Frage von Ruedidge, 46

Gehen Forderungen nach dem Tod des Gläubigers an eine Erbengemeinschaft des Gläubigers über?

Liebe Leser meiner Frage,

ich danke schon jetzt für konstruktive Antworten. Meine Mutter ist 2015 verstorben und hatte ca. im Jahr 2006 eine Nachbar-Immobilie an meinen Bruder verkauft. Die Nachbar-Immobile gehörte meiner Mutter aus Erbe zu 50% (einzige Tochter des verstorbenen Großvaters). Der Kaufpreis war familienintern im niedrigen 5-stelligen EUR Bereich. Ca. ein Jahr nach dem Verkauf ist auch meine Großmutter verstorben. Mein Bruder hat die vertragliche Summe von (der Einfachheit halber) 10.000 EUR jedoch nie bezahlt.

Durch den Tod meiner Mutter ist eine Erbengemeinschaft aus mehreren Geschwistern entstanden. Geht diese Forderung nun anteilig an die Erbengemeinschaft über? Falls ja, 10.000 EUR oder 5.000 EUR, da das der Anteil meiner verstorbenen Großmutter war?

Ich bitte hier um Rat, da Wissen einfach vor Streit schützt.

Herzlichen Dank und Grüße

Antwort
von kabbes69, 19

Vorausgesetzt ich hab's richtig verstanden: Deine Mutter hat deinem Bruder einen Halbanteil (ihres Elternhauses) eines Hauses verkauft. Jetzt kommt es zwar noch auf den Inhalt dieses Vertrages an, aber ich gehe davon aus, dass diese Ansprüche inzwischen verjährt sind. 2007 ist dann deine Oma gestorben und Eigentümer des Hauses waren dann dein Bruder und deine Mutter zu Hälfte. Nach dem Tod deiner Mutter wird dann aus dieser Hälfte-sofern deine Mutter keinen Erbvertrag oder Testament hatte- eine Erbengemeinschaft aus dir und deinen Geschwistern. Alles weitere kommt jetzt auf den Vertrag von 2006 an, wenn dort steht Kaufpreis ist sofort fällig, Pech gehabt. Dann seid ihr auf das Rechtsempfinden deines Bruders angewiesen.

Antwort
von Ruedidge, 15

Hallo kabbes69, vielen lieben Dank für Deine Antwort - ich bin neu hier und habe vermutlich auf "nicht hilfreich" gedrückt - sorry dafür! Wie lange ist die Verjährungsfrist für solche Forderungen? Mein Bruder hat das Haus zu 100% von meiner Mutter und der Großmutter gekauft (mit Notarvertrag) - den Kaufpreis eben aber nie bezahlt...

Kommentar von kabbes69 ,

Hallo Ruedidge, du hast dich schon mal bedankt :-). Normalerweise Verjährung 3 Jahre, evtl 10 Jahre wenn §196 BGB zur Anwendung in Betracht kommt. Dafür muss man aber den Vertrag kennen, evtl mit dem AZ des Notars mal dort anrufen und nachfragen. Und der Kaufpreis wurde vermutlich auch nicht von deiner Mutter eingefordert. 

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