Frage von Chrissy77777, 36

Gehwegsanierung umlagefähig?

Hallo! Wir haben diese Woche unsere Nebenkostenabrechnung von unserem Vermieter bekommen... Darin wird die Gehwegsanierung (700 ,- Euro !!!) von letztem Jahr auf uns umgelegt. Ist das überhaupt so ok? Das sind doch keine regelmäßig wiederkehrenden Kosten-also keine umlagefähigen Betriebskosten. Oder?

Danke im voraus für Eure Anworten/Hilfe :-)

Gruß Chrissy

Antwort
von albatros, 8

Diese Kosten sind keine Betriebskosten. Demnach dürfen sie nicht auf Mieter abgwälzt werden. Falls du eine Nachzahlung leisten sollst, den Betrag abziehen. Das teilst du dem Verm. per Einwurfeinschreiben als Einspruch mit. Solltest du ein Guthaben haben, auch schruiftlich Korrektur fordern, bzw, Herausgabe wegen ungerechtfertigter Bereicherung (§ 812 BGB).


Antwort
von anitari, 9

Das sind doch keine regelmäßig wiederkehrenden Kosten-also keine umlagefähigen Betriebskosten. 

Richtig.

Antwort
von Jewi14, 18

Da ich nicht genau was und warum saniert wurde, ein vorsichtiges nein darf er nicht. Wenn die Platten defekt und eine Stoperfalle war, so war der Vermieter keinesfalls die Kosten dir aufs Auge drücken.

Kosten, die durch die normale Abnutzungen enstehen, werden bereits mit der Miete begleichen und können nicht noch mal anders von Mieter bezahlt werden.

Antwort
von AntwortMarkus, 13

Diese Kosten sind nicht umlagefähig. Die Forderung ist unberechtigt.

Instandhaltungskosten und Instandsetzungskosten (Reparaturarbeiten) sind regelmäßig keine umlagefähigen Nebenkosten. 

Umlagefähige Nebenkosten sind dadurch gekennzeichnet, dass sie fortlaufend (zeitlicher Abstand nicht mehr als 6 Jahre) entstehen, während Instandhaltungs-  und Reparaturmaßnahmen durch einen konkreten Anlass hervorgerufen werden. Demgemäß grenzt § 1 I BetrKV die Betriebskosten von den Verwaltungskosten und den Kosten der Instandhaltung und Instandsetzung (Reparatur) negativ ab.

Instandhaltungskosten sind nach einer Definition des § 28 I  1 II. Berechnungsverordnung die Aufwendungen, die der Vermieter aufwenden muss, um den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Objekts zu gewährleisten. Einschränkend bestimmt das Gesetz, dass nur solche Kosten gemeint sind, die durch Abnutzung, Alterung oder Witterungseinflüsse entstehen. Die seit 2004 geltende Betriebskostenverordnung übernimmt in § 1 II 2 BetrKV diese Definition, bezeichnet diese Kosten dann aber als Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten und bestimmt zugleich, dass diese Kosten keine Betriebskosten sind.

Antwort
von Charlybrown2802, 17

das sind aber modernisierungskosten

Kommentar von AntwortMarkus ,

Unsinn.Die Forderung ist unberechtigt.

Kommentar von Jewi14 ,

Wenn etwas durch normale Nutzung verschließen/defekt ist, wird das aber bereits über die Miete bezahlt und kann nicht noch mal über die NK abgerechnet werden.

Kommentar von anitari ,

Selbst wenn es welche wären hätten die nichts in der NK-Abrechnung zu suchen.

Kommentar von albatros ,

Niemals! Lies im BGB nach, was Modernisierungen sind.

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