Frage von Veriberi, 322

Gehirn tot, existiert die Seele danach weiter ?

Hallo,

Ich mache mir oft Gedanken über den Tod, das Leben und schaue mir Videos an von Menschen, die als Schicksal wissen, dass sie bald sterben werden etc... Einfach, weil ich selbst Viele Emotionen habe, wenn ich an das Thema Tod denke. Und um es zu verstehen.

Viele sagen ja, es gäbe einen Himmel, vielleicht eine Hölle, berichten von Nahtoderfahrungen etc. (ich bin eigentlich nicht gläubig)
Aber die Psyche, unsere Emotionen und unser Denken, entstehen ja im Gehirn... Wie also könnte es überhaupt sein, dass unsere Persönlichkeit, ja unsere Psyche/Seele nach dem Tod weiterlebt, wo doch mit dem Eintritt des Todes unser Gehirn nicht mehr funktioniert/ keine Reize etc mehr übertragen werden...

Meine Frage ist jetzt, ob ihr das auch so seht, dass nach dem Tod einfach nichts ist, dass man auch nichts empfinden kann, wie vor der Geburt... Und ich frage mich, warum SO viele Menschen auf dieser Welt an einen Gott oder eine Macht glauben... (Dass es den Menschen Halt gibt ist etwas anderes) ... Wenn jemand stirbt, vermisst man ja eigentlich nur seine Psyche, seine Persönlichkeit, seine "Funktion" (als Vater zB), aber die kann einfach nicht weiterleben ohne die nötigen neurobiologischen Vorgänge, die nur unser Gehirn leisten kann.

Ich bin gerade etwas durcheinander und zerbreche mir seit Monaten immer wieder den Kopf darüber. Dann denke ich mir: "du stirbst eh irgendwann, dann siehst du ja was passiert", aber der Gedanke und das Gefühl der Verzweiflung und der Ohnmacht kommt immer wieder zurück... (Ich leide auch an Suizidgedanken, deshalb ist das Thema allgegenwärtig, diese Gedanken kommen ja auch automatisch)

Ich hoffe jemand kann mir seine Meinung schreiben und, ob das was ich da überlege irgendeine Wahrheit hat.

Danke und schönen Abend

Antwort
von NichtZwei, 69

Dein Bewusstsein existiert voellig unabhaengig vom Gehirn, das Gehirn ist mehr ein Tool, ein Computer, wie eine Festplatte. Deine Gedanken und Gefuehle usw. werden dort aber nicht gespeichert, sondern in deinem Bewusstsein selbst. Du musst das auch nicht glauben, sondern du kannst durch AKEs, luzides Traemen oder durch Meditation es selbst erfahren, dann weisst du was Sache ist, dann brauchst du dir nichts mehr vorstellen oder glauben. Das was nach dem koerperlichen Tod kommt, ist relativ gut erforscht, aber so richtig will es nicht in die Mainstreamedien einziehen, weil es dort in erster Linie um Angsterzeugung geht, nicht, dich zu befreien oder dir die Wahrheit nahezubringen. Befasse dich mehr mit dem Tod, mit der erweiterten Realitaet, die wir alle betreten, wenn unser Koerper nicht mehr brauchbar ist. Du, das kann ich dir versichern, wirst ewig sein, du bist weder an die Zeit oder an  die Materie gebunden, nein, du erzeugst die Welt durch deine Gedanken, du bist ein Schoepfer, ohne es momentan zu wissen. Du hast es nur vergessen, weil du bevor du in deinen Babykoerper eingetreten bist, eine Amnaesie bekommen hast, deswegen weisst du nicht so recht, wo du her kommst, was das alles soll und wo du hingehst. Alles Gute!

Antwort
von Andrastor, 74

Rein biologisch gesehen hast du durchaus Recht. All unser Denken findet im Gehirn statt und ohne Gehirn stirbt die Persönlichkeit. Da aber auch das Bewusstsein stirbt, bekommt man das gar nicht mit ;)

So einen Zustand hat jede/r schonmal erlebt, ist nichts bedenkliches.

Die Existenz der Seele ist nicht erwiesen und die Menschen die daran glauben sind sich auch nicht ganz einig wie diese jetzt genau aussehen soll oder wie sie beschaffen ist.

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Angst & Psychologie, 94

Hallo Veriberi,

der Ansatz, dass das Denken und die Emotionen im Gehirn ansässig sind, ist durchaus richtig. Aber vielleicht darf man das in Bezug auf die Gedanken, die Du Dir machst eben nicht nur rein biologisch oder chemisch betrachten.

Es gibt sicherlich unzählige Belege dafür, dass vieles, was die Menschen früher noch nicht verstanden haben, inzwischen wissenschaftliche Grundlagen hat. Die Forschungen auf unterschiedlichen Gebieten, wie z. B. Physik, Medizin etc. bieten uns heutzutage ein viel höheres Wissen um Zusammenhänge, von denen man früher schlicht keine Ahnung hatte.

Vielleicht gilt das für das Tabuthema Tod ebenso, nämlich, dass wir einfach noch nicht alles so erforscht haben oder es auch gar nicht verstehen sollen. Die Untersuchungen z. B. von Kübler-Ross geben jedoch Hinweise darauf, dass auch noch dem Tod 'noch etwas ist'. Ob das unsere Psyche ist, ist allerdings nicht erwiesen.

Hierzu gebe ich Dir mal den folgenden Link, den ich sehr interessant und lehrreich finde:

www.msn-com/de-de/nachrichten/Die Wissenschaft der letzten Minuten: Was wirklich passiert, wenn wir sterben

Du gehst von neurologischen Reizen aus, aber vielleicht geht es dabei mehr um Schwingungen oder Energien.

Mal angenommen, es gäbe da 'etwas nach dem Tod', wäre es doch eigentlich ein Grund, weiterzuleben, oder? Ich betrachte das mal so:

Wir könnten auf der Erde sein, damit ein unauslöschbarer (bisher unbewiesener) Teil von uns lernt, also in eine Art 'Lebensschule' geht. Dort gibt es verschiedene Klassen und Lektionen, die für das aktuelle Leben mit der Reifung zu einer Persönlichkeit von Relevanz sind.

Klinkt man sich nun durch einen Selbstmord aus diesem Leben aus, wäre es nach dieser Theorie (mit der ich nicht allein stehe) doch höchst wahrscheinlich so, dass dieser gewisse Anteil in einer nächsten Präsenz genau das noch einmal durchleben müßte, bis es kapiert ist.

Die daraus resultierende Konsequenz wäre doch die, dass man sich mit einem Selbstmord nur selbst schadet und dieser vollkommen sinnlos wäre. Besser wäre es doch stattdessen, sein Leben bewußt anzugehen und zu schauen, was einen denn so sehr daran stört, dass man überlegt, es wegzuwerfen.

Wenn dies erkannt ist, folgt der nächste Schritt in Richtung Verbesserung dessen, was einen stört. Resultat: glückliches Leben, keine Gedanken an Selbstmord, Lektionen kapiert und Versetzung in die nächste 'Lebensklasse'.

Kannst Du damit etwas anfangen?

LG

Buddhishi

Kommentar von Veriberi ,

Ich denke wir haben immernoch nicht besonders viel Ahnung von unserem Gehirn, also es gibt bestimmt noch viel darüber zu lernen... Deine Theorie vom Leben finde ich doch etwas fraglich, da man sich doch so eigentlich vor der Frage nach dem Sinn des Lebens schützt und von einem "Leben nach dem Tod" ausgeht. (Ich respektiere natürlich, dass du diese Ansicht hast, da hat immerhin jeder seine eigenen Wertvorstellungen etc.) ich bin wohl auch in einem Alter, in dem ich mich mit einem höhergradigen "Sinn" identifizieren will, deshalb auch so viele Gedanken. (Ich bin leider auch psychisch krank)
Deshalb sind diese Suizidgedanken, wenn sie denn kommen, das einzig logische und wahre und nur schwer überwindbar. Aber natürlich hast du Recht, man sollte das Leben akzeptieren und über Probleme nachdenken. Ich hoffe nicht, dass man ein schlechtes Leben nach dem Tod hat (wenn es denn eines gibt) nur weil man sich selbst das Leben genommen hat. Denn dahinter steckt oft eine Krankheit und die ist genauso schlimm wie körperliche Erkrankungen.
Danke für deine Antwort! Es ist wirklich interessant wie viele Meinungen es über das Thema gibt.

Kommentar von Buddhishi ,

Hi, aber: "da man sich doch so eigentlich vor der Frage nach dem Sinn des Lebens schützt und von einem "Leben nach dem ..." hier muss ich leider widersprechen. Im Gegenteil, schützt mich das überhaupt nicht vor der Frage nach dem Sinn des Lebens und ich 'übertrage' mein Leben auch nicht in den Tod. Damit würde ich ja mein Leben unbewußt leben und vergeuden. Oh no, das hast Du entweder falsch verstanden oder ich habe schlecht erklärt ;-)

In dem Absatz: Wir könnten auf der Erde sein, damit ein unauslöschbarer (bisher unbewiesener) Teil von uns lernt, also in eine Art 'Lebensschule' geht. Dort gibt es verschiedene Klassen und Lektionen, die für das aktuelle Leben mit der Reifung zu einer Persönlichkeit von Relevanz sind. beschreibe ich doch damit den Sinn des Lebens. Zumindest den, den es haben könnte. Nämlich dazuzulernen, zu reifen - also im spirituellen Sinne zu verstehen.

Und damit befinden wir uns im Grunde auf einer gemeinsamen Ebene: einem 'höhergradigen' Sinn, wie Du es sehr schön formuliert hast.

LG

Kommentar von Veriberi ,

Ja ich habe es wohl etwas falsch verstanden.
Das heißt du strebst es an, in deinem Leben möglichst viel zu lernen und viele Erfahrungen zu sammeln? Das mit den "Lebensklassen" oder wie du es nennst verstehe ich allerdings nicht ganz. Ist das Leben jetzt dann eine Stufe und nach dem Tod beginnt erst die Nächste? Oder durchlebst du WÄHREND "diesem" Leben verschiedene Stufen? Wenn ja, woher weißt du, wann eine Stufe überwunden ist?

Kommentar von Buddhishi ,

Mein Eindruck ist auf jeden Fall der, dass ich während dieses Lebens bereits einige Lektionen als 'bearbeitet' abhaken durfte. Spirituell bin ich vielleicht auch dabei in eine andere Klasse gewechselt, aber das alles ist ja nur eine Theorie, und so gesehen kann ich das gar nicht selbst wissen, verstehst Du, wie ich das meine? 

Ein Indiz für einen Klassenwechsel könnte es sein, dass die Lektionen anspruchsvoller wurden, aber auch das ist letztlich kein Beweis.

Allerdings - immer vorausgesetzt, dass es so sein könnte - bin ich schon überzeugt davon, dass man mit dem erfolgreichen 'Bearbeiten' der mit diesem Leben verbundenen Lektionen dieses Leben in materieller Form (Körper) beenden darf (nicht in Form von Selbstmord, sondern Tod) und der 'spirituelle' Anteil in eine andere Seinsform übergeht.

Im Buddhismus, dessen Lehre ich versuche zu leben, (ohne Buddha-Verehrung oder religiösen Anteil) wird es (je nach Auslegung, denn DEN Buddhismus gibt es so eigentlich nicht) so gesehen, dass, wenn alle Lektionen 'gelernt' wurden, 'man' nicht mehr in körperlicher Daseinsform auf die Erde zurückkehren muss.

Ich komme nun zu Deinem zweiten Kommentar, dass Du Deinen höhergradigen Sinn leider noch nicht gefunden hast.

Der Sinn des Lebens ist meines Erachtens ein sinnvolles Leben.

Das kann für den einen bedeuten, möglichst viel materielle Dinge anzuhäufen, für andere, berühmt zu werden, manche möchten in die Geschichtsbücher eingehen, etc. Das ist alles nicht meins.

Mein Sinn, den ich meinem Leben gegeben habe, besteht darin, zu versuchen, mir und anderen gutzutun, indem ich bewußt, achtsam und einfühlsam mit mir und anderen umgehe. Wenn ich ein wenig Licht und Liebe mehr in diese Welt bringen darf, finde ich das sinnvoll.

Oder wie - ich glaube Albert Schweitzer mal gesagt hat - "das einzig Wichtige im Leben, sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen haben, wenn wir ..."

LG, Buddhishi

Kommentar von Veriberi ,

Und ich habe leider meine "höhergradigen Sinn" noch nicht gefunden ... (:

Kommentar von Veriberi ,

Ok ich verstehe.

Ja klar der Sinn, den man anstrebt, wird immer mit dem persönlichen Wertvorstellungen verbunden sein und ich finde soziale Akzeptanz (sei es durch Empathie oder "gute Taten") auch sehr wichtig...

Kommentar von Buddhishi ,

Soziale Akzeptanz ist allerdings weder die Motivation, mich so zu verhalten, noch das unbedingte Resultat. Menschen wie ich werden auch oftmals belächelt, da diese Gesellschaft leistungsorientiert und meist materiell ausgerichtet ist. LG

Antwort
von Rosenblad, 87

Neurobiologisch gibt es so etwas wie eine "Seele" nicht - wir haben "nur" neuronale Netzwerkverbindungen die als sog. Self Organizing Feature Maps abbildbar sind, aber ständigen Umformungsprozessen unterliegen - je nach Dauer, Form und Viabilität der Ein-Wirkungen (Reize, Signale, Informationen).

Das Zerebralsystem mit seinen geschätzten über 10 hoch11 Milliarden Neuronen mit möglicher Schaltverbindungen von 10 hoch79  (nach Edelman/Tononi, Gehirn, S.58) und einem rund 1,5 L Fassungsvermögen bildet gleichsam die Betriebsstätte für alle neuronal-psychischen Vorgänge die es uns möglich machen intrinsische wie extrinsische Signale, Reize und Informationen zu empfangen, zu verarbeiten und gegeben falls zu transformieren; aus diesen Informationen Wirklichkeiten, Abbilder und Simulationen zu perpetuieren und zu permutieren sowie re-aktive Leistungen und Informationen zu generieren.
Die grundlegenden Prozesse aller neuronalen Vorgänge sind Stabilisierungs- und Veränderungsverläufe die zeitlebens realisiert werden. Dabei „….justieren oder „gewichten“ [die Neuronen, Neuronenverbände, synaptische Ketten und konnektiven Netzwerke] ihre Verbindungen durch Verstärkung oder Abschwächung neu. (…..) gehen neue Verbindungen ein, indem die neue Synapsen bilden oder alte eliminieren, und die verdrahten sich neu, indem sie Fortsätze auswachsen lasen oder diese zurückziehen. Und schließlich werden durch Regeneration völlig neue Neurone geschaffen und alte eliminiert.“ (Seung, Konnektom, S.XVI,XVII) usf.

Was sicherlich möglich wäre ist eine externe Encodierung der gespeicherten Informationen in diesem neuralen "Konnektom", womit unser gesamtes Leben quasi wie in einer Cloud abrufbar wäre - bei entsprechendem Wissenstand einer externen Lebensform (anzudenken in einer anderen metrischen Daseinsebene - die mathematisch und physikalisch durchaus referiert und computiert werden kann) Ist dann nur die Frage über welche "Matrix" dieses, dann recodierte, Informationscluster wieder in eine neue (oder die "alte") Entität gesetzt wird und zu welchen Zweck.

Vielleicht war unserer Leben im Rahmen einer "unendlichen Reihe" von Informations"aufhebungen" nicht "umsonst" - ausgehend der "universellen Wellengleichung die alle mögliche "Wege" definiert ist - soweit ein "Beobachter" vorhanden - ist vieles möglich.

Kommentar von Veriberi ,

Und würde diese "Cloud" wie du sie nennst, die individuelle Entwicklung eines Gehirns, dann durch das "tote" Gehirn encodiert werden? Weil dann würden alle Informationen ja in unserem Gehirn gespeichert bleiben nach dem Tod. Allerdings sterben auch Nervenzellen etc ab und somit würden doch auch die Informationen verloren gehen?
Danke für deine Antwort, woher hast du all diese Infos?

Kommentar von Rosenblad ,

Hier habe ich ja nur spekuliert - die "Cloud" - wohl besser die "andersartige" Form einer Entität müsste entweder als "mentaler Apparat" die gespeicherten Informationen des einstigen Trägers fortschreiben oder es bliebe ja dann nur eine Endlosschleife sich ständig zu wiederholender Informatione. Und: als Einzelspeicher wäre das ganze Panotiktum sinnlos, es bräuchte einer "neuen Welt" von weiteren interaktiven Relationsnetzwerken und es bräuchte eines Bezugssystems wo diese Informationsgefüge quasi "eingespielt" werden könnte  (einer biologischen, virtuellen, synthetischen oder sonstie gearteten) "Seins-Welt". Die Informationen hier bringt mein Beruf mit sich.

Kommentar von Veriberi ,

Ok das ist natürlich weit gedacht, wobei sich mir die Frage stellt, ob dieser "mentale Apparat" oder sonstige Möglichkeiten, die du aufgezählt hast, es unserer "Cloud" ermöglichen die Persönlichkeit so weiterzuleben wie jetzt. Denn unsere Reize werden ja auch durch das äußere Erleben wie Sinneseindrücke etc beeinflusst (sehr sogar) und somit würde sich unsere Persönlichkeit ohne den Körper etc doch sofort verändern? Die Erinnerungen würden nicht mehr zu dem dann erlebten passen und dieser Apparat müsste unserem Gehirn genau entsprechen, da sich sonst wie gesagt die Persönlichkeit bzw die Psyche sofort verändern würden. Das denke ich mir so, ist aber wirklich interessant was deine Überlegung anbetrifft, vorallem weil ich fest von uns noch nicht bekannten Paralleluniversa (lateinischer Plural?) überzeugt bin.
Darf ich nach deinem Beruf fragen, hört sich sehr interessant an?

Kommentar von Rosenblad ,

Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten der Wahrnehmung als die der sensomotorischen Zugänge - zu meinem Beruf, nur soviel, das ich mich mit der angewandten Systemtheorie beschäftige.

Antwort
von Nicodemus0815, 25

Vielleicht kann ich da etwas weiterhelfen. Meine Erfahrung mit der Nahtoderfahrung ist, daß in dem Moment, in dem ich mir meines nahen Endes vollkommen bewusst war, mein Denken aufhörte, ich aber weiterhin die Welt um mich herum wahrnehmen konnte.

Mit meinem Denken endete auch jegliche Vorstellung, also auch Zeit, Ich, der Zugriff auf Erinnerungen. Es endete auch die Trennung von Innen und Außen. So erfuhr ich meine Wahrnehmung gänzlich ungefiltert im Inneren und die Außenwelt als vollständig beseelt.

Wenn Innen und Außen als ein und dasselbe wahrgenommen werden, gibt es nichts mehr in meinem Erleben, was sterben könnte. Das änderte sich erst wieder, als das Denken wieder einsetzte.

Zu den Gedanken von Leben und Tod. Leben ist ohne Tod gar nicht zu verstehen. Der Tod verleit unserem Leben Sinn, denn ohne unsere Sterblichkeit, bräuchte es keine Bedürfnisse und damit keinen Antrieb für irgendwelches Tun.

Das, was mich der Tod gelert hat ist:

Mein Leben dient letztlich dem Leben und nicht mir selbst.

Die beste Art und Weise dem Leben zu dienen ist, dafür zu sorgen, daß es mir gut geht.

Probleme mit  Gefühlen von Verzweiflung und Ohnmacht gibt es dann, wenn wir sie nicht haben wollen. Tatsächlich kenne ich niemanden, der nicht hin- und wieder verzweifelt und ohnmächtig ist. Gibst du dir selbst die Erlaubnis deine Gefühle zu erleben, dann hören diese Probleme mit der Zeit auf.
Sind die Emotionen, die mit den Gefühlen verbunden sind, zu heftig, dann ist es erforderlich dabei Menschen zur Hilfe zu haben, die genau wissen, was sie tun.

Kommentar von Veriberi ,

Danke! Eine ganz tolle Antwort!

Antwort
von jovetodimama, 101

Das ist eine sehr interessante Frage, die Du da stellst!

Vielleicht ist das Gehirn nur wie ein materielles Spiegelbild unserer eigentlich immateriellen Persönlichkeit.

Menschen mit Nahtoderfahrung konnten anschließend beschreiben, was sie gesehen hatten, obwohl das, was sie gesehen hatten, vom OP-Tisch aus gar nicht zu sehen war, sondern von oben!

Menschen berichteten aus früheren Leben, und in einigen Fällen konnten die Familien des früheren Lebens ausfindig gemacht werden, wobei festgestellt wurde, dass Details, die niemals an die Öffentlichkiet gelangt waren, exakt beschrieben wurden!

Als meine Großmutter gestorben war, hatte ich des öfteren den Eindruck, dass ihre Seele zum Fenster hereinschwebte und mich beobachtete. Ebenso ging es meiner Mutter. Meine Schwester, die im Ausland lebte, war schon verunsichert, weil sie die Anwesenheit des Geistes meiner Großmutter nicht empfand, bis ich eines Tages am Telefon ihr gegenüber traurig äußerte, dass sie mich seit zwei Tagen nicht mehr "besucht" habe. Worauf meine Schwester prompt antwortete: "Kein Wunder, jetzt ist sie bei mir!"

Die Fachwelt stritt sich lange, wie Trans*sexualität bzw. Trans*identität entsteht - durch Erziehung oder durch Vererbung. Der Ansatz, dass das durch die Erziehung entstünde, gilt heute bereits als widerlegt. Die Annahme, es entstünde durch Vererbung, eigentlich ebenfalls, denn es gibt mehrere eineiige Zwillingspaare, von denen ein Zwilling trans*ident ist und der andere nicht. Die Möglichkeit, dass Trans*identität durch hormonelle Ungleichheiten während der Schwangerschaft entstünden, halte ich ebenfalls für fraglich. Müssten da nicht bei Zwillingsschwangerschaften auch beide Zwillinge betroffen sein? - Könnte es nicht möglich sein, dass die Identifikation mit einem anderen, als dem körperlich angelegten Geschlecht etwas ist, was die Seele mitbringt? Dazu müsste sie aber bereits vor der Zeugung existiert haben!

Weshalb sollten ohne Gehirnfunktionen keinerlei Reize mehr übertragen werden? Es gibt ja übersinnliche Wahrnehmung. Es gibt körperlich blinde Menschen, die trotzdem sehen. Heutezutage gibt es sogar Kurse, wie man das lernen kann! (Gerade kommenden Montag in Münchn beginnt wieder einer.) Weshalb sollte also das Bewusstsein weg sein, wenn das Gehirn tot ist? Vielleicht ist das Gehirn gar nicht der Sitz des Bewusstseins, sondern nur die Verknüpfungsstelle von Bewusstsein und Materie-Körper?

Koma-Patienten kriegen mit, ob sie besucht werden und was ihre Besucher an ihrem Bett reden. Sie können es nicht mitteilen, aber es wurde nachgewiesen, dass sie schneller gesunden, wenn sie viel Zuwendung erhielten und positive Gespräche an ihrem Bett geführt wurden. Wie kann das sein, wenn ihr Gehirn doch eigentlich nicht in der Lage war, irgend etwas davon zu registrieren?

Ich selbst habe bis jetzt, wenn ich meine Großmutter mitzähle, viermal in meinem Leben die Erfahrung gemacht, der Seele eines verstorbenen Menschen zu begegnen, zweien davon begegnete ich mehrmals (meiner Großmutter und einer Seele, die einige Jahre lang in einem kleinen Gewächshaus in einem Nachbargarten "wohnte").

Wenn neurobiologische Vorgänge allein eine menschliche Seele ausmachen könnten, dann dürfte es demnächst ein Leichtes sein, Computer-Menschen zu entwickeln. Die Nano-Technologie ist ja schon außerordentlich weit.

Wenn man einmal beobachtet hat, wie die verschiedenen Seelen, die den Körper eines Menschen mit multipler Persönlichkeit bewohnen, diesen Körper verändern, sobald sie sich abwechseln, kann man schon gar nicht mehr glauben, dass diese Veränderungen nur aufgrund einer Erkrankung des Gehirns des betroffenen Menschen vonstatten gehen können - binnen Bruchteilsekunden, wofür gelernte Schauspieler monatelanges Training benötigen würden!

Wer sich selbst das Leben nimmt, geht vermutlich mit genau demjenigen seelischen Zustand ins Jenseits hinüber, den er zu diesem Zeitpunkt hatte. Es ist also anzunehmen, dass die wenigsten Menschen nach einem Suizid dort drüben glücklich sein werden. - Hier sind unsere seelischen Zustände vorübergehend und rasch veränderbar. Dort ist die Veränderung im Vergleich zur materiellen Welt nur unter sehr viel schwierigeren Bedingungen möglich. Sind wir also froh, wenn wir lange leben, und nutzen wir unser Leben hier zur Fortentwicklung unserer ureigenen Persönlichkeit, von der uns keiner garantieren kann, dass sie nach unserem Hirntod verschwunden sein und nichts mehr fühlen und wahrnehmen wird!

Kommentar von Veriberi ,

Wow erstmal vielen vielen Dank für diese ausführliche Antwort!
Das mit deiner Großmutter ist wirklich erstaunlich! Übersinnliche Ereignisse sind für mich nicht unvorstellbar, aber auch nicht greifbar. Das wäre wieder so ein Thema, über das ich mir den Kopf zerbrechen könnte :) vorallem frage ich mich, wo uns da die Psyche einen Streich spielt und wo das Übersinnliche wirklich anfängt.
Das mit der Transidentität würde ich eher auf einen noch unentdeckten Genfehler zurückführen (?) da es ja in jeder Gesellschaft auftaucht wie die Schizophrenie auch.

Ein sehr komplexes Thema ...

Kommentar von Veriberi ,

Achso das mit der multiplen Persönlichkeit kann ich nicht beurteilen, weil ich nicht sehr viel über das menschliche Gehirn weiß, aber ich denke schon, dass es sich biologisch erklären lässt. Das Gehirn ist einfach so komplex, wir wissen glaube ich noch fast gar nichts darüber, auch wenn wir das denken. Es gibt noch viel zu erkunden

Antwort
von theantagonist18, 85

Was du dir da überlegst hat sicherlich einen Wahrheitsgehalt. Das liegt aber nur daran, dass sich jeder seine eigene Wahrheit zusammenschustert. Jeder denkt etwas anderes darüber und manche denken auch einfach gar nicht über den Tod nach. Wer entscheidet jetzt, was richtig ist und was nicht? 

Ich persönlich bin einer von der Sorte, die glauben, dass der Tod das Ende ist. Ich glaube alles andere wäre absurd und ist rein eine Erfindung derjenigen Menschen, die Angst davor haben von dieser Welt zu gehen.

Wenn man mal darüber nachdenkt, dann ist das einzelne Individuum zwar ein erstaunliches Produkt von etlichen Jahren Entwicklung und Evolution; im Gesamtbild jedoch recht unbedeutend. Dein Tod wird nichts ausmachen, außer den Menschen, die dich kennen und gern haben. Aber das wars auch schon wieder. Wieso sollte danach etwas kommen? Die ganzen Geschichten von einem Leben nach dem Tod sind, wie bereits erwähnt lediglich eine Erfindung der Menschen. Nur daran zu glauben macht es nicht wahr. Wenn es einen beruhigt, dann soll es mir aber recht sein. Ich schreibe keinem etwas vor.

Als Wissenschaftler kann ich einfach nicht davon absehen, dass wir, genau wie du schon geschildert hast, ohne Gehirn bzw. insgesamt ZNS im Prinzip wertlos sind und was passiert im Gehirn? Nichts übernatürliches. Reizweiterleitung und Verarbeitung eingehender Reize innerhalb der neuronalen Netze. Das macht uns aus.

Schlussendlich finde ich: Wieso sollte ich mich so sehr auf das Ende konzentrieren, wenn man doch einfach aus der Zeit, die einem gegeben ist, das beste machen kann? Beim Leben ist doch wirklich der Weg das Ziel. Das Ende ist unumgänglich; davon sollte man sich jedoch von nichts abhalten lassen. 

Kommentar von Veriberi ,

Danke für deine Antwort!
Das Gehirn bzw der Wissensstand hat sich ja über Jahrtausende oder über Millionen Jahre weiterentwickelt (wie man weiß durch die immer bessere Nahrungsaufnahme und andere Einflüsse), allerdings ist das doch nur beim Menschen der Fall? Kann sich das Gehirn also in den nächsten tausend Jahren immernoch so weiterentwickeln, dass immer mehr Reizübertragungen etc möglich sind?
Würde mich mal interessieren, hast mich gerade durch deine Antwort darauf gebracht ... Fragen über Fragen :)
Und ja man sollte die Zeit, die man hat ausleben das stimmt, nur, wenn man keinen tieferen Sinn erkennt und sich deshalb immer wieder den Kopf zerbricht und nicht mehr aus dieser Schlaufe kommt, macht es das einem nicht leichter... Leider.

Kommentar von theantagonist18 ,

Das Gehirn ist insgesamt noch immer ein Mysterium. Man ist noch weit davon entfernt alles darüber verstanden zu haben. Eine Weiterentwicklung ist wahrscheinlich nicht auszuschließen, aber voraus sagen kann man da glaube ich wenig, auch wenn ich gestehen muss, dass ich nicht wirklich viel darüber gelesen habe, was Neurowissenschaftler dazu sagen.

Du wirst doch wohl an irgendetwas Freude haben. Wenn nicht, suche dir etwas. Dann wirst du auch deine negativen Gedanken vergessen. Man braucht auch nicht zwangsweise einen tieferen Sinn um Spaß am Leben zu haben. Meine Denkweise ist auch nicht sonderlich positiv, weil ich ja sage, dass der einzelne Mensch im Prinzip unbedeutend ist. Deswegen lasse ich mir dadurch nicht die Lebensqualität mindern. Über sowas kann man nachdenken (und sich z.B. hier austauschen), aber mehr nicht. Das sollte nicht das sein, an was du hauptsächlich denkst. Es führt ja eh zu nichts.

Kommentar von Veriberi ,

Wie weit Wissenschaftler sind weiß ich auch nicht, aber wie man sieht stehen noch viele Fragen offen.
Ja das Thema Depression etc kann man in solch einem Forum finde ich schlecht diskutieren, ich bin auch in Therapie und das war ja nicht der Grundgedanke meiner Frage hier Tipps zu bekommen meine Selbstmordgedanken zu kontrollieren :) aber danke

Kommentar von theantagonist18 ,

Ich kann zwar nicht behaupten je Selbstmordgedanken gehabt zu haben und dementsprechend nur begrenzt nachvollziehen, wie man sich dabei fühlt, aber ich sage dir dennoch, dass ich Suizid für extrem unangebracht halte. Und zwar nicht aufgrund von religiösen Ansichten. Dein Leben wurde dir zwar nicht von "Gott" geschenkt, aber dennoch hast du es erhalten und da sollte man es nicht verschwenden. Für mich gibt es kaum Gründe, die gut genug sind einen Selbstmord zu rechtfertigen. 

Antwort
von triunitas3in1, 29

Dann denke ich mir: "du stirbst eh irgendwann, dann siehst du ja was
passiert", aber der Gedanke und das Gefühl der Verzweiflung und der
Ohnmacht kommt immer wieder zurück...

Es gibt da den Spruch

"Stirb bevor du stirbst und du stirbst nicht wenn du stirbst"

Sinngemäß heisst das: Wenn du (bzw. das wofür du dich hälst) vor deinem körperlichen Tod stirbt (manche nennen es "Egotod"), dann hast du keine Angst mehr, weil du den Tod bereits "geschmeckt" hast...

Es ist genau diese Ohnmacht, dass du keine Macht über das Leben und den Tod hast. Sie kann dich führen. Lass sie zu und spüre sie mit jeder Zelle deines Körpers: "Dein Wille geschehe". Wenn du dich ganz auf sie einlässt und dich der Macht des Lebens über dich hingibst, dann kann sich die Ohnmacht in Akzeptanz verwandeln...

Antwort
von dadita, 54

Die Existenz von so etwas wie einer Seele ist mehr als zweifelhaft. Alles deutet darauf hin, dass unser Verstand, unsere Persönlichkeit, unsere Emotionen und unsere Erinnerungen das Produkt von biochemischen Reaktionen in unseren Gehirn sind...und all dies mit dem Ende ebenjener Reaktionen auch unwiderruflich endet.

Ein Leben nach dem Tod ist also mehr als unwahrscheinlich, man wird einfach ausgelöscht.  

Antwort
von mychrissie, 51

Der Mensch (auch sein Gehirn) besteht aus einer Substanz, die vergeht, wenn er stirbt. Aber alles, was ein Mensch Zeit seines Lebens bewirkt und verändert hat (also seine Einflusssphäre), gehörte ja auch zu ihm, und das lebt weiter.

Wenn wir "Hölle" und "Himmel" also als fiktive Begriffe definieren, die nach unserem Tod unseren "Lebenswert" definieren, dann hängt das davon ab, ob wir während unseres Lebens die Welt ein bisschen besser oder schlechter gemacht haben.

Wobei es aber leider einen Haken gibt – man kann der Welt etwas schenken, das heute als gut definiert wird und sich morgen als schlecht erweist.

Dazu könnte man eigentlich jede Revolution rechnen, die zwar Unrecht beiseite räumt, aber nur, um neues Unrecht zu etablieren. Ist der Revolutionär also gut oder schlecht? Landet er im "Himmel" oder in der "Hölle"?

Und haben wir mit unserer Frage danach die Welt besser oder schlechter gemacht? Und wer richtet darüber?

Du siehst also, unser Leben endet nicht mit einer Antwort, sondern mit einer offenen Frage? Und damit müssen wir nicht nur sterben, sondern damit müssen wir alle leben. :-)

Antwort
von Ginalolofrigida, 49

Ich versichere dir nach meinem bestem Wissen, dass deine Persönlichkeit nach dem Tod weiter lebt. Deine Gedanken und Gefühle kann dir niemand nehmen, und die wirst du weiterhin haben. Von manchen wirst du dich trennen, so wie man sich vom Körper trennen wird, und andere kommen noch dazu. Energie geht nie verloren, sie transformiert sich nur. Auch die Energie, die dein Denken ermöglicht, wird anders sein wollen. Das Erdenleben ist ein Mittel, ein Vehikel, damit die Seele sich entfaltet in der ganzen Tiefe der Erfahrung. Ich sehe das ähnlich wie Buddhishi als “Lebensschule“... Nur das hier um Gefühle geht und wie diese Form annehmen. Niemand wird dich drüben bestrafen, wenn du dir das Leben nimmst, was dir gegeben wurde und dir jeden Tag gibst. Aber auch niemand, auch der Tod selber wird dir die andere Seite des Spiegels verstecken, dass hinter deine Verzweiflung, Ohnmacht und Verdruß Gier nach Erfahrungen, Willensstärke und Lust stehen, das, was du an dir nicht annehmen kannst. Und diese Gefühle ziehen dich unaufhaltsam ins Rad der Karma zurück ins Leben wieder. Man muss wirklich das Gefühl erfahren, von einem Pol zum Anderen. Umso mehr du dich auf eine Seite stellst, umso mehr zieht dich die andere Seite an, und so dreht sich das Rad weiter. Aber der Weg ist nicht das Verleugnen, Verdrängen, Fliehen, sondern das Annehme der Gefühle.

Kommentar von Veriberi ,

Eine sehr schöne Antwort danke

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Noch etwas zur Klärung, nicht dass meine Antwort den Eindruck erweckt, es wäre egal, ob man hier oder "drüben" ist, ob man dankbar lebt oder sich nach dem Tode sehnt. Ich bin überzeugt, dass unsere Gefühle und Sehnsüchte der Antrieb sind, zu sein. Die Energie ist überall verfügbar und organisiert sich entsprechend unserer inneren Struktur, die wiederum aus Gefühlen und Gedanken ( Prinzipien) besteht. Diese innere Struktur ist wie ein geistiger, unsichtbarer Körper, der verschiedene Formen annimmt, je nach Zielsetzung. Deswegen glaube ich nicht, ist man nach dem Tode seine (schlechten) Gefühle los, wenn man nicht gelernt hat, zu Lebzeiten diese Gefühle zu transformieren, sondern man darf tatsächlich diese "Aufgabe" so lange bearbeiten, bis man sie gelöst hat... Darum das Karma Rad, denn alles was man verleugnet oder übersehen hat, wird zum neuen Stein der Erkenntnis. Aus dem Leben im Verdruss zu scheiden, und Angehörige oder Freunde in Trauer, Schwierigkeiten und Verlust zu hinterlassen, kann sehr leicht im Umkehr zu einem unstillbaren Gier nach Leben führen und zu eigenem Erleben des Verlustes dessen, was man selber liebt zu einer anderen Zeit.

Antwort
von Nilsriot, 54

Eines der besten Zitate die ich dazu kenne ist der Spruch "Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt." Von Bertold Brecht.

Und das umschreibt seht gut, was in meinen Augen das Leben nach dem Tod bedeutet. Nämlich einfach die Nachwirkungen und die Spuren die ein Mensch auf dieser Welt hinterlassen hat.

Du hast z.B einen Vater erwähnt. Wenn ein Mann ein guter Vater ist, dann werden meist auch die Kinder anständige Leute, die weiterhin gute Taten vollbringen und deren Kinder dann meistens ebenfalls. Auf diese Weise lebt auch der Vater von ganz am Anfang auf ewig weiter durch seinen Einfluss, auf die Welt den er vollbracht hatte, auch wenn er sich selbst persönlich  nicht mehr auf der Welt befindet.

Auf gleiche Weise könnte man auch Himmel und Hölle deuten. Wenn jemand ein guter Mensch war, so redet man noch lange geliebt über ihn und damit befindet er sich "im Himmel", während man einen schlechten Menschen noch lange nach seinem Tod verflucht...

Wenn ein böser Mensch jedoch seine schlimmen Taten bereut, so kann er selbst mit sich Frieden schließen, auch wenn alle anderen immer  noch schlecht über ihn denken. Aber das kann ihm ja dann egal sein ^^

Kommentar von Veriberi ,

Das ist eine Antwort die sehr viel Wahres mit sich führt! Danke! Außerdem verringert der Gedanke den Egoismus und die Angst, nicht mehr da zu sein. (:

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Und auch das stimmt leider nicht, das kommt aus dem Ego eines Brechts, der öffentlich sein wollte. Es gibt viele Menschen, an die niemand denkt, und das sogar bei Lebzeiten!

Antwort
von MarioXXX, 88

Es ist umstritten.

Mit wissenschaftlichen Methoden kann man die ,, Seele'' sowieso nicht nachweisen. (daher gehen viele Hirnforscher davon aus, das Bewusstsein vom Gehirn abhängig sind aber viele Quantenphysiker und Nahtodforscher sagen genau das Gegenteil)

http://www.amazon.de/Endloses-Bewusstsein-medizinische-Fakten-Nahtoderfahrung/dp...

Was mich aber am meisten erstaunt ist, dass das Leben nach der Nahtoderfahrung völlig verändert. Wo früher Materialismus, Geld und Karriere an erster Stelle stand, steht nachher Bildung, bedingungslose Liebe, Freundschaft und Familie an erster Stelle. 

Bei Drogen, Halluzinationen (auch unter Laborbedingungen) oder Fantasien treten hingegen kaum oder gar keine ,,positive'' Veränderung ein.

Zudem treten nach Nahtoderfahrungen teilweise elektrische Störungen auf.

Ein Betroffener: ,,Es war wirklich sehr eigenartig, jedes Gerät, das ich nach meiner Nahtoderfahrung anfasste, ging kaputt. Lampen, Geschirrspüler, Wasserkocher, die Leuchte über der Kochplatte, ich gab an alles Energie ab.''

Einige tragen keine Uhren, weil die Uhren stehen bleiben, sobald sie sie anlegen. Sie hatten sich zunächst immer wieder eine neue Uhr gekauft, weil sie dachten, die alte Uhr sei defekt.

Und außerdem ist das Wort Nahtoderfahrung nicht richtig, denn solche Phänomene treten auch unter Depression, Meditation oder sogar beim Spazieren gehen auf. Das Gehirn ist nicht in Mitleidenschaft gezogen. 

Zudem gibt es noch eine sogenannte emphatische Sterbeerlebnisse auf, dass heißt das die Angehörigen den Sterbenden ein Stück ins Jenseits begleiten und es gibt Fälle wo sogar Fremde, die vor dem Haus gehen, ohne es zu wissen, das da gerade jemand stirbt, das gleiche Erlebnisse erlebt.

Und außerdem kannst du den Nahtoderfahrenden  sowieso oft nicht überzeugen, dass das alles nur Einbildung ist, so tief hat sich das Erlebnis eingeprägt. Und an erster Stelle geht es sowieso nicht um Beweise, wir müssen schließlich sowieso alle einmal sterben, sondern das Erlebnis in sein/ihr Leben integrieren. Denn das Wohl der Betroffenen steht als erster Stelle und nicht die Wissenschaft.

Natürlich ist es nicht bewiesen aber wer das interessiert kann sich mit der Literatur auseinandersetzen. Schließlich ist Nahtoderfahrung keine Krankheit, sondern einfach ein unerklärliches Phänomen.

Offene Fragen, die unbedingt erklärt werden müssen:

Warum treten bei Halluzinationen meistens lebende Menschen und bei Nahtoderfahrungen nur tote Menschen auf? 

Wie kann man unter Überdosis Vollnarkose ein erhöhtes und klares Bewusstsein haben?

Warum sind die Beobachtungen während einer außerkörperliche Erfahrungen im Gegensatz zur Halluzinationen realistisch. (wird von Zeugen bestätigt)

Wie können von Geburt an blinden Menschen und Gehörlose eine stark visuelle und auditive Erfahrung haben?

Warum können die Betroffenen manchmal während einer Nahtoderfahrungen Gedanken und Gefühle lesen? (die Zeugen sind oft sehr überrascht und ratlos)

Warum Nahtoderfahrungen sind in allen Ländern und unabhängig vom Alter sehr ähnlich?

Warum hat nicht jeder (in Todesnähe) Nahtoderfahrungen?

Warum treten manchmal während der Nahtoderfahrungen unerklärliche Heilungen ein?

Es gibt noch unzählige offene Fragen.

Es gibt bisher keine Beweise, dass es eine Seele gibt, allerdings auch keine Beweise, dass es keine Seele gibt. Es gibt bisher nur Erklärungsansätze und da sind die Forscher darüber einig.    

Was genau willst du denn wissen?

Kommentar von Veriberi ,

Du schreibst jetzt eigentlich am Thema etwas vorbei, weil du sehr viel über Nahtoderfahrungen schreibst, was natürlich ein unglaublich spannendes und weitgreifendes Thema ist, aber meine Frage nur indirekt beantwortet. Mir ging es erstmal rein um die biologische Perspektive

Kommentar von MarioXXX ,

Okay

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Das ist auch bisserl eng von dir, nur weil du auf dem Tod fixiert bist, Hinweise auf ganz andere Erfahrungen mit dem Thema leichtfertig abzutun.

Kommentar von Veriberi ,

Aber trotzdem danke, ich wusste gar nicht, dass Nahtoderfahrungen so weitreichend sind, also auch im Bezug auf das Erleben einer Nahtoderfahrung eines Außenstehenden, der am Haus vorbeigeht etc ... :o

Antwort
von comhb3mpqy, 50

Hier mal einige Gründe, warum ich an Gott glaube:

Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube nicht,
dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Wissen Sie, wie gering die
Chance ist, dass ein Planet wie die Erde entsteht? Auch gibt es die
Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

In der Bibel stehen erfüllte Prophezeiungen, z.b. zum Gebiet, was aus
unserer Sicht der Nahe Osten ist. Es steht auch in der Bibel, dass
falsche Propheten aufstehen werden. Es gibt auch noch viel mehr erfüllte
Prophezeiungen. Soweit ich weiß belegen Funde, dass die Bibel gut überliefert wurde.

Auch in der heutigen Zeit passieren Wunder, die auch von Ärzten
untersucht werden. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum
ein Mensch gesund wurde, dann ist ein Schritt getan, damit das Wunder
auch bestätigt wird. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre
Untersuchungen für die Kirche sind. Es kann sein, dass es eine Bedingung
ist, dass ein Wunder passiert sein muss, damit ein Mensch von der
katholischen Kirche heilig gesprochen werden kann.

Kommentar von Veriberi ,

Ich respektiere deine Art über das Leben so nachzudenken, auch wenn ich es nicht vertrete. In einem Punkt muss ich dir Recht geben, was das "Übersinnliche" betrifft, weil es dazu auch einige Beweise gibt... Ob das allerdings im Zusammenhang mit einer höheren Macht steht ist doch sehr fraglich.
Trotzdem danke für deine Antwort!

Antwort
von Nepomuk22, 51

Hallo und sehr geehrter Veriberi

Die Seele wird nachdem der Köper sein Lebenspotential ausgefüllt hat., den Körper verlassen. Die Seele existiert dann in einer höheren Dimension, in der Mystik der Hebräer wird die Ebene Beriah genannt. Man kann es auch so sagen, der Körper den wir Menschen besitzen ist der materielle bestandteil der Seele. Der Körper ist ein Biologisches System der Seele und die Seele nimmt sich dem Körper an um ihren Gedankenspeicher zu leeren.

Die Seele selbst besteht aus 6 Pyramiden die zueinander an der Spitze verbunden sind, und zusammen einen Kubus/Würfel bilden, der aus 8 Eckpunkten besteht.

Die 8 Punkte sind die Kardinal-Punkte die die Seele als transformation und regulation benutzt.

1 ) Seele+

2) Geist/Psyche

3) Seele-

4) Energie

5) Eingebung

6) Gefühl

7) Harmonie

8) Verstand

9) Mitte/Singularität

Das sind die 8 Eckepunkte der Seele oder die 9 Punkte des Kubus. Bedenke aber ; denn alle Gedanken die du als Mensch dir denkst, das heißt die du als Bild dir ins Gedächnis rufst wo du dich erinnerst, werden im Gedankenspeicher ( 3.Seele- ) abgespeichert. Nach dem ableben  des Körpers über den du alles signifikant Wahrnimmst, werden die Gedankenbilder die du im Leben gedacht hast im Gedankenspeicher abgespeichert.

Im daraufolgenden Leben [..." In der Mystik nennt man es Inkarnation = Lat. Ins fleisch gehen "...] mußt du einen teil der gedachten Bilder des vorherigen Lebens dann ableben.

Deshalb achte auf deine Gedanken, denn sie werden dein Schicksal (Talmud).

Wenn du stirbst verbleibt die Seele entweder im Erdgravitations Einfluß, so das du im unteren Äther der Erde verweilst und als Geist irgendwo herumspukst, oder wie meist der fall ist, das du in Beriah eingehst, und von der Ebene aus deinen Gedankenspeicher betrachtest, und dir aussuchst welches von den Gedanken-Bildern du als nächstes ableben möchtest.

Dabei spielt es keine Rolle ob du Mann oder Frau bist. Du wirst als das wiedergeboren, wie es in den Wörtern und Bildern in der geistig materiellen Seele abgespeichert worden ist.

Die meisten Menschen wissen nicht genau das sie wieder Geboren werden, weil ihr Gedankenspeicher ( 3. Seele- ) zu gefüllt ist. Nur Intuitiv ahnen sie das da noch mehr ist.

menschen die sagen, das nach dem Tod des Körpers keine Existenz mehr besteht, deren Gedankenspeicher ist so weit gefüllt mit Gedanken, das es für solche Seelen schwer ist, ihren Gedankenspeicher zu leeren, und sie müssen viele Leben dafür leben, bis sie die Reife erlangt haben, das sie sich als Seele begreifen.

das Gehirn des Menschen ist nur das Funktionsgerät mit dem die Seele ihre Informationen austauscht oder aufnimmt. Im Gehirn werden keine Gedanken gespeichert.

Mit hohen techniken und praktiken kannst du als Lebender Mensch, zu Seelen kontakt aufnehmen die sich noch im Erdgravitationsfeld des unteren Äthers befinden. denn diese Seelen spuken hier herum, weil sie nicht wissen das sie keinen Körper mehr besitzen.

------------------------------------

!!! Wichtig !!! Im GEHIRN entsteht gar nichts ! Das Gehirn ist nur zur Regulation des Gedankenspeichers der Seele von der Natur bereitgestellt worden.

-------------------------------------

Du brauchst auch keine Angst vor dem Tod haben, denn den Tod gibt es nicht.

Die biologische Funktion des Körpers ist auf die Struktur und Anordnung der Moleküle zurückzuführen und diese sind auf Atomen aufgebaut, und diese sind auf Elektronen und Positronen aufgebaut und diese sind auf Myon-Neutrinos aufgebaut. Die Myon-Neutrinos sind die träger-substanz der Seele, das was als Gedankenspeicher ( 3. Seele- ) von mir beschrieben worden ist.

Ok. bei weiteren fragen melde dich doch per PN.

gruss Nepomuk22

Kommentar von Veriberi ,

Welche Religion ist das?
Ps ich bin weiblich
Danke für deine Antwort, aber das ist leider nicht meine Ansicht der Dinge, dafür gibt es mir zu wenig Beweise.
Ich wünsche dir aber viel Glück weiterhin mit der Ansicht deines Lebens

Kommentar von Nepomuk22 ,

Das ist keine Religion. Es ist ein Geheimer Schlüssel aus der Pythagoräischen Epoche, der lange Geheim gehalten wurde, und da die Menscheit nun reif ist für die Wahrheit, wurde die alte Templerschrift der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

gruss

Kommentar von Veriberi ,

Früher dachten die Menschen auch, die Erde wäre eine Scheibe und der Himmel bestehe aus Zahnrädern, die von Engeln betrieben wurden, um Tag und Nacht herbeizuführen...

Kommentar von Nepomuk22 ,

Schade sie haben nicht verstanden worum es geht. Aber egal. forschen sie weiter...

Antwort
von MichelleLiobown, 73

viele denken an Gott um eine erklärliche antwort zu haben,ich persönlich denke nicht das es ihn gibt.allerdings glaube ich schon das nach dem Tod was passiert ich mein,man liegt doch da nicht so ohne weiteres rum, und ist halt "Tod" an den Himmel oder an die Hölle denke ich auch nicht denn wir sind alle Menschen nit Fehler und keiner hätte es dort verdient

Kommentar von Veriberi ,

Ja und ich weiß was du meinst, ich finde man spürt immer so eine Art Macht, wenn man darüber nachdenkt, dass man so still daliegt... Aber rein biologisch kann da doch nichts passieren :O

Kommentar von MichelleLiobown ,

rein biologisch,das ist so wie mit geistert viele glauben dran so wie ich,andere halten es als absolut absurd.dabei gibt es recht viele beweise die dafür sprechen das sie existieren ;)

Kommentar von comhb3mpqy ,

ich glaube, dass es Gott gibt, ich bin Christ. Wenn man Gründe/Argumente wissen möchte, warum ich an Gott glaube, dann kann man mal auf mein Profil gehen, dort findet man Argumente, warum ich an Gott glaube. Falls Ihr Euch dafür interessiert :)

Kommentar von Veriberi ,

Ja das stimmt ...

Kommentar von Veriberi ,

Ich glaube dir dass du gute Argumente hast. Nur habe ich das bereits oft abgewogen und überlegt, was mir der Glaube bringen würde und vielleicht brauche ich es irgendwann, weil ich den Tod eines Angehörigen nicht ertrage, allerdings bin ich jetzt der Überzeugung, dass das so in der Form nicht existieren kann. Zumindest für mich nicht

Kommentar von comhb3mpqy ,

ich habe einige Argumente auch hier bei dieser Frage als Antwort reingestellt, auch hier kannst Du dir die ansehen, wenn Du möchtest. Schadet doch nicht, da einen Blick drauf zu werfen, oder? Vielleicht hast du an solche Sachen noch nicht gedacht, über die ich schreibe.

Kommentar von MichelleLiobown ,

ich glaube nicht an Gott würde es den "lieben Gott" wirklich geben gäbe es keine hungernden Kinder,keine krebskranken Menschen die daran sterben fals es ihn doch gibt wage ich zu bezweifeln das er "gut" ist

Kommentar von comhb3mpqy ,

sind aber nicht einige Menschen an dem Leid schuld, z. B. an Kriegen? Wir Menschen können unser Geld spenden, damit andere nicht hungern müssen. Ich möchte fair gehandelte Sachen kaufen, das hilft auch. 

Antwort
von Toqra, 43

Es wurden viele Experimente durchgeführt, bei der Menschen vor und nach dem Tod gewogen wurden (Inkl. Natürlich auch alle anderen Gewichtsverluste beim Tod eingerechnet) und jeder hatte ein Gewichtsverlust (wenn man alles andere abzieht) von 21g.

Ich denke schon dass die Seele existiert

Kommentar von Veriberi ,

Das kann ich mir jetzt ehrlich gesagt nicht vorstellen.

Kommentar von Toqra ,

Die Größe des Universum kannst du dir auch nicht vorstellen. Kann niemand.

Antwort
von Huflattich, 65

MMn stirbt die Seele nie, der Körper - also auch das Gehirn - ist das "Gefährt " der Seele. Wenn dieses erschöpft ist muss die Seele weiter gehen - reisen . 

Wohin ? Keiner weiß das definitiv ich lasse mich einfach -  überraschen. 

Kommentar von Veriberi ,

Das heißt du gehst nicht davon aus, dass unsere "Seele" allein durch Reizübertragungen über Synapsen etc geregelt wird, sondern die Seele noch über dem Menschen steht und unser Körper bzw Gehirn nur eine Art "Anlegestelle" ist... Sich nach dem Tod eine neue "Stelle" sucht? Wenn das so wäre könnte die Seele ja auch in eine Blume (zB)  "wandern"... Die hat aber keine Persönlichkeit, wie wir sie ja entwickeln? Deshalb kann ich deine Meinung leider nicht teilen, aber trotzdem danke für deine Antwort!

Kommentar von Huflattich ,

Richtig - so heißt es im Indischen doch auch 

Gott schläft im Stein,

Gott atmet in der Pflanze,
Gott träumt im Tier
und Gott erwacht im Menschen.......

und das was Dich ausmacht  (was Du bist) ist deine Seele - und Deine Seele ist das, was der Mensch als Gott bezeichnet.

Du bist die Quelle - reine Energie - Dein Körper lediglich Verkörperung deiner Seele die immer wieder das Leben von vorn anfängt und zelebriert. Niemals enden wollender Kreislauf der nur zu einem Ziel führt - immer neu Erfahrungen sammeln .....  . 

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Da bist du noch sehr kőrperlich fixiert. Nein, die Seele ist nicht das heimatlose Etwas, was nach dem Tode vertrieben wird und eine neue Bleibe sucht. Das Bewusstsein (und nicht das Denken mit dem Gehirn) ermöglicht erst das Denken und das Leben und den Tod. Die Seele ist dein Schöpfer. Wenn die Seele ein Baum wäre mit unzähligen Blättern, und du eins dieser Blätter, und du fragst, was passiert mit mir wenn ich zu Boden falle... Nun, deine Seele ist sowohl der Baum wie auch der Boden, in dem der Baum wurzelt, der Regen und die Sonne usw. Du wirst recycelt und gemäß deinen Neigungen und Zielen darfst wieder Blatt oder Wurm oder Vogel werden. Oder alle auf einmal sein. Nur das die menschliche Gestalt nicht so gern abgelegt wird, ermöglicht sie doch eine unübertroffene Wendigkeit und Gefühlsweite.

Und du täuscht dich, Tiere und Pflanzen haben auch ihre eigene, artbedingte wie auch individuelle Persönlichkeit. Nur gefühlskastrierte Wissenschaftler behaupten wie blind dass dem nicht so ist.

Antwort
von Johannes49, 5

Es existiert keine Seele, die Argumente die hier genannt wurden sind alle Schwachsinn, es gibt viel gute Lektüre dazu.

Antwort
von voayager, 45

Nach dem Tod tritt der Zustand ein, der bereits vor der Geburt bestand, also die Nichtexistenz.


Antwort
von Lennister, 42

Wir wissen es letztlich nicht. Alle naturalistischen Erklärungen für Nahtoderfahrungen sind recht fraglich. Das Problem dabei ist, dass viele Betroffene nach der Nahtoderfahrung behaupten, Dinge gesehen zu haben, die tatsächlich zutreffen. Sie machen z.B. Angaben über ihre Wiederbelebung.

Es konnte bisher nicht herausgefunden werden, ob dieses Phänomen auch dann auftritt, wenn man ausschließt, dass der Betroffene nach seiner Wiederbelebung solche Dinge erfährt. Denn dann kann sein Gehirn sie nicht im Nachhinein in die NTE einfügen.

Wenn herausgefunden werden würde, dass Betroffene auch von solchen Dingen berichten, wenn ausgeschlossen werden konnte, dass sie nachher davon erfahren haben, wären naturalistische Erklärungen gescheitert.

Umgekehrt müssen die Vertreter eines dualistischen Erklärungsansatzes- d.h. NTE als Wahrnehmung eines Bewusstseins, das vom Körper getrennt wurde- die Frage beantworten, warum nicht alle Reanimierten von einer NTE berichten.

Was Nahtoderfahrungen angeht, müssen wir ehrlich zugeben, dass wir für sie im Moment keine wasserdichte Erklärung haben.

Wenn wir Nahtoderfahrungen ausklammern, dann denke ich, dass eine naturalistische Erklärung am besten ist, bei der Bewusstsein mit allem, was dazu gehört, einfach eine Eigenschaft des Nervensystems ist.

Diese Eigenschaft entsteht durch das Zusammenspiel der einzelnen Teile des Nervensystems, so, wie es z.B. auch vom Zusammenspiel der einzelnen Spieler, des Trainers und der Personen im Hintergrund abhängt, wie gut ein Fußballteam ist. 

Wie genau sich dieses Bewusstsein gestaltet, hängt aber von den einzelnen Komponenten ab. So, wie es auch von den einzelnen Spielern abhängt, wie gut ein Fußballteam ist. Und man kann durchaus sagen, welche einzelnen Teile des Gehirns für welche Eigenschaft des Bewusstsein ursächlich ist.

Ich denke, das ist im Moment die beste Theorie bezüglich des Bewusstseins, die wir haben. Da Bewusstsein(d.h. Seele) demnach eine Eigenschaft des Nervensystems ist, hört es nach dem Hirntod auch auf, zu existieren.  

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Viel zu kurz gedacht, und wieso kannst du Nahtod Erfahrungen, prophetische Träume usw. ausklammern, wenn es sie doch gibt? Und wenn das Bewusstsein mit dem Körper aussterben würde, was würde uns noch Jesus Lehre, die schöne Kunst, Musik all der verstorbenen Meistern noch berühren, wie könnten wir auch noch eine einzige Erinnerung von etwas in uns hervorrufen, das nicht mehr existiert?

Kommentar von Lennister ,

Viel zu kurz gedacht, und wieso kannst du Nahtod Erfahrungen, prophetische Träume usw. ausklammern, wenn es sie doch gibt?

Weil wir sie im Moment nicht erklären können(zumindest Nahtoderfahrungen). Ich habe ja die Probleme der verschiedenen Erklärungen erläutert.

Die Frage kann nur dann vorläufig beantwortet werden, wenn wir diese Phänomene ausklammern. Und lieber eine vorläufige Antwort als gar keine.

Und wenn das Bewusstsein mit dem Körper aussterben würde, was würde uns noch Jesus Lehre, die schöne Kunst, Musik all der verstorbenen Meistern noch berühren, wie könnten wir auch noch eine einzige Erinnerung von etwas in uns hervorrufen, das nicht mehr existiert?

Ist das eine ernst gemeinte Frage? Dir ist aber schon klar, dass die "verstorbenen Meister" ihre Musik aufgeschrieben haben und sie jederzeit wieder gespielt werden kann, oder? 

Kommentar von Ginalolofrigida ,

"Weil wir sie im Moment nicht erklären können" Das ist unzulässig, etwas Existierendes, auch als Ausnahme, "auszuklammen" (zu verneinen) nur um eine Hypothese als wahr hinzustellen. Das ist Willkür. Und zu von dir ausgemachten Schwierigkeit des Dualismus will ich folgendes Beispiel anführen. Du und ein Freund seht zusammen einen Film an. Plötzlich fragt er: "Hast du die Uhr an seinem rechten Armgelenk gesehen? So eine will ich mir zulegen!" Du kannst dich leider aus der Szene nur an die ewig langen Beine der Blondine erinnern, und dass sie rote Highheels trug...

Das Bewusstsein ist nochmal nicht am Körper gebunden, denn dann hätten wir nicht so viele gedankenverlorene Träumer unter uns... Genau in diesem Sinne kann man nicht befehlen, daß jeder Mensch sich gleich viel um seinen Körper kümmert und diesen unbedingt im Fokus hat. Auch nicht im letzten Augenblick. Wieviele ziehen es nicht vor, schon zu Lebzeiten sich nicht mehr mit dem strapazierten Körper zu befassen...

Wenn Naturalismus geltendes Lebensgesetz wäre, müssten wir alles verachten, was schon tot ist. Tot = tot = vorbei. Darin hätte Bewusstsein gar keinen Sinn und Wert. Und auch das Leben mit Bewusstsein nicht. Worin soll der Wert eines Werks bestehen, wenn das, was ihn herausgebracht hat, sich doch nur in Asche verwandelt...? Wenn der Wert des Lebens nur das Überleben des Stärkeren wäre, hätte unsere Erde nicht mal einen Tag lang existiert. Wozu Wachstum, wenn alles doch sterben muss? Und wozu auch noch menschlisches Bewusstsein, das nun naturbedingt wirklich nicht notwendig ist? Wozu überhaupt noch Evolution, wenn kein Ziel vorhanden?

Kommentar von Lennister ,

Das ist unzulässig, etwas Existierendes, auch als Ausnahme, "auszuklammen" (zu verneinen) nur um eine Hypothese als wahr hinzustellen

Nein. Es ist absolut  zulässig, etwas auszuklammern, was jede Hypothese zunichtemachen würde. Das ist ein pragmatisches Vorgehen: Lieber eine Hypothese, die nicht alles erklären kann, als gar keine.

Du und ein Freund seht zusammen einen Film an. Plötzlich fragt er: "Hast du die Uhr an seinem rechten Armgelenk gesehen? So eine will ich mir zulegen!" Du kannst dich leider aus der Szene nur an die ewig langen Beine der Blondine erinnern, und dass sie rote Highheels trug...

Dein Vergleich passt nicht. In diesem Beispiel geht es um ein Detail aus einem insgesamt erinnerten, nicht besonders emotionalen Erlebnis.

In Bezug auf die NTE ginge es um das vollständige Vergessen eines äußerst emotionalen Erlebnisses. Das ist etwas völlig anderes und hochgradig unwahrscheinlich.

Und dein letzter Abschnitt ist alles, aber keine vernünftige Argumentation. Nur, dass durch eine bestimmte Theorie alles sinnlos erscheint, heißt nicht, dass sie falsch ist. 

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Ich halte meine Argumentation für sehr pragmatisch. Es ist die mathematische Methode "ad absurdum" mit der man eine Hypothese als falsch oder wahr prüfen kann.

... und zu unserem Film: kein anderer kann bestimmen, was emotionaler oder interessanter für jemanden ist.

Kommentar von Lennister ,

Es ist die mathematische Methode "ad absurdum" mit der man eine Hypothese als falsch oder wahr prüfen kann.

Falsch. Reductio ad absurdum bedeutet, einen inneren Widerspruch herbeizuführen.

Du hast dagegen einfach nur begründungslos behauptet, Naturalismus mache alles sinnlos, und darauf gefolgert, dass so Naturalismus falsch sei, denn es kann ja nicht sein, was nicht sein darf.

kein anderer kann bestimmen, was emotionaler oder interessanter für jemanden ist. 

Wieder falsch. Das kann man bestimmen, und zwar anhand verschiedener, beobachtbarer Merkmale(Verhalten, Mimik und Gestik, Puls, Befragungen etc.).

Und daraus kann man Regeln darüber ableiten, was für Menschen wie emotional ist. Und daraus folgt eben, dass eine NTE außergewöhnlich emotional ist, ein Film dagegen nicht.

Kommentar von Veriberi ,

Danke für deine Antwort!

Antwort
von tuedelbuex, 94

Auch wenn viele es völlig anders sehen (und "wir" weder einen eindeutigen Beweis in die eine noch in die andere Richtung kennen oder jemals bekommen werden): Ich bin überzeugt, dass es mit dem Tod dann auch zu Ende ist...dass das "Bewußtsein" ohne dieses biologische System "Gehirn" schlichtweg nicht mehr funktioniert. M.M. gibt es kein Leben "nach dem Tod". Das Vorhandensein von "Bewußtsein" oder auch "Intelligenz" ist kein Grund anzunehmen, dass dadurch der körperliche Tod überwunden werden könnte und/oder es "höhere Formen des Daseins" gäbe, in die "man" eintritt.

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