Frage von Infame211, 70

Ist die Klage gegen eine Krankenkasse sinnvoll?

Hey meine Krankenkasse hat die Kostenübernahme für meine Geschlechtsangleichende OP verweigert obwohl ich bereits mehrer Monate offiziell als Frau anerkannt bin und eine weibliche Geburtsurkunde besitze. Der Grund warum sie die Kosten nicht übernehmen ist weil die OP ein zu großer Eingriff ist, aber ich habe ihnen 2 Fachärztliche Gutachten geschickt in denen steht das sie unbedingt notwendig ist, desweiteren bestätigen auch sowohl mein Endokrinologe als auch meine Psychotherapeut das der Eingriff notwendig ist.

Meine Frage ist nun lohnt es sich gegen die Krankenkasse zu klagen und wie sollte ich am besten in solch einer Situation vorgehen ?

Danke schon mal im Voraus ^^

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht, 68

Die Reihenfolge ist so, dass man ZUERST einen Antrag stellt und dann den Bescheid abwartet. Ist dieser negativ, kann man in den Widerspruch gehen. Wird dem Widerspruch nicht abgeholfen, steht dir der Klageweg vor dem Sozialgericht offen.

Wenn du einfach die Operation durchführen lässt, läufst du eben Gefahr, auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Das wussten deine behandelnden Ärzte. Wenn sie dich anders beraten haben, kannst du ja SIE verklagen.

Antwort
von Kirschkerze, 70

Erstmal Widerspruch mit Frist einreichen - Krankenkassen lehnen in der Regel fast immer alles einmal ab. Dann werden sie die Unterlagen zu einem Gutachter schicken und de rschaut sich alles noch einmal an :) Also erstmal so probieren bevor du schon an teure rechtliche Schritte denkst

Antwort
von me2312la, 69

ich würde es vorher mit einem widerspruch versuchen, hier nochmal alle punkte anführen die du hier auch genannt hast... sollte es weiterhin nicht klappen, bleibt dir kein anderer weg als zu klagen ... ein gegengutachten der krankenkasse wird nicht funktionieren,also sind deine erfolgschancen ziemlich gut. krankenkassen zahlen generell nicht gern, und deine ops waren sicher so kostenintensiv, dass sie erstmal versuchen werden drumherum zu kommen. viel erfolg

Antwort
von AlexChristo, 51

Das finde ich komisch. Geschlechtumwandlungen gehören, wenn alle Bedingungen erfüllt sind, zur Leistung der Krankenversicherung.  Was ist denn der korrekte Grund für die Leistungsablehnung? Die werden da ja was konkretes geschrieben haben.

Vor einer Klage kommt übrigens der Widerspruch.

Kommentar von Infame211 ,

Naja sie meinten der Standardweg wäre es meine Leiden bei einem Psychotherapeuten weg zu therapieren und nur im äußersten Fall zahlen sie die OP aber selbst meine Psychotherapeut meint er weiß nicht mehr was wir noch besprechen sollen weil die Sache für ihn eindeutig ist. 

Kommentar von DerHans ,

Der muss es ja auch nicht bezahlen

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