Geklaute Tattovorlage?

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4 Antworten

Das fällt m.E. nicht unters Strafrecht, eine Anzeige wäre also relativ sinnlos.

Hier haben wir es mit dem Werkvertragsrecht zu tun. Danach hast du Anspruch darauf, genau das zu bekommen, was du bestellt hast.

Wenn du ein individuelles Motov bestellt hast und er das nicht liefert, kannst du ihn zivilrechtlich auf Schadensersatz verklagen. Das bedeutet in der Regel, dass er dir das Geld zurückgeben muss und evtl. auch noch die Kosten für eine (angenommene) Laserentfernung und evtl. noch ein coverup übernehmen muss. Evtl. kann man auch Schmerzensgeld einfordern. Dazu wäre es günstig, belegen können, dass du ein individuelles Motiv bestellt hast. Aber auch ohne das könnte es Aussicht auf Erfolg geben. Das kann aber nur ein aufs Werkvertragsrecht spezialisierter Anwalt feststellen.

Was die anderen Kopien betrifft, könntest du höchsten den Originaltätowierer informieren und der könnte dann ebenfalls gegen den Tätowierer mit Schadenersatzforderungen vorgehen oder eine kostenpflichtige Unterlassungserklärung veranlassen.

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Geistiges Eigentum kopieren ist eine strafbare Handlung, vor allem, wenn diese dann als die Eigene Schöpfung ausgegeben wird

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Kommentar von Yvonne2013
12.05.2016, 08:17

Danke

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Danke für deine ausführliche Antwort Hamburger.

Damit sehe ich für mich keinen weitereren Handlungsbedarf.

Tätowierer gewechselt, Akte geschlossen.

Danke an alle.

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Ja er gibt das ja als sein Eigentum aus (was es nicht is): Betrug

Mein Rat:
Zeig den Penner an! Geht mal garnicht. Die armen ahnungslosen Kunden.
Geklaute Motive sind auch ein No-Go.

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Kommentar von Yvonne2013
12.05.2016, 08:16

Danke für deine Meinung. Ja das müsste man tun. Ich weiß jetzt nun leider nicht ob es da eine Chance auf Erfolg gibt und wie das evtl. Strafmaß aussehen könnte. Wie wird denn versuchter Betrug (ist es in meinem Fall, da ich es ja gemerkt habe) rein juristisch bewertet?

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