Frage von OhneInsulin, 99

gehen diabetische nervenschmerzen von alleine wieder weg?

Expertenantwort
von Lirin, Community-Experte für Diabetes, 37

Hallo!

Wenn deine Blutzuckerwerte in Zukunft gut sind, werden die Beschwerden besser werden! Ich fürchte allerdings, dass sie nie ganz verschwinden werden.

Geh zum Diabetologen - ich hoffe, du bist bei einem in Behandlung - und lass deinen Blutzucker neu einstellen! Du könntest dich dafür auch einige Tage in eine Diabetesklinik legen. Auch eine Kur für Diabetiker würde einiges bringen.

Ich nehme an du bist Typ 2, dann wäre eine Ernährungsberatung sehr gut und du solltest dich neu schulen lassen!

Ich wünsch dir baldige Besserung und allzeit gute Blutzuckerwerte!

Gruß Lirin

Antwort
von Cassiopeija, 25

Weg bekommt man sie leider nicht mehr ganz, aber man kan sie reduzieren.

Wie hier schon geschrieben, ist eine gute Blutzuckereinstellung und eine gesunde Ernährung ebenfalls hilfreich.

Was man noch machen kann, falls es noch nicht geschehen ist und sofern die Schmerzen in den Füssen auftreten - lass Deine Beine per Ultraschall untersuchen.

Oft findet man Arterienverengungen, die führen zu einer schlechten Durchblutung und fördern die Neuropathie. Man kann sowas relativ einfach und schnell mit einem Stent lösen.

Ich habe selbst einen gesetzt bekommen, es ist schmerzfrei und keine grosse Sache - ein 24 Stunden Druckverbrand und fertig.

Genaueres zum Stent findest Du z.B. hier http://www.netdoktor.de/therapien/stent/

Sprich mit Deinem Diabetologen darüber und falls nötig, lass Dich in eine gute Klinik einweisen.

Eines noch - wie schon erwähnt, ist eine gute Blutzuckereinstellung und gesunde Ernährung wichtig. Ausserdem gibt es Cremes und Gels, die z.B. mit dem Extrakt aus rotem Weinlaub die Durchblutung fördern. Du kannst auch Dein Füsse regelmässig massieren lassen und Du kannst damit zu einem Podologen gehen.

Ausserdem solltest schauen, ob Du ausreichend mit Vitamin D3 und B12 versorgt bist. Falls nicht, sind Nahrungsergänzungsmittel eine Option. Zusätzlich würde ich noch Vitamin K2 (MK-7) nehmen, da es Vitamin D3 optimal unterstützt und auch Deine Arterien vor weiteren Ablagerungen schützen kann.

Ich nehme diese Präparate selbst und brauche keine Schmerzmittel mehr. Zusätzlich zu den obigen Vitaminen nehme ich noch Magnesiumund eine Chrom/Zink Kombination. Typ 2 Diabetiker haben einen erhöhten Bedarf an diesen Mineralstoffen.

Leider können Die Ärzte das nicht verschreiben, weil die Krankenkasse für Nahrungsergänzungen keine Kosten übernimmt.

Ausserdem kannst Du Dir ein Rezept für regelmässige medizinische Fusspflege geben lassen.

Mach so viel wie möglich ohne Tabletten. Tabletten sind Chemie und haben fast immer auch Nebenwirkungen, vor allem wenn man sie sehr lange nimmt. Ich würde sowas vermeiden.

Kommentar von Cassiopeija ,

Da man nur einen Link pro Post einfügen darf (mehr wird als Spam betrachtet) noch eine Empfehlung die hier auch schon gegeben wurde - Alpha-Lipon­säure.

Hier ein Link dazu: https://nwzg.de/alpha-liponsaeure-antioxidans/

Antwort
von Artus01, 28

Nein, die diabetische Neurpathie verschwindet nie mehr, das sollte Dir allerdings Dein Arzt bereits gesagt haben. Lediglich die Stärke der Beschwerden schwankt.

Weiter unten schreibst Du das Du Schmerztabletten dagegen nimmst. Das solltest Du lassen, sie wirken nämlich nicht. Lediglich Paracetamol hilft etwas. Wende Dich an einen Diabetologen, auch ein Neurologe kann solche Beschwerden behandeln. Es ist nicht leicht eine passende Medikamentöse Behandlung dafür zu finden. Mein Neurologe hat fast 6 Monate dafür gebraucht.

Kommentar von OhneInsulin ,

normale schmerzmittel wirken nicht auch nicht einmal ibu800. ich leide unter oberflächen/haut/berührungsschmerzen. ich hab spezial nervenschmerzmittel. ich bin in behandlung und ne pflegekraft für mein diabetes hab ich auch. alles soweit gut.

Kommentar von Artus01 ,

Ok., nur geht es eben nicht mehr weg.

Kommentar von OhneInsulin ,

ein lebenlag mit den schmerzen leben zu müssen ? nein danke

Kommentar von Artus01 ,

Das muß nicht sein. Im Grunde helfen Schmerzmittel, auch "Nervenschmerzmittel" nicht.

Die Fachärzte (Diabetologe oder Neurologe) werden es wohl zunächst mit Liponsäre (kann auch Lipinsäure heißen) versuchen. Das ist so das leichteste Mittel, nicht ganz billig und wird von den Kassen nicht übernommen. Wenn das nicht hilft lommt meist "Lyrica" zum Einsatz. Hier kommt man dann schon in den Beriech der Psychopharmaka, auch mit den entsprechenden Nebenwirkungen.

Mir hat das alles nicht geholfen und ich habe mich deswegen in neurologische Behandlung begeben. Der Neurologe hat fast 6 Monate gebraucht um eine Medikamentenkombination zu finden die ganz gut paßt. Sei gut 1,5 Jahren nehme ich nun diese Tabletten und die Beschwerden sind nun ganz ertäglich. Nur son nebenbei, in den Beipackzetteln meiner Medikamnte steht übrigen nichts von diabetischer Neuropathie. Egal, wirkt aber.

Es gibt sogar Patienten die letztlich mit Morphinen behandelt werden müssem. Irgendwo schwirrt auch so rum das "Kiffen" hilfreich sein soll. Hab es aber noch nicht ausprobiert.

Antwort
von kleinerhelfer97, 24

Von alleine gehen Nierenschmerzen bzgl. Diabetes nicht weg. Grund dafür ist der Blutzucker und der Bluthochdruck. Immerhin kommen Nierenschmerzen bei 10-15% alles Diabetes 1&2 Patienten vor.
Sprich mit deinem Arzt mal darüber und auch dir evtl. einen Spezialisten (Diabetologe, Urologe). Ja Urologe, richtig gelesen. Der Urologe beschäftigt sich nicht nur mit den Geschlechtsteilen, sondern auch mit den Harnwegen.
Der Grundbaustein der Therapie sieht vor den Blutdruck zu senken. Hoher Blutdruck setzt den Nieren erheblich zu.
Auch kann man selbst dafür etwas tun!
Studien haben bewiesen, dass Rauchen die Nierenschmerzen fortschreiten, und somit schlimmer werden lässt.
Also weg mit den Zigaretten
Ernährung anpassen!
Eiweiß meiden und Salz sparsam genießen. Erhöht den Blutdruck!
Übergewicht fördert Bluthochdruck. Deshalb auf einen optimalen BMI achten.

Achtung!!!
Die Ratschläge ersetzen KEINEN (Fach)Arzt besuchen und dienen nur zur ersten Information. Der Arzt kann einen optimalen Medikamenten-/Ernährungsplan gestalten, der für dich am besten ist.

Kommentar von Artus01 ,

Du solltest auf die Frage eingehen. Es geht um Nervenschmerzen, von Nierenproblemen oder Bluhochdruck war nicht die Rede.

Kommentar von OhneInsulin ,

genau, ich wollte zuerst seinen text kommentieren da sah ich ihren kommi

Antwort
von Tschoo, 39

Nein, allerhöchstens die Stärke

Kommentar von OhneInsulin ,

dann ist ja das leben nicht mehr lebenswert :(

Kommentar von Tschoo ,

Das ist ein super blöder Kommentar.

Wenn man die 50 erreicht hat, zwickt immer was, zwickt es nicht mehr, ist es höchstwahrscheinlich abgestorben.

Kommentar von OhneInsulin ,

ich wünsche ihnen nicht die schmerzen die auch von mal zu mal stärker werden, die ich jeden tag erleiden muss und nur durch ach und krach mit spezial schmerztabletten aus zu halten sind

Antwort
von Coza0310, 32

Schon Alphaliponsäure ausprobiert?

Kommentar von OhneInsulin ,

was soll das sein ? ich weiß nicht wie meine schmerztabletten heißen

Kommentar von OhneInsulin ,

die spezial schmerzmittel heißen die ich einnehme: PREGALIN ABZ 150mg

Kommentar von Coza0310 ,

Pregabalin ist ein Medikament gegen neurogene Schmerzen. Über Alpha-Liponsäure kannst Du Dich hier belesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Lipons%C3%A4ure

Bei ausgeprägter Symptomatik können beide Medikamente vielleicht kombiniert werden. Das muss aber der Arzt vor Ort entscheiden, der Dich und Deine Laborwerte kennt.

Kommentar von OhneInsulin ,

sag ich doch, ich hab nervenschmerzen am fast ganzen körper. ohne diese medis würde ich mich krümmen vor schmerzen. meine schmerzen liegt schon bei 3,7mmol bluzuckerspiegel

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