Frage von rosalia5, 61

Geisteskranke Mutter! Wie kann ich ausziehen?

Meine Mutter hat nach einem schlimmen Erlebnis eine Posttraumatische Belastungsstörung. Sie bildet sich ein Nachts würde jemand in unsere Wohnung kommen und sie misshandeln. Sie wacht regelmäßig mit körperlichen Beschwerden auf und wirft mir jedes Mal vor ich würde sie misshandeln oder zumindest jemanden in die Wohnung lassen der das tut. Ich, weiblich (24) kann mir das nicht mehr antun. Jeden Tag droht sie mir damit mich anzuzeigen, mich rauszuwerfen usw. Sie sagt auch wenn ihr etwas passiert dann wird sie allen sagen dass sie die Polizei zu mir schicken sollen da ich schuldig bin. Ich bin in Ausbildung und habe leider nicht genügend Geld um auszuziehen, meine Ausbildung verbietet mir einen Nebenjob zu machen weshalb ich leider zu Hause bleiben muss. Doch ich kann nicht mehr. Sie macht mich emotional fertig, sie beleidigt mich, schickt mir jeden Tag Sprachnachrichten in die Arbeit in denen sie mir droht, manchmal ruft sie permanent an und erzählt überall rum ich würde sie nachts misshandeln. Ich habe leider keine Familie in der Nähe und kann auch nicht bei Freunden wohnen. Welche finanziellen Möglichkeiten habe ich um auszuziehen? Bzw an wen müsste ich mich wenden?

Ps: Ja sie ist in Behandlung aber die schlägt nicht an. Ich hab ihr auch schon sehr viele Sache gekauft die demonstrieren dass nachts niemand reinkommt z.B. ein Alarmtürstopper. Sie schläft auch mit abgeschlossener Tür und vor der Wohnungstür stehen Stühle und eine Leiter und Mehl liegt am Boden damit man Fußabdrücke sieht. Aber trotz allem sagt sie ich bin schuld und das macht mich einfach fertig. Ich möchte weg.

Bitte nur ernst gemeinte Antworten.

Vielen Dank schon mal.

Antwort
von Apfel2016, 31

Du kannst dir eine Wohnung suchen und BAB beantragen, dein Kindergeld steht dir dann ja auch noch zu. Vielleicht findest du ein WG Zimmer in der Nähe, dann ist es nicht ganz so teuer.

Vielleicht sollte deine Mutter sich direkt in einer Klinik behandeln lassen?

Antwort
von einfachichseinn, 9

Deine Mutter ist verpflichtet dir Unterhalt zu zahlen falls das eine erste Ausbildung ist. Daneben steht dir Kindergeld zu.
Falls deine Mutter dir keinen Unterhalt zahlen kann, kannst du Sozialleistungen beantragen.

Antwort
von muelli21, 16

also um dir einen preislichen eindruck zu verschaffen kann ich entsprechende apps wie immoscout oder so empfehlen.

dann kann ich dir empfehlen bei freunden zu übernachten, auch für längere zeit als übergang quasi. und dann natürlich noch eine wg. die sind meist günstiger als eine komplette eigene wohnung. runtergerechnet auf die quadratmeter usw im verhältnis dann doch häufig wesentlich teurer.

du kannst bafög beantragen.

du kannst auch auf arbeit nachfragen wie es aussieht mit mehr geld und kannst das thzema mit deiner mom mal anschneiden (je nach dem wie verständnisvoll und wie gut das verhältnis zum chef ist)

ansonsten bleibt nur schwarzarbeit aber das wird eine ziemliche belastung werden neben der ausbildung. oder du geduldest dich bis zu deinem abschluss.

mehr fällt mir da nicht ein


Antwort
von Muggelchen71, 19

Du bist zwar schon 24 aber wende Dich bitte trotzdem ans Jugendamt. Wenn sie nicht direkt weiterhelfen können, dann wissen sie aber wohin Du Dich wenden kannst. Es gibt Wohngruppen, die auch finanziert werden.

Ich kenne PTBS selber sehr gut. Es sind Flashbacks und Disoziative Zustände, eine Therapie ist schwer. Sie muss lernen, dass sie in der Gegenwart ist und im HIER und JETZT, die Vergangenheit ist vorbei.

Bitte sprich mit dem behandelnden Arzt/Psychiater. Sie greift Dich ja sozusagen an und somit besteht auch eine Fremdgefährdung. Es sind auch psychische Angriffe gegen Dich und eine Gefährdung.

Du musst auf jeden Fall da raus und Deine Mutter muss in eine geschlossene Klinik. Bestenfalls in eine Traumaklinik. Gut wäre, wenn sie freiwillig gehen würde.

Ich bewunder Dich, wie Du das schon so lange durchgehalten hast. Wenn Deine Mutter mal etwas aufnahmefähiger ist, dann probiere ihr doch zu erklären, dass es böse und sehr reale Träume sind, die sie jede Nacht durchlebt.

Es ist wirklich so, dass sie immer und immer wieder das schlimme Ereignis Nachts durchlebt als ob es ganz real ist, mit allen Schmerzen und Gefühlen. Sie muss aber lernen, dass es eben nicht real passiert ist, sondern eine Art Traum ist.

Das hat nichts mit "verrückt" sein zu tun, das ist ein heftiger Zustand der aber behandelt werden muss. Doch dazu muss Sie das einsehen und am besten einwilligen.

Alles Gute für Dich aber auch für Deine Mutter...

Kommentar von rosalia5 ,

Ich habe bereits sehr oft mit der Psychaterin gesprochen, doch diese erklärt mir nur immer wieder ihre Vorhehensweise und sagt mir ich solle Sachen sagen wie "Stop Mama, es reicht". Das funktioniert logischerweise nicht, weshalb ich an dem Erfolg dieser Behandlung zweifle. 

Ich habe meiner Mutter schon sehr oft erklärt dass sie von ihrem Gehirn ausgetrickst wird und ihr auch Informationen dazu aus dem Internet ausgedruckt, ihr erklärt dass der Körper und der Geist/ die Gedanken zusammen arbeiten. Aber sie lebt in ihrer eigenen Welt. 

Durch ihre Einbildungen hat sie bereits alle ihre Freunde verloren da sie das natürlich nicht lange mitgemacht haben sich jedes Mal irgendwelcher Sachen beschuldigen zu lassen (Vergiftung, Betäubung, Misshandlung, usw). Ihren Job musste sie auch kündigen weil sie dort ihre Kollegen auch beschuldigt hat und jetzt bleibe noch ich. Und ich muss mir halt jetzt die volle Ladung antun. 

Ich möchte einfach nur ausziehen und ihr aus der Entfernung helfen damit. In ihrer Nähe drehe ich möglicherweise noch durch, außerdem zerstört es unsere gesamte Muttera-Tochter Beziehung. 

Kommentar von Muggelchen71 ,

Ich kann Dich so gut verstehen! Bitte schau auf Dich und schütze Dich. Geh zum Jugendamt, sagt Du kannst nicht mehr zurück.

Du hast schon mehr geleistet, als man von einer Tochter erwarten kann und ich kann diesen Psychiater absolut nicht verstehen, der macht doch absolut gar nichts. Da hilft nur eine Zwangseinweisung.

Wenn Du nicht sofort dort wegkommst, wäre ein anderer Rat, jede Nacht wenn es so eskaliert die Polizei zu rufen am Besten mit Rettungsdienst. Der Notarzt kann eine Zwangseinweisung in die Wege leiten. Du fühlst Dich bedroht und sie wird ja auch nicht ruhiger und plötzlich vernümpftig werden, wenn die Polizei da ist. Dann sehen die was los ist.

Dann wird ganz bestimmt was passieren. Ist ein drastischer Weg, aber vielleicht ein guter...

Du brauchst Deine Kraft für die Ausbildung. Es muss doch eine Lösung geben.

Hätte ein Sofa für Dich... bin aber wie immer bestimmt viel zu weit weg.

Antwort
von vanillakusss, 23

Oje, das ist ja wirklich furchtbar.

Du hättest bestimmt einen Anspruch auf Wohngeld, erkundige dich mal. Und das Kindergeld steht dir dann auch zu, damit sollte es einigermaßen gehen.

Antwort
von Seanna, 9

Für solche Fälle ist der sozialpsychiatrische Dienst der Stadt zuständig. Sowohl um deiner Mutter zu helfen als auch dich zu beraten. Ggf kommen die auch vor Ort wenn das im Gespräch nötig erscheint, incl Psychiater.

Das Jugendamt ist mit ü18 da raus.

Finanziell käme Wohngeld, BAB, Bafög, Abzweigung des Kindergeld und wenn deine Mutter erklärt, dass sie dich nicht mehr in der Wohnung haben will, auch Unterhalt in Frage.

Ab 25 dann auch ergänzendes ALG2.

Antwort
von lindgren, 31

Ernst gemeinte Antwort! Ruf einen Arzt, informiere die Polizei und lasse sie in eine Psychiatrie einweisen. Mach Bilder vom Ganzen - Mehl auf dem Boden, die Stühle vor der Türe und so fort.

So ein Zustand ist schlimm und unhaltbar. Deine Mutter muss in die Psychiatrie, dort kann ihr hoffentlich geholfen werden.

Alles, alles Gute und viel Kraft!


Kommentar von rosalia5 ,

Sie war schon in der Psychatrie, allerdings in der offenen. Die haben sie entlassen weil sie sich nicht selbst gefährdet und andere auch nicht und sie ja bei ihrer Psychologin in Behandlung ist. 

Sie hat sich damals selbst eingewiesen und dann wollte sie wieder raus weil sie meinte dass der Pfleger sie nachts auch misshandelt hätte.

Und wenn das für die Psychatrie nicht Grund genug ist sie dort zu behalten weiß ich auch nicht.. 

Kommentar von lindgren ,

Sprich mit ihrem Arzt. Und du solltest genau dann die Polizei und/oder Notdienst rufen, wenn sie wieder nachts ausflippt.

Antwort
von weasle20, 17

das ist sicher schwer für dich :/ ...
was ist wen du dich ans jugendamt wendest ? vleicht kan dir da ja zumindest wer die ersten schritte sagen die du machen könntest ?

das wär mein erster gedanke !
viel kraft ..

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