Frage von DKSteinfaust, 32

Geht ein Gartenhäuschen außen rundherum aus Natursteinmauer und innen mit einer Holzkontruktion (die das Dach trägt), wobei der Übergang zwischen beiden fließt?

Wie gesagt, ich möchte ein kleines Gartenhäußen bauen - 4x8 Meter Grundfläche, ein geschossig, 2 Meter Raumhöhe plus Giebeldach, das ringsherum aus einer dicken Natursteinmauer (mit Trassbeton) besteht. Um für die nötige Stabilität vor allem für das Dach zu sorgen, "steht" das Haus selbst auf einer dann innenliegenden normalen Kontruktion aus Holzständern - bzw. Balken, d.h. auf der Natursteinmauer selbst liegt gar keine Last. Am schönsten fänd ich es, wenn der genannte Holzrahmen innen mit der Mauer "verschmilzt", also quasi ein Stück weit in die Mauer einsinkt bzw. von ihr etwas umschlossen wird (ca. halbe Balkendicke). Von außen sieht man somit nur Naturstein, und von innen den Holzrahmen mit den dazwischenliegenden Natursteinmauer-Fachungen. Meine Frage ist, ob sich das so verträgt, oder ob irgendetwas gegen diese Verbindung von Natursteinmauer und Holzbalken spricht. Gäbe es andere Möglichkeiten, um so etwas zu realisieren? Wie hat man das früher bei dieser Bauweise gemacht? Einfach ein paar cm Platz zwischen der eigentlichen (Naturstein-)Wand und dem Holzrahmen gelassen? Oder gab es gar keinen Holzrahmen?

Antwort
von Tronje2, 22

Die Frage ist zunächst nicht was wir hier meinen, sondern du musst für einen solchen Bau doch sicher eine Genehmigung mit Statik haben.

Darin ist dann angegeben, wie und wo du die Balken verlegen musst.

In meiner Region brauchst du für ein Gartenhaus bis 16 m² keine Genehmigung. Alles was darüber ist muss einen amtl. Stempel haben.

Hast du dich da mal schlau gemacht?

Es kann dir nämlich passieren, dass du fertige Häuschen abreissen musst. Ein erhebliches Bußgeld ist dann u. U. auch noch fällig.

Wie sieht es aus????? MfG

Kommentar von DKSteinfaust ,

Ist mir natürlich bekannt, aber so weit bin ich noch nicht. Ist vielleicht nicht Jedermanns Vorgehen, aber ich möchte erstmal wissen, ob es theoretisch möglich ist, bevor ich weitere Schritte in Richtung konkreter Planung unternehme. Bei uns geht es übrigens nach umbautem Raum anstatt nach Grundfläche. Irgendwas um die 30-35 Kubik meine ich sind genehmigungsfrei. Da ich aber auch ein Fundament benötige würde ich es so oder so offiziell machen. Meine Maße sind Ideen, da bin ich flexibel. Nur soll es unbedingt Naturstein sein.

Kommentar von Tronje2 ,

Das ist also erst mal alles Planung.

Ich habe in unserer Region  bei alten Häusern folgende Bauweise gesehen:

Die Mauer wird fertig hochgezogen. Das ist dann eine tragende Mauer. Darauf wurden dann die "Giebel" aufgesetzt, die diagonal verstrebt wurden, und darauf die Deckung.

Eine separate Stützung würde ich nicht machen, die ist nämlich zu teuer. Dann ist es einfacher und günstiger ein Blockhaus zu bauen. Das gibt es nämlich als fertigen Bausatz mit allem was du für die Behörde brauchst. MfG

Kommentar von DKSteinfaust ,

Sehr interessant, danke! Ich habe leider nirgends so ein Haus mal sehen können hier in der Nähe. Ich hätte nicht gedacht, dass Natursteinmauern derart tragend sein können, d.h. die müssen ja schon ganz schön dick sein! Dass es mit einer zusätzlichen innenliegenden Balkenkonstruktion teurer ist, ist klar ein Nachteil. Aber ich baue gerne "für immer", am liebsten individuell und bin bereit, wenn es Lebensdauer und Stabilität erhöht, den Mehrpreis in Kauf zu nehmen, zumal es ja auch nur ein kleines Häuschen werden soll. Die Frage, ob ein innenliegendes Trägergestell zur Hälfe in der Mauer versunken bautechnisch möglich ist, ist immer noch offen. Ich konnte hierzu nirgends etwas finden. Meine Befürchtung wären auf längere Sicht Probleme da die Mauer und das Holz verschiedenartig arbeiten aufgrund von Feuchte, Temperatur usw. Andererseits habe ich öfter schon zumindest von innen Holzfachwerk im Verbund mit einer Art Putz gesehen (kein Lehm), was ja auch zwei unterschiedliche Materialien sind. Nochmals danke!

Kommentar von Tronje2 ,

Was du meinst ist eine ganz andere Konstruktion! Dabei ist das Holz tragend, die Fachwerke werden ausgemauert. Es gibt da eine bestimmte Technik.

http://www.ib-rauch.de/holz/fachwerk1.html

Lies dich da mal ein.

Wenn du also die Wände selbst bauen willt, dann mach es so wie ich es schon beschrieben hatte. Die Wände tragend ausgeführt.

Erst die Wände, oben mit einem Ringanker. Darauf, auf den beiden Längswänden aufgelegt, die Dachkonstruktion. MfG

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