Frage von PhilHoff1987, 154

Gekündigkter Vertrag BASE 2012. Jetzt April 2016 Mahnung GFKL Inkasso?

Hallo zusammen, bis zum Ende des Jahres 2012 hatte ich einen laufenden Mobilfunk Vertrag bei der Firma BASE. Dieser wurde von mir schrifltich und auch zeitgerecht gekündigt. Hier liegt mir sogar noch die schrifltiche Bestätigung und meine Kündigung mit Sendebericht (ging per Fax) vor.

Nun kam Anfang April eine erste Forderung über 3 offene Rechnungen aus 2013 von Bissel+Partner Rechtsanwälte. Die üblichen Androhungen (Gerichtsverfahren, etc.) Kurz danach eine außerordentliche Kündigung von BASE und heute als Krönung eine Mahnung von GFKL Inkasso.

Die Grundsumme die man meint noch einklagen zu wollen beläuft sich wohl auf rund 30,00€. Rechnung sind laut Schreiben aus März, August, Oktober 2013.

Natürlich erhöht sich durch den Inkasso Einsatz das ganze auf nun mehr rund 105€.

Ich mache mir hier eig. überhaupt keine Gedanken, da meiner Meinung nach ersten Verjährung und zweitens als auch wohl wichtiger, wurde von mir ja 2012 gekündigt. Was auch bestätigt ist. Wie kann dann im Jahr 2013 überhaupt noch offene Rg. kommen und vor allem die jetzt 3 Jahre später einklagen zu wollen.

Kommt nur mir das mehr als unseriös vor oder irre ich mich total.

Danke für kurzes Meinungsfeedback oder sogar ähnliche Erfahrungen.

Gruß

Antwort
von mepeisen, 64

Ich würde hier folgendes machen:

1. Ab zur Polizei. Die Briefe vorlegen und die Faxbestätigung und Kündigungsbestätigung. Dann würde ich die Mitarbeiter der Base, die der Inkassos und der Anwaltskanzlei anzeigen wegen versuchten Betrugs und Nötigung. Es kommt alles für einen Betrug zusammen, der Vorsatz, die Täuschung, die Schädigung und die eigene Bereicherung. Begründung:

Erklärung A) Die Rechnungen gehören nicht zu dir, sondern zu einer unbekannten Person und es gibt eine absichtlich begangene Personenverwechslung. Dann sind das Täuschungen mit Vorsatz, denn die haben 0 Gründe, dir das anzuhängen, die suchen nur einen Deppen, der nicht weiß, wie man sich wehrt.

Erklärung B) Die tun so, als habe man nie gekündigt. Lassen trotz Kündigung den Vertrag weiterlaufen und hoffen insbesondere nach 3 Jahren, dass man die Kündigungsbestätigung u.ä. nicht aufgehoben hat.

Erklärung C) Das ist am Ende aus anderen Gründen komplett frei erfunden.

Dass es Betrug und Vorsatz ist, deutet sich auch aufgrund des Zeitverlaufs an. Wenn die jemals davon überzeugt gewesen wären, dass dies Hand und Fuß hat, hätten sie längst ein Gericht mit der Geltendmachung beauftragt, sei es in einem Mahnbescheid oder geklagt. Wenn die nach 3 Jahren nacheinander erst einen Anwalt, dann ein Inkasso beauftragen, haben die vom Anwalt gesagt bekommen, dass die Forderung nicht einklagbar ist. Sie versuchen es aber trotzdem...

2. Dem Inkasso würde ich folgendes schreiben: "Wertes Inkasso. Angesichts der schriftlichen Unterlagen, die ich habe, bin ich heute zur Polizei gegangen und habe sowohl ihre Mitarbeiter als auch die Mitarbeiter ihrer Mandantin angezeigt. Sie hören demnächst von der Staatsanwaltschaft. Ich fordere sie bzw. ihre Mandantin ausdrücklich auf, Klage beim hier zuständigen Amtsgericht einzureichen. Sollten Sie sich unbeeindruckt zeigen und weitere Drohbriefe verschicken, behalte ich mir eine Beschwerde beim Aufsichtsgericht und eine von einem Anwalt geführte negative Feststellungsklage vor."

Das wars. Und damit sollte Ruhe sein. warum so überdeutlich reagieren? Das ist die einzige Sprache, die dort verstanden wird.

Antwort
von kevin1905, 65

Forderungen aus 2013 sind natürlich noch nicht verjährt.

Spielt aber in soweit keine Rolle, als dass für einen zum Ende 2012 gekündigten Vertrag in 2013 keine Forderungen mehr offen sein können.

Daher würde ich einfach vollumfänglich widersprechen und auf den Klageweg verweisen.

Antwort
von franneck1989, 59

Verjährt sind die Forderungen nicht, allerdings laut deiner Schilderung trotzdem haltlos. Ich würde aufgrund der Schufa-Problematik einen kurzen Widerspruch schreiben und danach bis zu einem eventuellen Mahnbescheid schweigen.

Antwort
von Tommkill1981, 83

Wenn Du alles wirklich so gemacht hast wie Du gesagt hast dann hast Du hier nichts zu befürchten.

Nachweisen kannst Du ja bestimmt anhand Kontoauszügen das Du immer alles pünktlich gezahlt hast.

Somit wenn Du das alles vorweisen kannst , kannst Du Dich entspannt zurück lehnen.

Antwort
von Repwf, 78

Anrufen und nachfragen ist am einfachsten! 

Vielleicht ein simpler zahlendreher etc...

Antwort
von FordPrefect, 53

Hallo zusammen, bis zum Ende des Jahres 2012 hatte ich einen laufenden
Mobilfunk Vertrag bei der Firma BASE. Dieser wurde von mir schrifltich
und auch zeitgerecht gekündigt.

Üblicherweise greift hier aber eine 3-Monats-Frist. D.h., die Kündigung im Dezember 2012 würde erst zum 31.3.2013 wirksam.

Die Grundsumme die man meint noch einklagen zu wollen beläuft sich wohl
auf rund 30,00€. Rechnung sind laut Schreiben aus März, August, Oktober
2013.

Und woraus soll das resultieren? Irgendwelche Geräte etc., z.B. finanzierte Mobiltelefone, die ggfs. noch nachlaufende Kosten verursacht haben könnten?

Ich mache mir hier eig. überhaupt keine Gedanken, da meiner Meinung nach ersten Verjährung

Nein. Wenn die Forderungen aus 2013 stammen, ist hier noch keine Verjährung eingetreten. Nach § 195 BGB tritt diese erst zum Ende des dritten Jahres ein, aus dem die Forderung stammt (hier also zum 31.12.2016).

Wie kann dann im Jahr 2013 überhaupt noch offene Rg. kommen und vor allem die jetzt 3 Jahre später einklagen zu wollen.

Diese Frage lässt sich nur direkt mit den Originalrechnungen und mit dem Gläubiger klären.

Kommentar von mepeisen ,

Üblicherweise greift hier aber eine 3-Monats-Frist. D.h., die Kündigung im Dezember 2012 würde erst zum 31.3.2013 wirksam.

Pure Spekulation. Hier steht nirgendwo etwas von einem Umzug oder umzugsbedingten Kündigungen.

Davon abgesehen ergibt das auch inhaltlich keinen Sinn, betrachtet man die Monate, aus denen die Rechnungen angeblich stammen sollen.

Kommentar von FordPrefect ,

Selbstverständlich besteht hier auch die Möglichkeit einer Personenverwechslung (ob nun vorsätzlich oder nicht), wie du ja selbst schon geschrieben hast. Allerdings bleibt dennoch die Frage, woher dann die zugehörige Vertragsnummer stammen soll (vorausgesetzt, die wäre in den Inkassoschreiben genannt worden). Leider schreibt der OP nichts zu den Forderungen selbst - das wäre der einfachste Weg, um auszuschließen, dass hier evtl. es tatsächlich um gültige Forderungen gehen könnte. Sollte die genannte Grundsumme von € 30.-- tatsächlich aus einer zum Ablaufzeitpunkt noch nicht abbezahlten Nebenleistung (wie etwa einem finanzierten Handy) stammen, dann könnte das durchaus hinkommen. Aber wie gesagt - das kann nur der OP selbst klären.

Kommentar von mepeisen ,

dann könnte das durchaus hinkommen

Ich hatte auf deine Ausführungen zu der "3-Monats-Frist" geäußert, nicht auf deine Vermutung wegen Handy-Subvention o.ä. ;-)

Allerdings würde das auch wenig Sinn ergeben. Üblicherweise ist eine Handy-Subvention immer an die Mindest-Vertragslaufzeit gekoppelt. Kann aber so sein.

Antwort
von Ilyana, 62

Ich würde bei denen anrufen und das erstmal telefonisch bestätigen lassen. Achte darauf, dass du direkt mit dem richtigen Ansprechpartner sprichst und nicht in irgendein Verkaufscallcenter gelangst oder lass dich entsprechend weiterverbinden. Du kannst bitten, das ganze nochmal schriftlich bestätigen zu lassen.

Dann, wenn die drauf bestehen sollten, kannst du dich vom Anwalt beraten lassen, ob das 1. überhaupt noch rechtens ist nach der langen Zeit, 2. wie das nach deiner Kündigung und deren Bestätigung überhaupt sein kann, 3. wie du jetzt am besten weiter vorgehen solltest.

Für mich klingt es schonmal sehr komisch, dass du eine "außerordentliche Kündigung" erhältst, wenn der Vertrag schon ewig nicht mehr besteht. Geh auf jeden Fall auf Nummer sicher, dass diese Forderungen tatsächlich von Base kommen und nicht von irgendeinem Fake Geldeintreiber, der hofft das einer dumm genug ist zu zahlen.

Garnichts zu machen, ist auf jeden Fall keine gute Idee. Sicher dich auf jeden Fall rechtlich ab und ignoriere es nicht. Kann sein, dass es nur ein Fake ist. Aber falls nicht, erhöht Nichtstun, die Summe die du zahlen musst auf jeden Fall, je länger du wartest.

Kommentar von PhilHoff1987 ,

Meines Wissens nach ist es immer am schlechtesten mit einem Inkasso Büro solche uminösen Forderungen zu klären. Anrufen werde ich da sicherlich nicht. Dann kommt als nächstes Telefonterror von deren Seite.

Ich werde mich schrifltich mit der Kündigungsbestätigung an die wenden bzw. direkt an BASE / O2. Dann sollen die Ihre Inkassobrüder zurückpfeifen.

Ganz ehrlich, rechtlicher Beistand (ein guter Freund) riet mir wenn überhaupt erst auf einen Gerichtlichen Mahnbescheid zu reagieren. Weil dann direkt rechtlich auch gegen den Kläger geprüft wird.

Denn wie gesagt, die Zahlungen während des laufenden Vertrages sind immer ordenltihc getätigt worden und mir für das Jahr 2013 wo ja gar kein vertrag mehr bestand 3 Rg. JETZT nach weiteren 3 Jahren in Rechnung stellen zu wollen, ist in meinen Augen vällig haltlos.

Kommentar von mepeisen ,

Man telefoniert in Rechtsangelegenheiten nicht. Wenn man sich äußert, dann nur schriftlich.

Antwort
von Wippich, 66

Immer wiederspruch einlegen.Legst du keinen wiederspruch ein, kannst du noch so recht haben,dann mußt du Zahlen.

Kommentar von PhilHoff1987 ,

Die können ja nicht zur Zahlung zwingen wenn gar keine rechtliche Grundlage besteht. Und die ist ja mit Kündigung des Vertrages erloschen.

Kommentar von Wippich ,

Aber das mußt du über einen wiederspruch klären.

Kommentar von PhilHoff1987 ,

Widerspruch lege ich wenn nur gegenüber dem Gericht ein, doch dazu wird es nie kommen. Das ist ja völlig haltlos. Man soll doch mir bitte nachweisen das für 2013 überhaupt das Recht über die genannten Beträge besteht.

Kommentar von Wippich ,

Leider ist es in Deutschland genau umgekehrt.Die können vor Gericht eine forderung geltend machen ohne nachweis.Du mußt nachweisen.

Kommentar von FordPrefect ,

Unfug.

Einen gerichtlichen Mahnbescheid kann in der Tat jeder beantragen, aber die Durchsetzung kann ebenfalls nur gerichtlich erfolgen. Und da wird natürlich geprüft, ob eine Forderung rechtmäßig besteht. Nur beim Mahnantrag nicht (das steht ja auch explizit auf jedem MB).

Kommentar von Wippich ,

Lege ich keinen wiederspruch ein,ist die durchsetzung doch schon erfolgt

Kommentar von FordPrefect ,

Ich habe ja auch nichtg gesagt, man müsse nichts tun. Ich habe dir nur dahingehend widersprochen, dass der angebliche Schuldner die Nichtigkeit der Forderung belegen müsste. Genau das ist eben nicht der Fall. Dass man dem MB natürlich widersprechen muss, da sonst ein VB beantragt werden kann (dem man wiederum nochmal widersprechen kann), stand ja nicht zur Debatte. Es ist Jedem zuzumuten, auf entsprechende offizielle Bescheide respektive Anträge zu reagieren. Tut man das nicht, darf man sich hinterher auch nicht darüber mokieren, dass man ungerecht behandelt worden wäre.

Kommentar von mepeisen ,

Wo hast du nur diesen Blödsinn her? Der TE hat hier nun schon mehrfach auch an dich gerichtet geschrieben, dass er auf jeden Fall auf gerichtliche Schreiben hin Widerspruch einreichen wird. Und mehr braucht er nicht zu tun. Er braucht weder auf das Inkasso noch einen Anwalt antworten. Das sind keine Behörden.

Es ist zwar richtig, dass man als Gläubiger in einem Mahnverfahren nichts zu beweisen braucht. Aber spätestens nach einem Widerspruch MUSS man Beweise vorlegen. Keine Ahnung, wie du auf die aberwitzige Idee hast, dass die vor Gericht nichts beweisen müssen.

Antwort
von FGO65, 76

Auch hier ist nichts tun die schlechtere Wahl gewesen

Kommentar von PhilHoff1987 ,

Häh? Wieso das. Ich bekomme doch erst seit 2-3 Woche schreiben. Und ganz ehrlich, wenn ich Kündigungsunterlagen habe und das ganze mehr als 3 Jahre her ist, wieso muss ich mich rechtfertigen?

Kommentar von kevin1905 ,

Er hat doch gekündigt und die Kündigung wurde sogar kulanterweise schriftlich bestätigt.

Es gibt keine Pflicht sich außergerichtlich zu äußern, ein Rechtsnachteil darf dadurch auch nicht entstehen.

Wenn Base meint die Forderung sei substanziert, können sie ja klagen.

Kommentar von mepeisen ,

Das Einzige, was man mit Nichts-Tun riskiert, ist ein Negativ-Eintrag bei einer Auskunftei. Das ist exakt der einzige Grund, warum man überhaupt (dann aber auch einmalig und nicht mehr) widersprechen sollte.

Ansonsten ist ausschließlich Gerichtspost wichtig.

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