Niels12 am 14.07.2009 um 10:06 Uhr
Geht das echt an Bedürftige? Oder wird das Verkauft? Heute hat einer in der Straße das eingesammelt mit nem Großen Mercedes Sprinter. Das ganze Auto war voll. Der Mann war auch nicht sehr Vertrauenswürdig. Geht es an Bedürftige?

Das kommt darauf an, in wessen Auftrag die Kleiderspenden eingesammelt werden. Beim DRK ist es z.B. so, dass ein Teil der Altkleider in den örtlichen Kleiderkammern für Bedürftige Verwendung finden. Ein weiterer Teil wird zentral eingelagert als "Katastrophenschutzreserve" und der Rest wird verkauft. Meist an Unternehmen, die diese Kleidung zerfasern und Putzlappen daraus machen. Aber der Erlös für diesen verkauften Anteil kommt ja auch wieder den anderen gemeinnützigen Aufgaben des DRK zugute.
Da muss man genau hinschauen, wer sammelt. Eine Vielzahl von professionellen Kleiderhändlern sammelt nämlich auch ein und verscherbelt einen Großteil des eingesammelten Materials in der Dritten Welt bzw. auf Basaren in ärmeren Ländern. Zwar verkaufen auch große Hilfeorganisationen einen Teil des gesammelten Materials, weil der Transport bzw. die Sortierung, Reinigung und Reparatur von Kleidung oft zu teuer ist, um die direkte Weitergabe von Sachspenden zu ermöglichen, aber dafür kommt das derart eingenommene Geld auch wirklich Bedürftigen zu Gute. So sammeln z.B. die kirchlichen Hilfsdienste auch Kleider, sortieren aber aus, was in den örtlichen Kleiderausgabestellen nicht verwendet werden kann, und verkaufen oft einen Teil an Unternehmen, die aus Kleiderresten Stoffe recyclen (Putzlappen etc.).
Glaub nicht, von mir landen des öfteren Designerklamotten im Container, hab aber noch keinen Bedürftigen in Designerkleidung gesehn.

Das Meiste wird von den kommerziellen Sammlern nach Afrika verkauft und macht den dortigen Textilmarkt kaputt. Mit "für Afrika" werben die Ärsche sogar noch, damit sich die edlen Spender besser fühlen.

Viele soziale Dienste haben Verträge mit Firmen, die dann die Kleidercontainer entleeren oder Straßensammlungen durchführen. Diese Firmen bezahlen Geld an das RK, Malteser usw. und die Kleiderspenden kommen dann entweder in den Reißwolf oder werden verkauft.
Richtig sicher gehst du nur, wenn so eine Spendensammlung von den Kirchen organisiert wird.
Die großen Hilfsorganisatoren (DRK,Malteser etc) verkaufen diese Kleiderspenden meist nach Gewicht an irgendwelchen Börsen. Die erzielten Erlöse, das sind dann die eigentlichen Spenden.
Man darf sich also nicht wundern, wenn man ein heute gespendetes Kleidungsstück in der nächsten Woche in einem second hand- Laden wiederfondet.

Das isnd meist gewerbliche Sammler, die die Kleidung dann weiterverkaufen. Gib die Kleidung direkt an das Rote Kreuz oder die Arbeiterwohlfahrt, dann bist Du auf der sicheren Seite.

Einmal gibt es die gewerblichen Sammler, die es tatsächlich nur auf Profit abgesehen haben. Zum anderen gibt es die karitativen Sammler, die es eigentlich daran nix verdienen sollten. Da das Rote Kreuz sich auch beim Blut spenden dumm und dusselig verdient, glaube ich an die sauberen moralischen Absichten dieser Einrichtungen schon längst nicht mehr. Wenn aber keine Verwendung für den Plunder, bevor man es wegschmeißt, kann man wenigstens was für sein Gewissen tun und vielleicht hilft es ja auch öfters mal. Auch gibt es immer wieder Gerüchte, dass die guten Sachen aussortiert werden und entweder eine "Aussortierer" selber nutzt oder die Sachen sogar verkauft werden. Wobei secountattempt die Angelegenheit vielleicht sogar richtig wiedergibt.

Ich hoffe es doch. Aber bei uns war es mal so, dass es eine Kleidersammlung gab, und vor dem Behälter auch Kleidung lag. Und da sind dann andere Menschen aus unserem Ort hingegangen und haben sich immer was mitgenommen.
Nee, manche Volltrottel behalten sich das für sich.
da gibt es immer viel im fernsehn drüber. ich gebe meine alten sachen immer direkt an bedüfdige da weis ich sie kommt auch an die richtige stelle

Nur das wenigste davon geht in die Kleiderkammern. Das meiste wird verkauft.

Früher war das wohl so, heute werden Geschäfte damit auf Kosten der Bedürftigen gemacht und die bleiben wie immer dabei auf der Strecke....

wenn irgendhemand an deiner tür klopft und sagrt da gib mir 10 euro geht an arme kinder .. dan meint der warscheinlich noch sich selber mit .... aber an wirklich bemüende projekten kann mann ein teil seines geldes reuch spendxen
Sie werden aussortiert und in drittländern als secondhand ware verkauft. Die Stiftungen geben nur ihren Namen dafür hin, bekommen allerdings dadurch Geld.

Ich hörte schon vor vielen Jahren, daß gute Kleidung, die man z.B. dem Roten Kreuz spendet, zum Teil verkauft wird - aber das Geld kommt ja dann auch dem guten Zweck zugute.
Wenn das Rote Kreuz zu einer Spende aufruft und auch entsprechende Zettel verteilt, kann man davon ausgehen, dass das Rote Kreuz diese Spenden auch einsammelt. Einiges von den Spenden wird aussortiert und wird in den Rot-Kreuz-Läden wieder verkauft. Der Rest wird in die Verwertung gegeben und es werden Decken hergestellt, die in Kriesengebiete verschickt werden.
Was du beobachtet hast, sind sog. gewerbliche Sammlungen. Hier geht es um Profit. Wenn du Glück/Pech hast, findest du deine Spende auf dem nächsten Flohmarkt wieder.

ein kleiner teil geht an bedürftige aber wirklich nur ein kleiner. der rest wird nach afrika verschifft und ruiniert dort die klamottenhändler weil die nicht so billig sein können wie unser müll >.<
Deine Frage wurde ja schon mehrfach beantwortet - es ist leider so, dass einige (auch die so genannten sozialen)Organisationen an Deinen alten Klamotten den einen oder anderen Euro mitverdienen.
Ich bringe meine Sachen immer direkt vor Ort in eine Kleiderkammer,in der sich Obdachlose und finanziell Schwache kostenlos bedienen können, und bekomme so direkt mit, wie dankbar die Leute dafür sind. Das gilt auch für Vorhänge, Bettwäsche, Spielzeug und sonstige Dinge des täglichen Lebens, da meist von diesen Institutionen u. a. auch Wohnungen unterhalten werden. Besonders erschreckend ist in den letzten Jahren die immer größer werdende Anzahl betroffener Kinder.
Solche Institutionen gibt es in jeder einigermaßen großen Stadt.
Meiner Meinung nach gibt es nichts besseres als diese Direkthilfe, auch wenn es erfahrungsgemäß mühsam ist, entsprechende Adressen zu bekommen.