Eine sehr kluge Entscheidung! Da möchte sich jemand ein Mitspracherecht in Ihrer Beziehung über Geld erkaufen! Hüten Sie sich davor!

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Kommentar von tevau
23.12.2015, 16:07

Woher weißt Du, was die Beweggründe für die Eltern sind?

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Wenn das Verhältnis schon so problematisch ist, dann würde ich deinem Mann vollkommen recht geben und das Geld komplett ablehnen.

Du schreibest selbst, das deine Eltern, trotz der Entfernung, jetzt schon versuchen Einfluss zu nehmen. Wie stark wird dies erst werden, wenn ihr bei ihnen in der Schuld steht? Ich will deinen Eltern nichts unterstellen, aber bei Geld hört die Freundschaft bekanntermaßen auf. Ob ihr wollt oder nicht, ihr würdet euch gegenüber deinen Eltern in ein Abhängigkeitsverhältnis begeben und das würde kein gutes Ende nehmen.

Dann lebt lieber weiter mit dem verwilderten Garten. Denn kann man auch ohne viel Geld nach und nach umgestalten. Ihr solltet lieber frei und unabhängig bleiben und für klare Verhältnisse gegenüber deinen Eltern sorgen. Auch wenn das bedeutet, finanziell den Gürtel ganz eng zu schnallen und eventuell auf die geplante Selbstständigkeit zu verzichten. Dann lieber als Angestellte irgendwo arbeiten.

Ich will jetzt nicht den Schlaumeier spielen, aber man kann halt nicht alles haben. Wenn euch das Haus so wichtig ist, dann müsst ihr woanders kürzer treten. Vielleicht solltet ihr euch mal bei der Verbraucherberatung informieren, ob es nicht eventuell möglich ist, das Geld besser einzuteilen und eventuell eine Umschuldung vorzunehmen. Dazu solltet ihr jedoch nur zu der Verbraucherberatung gehen, weil die unabhängig sind, im Gegensatz zu eurer Hausbank.

Aber diese Geschichte mit dem Privatkredit bei deinen Eltern, würde ich auf gar keinen Fall machen. Lieber würde ich jahrelang Wasser trinken und trockenes Brot essen, bevor ich mich in so eine Abhängigkeit begeben würde.

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"Wer kann mir Rat geben?"

Das kann niemand wirklich. Das merkst Du schon an den ersten Ratschlägen. Keiner  kennt Euch, Deine Eltern und die Reaktion Deiner Geschwister. Da müsst Ihr wohl oder übel alleine durch. Die gescheiteste Idee ist m.E., dass Deine Eltern jedem Kind schon jetzt was geben. Das spart ganz nebenbei  Erbschaftssteuer und es gibt keine Missgunst unter den Geschwistern.

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Ein Rat für Außenstehende ist schwierig. Dazu müsste man genau die beteiligten Personen, deren Mentalität und Charakter kennen.

Warum deklarieren Deine Eltern das Geschenk nicht offen als Geschenk? Das wäre nur dann nicht sinnvoll, wenn sie die steuerlichen Schenkungsfreibeträge bereits ausgenutzt haben (400.000 Euro für Dich, 200.000 Euro für Euer Kind, 20.000 Euro für Deinen Mann).

Oder geht es Ihnen darum, die Schenkung gegenüber Deinen Geschwistern geheim zu halten, damit die nicht auch die Hand aufhalten? Deine Eltern bräuchten denen doch nichts davon zu sagen. Oder sagen: Jedes Kind bekommt für denselben Zweck einen Zuschuss.

Oder wollen sie Euch in der Hand haben, indem sie Euch immer die Rückzahlung des Geldes androhen, wenn Ihr nicht das tut, was sie sagen?  

Wie auch immer, Du musst abschätzen, ob sich Deine Eltern mit dem Geld irgendetwas erkaufen wollen, was Ihr nicht wollt (mehr Einfluss auf das Kind, mehr Mitsprache bei Euren Entscheidungen etc.). Wenn das nach Deiner Einschätzung der Fall ist, müsst Ihr überlegen, wie belastend oder nervenaufreibend die Anspruchshaltung Deiner Eltern ist, und ob es Euch das Wert ist.

Ohne die Situation im Detail zu kennen, würde ich das Geld annehmen (wie es unter Eltern und Kindern auch üblich ist), und falls irgendwann dieses Geschenk als Druckmittel für Eure Folgsamkeit eingesetzt wird ("Wir haben Euch so stark finanziell unter die Arme gegriffen, dafür können wir wohl auch erwarten, dass Ihr..."), könntet Ihr direkt fragen, ob es denn eine Hilfe gewesen sein sollte, oder eine Bezahlung dafür, dass Ihr Euch so und so verhaltet.

Wenn sich das dann nicht auflösen lässt und Deine Eltern uneinsichtig sind, könnt Ihr immer noch sagen: "Unsere eigene Entscheidungsfreiheit ist uns wichtiger. Wir haben den Eindruck, dass Ihr sie nicht anerkennt und irgendwie das Geldgeschenk dabei ein Rolle spielt. Wir fangen an, das Geld eher als Belastung als als Hilfe zu sehen, und bevor das unser Verhältnis belastet, würden wir es Euch gerne zurückzahlen."

Entweder bringt das Deine Eltern dann zur Einsicht (was ich vermute), oder nicht - dann zahlt es ihnen zurück, und Ihr seid auf demselben Stand, als hättet Ihr es gleich abgelehnt.

Eine sofortige Ablehnung wäre sicher ein Affront, den Ihr wohl eher verhindern solltet.

Im Übrigen will ich auch eine Lanze für Deine Eltern brechen: Immerhin wollen sie Euch helfen, und die Ablehnung gegen Deinen Mann kann jedenfalls nicht so extrem sein, denn immerhin erkennen Sie mit der Finanzhilfe für Euer gemeinsames Wohnen ja die Beziehung doch irgendwie an.

Aus Lebenserfahrung weiß ich: Die Akzeptanz der Schwiegereltern muss manchmal über ewig lange Zeit erarbeitet werden und ist nicht immer leicht. Da muss man manchmal gute Mine zum (vermeintlich) bösen Spiel machen. Wichtig ist, dass man die Selbstachtung dabei nicht verliert.

Und wenn Ihr das Geld ablehnt, würde es auch als persönliche Ablehnung gewertet werden - und damit die Zweifel Deiner Eltern an Deinem Mann bestimmt nicht weniger werden, um es vorsichtig auszudrücken. Sie könnten sogar den Vorwurf erheben, dass Dein Mann Dich von Deinen Eltern abhalten oder trennen will.

Versuche also irgendwie, mit Eurem Verhalten in dieser Frage die Harmonie zu verbessern statt zu verschlechtern. Weihnachten ist doch eine gute Zeit dafür.

Und denke immer daran: 800 km Entfernung machen vieles erträglicher...:-)   


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Ich würde die Finger davon lassen:

  • Es ist nicht fair deinen Geschwistern gegenüber.
  • Ihr versteht euch mit deinen Eltern nicht. 
  • Wieso baut ihr ein Haus, wenn ihr euch das finanziell nicht leisten könnt? Wo ist euer Stolz? Schafft es aus eigener Kraft.
  • Was spricht dagegen, den Garten allein auf Vordermann zu bringen? An so etwas denkt man auch, wenn man ein Haus baut oder kauft. Wenn ihr keine Typen für Gartenarbeit seid, wäre eine Eigentumswohnung die bessere Wahl gewesen.

Und mal ehrlich 12.000 EUR sind Peanuts. Dafür wollt ihr euch den Stress antun, deinen Eltern ewig zum Dank verpflichtet zu sein und möglicherweise Streit mit deinen Geschwistern vom Zaun zu brechen?

Einen entscheidenden Aspekt darf man auch nicht vergessen. Deine Eltern akzeptieren deinen Mann nicht. Warum richtest du dich nicht nach den Wünschen deines Mannes. Ich kann verstehen, wenn er es ablehnt, Geld von ihnen zu nehmen.

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Nehmt auf gar keinen Fall das Geld an! Sollen die Kreditzinsen höher sein. Ist ja egal. Aber wollt ihr euch - bei einer nicht harmonischen Beziehung - auf alle Ewigkeit hinaus zum Dank verpflichtet fühlen?

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Ich würde kein Geld annehmen von solchen überheblichen gönnerhaften Leuten die sich Eltern schimpfen.

Überlegt euch lieber wie ihr euer Problem mit dem Geld angehen könnt:

- Sparen an der richtigen Stelle

- Mit der Bank neue Tilgung der Schulden aushandeln

- Einen Nebenjob annehmen um mehr Einnahmen zu haben

- Den Garten wenn möglich verpachten um Geld zu bekommen

Was ist das eigentlich für ein Garten? Wieso muss der "Saniert" werden? Ist die Erde verseucht oder warum kostet das so viel Geld?

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Kommentar von tevau
23.12.2015, 15:01

1) Worauf begründest Du Deine Einschätzung der Eltern als gönnerhaft und überheblich?

2) Es war von Gartensanierung, nicht von Bodensanierung die Rede. Ein Garten bezeichnet aber nicht den Boden (das Erdreich), sondern was man in den Boden setzt: Pflanzen, Pflasterung, Zäune, Ziermauern, Deko usw.

3) 2000 Euro für eine Gartensanierung ist doch gar nichts. Für das Geld kannst Du mal gerade Pflastermaterial für 50 qm kaufen, wenn der Preis 40 Euro/Quadratmeter beträgt. Ohne Verlegung. Und was ist mit Pflanzen, Zäunen usw.? Ich weiß nicht in welcher Welt Du lebst...

4) Ich denke, an der Formulierung der Frage sieht man, dass die Fragestellerin nicht gerade doof ist und vermutlich Tipps wie "Sparen an der richtigen Stelle" etc,. nicht braucht (was ist überhaupt die "richtige Stelle"?)

5) Ich werde den Verdacht nicht los, dass Du den Rat, das Geldgeschenk abzulehnen, deswegen gibst, weil Du nicht in der Situation bist, diese Wahl zu treffen.

   

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Es reicht ja wenn die Eltern erstmal nur nen kleinen Teil übernehmen, wie z.B. den Garten.

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