Frage von Lilac1234,

Geht die Bildung den Bach runter?

Also, wenn gefragt wird, ob man mit einem Messer Atome spalten kann, ob Eiswürfel in einem Wasserkocher schmelzen und was denn bitte ein Genitiv sei, frage ich mich ehrlich, wohin das noch führen wird.

Ist sowas die Ausnahme oder hat Pisa recht? Wie kommt es, dass sowas an manchen Leuten vorbei geht?

Was denkt ihr?

Hilfreichste Antwort von babyos,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

wir haben zwar alle den gleichen himmel, aber nicht denselben horizont

Kommentar von teddybaeruj ,

Ich liebe diesn Spruch, weil er ganz einfach wahr ist. DH.

Kommentar von rolandratz ,

Superstarker Spruch... DH Darf ich den zitieren?

Kommentar von angy2001 ,

Zitat von Konrad Adenauer - hätt ich jetzt nicht gedacht. gg

Kommentar von Normalpsycho ,

Der ist von Adenauer... klar darfst du den zitieren.

Kommentar von babyos ,

ist von konrad adenauer

Antwort von doominoo,

kann sein ist aber egal.

Kommentar von Lilac1234 ,

Ich finde sowas nicht egal. Ich fordere ja nicht, dass jeder einen IQ von 150 haben muss, aber mehr als eine Erdnuss sollte er schon betragen.

Kommentar von doominoo ,

ja und was bringt das ?

Kommentar von Lilac1234 ,

anders herum gefragt: was kann es schaden?

Kommentar von doominoo ,

viele nervenzellen ;) es ist unnötiger zeitaufwand. z.b. französisch lernen .. wofür braucht man das ? als ob jemand nach frankreich gehen würde.

Kommentar von Lilac1234 ,

es geht doch nicht nur um das französisch lernen! sprachen zu lernen, schadet außerdem nicht. und manche brauchen französisch für ihren beruflichen werdegang. aber wenn manche deutsche noch nicht mal wissen, auf welchem kontinent deutschland liegt, ist das schon grenzwertig. "unnötiger zeitaufwand".. wenn ich sowas schon höre!

Kommentar von doominoo ,

ja nicht nur aber das war jetzt ein beispiel. ok es ist übertrieben wenn man nicht weiss auf welchem kontinent deutschland liegt. aber ich finde man lernt viel zu viel unnötiges.

Kommentar von Lilac1234 ,

ich bin ja auch der meinung, dass man manchmal zu viel "überflüssiges" lernt. (unser schulsystem finde ich nicht besonders klasse..) man sollte früher sich spezialisieren können und mehr praxisbezogen lernen, damit die schüler wissen, WOFÜR man auch integralrechnen braucht!

Kommentar von doominoo ,

genau

Antwort von tachyonbaby,

@Lilac: Du hast vollkommen recht und ich denke, daß die Ergebnisse noch geschönt sind.

Ich hatte unlängst 5 Abiturienten, Mitschüler meiner Tochter, bei mir zu Gast. Von diesen 5 Abiturienten wußte keiner wo die Donau entspringt, wo sie mündet, geschweige denn, durch welche Länder dieser Fluß fließt. Einer verlegte das Mündungsgebiet doch glatt nach Spanien. Dabei leben wir hier an der Donau!

Wie heißt doch gleich dieser uralte Spruch: Wissen ist Macht!

Wenn die - angeblich vom Volk gewählten - Volksverteter tatsächlich das Bildungsniveau anheben wollten, dann würde es ganz klare Wege geben, aber da diese Wege nicht eingeschlagen werden, läßt das nur einen Schluß zu: Man will ein ungebildetes Volk haben! Es ist ja auch leichter ungebildete, vergnügungssüchtige und konsumgeile Menschen in die Richtung zu manipulieren, wohin man sie haben will.

Kommentar von Reservist ,

Schwachsinn

Kommentar von tachyonbaby ,

“Politische Dummheit kann man lernen, man braucht nur deutsche Schulen zu besuchen. Die Zukunft Deutschlands wird wahrscheinlich für den Rest des Jahrhunderts von Außenstehenden entschieden. Das einzige Volk, dass dies nicht weiss, sind die Deutschen.”
Der Londoner Spectator-16.11.1959

Kommentar von julfii12 ,

klar, Bildung wird von denen Entschieden, die keine engere Beziehung zu ihr haben! Aber Geld ist dabei eine großer Aspekt! "Ach, man brauch ja nicht genug Lehrkräft, gut ausgebildetet müssen sie auch nicht sein!" Sparen an der Bildung!

Antwort von MidnightDance,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Desinteresse. Wenn ein Schüler nicht motiviert wird, lernt er nciht. Das Problem der heutigen Zeit ist das zunehmende Desinteresse der Schüler an der Bildung. Sie gehen nciht zur Schule weil sie wollen oder weil sie lernen wollen, sondern weil sie müssen. Leider ist sowas bei den davon betroffenen Schülern sehr schnell in der Allgemeinbildung und im Notendurchschnitt zu sehen.

Solange ein Schüler die Mentalität und Begeisterung einer Wasserpfütze hat wird sich das auch nciht ändern.

Kommentar von Reservist ,

Kannst du das auch belegen?

Kommentar von MidnightDance ,

Schaue dir die allgemeinbildenden Schulen an. Dort ist es nciht zu erkennen, aber wenn du dir folgend die Fachschulen anschaust und dort z.B. Personen findest die später studieren wollen um einen bestimmten Beruf auszuüben zeigen diese Schüler eine wesendlich höhere Lernbegeisterung und sind zudem weitaus motivierter. Ebenso ist es in der Ausbildung. Die Lehrlinge die sich für ihren Beruf interessieren gehen zur schule um etwas zu lernen und nciht weil der Meister es ihnen sagt.

Ich denke das sollte als "Beleg" genügen.

In diesem Zusammenhang könnte man auch über die Lehrpläne in der Schule streiten, aber dafür sollte man eine neue Frage öffnen.

Antwort von RickyEU,

LOL...zum Thema Genitiv fällt mir was ein. Bilde mal nen Satz mit Genitiv und Dativ.

Kommentar von Lilac1234 ,

Genitiv ins Wasser, weils Dativ ist ;)

Kommentar von chog77 ,

Das Aussterben (Nominativ - wer) des Genitivs (Genitiv - wessen) wird vom Dativ (Dativ - wem) beschleunigt, der diesen Fall (Akkusativ- wen) verdrängt.

Antwort von Franticek,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Folgende Situation:
Der Lehrer stellt im Unterricht einem Schüler eine Frage. Der weiß die Antwort nicht und wird vom Lehrer getadelt (erhält evtl sogar eine etwas schlechtere Note).
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Früher: Der Schüler hat sich geschämt und im Nachhinein bemüht, mehr zu lernen, weil es ihm peinlich war. Beim nächsten Mal hat er die Antwort gewußt.
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Heute: Der Schüler fragt bei GF, ob der Lehrer das Recht hat, vor der ganzen Klasse zu fragen, so dass er sich dabei blamierte. Das sei Diskriminierung, - und weil die anderen sein Unwissen mitbekommen, auch ein Vergehen gegen den Datenschutz. Der Schüler wird in Zukunft noch mehr auf die Einhaltung seiner Rechte achten - und noch weniger wissen.

Kommentar von Tropentier ,

Bravo!

Antwort von julfii12,

JA, unser Bildungssystem geht den Bach runter! Ich bin selber an einem allgemein bildenden Gymnasium und sogar als Schüler merke ich, dass die Bildung zur heutigen Zeit ein riesen Problem ist! Nur einmal ein Beispiel :

Man verkürzt unsere Schulzeit auf 12 Jahre bis zum Abitur und will uns den Stoff aus einem Jahr auf die gesamte andere Schulzeit verteilen. Das ist die eine Seite, wenn man jetzt bedenkt, dass bei mir an der Schule unzählige Unterrichtsstunden ausfallen, kann dieses System nicht funktionieren! Doch eigentlich könnte man diesem Problem gegenübertreten indem man mehr Lehrkräft einstellt, doch da will das Land ja sparen! Das passt nicht zusammen!

Oder ein noch besseres Beispiel :

In unserer Stadt soll ab nächstem Sommer an einer IGS unterrichtet werden, neben dieser Schule haben wir 3 allgemein bildenende Gymnasien, 3 Realschulen & 3 Hauptschulen (+ 2 Schulen für Lernbehinderte) So, braucht man denn einge IGS wirklich? Das häufigste Argument ist, dass so ein soziales Miteinander gefördert wird und so die Schüler verschiedener Schulfromen sich gegenseitig helfen! Das sagen also diese großen Pätagogen & Wissenschaftler! Doch den Punkt, dass die meisten Schüler gar nicht auf so eine Schule wollen ist anscheinend unnötig? Ein Gymnasiast möchte wohl lieber mehr lernen anstatt anderen Schüler etwas beizubringen und er möchte wohl lieber schnell im Unterricht vorran kommen und gut auf sein Abi vorbereitet zu werden. Das kann er aber nicht, weil über die Hälfte seiner Klasse dafür gar nicht geeignet sind! Ein Hauptschüler möchte sich anstrengen, ist vielleicht motivierter, wenn er zusammen mit Gymasiasten unterrichtet wird! Aber ist es nicht immerwieder ein Rückschlag, dass die anderen besser sind und mehr Möglichkeiten nach ihrem Abschluss haben?

(nur eines der Argumente, abgesehen von Kosten, Wirkung, Nutzen ect)

Weiter geht es mit den Lehrern! Bei manchen Lehrern merkt man wirklich, dass sie nur Lehrer sind, weil es 6 Wochen Sommerferien gibt! Inzwischen gibt es so viele ungeignete Leherer, die überhaupt nicht dafür geeignet sind Schüler zu unterrichten! Das Schlimme dabei ist, dass sie nicht mal kontrolliert werden, geweige denn, es irgendwelche Konsequenzen hat, dass sie den Schülern nichts beibringen! Dazu kommt, dass jetzt ja fast jeder Studieren kann, du brauchst nicht mal mehr das Abitur!

Und dann wundert man sich über so etwas wie PISA? :D

Antwort von SunnyShyBoy,

Die Schüler interessieren sich doch nicht mehr für den Unterricht

Kommentar von Reservist ,

Klar, und früher war alles besser. Da wo noch 100% Frontalunterricht war und sich der Lehrer an den Schülern vergriffen hat wenn nicht aufgepasst.

Kommentar von SunnyShyBoy ,

Die Zeiten sind vorbei

Antwort von teddybaeruj,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn das Niveau mancher Fragen, deren Inhalt, Ortographie und Grammatik ein Spiegelbild des Bildungsniveaus in Deutschland sind, dann waren die miserablen Ergebnisse aus PISA noch harmlos.

Kommentar von Reservist ,

GF ist ein Spiegelbild der Unterschicht.

Antwort von chog77,

Bildung ist immer nur ein Angebot, ob es genutzt wird ist vom Lernwilligen abhängig. Willst du dir das Wissen aneignen, das dir einer, der mehr weiß vermitteln will oder eben nicht? Aber das ist meistens mit Aufwand verbundenen, den man vielleicht nicht bereit ist einzusetzen. Alles soll Spaß machen. Aber mal ganz ehrlich, hat uns früher in der "guten alten Zeit" die Schule immer Spaß gemacht? NÖ!!

Und Schuld sind heute die Lehrer. Die faulen Säcke bringen es einfach nicht hin, den Unterricht so interessant zu gestalten wie einen Freizeitpark!

Was sind Lehrer heute schon: Entertainer; Wissensmonopol; für die Bildungsmisere verantwortlich; Erzieher, die die Fehler der Eltern glattbügeln sollen; schuld, wenn das nicht klappt; Sozialpädagoge und Psychologe in Personalunion; Halbtagsjobber mit viel zu viel Urlaub; Eltern- und Krisenberater; Verwaltungsmensch und Administrator; guter Freund mit einem offenen Ohr, aber gleichzeitig konsequent; Gerecht und objektiv; Wenn möglich immer fröhlich und gut gelaunt, auch wenn man von einem launischen Teenager von der Seite angepampt wird. Arme eierlegende Wollmilchsau - dieser Jobbeschreibung kann man nicht gerecht werden!

Trotzdem gibt es immer noch ein paar unverbesserliche Idealisten, die genau das versuchen! :-)

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