Frage von schwabbeltea, 74

Geht diese Idee . warum gibt es diese Idee noch nicht?

Es geht um Erderwärmung, also diese zu stoppen. Mehr erneuerbare Energien zu verwenden und die Abgase vom auto zu stoppen. Es gibt Elektroautos die ja noch nicht unbedingt so gut entwickelt sind.

Meine Idee. Warum kleidet man solch ein auto nicht einfach in Solarzellen ? Auf dem Dach, an der Seite, Kofferraum, Motor Klappe ? Und zusätzlich ein elektro Motor wobei die Energie aber mehr von den Zellen kommen sollte ? Ist das nicht Umwelt bewusst ? Und man könnte auch weiter fahren ?

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 17

Elektroautos sind in meinen Augen eine Sackgasse.

Deine Idee geht in die richtige Richtung. Da muss man nur einen kleinen Umweg einbauen. Mit fest montierten Solarzellen könnte man Wasserstoff erzeugen und den für einen Brennstoffzellenantrieb in Autos nutzen. Damit würde man die typischen Nachteile der Akkus umgehen. Die Reichweite wäre auch deutlich höher.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Wieso hältst du EAutos für eine Sackgasse? Dass sie derzeit noch nicht wirklich was bringen sehe ich auch so, aber mittelfristig denke ich schon, dass sie vorteilhaft sein können. Man müsste natürlich die Akkus mit erneuerbarer bzw. umweltschonender Energie aufladen (also z. B. Windkraft statt Rapsöl). Und natürlich benötigen wir Fortschritte bei den Akkus und müssen allgemein Wege finden deren Fingerprint umweltschonender zu gestalten. Das scheint mir aber vielversprechender als alles andere.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das kann ich gerne näher begründen.

Das größte Problem bei allen autonom angetriebenen Fahrzeugen ist die Speicherung der Energie. Dass die letztlich aus alternativen Energiequellen stammen muss, darüber sind wir uns einig.

Akkus haben da prinzipielle Nachteile, die man zwar durch Entwicklung verringern, aber nie beseitigen kann. Diese Nachteile hätte ein Wasserstoffantrieb nicht.

- die spezifische Kapazität ist sehr gering. Akkus können pro kg Gewicht nur wenig kWh speichern. Gewicht an sich verringert aber den Wirkungsgrad des Fahrzeuges bez. beschränkt die maximale Speicherkapazität.
Die Speicherung von Wasserstoff wiegt wesentlich weniger, wodurch bei gleichem Gewicht des Speichers wesentlich mehr Energie gespeichert wird. Die Brennstoffzelle, die den Wasserstoff in Strom umwandelt, wiegt auch nicht sehr viel.
- Akkus haben das Risiko, dass sie sich umso schneller erhitzen, je kleiner sie gebaut werden. Das führt dann dazu, dass die Spitzenlast schnell begrenzt werden muss, um eine Explosion zu verhindern. Habe neulich im Fernsehen einen Fahrbericht von einem Tesla auf der Rennstrecke gesehen. Der hat am Anfang zwar wahnsinnig beschleunigt, aber schon nach einer halben Runde wegen Übertemperatur der Akkus abgeregelt und dann waren nur noch etwa 100 km/h möglich.
Das Problem hat man bei einem Wasserstoffantrieb nicht. Die Speicher können den Wasserstoff sehr schnell abgeben, ohne dabei heiß zu werden. Durch die Entspannung findet sogar eine Eigenkühlung statt. Wenn man das mit einem heutigen Hybrid kombiniert, kann man sogar dauernd kurzfristige Spitzenleistungen abfordern. In einem sehr kleinen Zusatzakku mit wenig Gewicht und Kapazität, kann man Bremsenergie zwischenspeichern oder ihn aufladen, wenn die Maximalleistung der Brennstoffzelle gerade nicht für den Vortrieb benötigt wird. Dadurch steht ständig Zusatzenergie für hohe Beschleunigungen zur Verfügung.
- Akkus brauchen sehr viel teures Material. Das ist weder für die Umwelt noch für den Geldbeutel gut. Wasserstoffspeicher sind da wesentlich materialärmer zu fertigen. Damit hängt dann auch direkt wieder das Entsorgungsproblem zusammen.
- Der Strom muss zeitnah zum Verbrauch erzeugt werden, da sonst die sehr teure Zwischenspeicherung in Akkus erforderlich ist. Man kann nicht die intensive Sonnenstrahlung im Sommer für den Fahrbetrieb im Winter nutzen.
Wasserstoff lässt sich leicht verflüssigen und lange Zeit in Stahlflaschen lagern. Das ist technologisch ein alter Hut.
- Die Ladung von Akkus kostet viel Zeit. Auch da zieht die Gefahr der Überhitzung prinzipielle Grenzen in der Ladegeschwindigkeit.
Die Betankung mit Wasserstoff geht etwa so schnell, wie mit Kraftstoff.

Das ist alles Theorie, wie sieht die Praxis aus?
In Hamburg läuft zur Zeit ein Großversuch mit einer Flotte von wasserstoffbetriebenen Bussen im ÖPNV. Die ersten Erfahrungen sind sehr positiv. Die Technik funktioniert.

Es gibt schon die ersten Wassestoffanlagen zu kaufen. Die bestehen aus einem solarbetriebenen Wasserstofferzeuger und einer Brennstoffzelle. Bis zur großtechnischen Serienfertigung wäre also nur noch ein kleiner Schritt.

Es gibt ein Fahrzeug, das einen direkten Vergleich im betrieb zulässt. Das sind die deutschen Uboote. In der Klasse 206 gab es einen E-Antrieb. Die gesamte Energie für Unterwasserfahrt wurde in Akkus gespeichert. Die neuen Uboote Typ 212 sind Brennstoffzellenboote und speichern die Energie für die Unterwasserfahrt in Form von Wasserstoff. Zusätzlich haben sie einen kleinen Akku als Zwischenspeicher. Die fahren jetzt seit Jahren und die Praxis zeigt, dass die Wasserstofftechnologie der Akkutechnologie insbesondere in der Ausdauer haushoch überlegen ist.

Antwort
von jonasfree, 46

Gute Idee, aber die Leistung der Solarzellen würde nicht ausreichen um das Auto vernünftig zu bewegen.

Im Weiteren vergiss nicht, dass die Herstellung von Solarzellen sehr viele Rohstoffe und Edelmetalle braucht, was auch nicht gerade umweltfreundlich ist. Auch die Batterieherstellung ist sehr umstritten betreff der Umwelt.

http://www.solarwagen.eu/


Kommentar von schwabbeltea ,

und wenn man vorne am Auto. im Motorraum noch kleine drehbare Rotoren installiert die sich dann drehen im Fahrtwind wie ein Windrad ?

Kommentar von jonasfree ,

die machen aber auch wieder Luftwiederstand um nen Generator anzutreiben. Ein Petomobile ist noch nicht erfunden. (-;

Kommentar von schwabbeltea ,

schade. aber danke !

Antwort
von bartman76, 23

Photovoltaik erbringt etwa eine Peakleistung von 150 W/m2 (Größenordnung), also im Schnitt deutlich weniger.

Schau dir mal an, was die Elektoautos so für Leistungen benötigen. Das sind mindestens mehrere KW und das passt sozusagen nicht zusammen.

Ein bisschen Entwicklungspotential bei der PV ist natürlich noch drin, begrenzt wird es aber durch die Solarkonstante, die irgendwo bei 1,3 kW/m2 liegt und natürlich von verschiedenen Faktoren gemindert wird.

Antwort
von LebenIstLernen, 29

Die Idee ist nicht schlecht und wurde auch schon bei Flugzeugen (und wahrscheinlich auch bei Autos ausprobiert).

Das Problem bei den Solarzellen ist, dass sie sich nicht lohnen.

Sie produzieren nicht genug Energie um wenigstens ihre Herstellung wieder Wett zu machen. Also brauchst du praktisch die Energie aus 2 Aolarzellen um eine Herzustellen. Die genauen Zahlen weiß ich nicht.

LG

Antwort
von LisaEinstein, 11

Na Ja die Idee ist ja ganz gut jedoch praktisch ist das doch so das ein Auto sich bewegt und deshalb stehen die Solarzellen laufend in einem ungünstigen Winkel zur Sonne. 

Um das wirklich effektiv zu nutzen müssten dann alle Strassen so gebaut werden das die Solarzellen auf der Autoberfläche immer einen günstigen Winkel zur Sonne haben sonst ist das ineffektiv.

Das lässt sich aber politisch nicht durchsetzen das alle Strassen umgebaut werden...

Vermutlich ist es einfacher an Tankstellen den leeren Akku schnell gegen einen  aufgeladenen auszutauschen bei den Elektroautos. Die Tankstelle läd dann die Akkus per Solarzellen auf dem Tankstellendach auf. Das erscheint mir realistischer.

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Wobei die Tankstelle dann wahrscheinlich immer noch zusätzliche Solarpanele haben müsste. Oder ein seeeehr großes Dach. Aber ja, der Ansatz klingt schon mal realistischer.

Antwort
von Martin17020401, 28

Und im Winter fährst du dann nicht, wenn keine Sonne ist?

Und außerdem möchte ich kein Auto haben wo Solarzellen drauf sind.

LG

Kommentar von fluffiknuffi2 ,

Naja aber es könnte ja vielleicht hybrid sein. Akku+Elektromotor der wenn möglich von den Solarzellen aufgeladen wird, ansonsten wie ein gewöhnliches EAuto per Stromkabel.

Kommentar von Martin17020401 ,

@ fluffiknuffi2 :warum sollte ein Autohersteller und auch der Kunde noch sooo viel kosten für Solarzellen am Auto ausgeben, wenn es im Endeffekt ein Hybrid bzw. ein Elektroauto ist, was es heute schon gibt. Da stimmt das kosten und nutzen nicht überein, da ist es ja wohl sinnvoller das Geld dafür einzusetzen um die E-Autos bzw. Hybridautos weiter zu entwickeln.

Antwort
von Pascal2070, 25

Was ist wenn mal ne ganze Woche keine Sonne scheint, es mal regnet ....
und ob die Solarzellen genug Energie produzieren ist fraglich...

Antwort
von JNHLRT, 30

Und was ist wenn es bewölkt ist? Die Idee gibt es, ist aber fast unmöglich für Alltag nutzbar zu machen.

Antwort
von Miete187, 27

Sicherheit? Blendung der anderen Autofahrer!

Fläche zu klein für genug Saft und bei der Herstellung? Umweltbelastung!

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