Frage von eichhornkobel, 49

Geld ausgeben für Tierfutter ok?

Wenn der Tramp in der ubahn mich anbettelt und ich gebe geld für Tierfutter aus schäme ich mich. Aber eigentlich finde ich es ok, Futter zu kaufen. Ist das ok?

Antwort
von BTyker99, 14

Donald Trump? Hast du denn selbst Tiere, oder kaufst du nur aus Mitleid? Mir ist noch nie jemand begegnet, der Tierfutter verkauft, und grundsätzlich würde ich jemand unbekanntem, der kein seriöses Geschäft betreibt, keine Nahrung abkaufen.

Möglicherweise schämt man sich auch nur, weil man unterbewußt denkt, dass man es nicht verdient hat, dass es einem besser geht als der anderen Person.



PS: Ich glaube ich habe die Frage falsch verstanden, oder? Du kaufst das Futter gar nicht vom Trump ab, sondern hast nur in dem Moment ein schlechtes Gewissen?! Naja, mein zweiter Absatz trifft trotzdem zu. Grundsätzlich denke ich, dass die Sozialhilfe in Deutschland ausreichen müsste, und dass es eher persönliche Gründe hat, wenn jemand betteln geht. Wenn man darauf eingeht, wird es vermutlich keine nachhaltige Hilfe sein, da das Geld vielleicht nur verprasst wird (Alkohol oder so).

Kommentar von eichhornkobel ,

Danke für die gute Antwort.  Ich meine, man liest ja immer wieder,  wie viele Menschen Hartz IV kriegen und auch wie viele Kinder und so. Wenn ich dann Futter für das Vogelhaus kaufe,  habe ich immer ein schlechtes gewissen,  ja. Sollte ich das nicht lieber für  Flüchtlinge spenden oder so?

Kommentar von BTyker99 ,

Das mit den Flüchtlingen und der allgemein ungerechten Verteilung von Reichtum ist natürlich ein zu umfangreiches Thema, um es im  Detail abzuhandeln, aber ich persönlich unterstütze die Flüchtlingspolitik in Deutschland überhaupt nicht, und würde auch nichts spenden. Diejenigen, die hier her kommen, haben sowieso alles, was sie brauchen, und die, die in den Flüchtlingslagern in heimatnähe sind, haben zwar wirklich finanzielle Probleme, aber das ist von unserer Politik gewollt. Wir haben schließlich vor dem  Beginn der Flüchtlingswelle die Unterstützung des UNHCR massiv zurückgefahren, möglicherweise gerade damit die Fluchtbewegungen einsetzen.

Über Entwicklungshilfe habe ich auch einige Dokumentationen gesehen, und bin inzwschen der Meinung, dass diese in der Regel nicht nachhaltig sind. Die Kernaussage war, dass die Menschen sich zwar über Entwicklungshilfeprojekte freuen und z.B. unter Führung der europäischen Helfer deren Ideen mit umsetzen, aber sobald das Projekt zu ende ist, verfallen sie wieder in die alte Lebensweise. Als Beispiel wurde Menschen, die sich traditionell mit Viehwirtschaft ernährt haben, nach einer Dürreperiode, bei der alle Tiere gestorben sind, gezeigt, wie man mit Fischerei an einem See wesentlich besser und nachhaltiger wirtschaften kann. Dazu wurde sogar ein großes Kühlhaus gebaut, mit der eine Exportwirtschaft hätte gegründet werden können. Nachdem das Projekt fertig war, haben die Menschen ihre aus dem Projekt gewonnenen Verdienste aber wieder in Kühe investiert, und sind in die Berge gezogen, bis die Tiere bei der nächsten Dürre wieder verendet sind... das Kühlhaus wurde anschließend von chinesischen Investoren verwendet, wenn ich mich richtig erinnere.

Die Probleme können die Leute nur selbst lösen, indem sie umdenken. Ich habe den Eindruck, dass jede Steigerung der Nahrungsproduktion nur dazu führt, dass die Bevölkerung so lange wächst, bis die Ressourcen wieder knapp werden, ganz im Gegensatz zu unserer europäischen Kultur. Wenn wir die Migration nach Europa nicht stoppen, importieren wir nur diese Probleme und verlagern diejenigen der Heimatländer sie in die Zukunft, weil die Population in den Ursprungländern nach kurzer Zeit wieder "aufgefüllt" wird, und sie dort wieder vor den selben Problemen stehen. Gleichzeitig zerstören wir aber auch unsere Zukunftsaussichten, weil unsere Art zu leben, nicht mit den Zuwanderern kompatibel ist (u.a. der Verzicht von eigenen, großen Familien zu Gunsten der Gemeinschaft, um Ressourcen zu schonen).

Antwort
von Tokeh, 7

Sicher! Hier sind die Leute teils selber schuld wenn sie letztendlich auf der Strasse landen. Wir sind auch nicht gerade reich und geben Geld für Tiere aus! Du könntest dich genau so schämen dass du Geld für Kleider oder Miete ausgibst

Antwort
von casala, 24

wenn du ein haustier hast, ist es DEINE pflicht für dessen versorgung aufzukommen. also ist der futterkauf absolut notwendig.

es ist aber nicht DEINE sache, jedem obdachlosen etwas zukommen zu lassen.

ich verstehe nicht, wie man sich da schämen kann.

Kommentar von eichhornkobel ,

Ja,  aber was ist mit Vogelfutter für den Garten?

Kommentar von casala ,

was soll damit sein?

wir menschen vernichten täglich tausende von qm, die den tieren eine lebensgrundlage bedeutet haben. da kann man doch wohl als ausgleich etwas für die tierischen überlebensmöglichkeiten tun.

gerade vögel wurde durch flurbereinigung, monokulturen, zupflastern usw. das überleben schwer gemacht.

Antwort
von Rosswurscht, 17

What?

Antwort
von Gingeroni, 13

Hm? Na dein Tier muss doch was essen... 

Kommentar von eichhornkobel ,

Ja, sorry, meine Frage war nicht so gut. Ich meine,  wenn ich z.B. Vogelfutter für draußen kaufe, also nicht fürs Haustier, und unterwegs sehe ich arme Menschen,  die viel eher was zu Essen brauchen,  komme ich mir schäbig vor. Ich mache dann mehr fürs Tier als für einen Mensch. Das ist doch pervees, oder?

Kommentar von Gingeroni ,

Ich finds nicht schlimm
Ich finds nur pervers wenn man nur labert aber nix tut..
Wenn du an jeamndem vorbeiläufst der offensichtlich hilfe braucht und du denkst oooh der arme aber weitergehst. DAS ist pervers.

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