FREAKxGERx am 28.01.2008 um 13:54 Uhr
Muss man den Putztanten in den Toiletten von Einkaufszentren, Autobahnraststätten,... Geld geben? Ich denke eigentlich das die Ihren Lohn wie alle anderen auch bekommen,oder?

Dein abfälliger Begriff "Toiletten-Tante" zeigt doch schon, welchen Sch...job diese Personen machen. Sicherlich nicht immer freiwillig und bestimmt nicht mit Freude. Ich meine, wer je einmal auf eine ungepflegte Autobahntoilette gehen musste, der sollte schon aus Dankbarkeit einen kleinen Betrag auf den Teller legen. Reich wird die Dame (ist es ja meist) davon bestimmt nicht.

Sie bekommen nicht immer Lohn. Oft sind sie Pächter und müssen dafür auch noch bezahlen.
Wenn die Toilette sauber und gepflegt ist, bin ich auch dafür einen gewissen Beitrag zu bezahlen, ich benutze ja uch die Seife und das Wasser.

Ich handhabe das ziemlich unterschiedlich. Wenn ich mit der Sauberkeit und Ordnung zufrieden bin, gibt es auch einen kleinen Betrag und ein Danke. Steht das Personal nur rum, hat einen Teller für Geld aufgestellt und nichts ist sauber, gibt es auch nichts.
So sehe ich das auch ! DH

Ich möchte den Job nicht machen, deshalb gibt es von mir bei sauberer Arbeit auch ein Trinkgeld.

Müssen nicht unbedingt, aber wenn das Klo schön sauber ist, dann gebe ich schon meisst einen kleinen Obolus (schreibt man das so?), weil ich mich freue, dass ich eine saubere Toilette benutzen konnte!
medicangel am 28. Januar 2008 14:00 Obulus ;o)
Tippse am 28. Januar 2008 14:10 oh, danke! dann möchte ich bitte das 2. O gegen ein U tauschen... ;-))
knetartpunktde am 28. Januar 2008 15:38 Manchmal trügt das Bauchgefühl: http://de.wikipedia.org/wiki/Obolus
Tippse am 28. Januar 2008 15:42 ach, na dann hab ich es eh richtig geschrieben! freu dann mache ich bitte den OU tausch rückgängig... ;-))
Müssen muss man nicht. Wenn man aber weiß, wie wenig sie für diese tlw. Sauarbeit bekommen, finde ich einen kleinen Beitrag als Danke für saubere Klos durchaus angebracht.

Ich würde mich ausgesprochen schäbig fühlen, wenn alles sauber ist, und ich nichts geben würde.
Diese Tantchen (auch Onkels) bekommen bestimmt nicht viel für diesen ekeligen Job, viele sind auf´s "Trinkgeld" angewiesen.

Diese Frauen verdienen sich ihr Geld HART. Stell mal vor, es würde diese Leute nicht geben? Wie sähe es aus, überall? In jedem Kaufhaus, Raststätte, öffentliche Toiletten? Also, wenn da schon nicht richtig gearbeitet wird, wo dann? Und diese Leute haben ein "Trinkgeld" verdient, sobald man ihnen in die Augen schaut !

Deine Bezeichung für die Frauen ist despektierlich. Wenn es diese Frauen nicht gäbe würden viele Toiletten sehr schmutzig aussehen. Arbeit ist nichts schlechtes.
Wenn die Toilette sauber ist, gebe ich meinen Obolus freiwillig.
Pestopappa am 28. Januar 2008 14:43 Thats it !
Ja, sicher bekommen sie Lohn, aber bestimmt nicht viel. Du musst den Toilettendamen aber kein Geld geben.

Eigentlich war das Früher so, dass Speiselokale eine frei zugängliche Toilette betreiben mussten. Viele haben darin allerdings nur Geldverschwendung gesehen. Also kam jemand auf die Idee, die Toiletten an Betreiberfirmen zu vermieten. Diese dürfen dann auch Nutzungsentgelte Verlangen, während bei einer zum Speiselokal gehörigen Toilette nur ein freiwilliges Trinkgeld möglich wäre, Eine Nutzungsgebühr aber verboten.

Wenns sauber ist zahl ich gerne! Aber man muss nicht.

Natürlich muss ich fürs Müssen nix bezahlen. Das wäre Nötigung. Aber wenn ich beim Müssen mich nicht ekeln muss, und dafür stehen für einen ganz geringen Lohn andere da und müssen es für mich, dann denke ich mir immer, dass ich fürs müssen doch was geben muss, oder zumindest geben sollte...

Ich bezahle nur, wenn ich finde, daß das Klo in Ordnung war.

Habe hier einige Antworten gelesen und muss zumindest für mich feststellen, dass man in unserem - ach - doch so schönem Lande immer wieder mit Abwertung konfontiert wird. Was ist an diesem Job denn nun soo schlimm ??? Mein Job ist nicht selten schlimmer ! Viel lieber diesen Job, als erwerbslos zu sein. Man hat mit Menschen zu tun, hier und da ein kleiner Schnack. Man macht sich nicht tot und ... naja... hin und wieder richts mal etwas... Ich repektiere diese Personen absolut in ihrem Tun. Sicherlich ist dieser Job nicht der goldigste aber ganz unlukrativ auch nicht, wie mir es schon mehrfach bestätigt wurde. Es hängt sicherlich vom Standort ab. Ich persönlich liquidiere großzügig und richte mich nach dem Sauberheitsgrad. Ist es siffig, gebe ich auch schon mal nichts. Für die meisten Einrichtungen ist das Bereitstellen der WC`s eine Auflage und somit "eher" kostenlos. Und... Ein Grundlohn ist im Angestelltenverhältnis PFLICHT !
Wieselchen1 am 28. Januar 2008 14:31 Ja, M.P., wenn es denn dann ein Angestelltenverhältnis ist. Oft aber werden tatsächlich solche Arbeiten an "freie Mitarbeiter" und "Subunternehmer" abgegeben, so dass die Reinigungskraft, die vor dir steht, tatsächlich mit dem klar kommen muss, was da täglich auf ihrem Teller liegt.

Wenn ich eine öffentliche Toilette benutzen muss, und ich sehe, wie diese von den Damen (meist Rentnerinnen mit kleinen Renten) saubergehalten werden, dann gebe ich gerne mein Scherflein. Ich bin froh, dass es sie gibt, denn ich finde, es ist auch ein ehrenwerter Beruf. Guck Dir doch mal Toiletten an, wo nicht sauber gemacht wird, da könnte man nur noch ko....., und wir alle sind die Verursacher.

Zu allererst,Arbeit schändet nicht.Egal auf welcher (legalen) Weise man sein Geld erarbeitet,verdient man einen gewissen Respekt.Eine Reinigungsfachkraft in einer öffentlichen Bedürfnisanstalt ist mindestens genauso wichtig wie jede(r) andere Dienstleister(in).Soviel dazu.Ob man einen kleinen Obolus entrichten sollte?Ich finde das ist ein Akt der Höflichkeit und des Respekts.Man bricht sich keinen Zacken aus der Krone wenn man mal 30 Cent für Sauberkeit und Hygiene übrig hat.

Vielleicht steht es in ihrem Arbeitsvertrag so:
Brutto 800 Euro plus Bonus (Trinkgeld)
Ich geb aus Prinzip nix. Wenn ich irgendwo in eine Gaststätte komm ist es selbstverständlich, daß ich dort auch die Toilette benutzen kann. Wenn ich kein Gast wird oft was dafür verlangt das bezahl ich dann auch, zurecht wie ich finde. Das ist nun keine Gastwirtschaft (gehört aber auch immer dazu) sondern eine Autobahnraststätte, woanders hab ich ne Klofrau noch nicht gesehen. Man wird abgezockt mit erhöhten Preisen, einfach weil man weiß das einem die Alternativen fehlen. Darüber will ich noch nicht einmal meckern ist ja Marktwirtschaft, aber eine kostenlose Nutzung einer sauberen Toilette sollte da für den Betreiber wohl machbar und auch bezahlbar sein. Deswegen zahl ich nix auch wenn mir dir Frau dann ein bisschen leid tut, sie kann ja wirklich nix dafür. Und ich finde es auch nicht unsozial, unsozial finde ich das Verhalten der Betreiber.
Müssen muß man net. Aber ich halte es wie die Meisten hier: ich geb ne Kleinigkeit, wenn ich es sauber fand und anschließend auch Seife zum Händewaschen da war. Ich fand nämlich schon oft vor, daß es komischerweise bei den Männerklos Seife nur selten gibt; so als ob wir uns nicht die Hände waschen wollten. den Ausdruck Toilettentante find ich etwas respektlos; dann lieber Klofrau oder neutral: Reinigungspersonal.
DH evistie, das Wort Toiletten-Tante ist auch mir unangenehm aufgefallen, weil einfach abwertend und respektlos. Er möchte bestimmt auch nicht als Informativ-Fuzzie bezeichnet werden.
Informatik
Du hast Recht, evistie. Mittlerweile ist man auch noch so abgestumpft, dass man solche Diskriminierungen überliest.
Schlimm ist es geworden. Kalt und lieblos.
Danke für den Rüffel, den ich mir selbst auch anziehen muss.
Ich bewundere eure humanistische Einstellung ! Ich finde den Begriff "Toiletten-Tante" auch sehr gewöhnungbedürftig.
Bei uns sagt man "Klofrau" !
Und wenn es ein Mann ist?
Warum nicht einfach Reinigungskraft?
Keine Ahnung, ich sehe immer nur Frauen an ihren Tischlein sitzen. Warum nicht Reinigungskraft ? Ganz einfach, weil es ein Unterschied ist, ob irgendwo jemand für eine Stunde putzt, oder ob sie (neben der verantwortungsvollen Putztätigkeit) an einem Tisch, auf dem ein Teller steht, sitzt und ein Klo bewacht. Das sie möglicherweise gepachtet hat.
Auf diese Weise steht diese Dame über der Reinigungskraft, ist (gefühlte) Unternehmerin und darf den Ehrentitel "Klofrau" beanspruchen.
Nun, da für mich das Wort "Klo" nicht gerade ein positiv besetzes Wort ist - meine Mutter hat mir "Toilette" beigebracht, sehe ich das auch nicht als besonders höflich an, jemand als Klofrau zu titulieren. Liegt wohl an meiner Kinderstube.
Das ist ja sehr lobenswert - ich denke aber eher an die Praxis. Wenn jemand in einer Gaststätte vom Besuch der Toilette an den Tisch zurück kommt und einer der dort Anwesenden interessiert sich für die dortigen finanziellen Gepflogenheiten - welchen Ausdruck wird er wohl in den allermeisten Fällen in seine Frage: "Was hast'n der . . . . . . . . gegeben ?" einsetzen ?
Ja, und daran wird sich nix ändern, wenn wir diesen Begriff hier auch noch schriftlich fixieren und weiter verunglimpfen.
Klo kommt übrigens von Closett, ein französisches Wort, daß mir besser als manch' deutsche Bezeichnung gefällt.
@knetart: Das mag in Deinem Umfeld ja so sein. Ich halte es eher mit Tanzwiesels Vokabular.
Sorry, ketartpunktde, das Wort Klofrau ist in meinem Umfeld auch nicht umgangssprachlich. Auch der französische Ursprung macht es nicht besser. Nix für ungut.
@ Tanzwiesel: dann isses im Sprachgebrauch des Fragers n Toiletten-Onkel ... Hab ich aber erst 1 x gesehn.