Geld für Finanzkrise sparen und dann günstig Aktien kaufen mit langfristigen Anlageziel?

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9 Antworten

Generell ist es weder uneffektiv noch unvernünftig, in Phasen hoher Kurse Liquidität anzusammeln, die man dann nach Kursstürzen gewinnbringend einsetzen kann.

Der Haken ist selbstverständlich, dass du nie weißt, wann es diese Krise gibt, wann sie ihren Tiefpunkt erreicht. Und wenn die Kurse später nach oben gehen, weißt du ebenfalls nicht, wann der nächste große Kurseinbruch erfolgt.

Beispiele aus meinem Leben:

Während/ Nach der Krise 2008 habe ich als erstes die zu diesem Zeitpunkt stark verbilligten Aktien der Deutschen Bank für etwa 50€ gekauft. Doof gelaufen^^

Dann Daimler zu 40 Euro, mit denen ich jetzt gut im Gewinn liege, die ich aber zwischenzeitlich zu 90 Euro je Stück hätte verkaufen können (sollen...müssen^^).

Gesco zu 36 Euro, jetzt dümpelt die Aktie eine ganze Weile um 70 Euro herum.

Einhell Vorzüge für 18 Euro. Etwas später hätte ich zu 13 Euro zuschlagen können. Heute liegen wir bei 37 Euro.

2009 noch einmal 6 Käufe, von denen 5 gut gelaufen sind. Sogar die Telekom (hier für 8 Euro).

Weitgehend scheint mir meine Krisenquote recht gut; besser jedenfalls als das, was ich in anderen Jahren vollbringe. Wenn jetzt aber der nächste Einbruch erfolgt, sind natürlich auch meine nicht bereits gesicherten Gewinne betroffen. Dann stehe ich unter Umständen wieder bei Null ;o)

Den totalen Griff ins Ko kannst du dir ersparen, wenn du breit gefächert in ETFs investierst. Da steckt dann zwar auch etwas Deutsche Bank mit drin... aber die fällt dann nicht so in Auge :D

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Kommentar von 02567
03.09.2016, 13:23

Da war jemand wach^^
Das meine ich doch. Der Kurs lag bestimmt mal niedriger als an dem Tag an dem du gekauft hast, und er war auch höher als an den Tagen an denen du teilweise vielleicht verkauft hast. Trotzdem hast du in einer Zeit in der die Kurse stützten und als Krise bezeichnet wurde gekauft und gehalten bis in eine Zeit in der die Wirtschaft gesund ist.
Das ist einfach simpel dieser Ablauf, man muss dadurch nicht direkt in Rente gehen können aber gute Gewinne springen aufjedenfall dabei heraus.

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Theoretisch stimme ich dir zu. Wäre es aber nicht taktisch klüger dann gleich gegen den Markt zu wetten? Abgesehen davon weiß man auch schlecht wann der Tiefstpunkt erreicht ist und ob die Aktien wieder stark steigen oder noch weiter abfallen werden. Ich habe beim Brexit Longs eingekauft (Siehe Foto Unten). War ein Hohes Risiko, was sich am ende des Tages jedoch ausgezahlt hat. Habe jedoch wieder viel zu zeitig verkauft, aber wer weiß wie es morgen an der Börse aussieht?

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Kommentar von BTyker99
03.09.2016, 17:14

Könntest du das Schaubild noch näher erläutern? Du hast eine Millionen Euro investiert (?), und wieviel Gewinn ist am Ende rausgekommen? Was sind "Longs"?

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Es hat den Haken, dass du zwei mindestens zwei Dinge wissen solltest:

1. Was ist mein Anlagehorizont. Min 5 Jahre sollten es sein. 

2. Fond oder selbst managen. 

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Kommentar von 02567
02.09.2016, 23:13

Genau das meine ich ja, Anlageziel 5-10 Jahre. Fonds oder selbst zusammenstellen ist relativ egal ich tendiere dazu in so einem Szenario selbst zusammen zu stellen oder in einen DAX ETF.

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Der entscheidende Haken an diesem genialen Plan ist, daß niemand weiß, wann die Finanzkrise kommt, wie tief die Kurse fallen und wie lange sie fallen.

Folge ist, daß derart orientierte Anleger mit ziemlicher Sicherheit endlos lange unentschlossen auf Barvorräten sitzen bleiben und erst dann sich trauen wieder einzusteigen wenn der Zug schon abgefahren ist. An der Börse wird eben nicht geklingelt.

Ich habe vor 20 Jahren angefangen in Aktien und Aktienfonds zu investieren und habe sowohl den Crash am Neuen Markt, das Desaster nach den Anschlägen von 2001  wie auch die Finanzkrise 2008 bewußt als Anleger mitgemacht. Meine Strategie mit den Kursschwankungen umzugehen war niemals, den Aktienmarkt total zu verlassen, sondern die zur Geldanlage bereit stehenden Mittel quotal anders aufzuteilen und natürlich die Ruhe zu bewahren.

Fast alle die meinen schlauer als der Markt sein zu können fallen auf die Nase, egal ob Anlageprofi oder Laienanleger. Nur Aufteilung und zeitlich versetzte Anlage bewahren einen vor den schlimmsten Fehlern.

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Kommentar von 02567
03.09.2016, 13:14

Es gibt allerdings genug Indikatoren die dafür sprechen dass die Krise kommt bzw. noch nicht vorbei bist aber auch darauf hinweisen dass sich der Markt wieder erholt und die Kurse nicht weiter fallen.

Der Plan ist ja nicht beim allertiefsten Kurswert zu Kaufen und beim allerhöchsten Kurs zu verkaufen, das ist praktisch unmöglich es sei dann man hat unglaubliches Glück.

Nein dumm bin ich nicht, es geht darum in den tiefen Phasen einzukaufen, langfristig zu halten und nach sehenswerter Kurssteigerung zu verkaufen.
Nicht mit dem Ziel das große Ding zu landen sondern ordentlich Profit zu erhandeln.

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Kommentar von 02567
03.09.2016, 14:44

8€ Gewinn pro Aktie

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Sogenanntes Marktiming zu betreiben ist langfristg uneffektiv. Da niemand die Zukunft vorhersagen kann, ist das Kaufen bei Tiefstständen und verkaufen bei Höchständen reine Glückssache.

Nehmen wir nur mal den Brexit, bei dem ja der Dax mal ebend 1000 pkt nachgegeben hat. Wieso haben da wohl die wenigsten gekauft? Weil viele schon in ihrer Panik an die unter 7000 Pkt Marke glaubten. Und mittlerweile mit den ca. 10.600 pkt scheint der Markt ja schon wieder achso überkauft zu sein. Es ist angeblich zu spät einzusteigen und trotzdem könnten wir aufs nächste Allzeithoch zu steuern.

Schlauer als alle anderen sein wollen funktioniert einfach nicht gut. Wenn du investieren willst mach es  gleich und regelmäßig (Durchschnittskosteneffekt), es sei denn du bist hellseherisch begabt.

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Kommentar von 02567
02.09.2016, 23:34

Wenn aber während der Finanzkrise der Kurs von Global Playern wie Coca Cola, Nestle, Siemens etc um 50 - 75% fällt und man kauft ein, dann ist doch zu 99,99% sicher dass die Kurse in 10 Jahren um ein Vielfaches wieder gestiegen sind. Solche stark vernetzen, allgegenwärtigen und großen Unternehmen in Oligopolen überstehen jede Finanzkrise.

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Kommentar von 02567
02.09.2016, 23:46

Ach komm, Risiko ist bei so einem Geschäft natürlich dabei aber das ist so gering, du kannst mir nichts erzählen.

Wer sagt denn dass das Geld bis dahin ruhen soll. Das kann ruhig weiter arbeiten. Wenn man irgendwann bemerkt dass das Depot stetig Verluste macht bzw. schon davor in den Börsennachrichten von einer anbahnenden Krise mitbekommt, verkauft man seine Wertpapiere, dann wartet man bis die Kurse RICHTIG fallen und dann kann das von mir beschriebene Szenario vollziehen. Daraufhin wartest du 5-10 Jahre, dann verkaufst du deine Anteile und kannst dein normales Börsengeschäft wieder aufnehmen.

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Kommentar von 02567
02.09.2016, 23:54

Ja ich denke da diese Strategie auf keinem Algorithmus oder sonstigem berechenbaren mathematischen System aufgebaut ist

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Obwohl ich im Grunde kein Freund von Aktienfonds bin, ist es allemal eine bessere Idee, einen Sparplan für einen oder mehrere Fonds abzuschließen, die sich über Jahre durch gute Ergebnisse ausgezeichnet haben.

Zwar ist auch das kein Garant für die Zukunft, aber du hast wenigsten den Vorteil bei hohen Kursen wenig und bei niedrigen Kursen mehr Anteile zu erhalten. Dein Warten auf den Crash kommt einem Hantieren mit der Glaskugel gleich.

Zwar hängen viele Aktienmärkte am Tropf von FED und EZB, aber wie lange diese ihre Spielchen noch so weiter treiben werden, bis es zum Knall kommt, weiß Niemand.

Dann könnte übrigens dein so schön angehäuftes Geld, trotz angeblicher Bankgarantien, auch schon weitgehend futsch sein. Wenn es richtig kracht und große Banken stürzen, reißt der Dominoeffekt alles in den Abgrund. Die vorhandenen Absicherungssummen sind nämlich einfach nur lächerlich.

Ja, eine teils vorübergehende Anlage in Platin, Gold und Silber wäre wahrscheinlich keine schlechte Idee.

Eine sofortige Anlage in sehr gute Gold- und Silberaktien eine noch weit bessere. Zumindest partiell.

Wenn ma sieht, wie bei einem ca 30 prozentigem Goldpreisanstieg viele Aktien durch die Decke gingen., kann man ahnen, wie es aussiht, wenn  die Edelmetalle in ganz anderen Regionen sind.

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Hallo,

ich schließe mich meinen Vorrednern an. Die Zukunft kann niemand vorhersagen. Letzten Endes werden die Finanzkrisen nur von einer Minderheit ausgelöst. Deshalb sollte man immer sein Geld so anlegen wie diese Minderheit. Vor allem spielt aber auch Flexibilität eine richtige Rolle. Aktuell sollte man auf ein ausgewogenes Portfolio setzen. Ein guter Mix aus, Geldmarkt (Cashreserve), offene Immobilienfonds (Sicherheit), Anleihen und Aktienfonds bzw. Mischfonds als Renditemotor.

Es lohnt sich hier auch mit professionellen Vermögensverwaltern zusammenzuarbeiten. Diese verzichten teilweise auf den Ausgabeaufschlag, so dass man sein Geld zunähst ohne Kosten anlegen kann.

Auch ich arbeite ohne Ausgabeaufschläge und mit einem Servicefee von 0,5% zzgl. MwSt. Weitere Infos gibt es hier: der-investmentberater-berlin.com/investment

Sollte man sein Vermögen selbst managen wollen, sollte man durchaus eher auf Fonds anstatt auf Einzelaktien setzen. Aktienlastige Investments sollten aktuell über Sparpläne gelöst werden. Größere Geldbeträge eher in offene Immobilienfonds wandern (z.B. hausInvest).

Bei weiteren Fragen am besten einen bankenunabhängigen Berater kontaktieren.

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Kommentar von christl10
03.09.2016, 19:43

Hausinvest? Habe den offenen Fonds und habe in denletzten 12 Monaten nur 2,5% an Rendite eingefahren. Eher lächerlich, aber werde den trotzdem halten müssen, wegen der Haltefrist. Im Vergleich dazu der Semper Real Estate hat in den letzten 2 Jahren 9% eingefahren. Das war eher ein Glücktstreffer. 

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Es hat den Haken, dass diese Strategie nur eine Verfeinerung von "billig kaufen, teuer verkaufen" ist - allerdings auch nicht präziser, und damit in der Praxis ziemlich wertlos.

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Nun ja du weißt nicht genau welche Unternehmen sich erholen und welche komplett pleite gehen

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Kommentar von 02567
02.09.2016, 23:08

Ich würde natürlich nur Anteile der ganz großen einkaufen wie Coca Cola, Nestle, Google, Mercedes Benz, Siemens etc. Unternehmen die in einer allgemeinen Krise nicht von einem Konkurrenten überholt werden und sich nach der Krise wieder an der Spitze befinden.

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Kommentar von 02567
03.09.2016, 17:58

In das Quartalstrading habe ich mich bisher noch nicht eingelesen.
Schien mir aber immer recht sinnvoll da Unternehmen gerne von Quartal zu Quartal in Perioden Wirtschaften, da zu Quartalsende die Zahlen offengelegt werden müssen.
Somit kann man ein Quartal gut analysieren sofern keine außergewöhnliche Einwirkung stattfinden.
Aber wie gesagt in diese Strategie muss ich mich noch einlesen.

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