Ein guter Freund hat folgendes Problem: Seine "Mutter" (rechtlich gesehen nur seine biologische Mutter, er hat Adoptiveltern) hat vor ca zwei Jahren ein Geschäft eröffnet, allerdings auf den Namen (und mit Einwilligung) meines Freundes(24 J.) und hat ihm Anfangs gesagt, er bekäme mind. € 250,- monatlich dafür von ihr! Nun läuft die ganze Sache ja schon einige Zeit und Geld hat er noch nicht wirklich von ihr gesehen! Nun hat er sich endlich mal entschlossen, was dagegen zu tun! Aber was kann er rechtlich gesehen machen? Und kann er im Nachhinein alles anfordern?(hat keine Rechtschutz) Sie arbeitet zwar aber es läuft komplett auf seinen Namen und trägt alle Risiken und sieht kein Geld!
Er kann das Geschäft wieder schließen. Wie einfach oder aufwändig das ist, hängt von der Gesellschafftsform ab.
Nun Ihm gehört doch das Geschäft. Soll der Mutter kündigen und das Geschäft übernehmen.
Die Frage ist, ob er nur seinen Namen für die Firmenbezeichnung hergegeben hat oder ob er mit seiner Unterschrift einen Gründungsvertrag unterzeichnet hat, in dem er als Geschäftsführer o.Ä. vermerkt ist.
Wenn er nur seinen Namen hergegeben hat, dann schaut er durch die Finger, denn ein nichteingehaltenes Versprechen seiner Mutter kann er nicht einklagen. Er könnte ihr höchstens gerichtlich die Benutzung seines Namens untersagen lassen, wenn sie das auf seine Aufforderung hin nicht freiwillig tut. Aber Geld bringt ihm das dann auch keines, sodass gut zu überlegen ist, ob man sich den Aufwand eines Gerichtsverfahrens antun soll.
Wenn er hingegen im Handelsregister mit irgendeiner Geschäftsfunktion verzeichnet ist, hat er mehr Möglichkeiten.
Was trägt er denn für Risiken? Will er nur Geld sehen oder will er in erster Linie verhindern, dass die Firma mit seinem Namen doubiose Geschäfte oder Schulden macht?
dragon100 am 18. August 2008 12:31 !
Vielen Dank schon mal für die Antwort! Natürlich ist er dumm und naiv gewesen, aber man kann sich ja vorstellen, was ein Kind so alles macht, nur um seine Mutter wieder zu "haben"! Aber ich werde ihm jetzt helfen, um das durchzuziehen! Minimum-Ziel ist den Laden zu schliessen, das haben wir sowieso vor.....aber maximum: wäre natürlich toll, wenn er soviel wie möglich noch aus der Sache rausholen könnte! Schulden sind Gott sei dank keine da, sie bezahlt alle Rechnungen und behält halt eben den Überschuss! Jetzt ist endgültig Schluss damit! Das Problem ist nur noch, er hat nur eine private Rechtschutz......!
Wenn Du nicht auf unsere Fragen eingehst, ist Dir nicht zu helfen. Möglicherweise existiert dieser Fall ja ohnehin nur in Deiner Phantasie!
selbst für 250 euro wäre mir das zu riskant. Was die alles treiben kann! hinterhr kommt er wegen steuerhinterziehung in den Knast. Ich kann nur sagen er muß ziemlich dumm sein wenn er einer Fremden vertraut. Sie hat ihn ja schon mal im Stich gelassen...
Das kommt doch ganz auf die Firmenkonstruktion an, die du nicht kennst. Die eigene Mutter als Fremde zu bezeichnen, ist ein wenig weltfremd. Ob sie ihn "im Stich" gelassen hat, weißt du auch nicht. Einen Kind zur Adoption freizugeben, bedeutet nicht, es im Stich zu lassen.
Deine Meinung
Ach wenn ich grad so Deine Kommentare durchlese hast du ein anderes Problem...

Ganz schön dumm dein Freund!!! Auch wenn es seine biologische Mutter ist, sollte er die Dame wohl mit Vorsicht genießen. Er braucht dringend gute Rechtsberatung....LG
ShyGee am 18. August 2008 12:25 Wenn er was unterschrieben hat trägt er das volle Risiko!
Wen seine Mutter angenommen Zahlungsunfähig wird einen Haufen Schulden macht dann muß er das alles begleichen!
Ab zum Anwalt!!
Das stimmt so nicht, auch wenn du es hier zweimal schreibst.

Er soll sich anwaltlich beraten lassen. Seine Mutter zockt ihn ja wohl ganz schön ab.
Wieso? Er muss doch keinen Pfennig berappen!
ShyGee am 18. August 2008 12:26 Wenn er was unterschrieben hat trägt er das volle Risiko!
Wen seine Mutter angenommen Zahlungsunfähig wird einen Haufen Schulden macht dann muß er das alles begleichen!
Ab zum Anwalt!!
Das stimmt so nicht. Bei einer GmbH haftet er nicht mit seinem Privatvermögen. Wenn er keine Funktion in der Firma hat auch sonst nicht.
ich glaub nicht das die Mutter Kohle für einen Gmbh hatte. Warum soll sie denn ein Geschäft auf Ihren Sohn anmelden, doch nur wenn sie schon mal Pleite gegangen ist.
@ maganz: was meinst du damit, erhaftet nicht, wenn er keine Funktion in der Firma hat, haftet er nicht? Also müsste er keine Schulden bezahlen?
pegolina am 18. August 2008 13:06 Und wo bleiben die Versprochen monatlichen Zahlungen?

Ja,so ist das mit dem schnellen Geld.
Hat er einen Vertrag?Wer ist als verantwortlicher Geschäftspartner eingetragen.Evtl.einen RA hinzuziehen.
Er hat alleine den Gewerbeschein unterschrieben! Keine Angestellten oder sonstige Mitgründer. Es ist eine Kneipe und die Mutter arbeitet dort wohl alleine...... Wäre nett, wenn noch ein paar Antworten von euch kommen würden! Vielen Dank schon mal!

Theoretisch gesehen, sind die beiden vor dem Gesetz nicht einmal mehr miteinander verwandt durch die Adoption. Auch wenn sie die biologische Mutter ist (schrecklicher Begriff - für mich ist als Mutter nur jemand zu bezeichnen, der auch das Muttersein lebt). Rechtlich gesehen dagegen etwas zu tun ist nur möglich, wenn es da irgendwelche schriftlichen Vereinbarungen gibt, aufgrund dessen man sie belangen könnte. Ansonsten sehe ich da kaum eine Möglichkeit. Ein Anwalt kann dich aber sicher noch fundierter beraten.
Ich hingegen finde es schecklich, wenn jemand sein Muttersein so lebt, dass er seine Kinder schlägt oder vernachlässigt oder psychisch tyrannisiert!
teardrop1109 am 18. August 2008 17:46 Das sind dann die allerschlimmsten.