Frage von vodanedene, 75

Geht das oder muss man da schon ein Gewerbe anmelden?

Hallo :) 2 Freunde und ich helfen ab und an bei Haushaltsauflösungen etc. Sowas macht uns total Spaß und wir hatten uns überlegt dass wir eine Anzeige ins Internet stellen und so etwas anbieten. Es soll weder unser Haupteinkommen noch regelmäßig sein sondern ab und zu so als kleiner Nebenverdienst - muss man dafür schon ein Gewerbe anmelden ? Oder reicht so etwas, sollte es denn mal so laufen dass wir davon leben könnten, wenn wir dann ein Gewerbe anmelden?

Wir möchten keine Probleme bekommen deswegen wollte ich mich eben mal erkundigen bevor wir so ein Angebot ins Internet stellen. Auch direkt ein Gewerbe anmelden scheint so sehr riskant zu sein denn wenn wir nur 1 "Auftrag" in 1-2 Monaten bekommen können wir davon weder leben noch irgendwelche Sozialabgaben bezahlen ^^

Danke für Eure Antworten :)

Antwort
von Realisti, 59

Ein Kleingewerbe anzumelden ist nicht teuer. Allerdings muß man dann eine Steuererklärung abgeben. Eine Strafe mit Schätzung vom Finanzamt kommt euch wesentlich teurer. Spätestens nach der Zeitungsanzeige könnte es passieren, dass ein Mitbewerber euch überprüfen läßt.

Wenn ihr nicht viel verdient, werdet ihr auch keinen hohen Abgaben haben. Das ist %ual und gestaffelt. Ihr müßt ja auch nicht alles offiziell machen, aber das Wichtigste sollte schon durch die Bücher laufen. Wenn ihr es nicht mehr braucht, dann meldet ihr es einfach wieder ab.

https://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-gruenden/unternehmen-anmelden/kl...

Kommentar von vodanedene ,

Danke für die Antwort :) Wie läuft das denn dann ab? Was kostet es und was für Pflichten haben wir dann? 

Kommentar von Realisti ,

Im Gewerbe "Haushaltsauflösungen" kenne ich mich nicht genug aus. Da solltet ihr zu eurem Ordnungsamt gehen und dort gezielt danach fragen. Ich weiß nicht, ob es Auflagen gibt.

Kommentar von vodanedene ,

Alles klar, dann gehe ich dort morgen mal hin und erkundige mich :)

Antwort
von spellon, 45

Das scheint momentan noch im Einzelfall entschieden zu werden bzw. ist stark von der Menge und dem Wert der Dinge abhängig die du verkaufst. Wenn du die Dinge zum Zweck des Verkaufst einkaufst dann musst du auf jeden Fall ein Gewerbe anmelden (was bei einer Hand voll Artikel im Jahr eher egal ist bzw. nicht auffällt). Ich nehme an du willst es via Ebay versteigern. Dort gilt folgendes: http://www.ebay.de/gds/Abmahnungen-vermeiden-Gewerbeanmelden-ist-nicht-schwer-/1...

Scheint also nicht teuer zu sein. Denke daran, dass falls du es unter der Hand auf mehreren Märkten verkaufen solltst irgendwann mal jemand fragen könnte woher keine Einkünfte stammen wenn sie über Banken laufen ;-).

Weiterhin vllt noch interessant: http://www.gewerbe-anmelden.info/

Kommentar von spellon ,

Noch was, mach dir klar dass du die Dinge auch irgendwo lagern musst und es durchaus sein kann dass du dann mal ein Jahr lang über die Arktiel stolperst wenn sich keiner dafür interessiert.

Kommentar von vodanedene ,

Wir schmeißen eigentlich alles immer in den Container, sehr selten nehmen wir was mit was uns selbst gefällt. Einnahmen entstehen also eher indem wir "entrümpeln" und dafür bekommen wir Geld, nicht von den vorhandenen Dingen in den Häusern ^^

Kommentar von spellon ,

Dann solltest du dir vielleicht eher Gedanken machen ob du auf das Entrümpeln ein Gewerbe anmelden musst ^^: http://www.talkteria.de/forum/topic-168922.html

Antwort
von Geochelone, 27

Ihr wollt damit Geld verdienen.... Das ist schon Gewerbe und anzumelden ! Das GEwerberecht kennt weder Umsatz- noch Gewinnfreibeträge. Es zählt nur die Gewinnerzielungsabsicht.

Wenn die Gewinne aus oder klein bleiben, fallen auch keine nennenswerten Kosten an.

Sozialabgabe fallen erst an, wenn du im Monat mehr als 415 € verdienst und aus der Familienversicherung fliegst. Dann musst du dich alleine versichern.

Antwort
von Businessprofi, 23

Eure Tätigkeit stellt eine gewerblicheTätigkeit dar. Ihr bietet im klassischen Sinne "Entrümpelung und Haushaltsauflösungen" an.

Eine Haushaltsauflösung ist die Räumung einer Wohnung einschließlich der dazugehörigen Nebenräume (Keller, Dachboden) vom Hausrat des Wohnungsinhabers, die damit verbunden ist, dass der Wohnungsinhaber danach keinen eigenen Haushalt mehr führt.

Im Bezug auf die Volkswirtschaftslehre und die amtliche Statistik stellt die Haushaltsauflösung einen Abgang der Zahl der Privathaushalte dar.

Die Haushaltsauflösung wird auch als Entrümpelung bezeichnet, soweit unbrauchbare oder wertlose Gegenstände davon betroffen sind.

Haushaltsauflösung und Entrümpelung sind auch die Bezeichnungen der Dienstleistung, die Haushaltsauflösung durchzuführen.

Da ihr Geld für die Haushaltsauflösung bekommt, ist diese gewerblich. Bevor ihr jedoch jetzt einfach ein Gewerbe anmeldet. Solltet ihr euch überlegen, ob eure Tätigkeit als Gewerbe tragfähig ist.

Das heißt, wiestehen euere Einnahmen in Bezug auf euere Kosten? Idealerweiseschreibt ihr einen kleinen Plan und geht auf die wichtigsten Fragen ein, wie z.B.

  • Rechtsform (GbR, Einzelunternehmung etc??
  • Versicherungen
  • Steuern
  • Verträge
  • etc.

Also, lasst ech mal von einem Gründungsberater iInformationen geben!

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