
Meistens am Samstag Vormittag bei meiner Frau, um mir die Absolution für meine Sünden des Freitags zu holen. Das ist sehr sinnvoll, sichert es doch ein entspanntes Wochenende. ;-)
Zum Pfarrer gehe ich gar nicht, das geht den überhaupt nichts an.
Da ich nicht katholisch bin, kenne ich die Beichte als Sakrament nicht aus persönlicher Erfahrung.
Ich weiß jedoch, das es gut ist, zu wissen, dass man nicht selbst das Maß aller Dinge ist und dass man sich verantworten muss.
In der Beichte reflektiert man sein Verhalten und spricht aus, was man falsch gemacht hat.
Das öffnet die Möglichkeit, sich vergeben zu lassen und sich einzugestehen, dass man Fehler macht.
Eine Seite über das Beichten findest du unter beichten.de
Einen persönlichen Erfahrungsbericht kannst du hier lesen:
Knowledge am 1. September 2007 11:24 Sehr gute Überlegungen. Das, was du schreibst, betrachte ich als ehrliches Beichten.

Ich gehe nicht mehr zum beichten, geschweige denn in die Kirche.Bin schon seit Jahren ausgetreten, weil ich nicht eingesehen habe, das ich mit meinem Geld anderen ein schönes leben finanzieren soll. Und es hat sich ja auch im Laufe der Jahre bestätigt. Die Jungs machen sich einen schönen Tag und vernachlässigen ihre caritativen Aufgaben immer mehr. Zum Beispiel schliessen Kindergärten und werfen gleichfalls die Menschen auf die Strasse. Ja nicht selbst ein wenig kürzer treten.

Beichten macht durchaus Sinn, wenn man eine unrteilsfreie Person vor sich hat, die Mitgefühl und Verständnis zeigt und Lösungen anbietet. Dabei kann es sich um einen Pfarrer oder aber auch eine andere Vertrauensperson handeln. Manche Menschen sprechen einfach "nur" mit ihrem Schutzengel über ihre Probleme und fahren sehr gut damit.
Nein. Beichten muss man wenn vor sich selber und dazu stehen, was man falsch gemacht hat. Die Schuld nimmt einem niemand ab!

Die Beichte in der Kirche abzulegen, das hat früher sicher einen viel größeren Stellenwert gehabt, denn wo hätten sich die Leutchen denn sonst "ausreden" sollen?
Und daß "Ausgesprochenes" entlastet, unter Umständen die Sichtweise relativiert und man noch dazu das Gefühl hat, daß man nicht alleine dasteht mit seinen "Sünden" - das alles zusammen hilft schon etwas, sich wieder wohler zu fühlen.
Heutzutage gibt es sehr viele Möglichkeiten, Seelenmüll loszuwerden, man denke nur an etliche Foren im Internet, bzw. hat doch heute eh schon fast jeder seinen eigenen Psychotherapeuten und wenn alles Stricke reissen, immer noch den besten Freund oder die beste Freundin.
Also unterm Strich: die Beichte gibts noch immer, nur hat sie heute viele verschiedene Namen.. und ich geh mich jetzt in die Laberecke ausheulen ;o))
ich bin evangelisch, daher kenne ich das nicht soo sehr. Aber ich würde trotzdem nicht hingehen. Denn wenn ich irgendwo ein schlechtes Gewissen habe, kann ich auch zuhause beichten. Vor mir selbst. Dazu brauche ich keinen Pfarrer, der mir zu meinem schlechten Gewissen auch noch Strafgebete aufgibt, die Gott auch nicht begnadigen würden, denn zumindest ich könnte die nicht in Wehmut beten, sondern würde mir denken: so, jetzt noch zwei "Vater unser", dann hab ich es endlich geschafft. Das ist nicht der sinn der Sache, denke ich.
barnabas am 2. September 2007 13:12 Gebet als Strafe halte ich auch für seltsam. "Du must jetzt als Strafe mit Gott reden!" "Oh, Mist." Das geht echt an der eigentlichen Sache vorbei.
genau, danke

Ich bin katholisch und gehe ca. zwei- bis dreimal im Jahr zur Beichte. Für uns Katholiken ist die Beichte ein Sakrament, d. h. der Priester spricht mich mit der Vollmacht Gottes von meinen Sünden los, als ob es Jesus selbst wäre, dem ich meine Sünden bekenne. Das kann nur ein geweihter Priester; kein Freund, kein Psychotherapeut und auch nicht mein Schutzengel kann mir diese Sicherheit geben. Für mich ist die Beichte ein großes Geschenk, weil ich dadurch wieder frei werde und wieder neu anfangen kann, ohne alte "Schulden" mit mir herumzuschleppen.

Ich bin in einer evangelischen Freikirche zu Hause, wo die Beichte nicht als Sakrament verstanden und damit auch nicht als feste Größe in den Alltag eingebunden ist wie etwa in der Katholischen Kirche.
Dennoch ist für mich ein persönliches seelsorgerliches Gespräch total wichtig, vor allem, wenn ich meinem Gesprächspartner auch anvertrauen kann, wo ich Mist gebaut und Fehler begangen habe. So ein Gespräch befreit ungemein, vor allem, wenn mir dieser Gesprächspartner (Pastor, Seelsorger, etc.) dann Gottes Vergebung, Annahme und Befreiung zuspricht. So muss ich mich nicht selbst trösten und mir die Vergebung meiner Schuld herbeidenken, sondern werde beschenkt. Daher: 100% für die Beichte.
Gruß Barnabas
Dann musst du es ja Freitags toll treiben, Deswegen schlägt der Bodensee Freitag Abend immer hohe Wellen. :-))
So schlimm, dass es sich auf den Seegang auswirkt, ist es dann doch noch nicht. :-))