Frage von MausMitGebiss, 278

Gehaltsverhandlung 36.000 als Vorstellung genannt... muss ich mich daran in der konkreten Gehaltsverhandlung halten?

Also ich habe in meiner Bewerbung ein Wunschgehalt von 36k genannt. Aber eigentlich ist das eher so die untere Grenze, die ich akzeptieren würde. Mein Spielraum ist so von 36k bis 40k. Alles innerhalb dieses Rahmens wäre für mich ok.

Wenn ich im Vorstellungsgespräch nach meinem Gehaltswunsch gefragt werde (obwohl sie den ja schon aus der Bewerbung kennen).... kann ich dann ohne Weiteres sagen dass der zwischen 36k und 40k liegt? Oder gehen die davon aus, dass die mich von 36k sogar noch runterhandeln können?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Harald2000, 68

Steigerungen könnten höchstens in der Diskussion um Aufstiegschancen mit ins Spiel gebracht werden.

Kommentar von Harald2000 ,

Danke für den *  !

Antwort
von Mikkey, 143

Es gibt eine Situation, wo Du Dein(e) Gegenüber zum Nachlegen auffordern kannst. Wenn das Stellenangebot die Anforderungen nicht vollständig klar gemacht hat.

Stellt sich erst beim Gespräch heraus, dass die erwartete Leistung höher ist, als das nach dem Stellenangebot zu erwarten war, kannst Du schon mit dem Argument: "anspruchsvolle Arbeit sollte auch gut bezahlt werden" einen Aufschlag herausholen - oder wenigstens Deine ursprüngliche Vorstellung verteidigen.

Kommentar von MausMitGebiss ,

Naja... eine Sache, die meine Situation verbessern könnte, ist, dass ein Kernpunkt der Stelle die Pflege und Ausführung eines Qualitätsmanagementsystemes ist.

Ich habe bisher keinerlei Erfahrung bzgl Qualitätsmanagement und das wissen die anhand meiner Bewerbung auch, eingeladen hab sie mich trotzdem.

Nun ist es so, dass ich eine 2 monatige Weiterbildung im Bereich Qualitätsmanagement bereits fest gebucht habe... dadurch also zumindest grundlegende Ahnung von dieser Stellenanforderung erhalten werde (auch wenn ich dann noch keine Berufserfahrung darin sammeln konnte).

Kann man das als legitimes Argument heranziehen, um doch geringfügig mehr Gehalt zu verlangen?

Kommentar von Mikkey ,

Aber klar, natürlich musst Du diese Neuigkeit besonders gut verkaufen ;)

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass man erwartet, dass die guten Leistungen nach einigen Monaten mit einer Erhöhung honoriert werden.

Kommentar von MausMitGebiss ,

Stellt sich erst beim Gespräch heraus, dass die erwartete Leistung höher ist, als das nach dem Stellenangebot zu erwarten war,

Das Gespräch ist mittlerweile vorbei und wie sich herausgestellt hat, wird sogar weitaus mehr verlangt als im Angebot steht. Ich würde sagen, das was im Angebot steht, ist sogar eher die Nebensache und alles andere wichtiger und zeitaufwendiger ^^

Das Thema Gehalt wurde aber noch nicht thematisiert.

Antwort
von emib5, 177

Wenn Du die 36 in der Bewerbung genannt hast, dann geht man davon aus, dass das Deine Verhandlungsbasis ist. 

Nachkarten und nun höher reingehen macht einen schlechten Eindruck. Du kannst nur versuchen die 36 zu verteidigen.

Kommentar von MausMitGebiss ,

Verdammt. Dann muss ich das so machen... ja

Antwort
von aongeng, 153

Die werden im Normalfall nicht davon ausgehen, das man noch mehr haben möchte, als vorher schon erwähnt. Eher gehen die davon aus das sie dich noch ein wenig nach unten korrigieren können.

Antwort
von grubenschmalz, 85

Im Gespräch mehr Gehalt verlangen als in der Bewerbung - das kannst du vergessen. 

Antwort
von SchakKlusoh, 146

Es wätre gut, sich vorher über das Gehaltsniveau der Firma zu informieren. Bezahlt die Firma nach Tarif? Wenn Du Gewerkschaftsmitglied bist, könntest Du bei Deiner Gewerkschaft nachfragen.

Ansonsten mußt Du damit rechnen, daß der Arbeitgeber Dich herunterhandelt. Dir bleibt nur ein Trick - zum Beispiel eine automatische Gehaltserhöhung von 10% bei Erreichung eines bestimmten Zieles in oder nach der Probezeit.

Kommentar von MausMitGebiss ,

Sich speziell über diese Firma zu informieren, war mir nicht möglich. Es ist eine mittelständische Firma, die erst seit 8 Jahren existiert. Sie zahlen nach keinem Tarif und ich bin auch in keiner Gewerkschaft.

Ich weiß von Exkommilitonen, die vergleichbare Jobs haben, was sie verdienen. Das Einstiegsgehalt dieser Bekannten rangiert zwischen 36.000 und 44.000.

Hmm... ich versuche mich nicht runterhandeln zu lassen und den Trick mit den 10 % versuche ich zusätzlich anzuwenden. Danke.

Antwort
von LC2015, 130

Oder gehen die davon aus, dass die mich von 36k sogar noch runterhandeln können?

Davon ist auszugehen.

Antwort
von fluffiknuffi, 47

Interessant, ich befinde mich in einer ähnlichen Situation: Mögliche Gehaltsverhandlung nächste Woche, ich habe ebenfalls 36.000 Brutto/Jahr als Wunschgehalt angegeben. Wobei - es hängt natürlich von vielen Faktoren ab - aber deine ursprüngliche Forderung erscheint auch mir recht niedrig. Ich habe "nur" einen Bachelor und noch keine Berufserfahrung (abgesehen vom Jobben neben dem Studium). (Wie gesagt... viele Faktoren spielen eine Rolle. Ich halte meine Forderung für durchschnittlich hoch in meiner Branche, mit diesem Abschluss, als Berufseinsteiger.)

Nun habe ich zwar nicht zu wenig gefordert, aber die Befürchtung, dass der AG nach unten verhandeln möchte. Und da sehe ich wiederum nicht viel Spielraum. 35.000, vielleicht 34.000, okay... Das wäre okay weil das Unternehmen mit großen & bekannten Kunden arbeitet und sich als Station hervorragend in meinem Lebenslauf machen würde... Aber wenn sie noch weniger verlangen, dazu wäre ich nicht bereit. Ich hätte vielleicht besser 37.000 oder sogar 38.000 angeben sollen... Es scheint ja üblich zu sein, dass man mehr fordert als man eigentlich haben möchte und das habe ich nicht getan.

Kommentar von MausMitGebiss ,

Also ich bin Master of Science und habe erst 1 Jahr und 4 Monate Berufserfahrung (also im Prinzip keine). Ich habe in den meisten Bewerbungen ein Gehalt von 44.000 Euro gefordert. Ich weiß, dass einige meiner Ex-Kommilitonen mit ähnlichen Qualifikationen wie ich und bei ähnlichen Jobs damit Erfolg hatten.

Ich nicht... hab Absage über Absage kassiert und habe jetzt mal an diesem Stellrad in der Bewerbung gedreht und bei meinem niedrigsten vorstellbaren Gehalt (Im Bereich von 36.000 bis 44.000 € hab ich alles dabei gehabt), krieg ich eine Einladung. Toll ^^ Damit verschlechtere ich mich gegenüber meines alten Vertrages sogar.

Kommentar von MausMitGebiss ,

Es scheint ja üblich zu sein, dass man mehr fordert als man eigentlich haben möchte und das habe ich nicht getan

Ja, ich dummerweise auch nicht. 36.000 ist wie gesagt schon meine absolute Schmerzgrenze. Drunter würde ich nur akzeptieren, wenn ich nach Ende der Probezeit oder so bei 36.000 ankomme.

Antwort
von Martin39m, 115

Wo willst du dich bewerben ?

Manager bei einem Fussballverein  `?

Kommentar von aongeng ,

Verdient man da so wenig?

Kommentar von MausMitGebiss ,

Hab ich mich auch gefragt.

Kommentar von Martin39m ,

Naja dann eben auf einer Ölplattform -- die verdienen dort nicht schlecht (in Anbetracht der Gefahren)

Kommentar von MausMitGebiss ,

Hast du dich vielleicht verlesen? Hier ist von 36.000 brutto jährlich die Rede und nicht von 36.000 netto monatlich.

Kommentar von floppydisk ,

das ist im grunde ein völlig normales gehalt, ohne viel berufserfahrung.

Kommentar von MausMitGebiss ,

Ja... darum gehts mir ja nicht... Es ärgert mich nur, weil ich zu blöd war, mich gegenüber meines alten Gehaltes zu verbessern....selbstverschuldet. So dumm.

Antwort
von nowka20, 23

ohne berufsangabe würde ich sagen: "0 €".

Kommentar von MausMitGebiss ,

Für die Beantwortung meiner Frage ist der konkrete Beruf absolut irrelevant. Texterfassung ist nicht so deine Stärke, was?  Dumme Kommentare schreiben dafür umso mehr. 

Kommentar von nowka20 ,

wenn ich dir recht gebe, habe wir beide unrecht

Antwort
von kenibora, 97

Wie alt bist Du denn? Was kannst Du? Bist über 30....!!!???? Verlangen kann man im Leben alles....(auch vorstellen!)bekommen wird man es aber selten!


Kommentar von MausMitGebiss ,

Ich bin 27, habe einen Master of Science und bisher erst 1 Jahr und 4 Monate Berufserfahrung....      das war aber nur ein 75% Vertrag und da habe ich 2850 brutto verdient.

Das hier ist jetzt eine Vollzeitstelle und das wäre dann selbst gegenüber meines 75% Vertrages nur eine Bruttosteigerung von 5 %.

Bei den vorherigen Bewerbungen ging ich ja immer direkt mit 5-6 Tausend brutto mehr im Jahr rein, aber hab ständig Absagen kassiert. Jetzt hab ich eine Zusage zu einem VG und dann verbessere ich mich nichtmal nennenswert gegenüber meines alten Vertrages (eher eine Verschlechterung, weil ich bei 100 % sicher mehr als 3000 brutto bekommen hätte).

Ich wollte nur eure Erfahrungen hören, da ich für meinen letzten Job keine Bewerbung schreiben musste und er mir quasi in den Schoß gefallen ist.

Ich denke, ich kann auch von 3000 brutto sehr gut leben, zumal es eine Kleinstadt ist, aber trotzdem ärgere ich mich über meinen dummen Fehler.

Die 36.000 will ich auf jeden Fall verteidigen.... hoffentlich gelingt mir das (wenn sie mich überhaupt wollen).

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