Frage von Kessihn, 49

Geht der Mietvertrag automatisch auf den Nießbraucher über?

Guten Tag! Wir haben seit August 2013 eine zusätzliche Wohnung in unserem Mehrfamilienhaus gemietet. Eigentümer der Wohnung ist eine Stiftung. Nun hat uns die Geschäftsführerin der Stiftung mitgeteilt, sie hätte Nießbrauch an der Wohnung geerbt. Dies ist korrekt, es wurde im Mai 2015 im Grundbuch eingetragen. Kann sie nun von uns verlangen, dass wir die Miete statt wie bisher (also auch nach Mai 2015) an die Stiftung an sie persönlich zahlen? Können wir verlangen, dass sie ihre Ansprüche auf die Mietzahlungen gegenüber der Stiftung geltend macht und wir weiterhin an die Stiftung (die auch laut Vertrag unser Vermieter ist) die Miete zahlen? Anders gefragt: Muss sie als Vermieterin eintreten oder kann das Mietverhältnis zwischen uns und der Stiftung bestehen bleiben? Zudem will sie die Miete erhöhen. Darf sie das? Herzlichen Dank für eine Einschätzung.

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Antwort
von anitari, 32

Als Nießbrauchnehmerin hat sie alle Rechte und Pflichten bezüglich der Wohnung übernommen. Auch die was die Vermietung betrifft.

Sprich sie ist ab Mai Euer Vertragspartner und darf, neben allen Pflichten die ein Vermieter  zu erfüllen hat auch  alle Rechte geltend machen. Zum Beispiel die Miete erhöhen. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen natürlich.

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