Frage von Kartheiser, 71

Geld für meinen Neffen richtig anlegen?

Guten Tag,

ich wende mich mit einem persönlichen Anliegen an euch. Mein Neffe ist kürzlich zu ein wenig Geld gekommen, hat derzeit aber keine Verwendung dafür. Er ist in Ausbildung und seine Ausgaben sind überschaubar. Ich bin der Meinung, er sollte das Geld sparen, bis er in einigen Jahren auszieht und das Geld für die Einrichtung ausgeben kann. Allerdings will mein Neffe das Geld nicht herumliegen lassen, sondern „anlegen“. In welcher Form ist mir nicht bekannt, aber er spricht von ordentlichen Zinsen. Ich würde ihm gern belegen, wie riskant das ist und suche ausführliche Erfahrungsberichte. Könnt ihr mir helfen?

Danke

Antwort
von kevin1905, 29

Riskant ist nur nichts zu tun oder das Geld mehrheitlich in Geldwerte anzulegen.

Bei einem langfristigen Anlagehorizont (10+ Jahre) gibt es eigentlich nur zwei wirklich sinnvolle Modelle.

  • Aktien bzw. Fonds/ETFs mit hohem Aktienanteil
  • fremdgenutzte Immobilien.

Aktien und Immobilien sind reale Sachwerte und keine reinen Zinsversprechen, sie schlagen langfristig im Grunde jede andere Anlage.

Es gibt ferner keine festverzinslichen Anlageformen, die in der aktuellen Niedrigzinsphase einen Wertzuwachs oberhalb der Inflation nach Abzug von Steuern und evtl. Gebühren bringen.

Wenn als Ergebnis realer Kaufkraftverlust eintritt, ist der eigentliche Sinn einer Anlage nicht mehr gegeben.

Riskant ist Dinge zu tun, die man nicht versteht. Er sollte also vor einem Investment sich intensiv mit der Materie beschäftigen. Zu beiden oben genannten Anlageformen gibt es durchaus seriöse Quellen zu finden aus denen man sich neutral informieren kann.

Antwort
von LionTnja, 14

Hallo!

Ich glaube dir, dass du ungern zusiehst, wie er eine schmerzvolle Erfahrung
macht und das Geld verliert. Aber womöglich lernt er so am besten daraus?
Solange er sich nicht in Schulden stürzt, ist das Risiko hinnehmbar. Doch um es wirklich einzugrenzen solltest du vielleicht mit ihm reden und vereinbaren,
erst einmal mit einem Teil des Geldes diesen Weg zu gehen. Denn viele Finanzmodelle sind tatsächlich nur profitabel, wenn man ein gewisses Risiko eingeht. Informiere dich erst einmal genau über die Pläne deines Neffen. Wichtig dabei ist, dass du ihn als Erwachsenen behandelst und ihn nur berätst. Ansonsten könnte er sich dir gegenüber versperren und seine Meinung würde sich trotzig festigen. Das bringt keinen weiter.

Die Idee mit den Belegen ist aber gut. Dennoch solltest du auch Argumente
zulassen, die seine Position stärken. Denn einseitige Recherchen führen zu
überhaupt nichts. Ich kann dir zu deinem Problem nur die folgende Seite nennen, die sich einige Projekte über Monate selbst angesehen und in Worte gefasst hat: http://privatkredit-erfahrungen.de/

Viel Erfolg!

Antwort
von DinoSauriA1984, 13

Die Antworten auf diese Frage sind soweit schon gegeben. Wenn es sich um einen überschaubaren Betrag handelt, und er bislang keine nennenswerten Rücklagen hat, sollte das Geld einer Liquiditätsrücklage zugeführt werden. Als Auszubildender hat er vermutlich eher einen Anlagezeitraum von 2 - 3 Jahre im Auge als etwa 10 Jahre. Obwohl ich persönlich glaube, dass Aktien in 2 - 3 Jahren höher stehen als jetzt kann ich nur sagen, Aktien/ImmobilienFonds/ETF & Co. sind keine geeigneten Anlagemöglichkeiten! Die Chancen sind hoch, das Risiko aber auch.

Auch wenn es bitter ist: Es gibt keine renditestarke Anlagemöglichkeit für kürzere Zeiträumen ohne entsprechendes Risiko.

Er sollte sich nach einem der besseren Tagesgeldkonten umsehen, und sich mit Zinserträgen um 1% herum begnügen

Antwort
von AnnaStark, 8

Wenn Dein Neffe von "ordentlichen Zinsen" spricht, läuten bei mir die Alarmglocken.

"Ordentliche" Zinsen bekommst Du nur entweder von "Betrügern" versprochen, was nicht gehalten wird, ODER es handelt sich um riskante Anlagen, bei dem er das Geld auch verlieren kann. Das Geld da anzulegen, denke ich, dafür fehlt ihm die Erfahrung.

Alles andere wurde hier schon gesagt.

Antwort
von christl10, 12

Ich verstehe nicht, daß Du uns  den Betrag den er bekommen hat nicht verraten willst. Wie soll man Dir Rat geben, wenn wir nicht wissen um welchen Betrag es sich handelt? Ist doch ein Unterschied ob er 1.000€ bekommen hat oder 10.0000€ oder sogar 100.000€. 

Antwort
von nope23, 31

naja anlegen ist ja nicht immer riskant. es kann durchaus risikoreich sein aber wenn man sich aus kennt oder es z.B in einem Bausparvertrag anlegt ist das nicht zwangsweise riskant

Kommentar von kevin1905 ,

Bringt nur nichts.

  • BspV kostet Gebühren, man fängt mit dem Sparen im Minus an
  • Die Bausparsumme ist nur ein kleiner Teil einer Finanzierung
  • Die Guthabenzinsen sind, wie überall gegen 0 tendierend
  • Das Argument sich einen niedrigen Darlehenszinssatz zu sichern ist halbgar, da der Zinssatz immer von der persönlichen Bonität und der Höhe des aufgenommenen Fremdkapitals abhängt.
  • Der Bausparvertrag ist ein reiner Geldwert
  • Die eigene Immobilie ist in vielen Fällen keine Wertanlage sondern ein reiner Kostenfaktor.
Kommentar von christl10 ,

Schon mal geschaut viele Guthabenzins Du für einen Bausparvertrag noch bekommst? 0,5% schätze ich, worauf man gut verzichten kann. Zudem bringt ein Bausparvertrag kaum was, wenn die Bausparsumme gering ist. Das deckt nur ein geringer Teil der Finanzierung ab. Zudem werden die Zinsen noch lange tief bleiben, daher hat ein Bausparvertrag keine Eile. 

Antwort
von dominic345, 29

Ich denke mal er meint es zur Bank bringen, damit er dort die Zinsen bekommen kann? Ist zwar nicht viel aber besser als gar nichts. Aktienhandel sollte er noch die Finger von lassen

Antwort
von Nordstromboni, 22

Wenn du nicht weißt wie er es anlegen will wirst du auch keine negativen Erfahrungsberichte dazu finden können

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