Gehört das Christentum oder der Islam zu Deutschland?

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28 Antworten

"Gehören" meint in der deutschen Sprache, ein Teil eines Ganzen zu sein.

Insofern ist die Frage mit einem eindeutigen Ja zu beantworten, weil das Christentum ebenso wie der Islam Teil der religiös-weltanschaulichen Gemeinschaft der Menschen in Deutschland ist.

Für den Staat ist das nur insofern von Belang, als er verpflichtet ist, die religiöse bzw. weltanschauliche Selbstbestimmung der Menschen in Deutschland zu achten, zu schützen und ggf. Verstöße der Anhänger der Religionen bzw. Weltanschauungen gegen das weltliche (Verfassungs-)Recht, dem sie unterworfen sind, zu ahnden. 

MfG

Arnold

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In Deutschland hat eine Säkularisierung stattgefunden. Religion und Staat sind voneinander getrennt. Außerdem haben wir eine Religionsfreiheit... jeder kann das sein was er möchte: Christ, Muslim, Buddhist, Hinduist, Esotheriker...

Kulturhistorisch ist Deutschland klassisch ein Land des Christentums. Aber auch nur weil die Germanen vom römisch-katholischen Imperium erobert wurden... ursprünglich verehrten die Germanen Naturgötter oder Thor und Odin etc.

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Kommentar von Karl37
02.08.2016, 14:37

Historisch ist Germanien nicht von dem römischen Imperium erobert worden, da würde dir Varus jetzt etwas anderes erzählen, Und auch die Römer brachten auch nicht den christlichen Glauben in die besetzten Gebiete. Die Christianisierung erfolgte unter den Merowinger des fränkischen Reiches und die Karolinger setzen die Verbreitung des Christentums fort, bis auch der letzte widerspenstige Sachse bekehrt war.

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Laut Grundgesetz gehört keine Religion zu Deutschland. Es herrscht Religionsfreiheit, Religion, egal welche, ist Privatsache. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht das Ganze etwas anders aus:

Tatsächlich existiert die Trennung zwischen Staat und Religion gar nicht. Es gibt laut Grundgesetz keine Staatskirche - es gibt drei! Der Staat zieht für die christlichen Kirchen und die jüdischen Gemeinden den Obolus ein.

Aber es kommt noch schlimmer. Im Jahr 1803 wurden die Kirchen rechts vom Rhein enteignet. Stifte, Abteien und Klöster mit ihren Ländereien fielen den Fürsten und Königen der Länder zu, dafür erhielten die katholische und die evangelische Kirche eine Entschädigung, die bis zum heutigen Tag gezahlt wird,  obwohl schon in der Weimarer Verfassung von 1919 festgelegt wurde, diese Praxis zu beenden. Stand 2009 beläuft sich beläuft sich übrigens die Gesamtsumme, die dem Staat durch die Subventionierung der Kirchen und Zahlungen an die Kirchen entgeht, auf rund 15 Milliarden Euro jährlich. Austreten ist keine Lösung, diese gigantische Summe bringen auch die steuerzahlenden Atheisten und Moslems auf. 

Fazit: Das Christentum und das Judentum gehören so lange zu Deutschland, bis endlich diese Privilegien abgeschafft werden.

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Deutschland ist in seiner Geschichte vom Christentum geprägt. Bis 1806 war hier das "Heilige römische Reich deutscher Nation". Und die christlichen Kirchen haben eine wesentliche Rolle gespielt. Bis 1950 hat der Islam in Deutschland keine Rolle gespielt. Doch mittlerweile leben in Deutschland ca. 4 Mio. Muslime, die sich zum Islam bekennen, etwa die Hälfte davon, ca. 2 Mio., haben die deutsche Staatsbürgerschaft.  Also sind sowohl Christentum als auch Islam fester Bestandteil der deutschen Gesellschaft geworden. Die grösste Bevölkerungsgruppe sind die konfessionslosen. Die gehören auch zu Deutschland

Tatsächlich ist die Religionsverteilung in Deutschland wie folgt:

34 % Konfessionslose
29 % Katholiken
28 % Evangelische
4 % Muslims (Islam)

5 % sonstige

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Kommentar von danhof
02.08.2016, 15:09

Je nachdem, wie man es aufteilt. Katholiken und Evangelische kann man auch unter "Christen" subsummieren. Dann wäre DAS die größte Gruppe.

Oder man teilt die 34% Konfessionslose in Agnostiker und Atheisten auf. Wie man lustig ist :-)

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Kommentar von FuHuFu
02.08.2016, 16:12

Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2012. Ich habe gerade gelesen, dass in diesem Jahr die Gruppe der Christen unter 50 % sinken soll.

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Kommentar von Aktzeptieren
04.08.2016, 08:32

und die zahl der muslime steigt :)

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Das Christentum gehört zu Deutschland. Das kann man schon so stehenlassen. Die zehn Gebote finden sich in unseren Gesetzen und moralischen Vorstellungen wieder.

Auch der Islam gehört zu Deutschland. Alles eine Frage der Interpretation. Wenn man davon ausgeht, dass damals ziemlich viele Gastarbeiter ins Land kamen und heute ziemlich viele Flüchtlinge islamischen Glaubens, dann gehört der Islam natürlich zu Deutschland.

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Kommentar von 666Phoenix
02.08.2016, 17:07

Die Inhalte der 10 mosaischen Gebote stammen aber nicht aus dem Christentum!

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im Grundgesetz steht das keine Religion zu Deutschland gehört den Staat und Religion (Kirche) sind getrennt

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Deutschland ist aus dem Christentum gewachsen, aber seit 1945 bzw seit Einführung der Verfassung der BRD ist in Deutschland keine Religion mehr an der Macht.

Deutschland ist ein freies Land, in dem jede Person seine Religion selbst wählen kann, solange er niemanden anders damit belästigt oder schadet.

Weder Christentum noch Islam gehören zu Deutschland. Die Religion hat keinen Einfluß auf die Politik.

Im übrigen -grad gelesen- nächstes Jahr fällt der Anteil der Christlichen Menschen(Katholiken, Protestanten und andere) in Deutschland erstmals unter 50 %. D.h. mehr als 50% der deutschen Bevölkerung sind entweder Atheisten oder gehören einer anderen Religion an.

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Kommentar von Karl37
02.08.2016, 14:20

Auch vor 1945 hatten Religionen im Staat nichts zu sagen. Die strikte Trennung von Staat und Religion hatte bereits Bismarck auf seiner Fahne.

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Das politische System ist überwiegend ein Produkt der Aufklärung. Christliche Politiker waren gegen gleiches Stimmrecht für Alle, Frauenwahlrecht, Gleichberechtigung ... Auch die  Abschaffung der Todesstrafe wurde gegen christliche Politiker durchgesetzt.

Unser politisches System garantiert aber auch die Religionsfreiheit. Und wenn es in Deutschland Christen und Muslime gibt, gehören auch diese Religionen zu Deutschland.

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Weder noch. Das eine ist eine Religion das andere ein Staat. Laut unserem Grundgesetz darf jeder glauben was er will, also macht die Religion nicht an der Grenze halt. Natürlich hat das Christentum eine Tradition in Deutschland was jedoch nicht heißt das es andere Religion nicht auch geben dürfte. Die Zeiten wo eine Religion dem Staat vorgeschrieben hat was er zu tun und zu lassen hat, sind glücklicherweise vorbei.

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Beides gehört zu Deutschland, da in Deutschland Menschen leben, die diesen Religionen angehören. Da diese Menschen zu Deutschland gehören, gehört auch ihre Religion zu Deutschland. Aber beurteile Menschen nicht an Hand ihrer Religion. Es gibt überall nette und überall unfreundliche Menschen.

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Keines von beiden bzw. beide gleichwertig

Anfänglich war was zu Deutschland gehört vor allem Romuva, Germanisch oder Keltisch. Später fiel Deutschland einem / mehreren Kreuzzügen und Zwangskonvertierungen zum Opfer (begleitet von den üblichen Völkermorden usw); Deutschland wurde Christlich. Spätestens seit ende der Nazi-Zeit ist Deutschland per Grundgesetz ein Säkularer Staat: Alle Religionen gehören toleriert und keine durch den Staat eingesetzt (wobei z.B. religiöse Rituale je nachdem auch nicht erlaubt sein können - etwa wenn ein Nahuatl-Anhänger jemandem das Herz herausschneiden und Huitzilopochtli oder so opfern möchte...).

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Beides gehört nicht zu Deutschland. Man sollte jede Religion von jedem Menschen akzeptieren.

KaterKarlo2016

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Gar keine Religion "gehört" zu Deutschland. Deutschland ist ein säkulares Land und kein religiöses Land. Was dieses "der Islam" oder "das Christentum" gehört zu Deutschland bedeuten soll, hab ich nie begriffen. Deutschland hat keine Religion. Deutschland ist ein Rechtsstaat, der Staat und Religion gesetzlich trennt. Und bis auf ein paar ungerechten steuerlichen Gesetzen genießt hier keine Religion auch keinen Vorteil.

In Deutschland haben wir Glaubens- und Gewissensfreiheit. Hier wird niemand vom Staat gezwungen de Islam oder das Christentum toll zu finden. Wirf sind ein freies Land. Rechtlich kann man auch an das fliegende Spaghettimonster glauben oder an gar nichts glauben. Und daher ist es auch völlig egal: Deutschland gehört gar keine Religionen!

Gruß
Omni

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Man sollte sich endlich von dieser offenbar einzigen geistigen Hinterlassenschaft des ehemaligen Bundespräsidenten verabschieden.
Er wollte sich mit dieser Wischi-waschi-Formulierung bei potenziellen islamischen Wählern anbiedern, ohne die angestammten CDU-Wähler zu verprellen.

Er hat deshalb die Bedeutung dieser Aussage absichtlich in der Schwebe gelassen. Es gibt aber keinen Grund, dieses taktische Manöver ad infinitum zu verlängern und es auf die eine oder andere Weise immer wieder nachzuplappern.

Es ist doch klar, dass der Islam nicht zu den historischen Fundamenten eines freiheitlichen Deutschlands und Europas gehört (außer allenfalls als abschreckendes Gegenmodell).

Andererseits wird niemand bestreiten, dass Stechmücken, Autobahnen, Lotterien, Neonazis, Einbruchdiebstähle, Supermärkte, der Buddhismus, der Jainismus, der Islam und was auch immer sonst noch im Sinne einer bloßen Vorhandenheit zu Deutschland gehören.
Von einigem davon wünscht man sich verständlicherweise weniger...

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Kommentar von 666Phoenix
02.08.2016, 17:04

der Islam nicht zu den historischen Fundamenten eines freiheitlichen Deutschlands und Europas

Man sollte das nicht allzu eng sehen. Wenn es nicht so einige bedeutende Persönlichkeiten (Ärzte, Astronomen, Baumeister, Seefahrer, Philosophen, Mathematiker u. a.) aus dem nicht-christlichen und speziell aus dem "morgenländischen", inkl. islamischen Kulturraum gegeben hätte, würden die Germanen und die Mehrheit der Europäer hier vermutlich immer noch auf Bärenfellen ihren Met oder Cervizia saufen oder auf Bäumen wohnen. 

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was ist dass für eine frage............. das christentum gehört schon durch die kulturgeschichte des deutschen volkes zu deutschland..........der islam NICHT.........der islam gehört zum grundsatz der freien "ausübung" einer religion NUR in diese kategorie, aber NICHT zu deutschland und auch nur dann, wenn sich diese religion an unsere werte und rechte hält, sonst nicht.........

wer meint, der islam gehör zu deutschland, ist ein blender, denn der islam ist mit unserem rechtesystem, mit unserem grundgesetz überhaupt NICHT vereinbar..........und nur TEILE aus diesem islam dann hier in deutschland "aufnehmen" zu wollen ist lächerlich.......entweder der islam wird als ganzes, MIT den ganzen geboten und gesetzen (scharia usw.....) dieser religion hier in deutschland aufgenommen, integriert und prakzitiert, oder nicht..............

wie schon geschrieben, dass der islam mit unserem rechtssystem und grundgesetzen nicht vereinbar ist, gehört diese religion NICHT zu uns..........:)

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Kommentar von Modem1
02.08.2016, 19:59

Na was Merkelowa und Kaukelew aussagt sollte man nicht bezweifeln .Das könnte man als Ketzerei auslegen.

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Kommentar von LordPhantom
14.08.2016, 19:27

KEINE Religion gehört zu Deutschland und KEINE Religion ist komplett mit dem Grundgesetz vereinbar.

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Weder noch!

In Deutschland sind Staat und Kirche voneinander getrennt. Folglich kann keine Kirche, um welche es sich auch immer handelt, zu Deutschland gehören.

Weiter ist in unserem Grundgesetz die freie Religionsausübung festgeschrieben. Auch hier steht keine Religion über der anderen.

Die Frage hier erweckt den Anschein, als dass sie nicht zur Informationsbeschaffung sondern als Provokation gestellt wurde.

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So gesehen wohl eher der germanische Glaube an Wotan, die beiden anderen Religionen kommen beide aus dem Nahen Osten. Sie sind Ableger des jüdischen Glaubens!

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Kommentar von Schwizz
02.08.2016, 12:15

Das Christentum kommt direkt aus dem Judentum wenn du es so willst eine Regormation ,Jesus war ein Jude

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Im Grunde weder noch.

Deutschland war ein Land der Völkerwanderung, wo Germanen, Kelten, Goten etc. mit ihren verschiedenen polytheistischen und Naturreligionen lebten.

Das Christentum assimilierte diese Kulturen und/oder verbreitete seine Religion mit Feuer und Schwert, bis jene Glaubensrichtungen ausstarben.

Nur im Norden, in Norwegen hatte das Christentum sehr wenig Erfolg. Die Normannen (Wikinger) verehrten starke Götter, muskelbepackte Monster und konnten sich einen so jämmerlichen Gott (die Darstellung von Jesus auf dem Kruzifix) nicht wirklich ernst nehmen.

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Kommentar von Geraldianer
02.08.2016, 14:46

Nur im Norden, in Norwegen hatte das Christentum sehr wenig Erfolg.

Komisch. Als ich das letzte Mal in Norwegen und Nordschweden war, schien das Land noch deutlich christlicher geprägt als Deutschland. Aber Du scheinst aktuellere Informationen zu haben?

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Mehr das christentum, da die kultur christlich geprägt ist!

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Nein, weder das Christentum noch der Islam gehören zu Deutschland.

Wir haben hier Religionsfreiheit. Der Staat darf hier keine Position einnehmen.

Es gehören aber sehr wohl Christen, Moslems und manche andere zum deutschen Volk.

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