Meine Freundin wohnt seit ca. 3 Monaten in einem 1932 erbauten Haus. Vor etwa einem Monat wurde unsere Tochter geboren. Da der Vermieter unsere Frage nach einer potentiellen Belastung des Trinkwassers nicht befriedigend beantworten konnte, lassen wir jetzt unser Wasser untersuchen. Das Ergebnis erfahren wir allerdings erst in einem Monat.
Welche Schädigungen kann unser Kind schon durch unseren regelmäßigen Konsum des Wassers erlitten haben, was droht ihm bei weiterem (indirekten durch Muttermilch) Genuss?
Danke für alle Hinweise!

ich habe gerade mal mein Toxikologiebuch gewälzt und da steht: Blei passiert die Placentarschranke, d.h. das Kind kann schon im Mutterleib betroffen gewesen sein wenn deine Freundin Wasser aus den Bleileitungen (falls es wirkl. Bleileitungen sind) getrunken hat. Ob es in die Muttermilch geht steht nicht explizit im Buch, aber es ist nicht unwahrscheinlich. Blei wird hauptsächlich in den Knochen gespeichert und unter bestimmten Bedingungen (Fieber, Acidose) freigesetzt. Kinder sind stärker gefährdet als Erwachsene, es kann z.B. zu Koliken etc. (hat irgendwas mit Beeinflussung der 'glatten Muskulatur' zu tun) und später Lernstörungen kommen. Klingt alles sehr unerfreulich - ich würde auf jeden Fall sicherheitshalber komplett auf Wasser aus Flaschen umsteigen bis ein Untersuchungsergebnis vorliegt.

1932 wurden bereits für die Frischwasserzufuhr verzinkte Eisenrohre verwandt. Lediglich manche Syphons im Abflußbereich bestehen teilweise noch aus Bleirohr. Wie sieht denn die Verrohrung im einsehbaren Kellerbereich aus? Ich denke mal die Wassseruntersuchung ist überflüssig!
Blöde Frage meinerseits, aber wie kann ich Wasserrohre erkennen und wie sehen Bleirohre aus?
http://www.medizinauskunft.de/artikel/gesund/EssenTrinken/0802_bleileitungen.php
habe dieses bei googel gefunden, vielleicht hilft es dir ja weiter. Denke, du solltest auf Mineralwasser umsteigen, bis du ein sicheres Ergebniss hast (Schwangeren wird davon aberaten, Wasser aus Bleirohren zu trinken, also wird es auch in die Muttermilch übergehen)

Keine Ahnung - aber wenn Ihr so ein ungutes Gefühl habt, warum steigt Ihr dann nicht um auf Mineralwasser?
Du hast Recht. Wir haben bislang das Problem etwas verdrängt und sind leider ohne Auto. Der nächste Supermarkt mit stillem Mineralwasser ist ein Stückchen entfernt. Die Aussicht jeden Tag fünf Liter (2 zum Kochen, 3 zum Trinken - erhöhter Bedarf wg. des Stillens) in die Wohnung zu schleppen ist nicht sehr erfreulich; aber letztlich wahrscheinlich ohne Alternative :-(

Sehr interessante Frage. Ich denke schon, dass Blei sehr schädlich für den Organismus ist. Wieweit dies in der Stillzeit schädlich ist, muß dir ein Wissenschafter/und/oder Arzt sagen. Das wird dir ein Laie niemals schlüssig sagen können. Ein DH für die Frage !

Wusste gar nicht das in germany noch Bleirohre gibt. Mit Sicherheit ist es Schädlich wenn man es schon länger benutzt.

Nachgewiesener Maaßen ist der Verzehr von Wasser, daß durch Bleileitungen fließt, für alle -vor allem für Mutter und Kind- schädlich. Wenn auch nicht für kurze Zeit. Umstieg auf Mineralwasser ist angezeigt.

na und wenn es nicht die Rohre sind,dann tausend andere Stoffe,willst du alle untersuchen??
Nein, aber dieses ist ein greifbares Problem, dem ich aus dem Wege gehen KÖNNTE. Bleivergiftungen können sehr gefährlich werden und ein Umzug (oder das trinken von Mineralwasser) könnte dieses Problem leicht aus der Welt schaffen.
Masoud53 am 3. April 2009 16:46 naja,so kann man es auch sehen,aber mühsames Unterfangen...