Frage von ROHMNI1, 110

Gegenargumente zu verpflichtendem Schulbesuch in einem KZ?

Hi Leute,

was für Arguemente fallen euch ein, gegen einen verpflichtenden Schulbesuch in einem Konzentrationslager?

Über ein paar Beiträge würde ich mich freuen.

Grüße

Antwort
von voayager, 27

Komme deiner Schulpflicht nach, wozu auch der Besuch eines KZs gehört und gut iss.

Antwort
von LizWa, 43

Sorry, mir fallen spontan kaum welche ein... es sei denn, dass man die Schüler für noch zu jung hält. Wir haben das in der zehnten Klasse gemacht und so hart es auch war, sich das anzuschauen, bin ich der Meinung, dass es für einige in meiner Klasse ein "heilsamer Schock" war.

Gerade wenn ich mich heutzutage mal umhöre, wie lapidar rechte Parolen und so ein Dreck herumposaunt werden, sind solche Exkursionen wichtiger denn je. Man sollte aus der Vergangenheit lernen...

Kommentar von Fennek4x4 ,

Und was genau lernst du aus der Erfahrung? Eine 0815-Lehre die du hoffentlich auch schon vor dem KZ-Besuch verstanden hast.

Inwiefern das mit aktuellem politischen Vorkommnissen zu tun hat, ist mir ebenfalls schleierhaft.
Oder möchtest du eine Verpflichtung zum Besuch von Monumenten der Verbrechen jeder einzelnen politischen Gruppierung?

Kommentar von LizWa ,

Ich persönlich, ja. Vielleicht warst du ja in einer Klasse mit sehr reifen Jugendlichen, die weitergedacht haben als bis zur Küchentür, aber ich kann mich noch an jede Menge dumme Witze über (zum Beispiel) das Tagebuch der Anne Frank und Vergasungen erinnern und andere absolut unpassende Witzeleien. Da waren bei uns dann auch die gleichen Idioten, die bei rechten Demos ganz vorn mitgegröhlt haben... bis sie dann mal in einem ehemaligen KZ standen. Von daher kann ich die Exkursion für das Geschichtsverständnis nur positiv bewerten.

Kommentar von Fennek4x4 ,

Mit dieser Art von "Geschichtsverständnis" hab ichs nicht so. Verbrechen gibt es immer und wird es immer geben. Ob das deutsche gegen Juden oder die amerikanischen Befreier sogar noch danach mit ähnlichen Experimenten bei den "minderwertigen Schlitzaugen" waren. Was genau man daraus lernen soll, abgesehen davon das scheußliche Verbrechen allgemein eben scheußlich sind, kann ich nicht nachvollziehen.

Weshalb man das immer so stark beschränken muss, entzieht sich meiner Vorstellung einer tatsächlich liberalen Aufklärung gegen Verbrechen und geht eher in Richtung politischer Prägung.

Antwort
von joriti1999, 50

Meiner Meinung nach keine. Das ganze Thema und das Ausmaß des Nationalsozialismus wird einem erst wirklich bewusst, wenn man mal in so einem Lager war.

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Nein, das nun nicht. Es genügt, sich überhaupt mit dem Thema seriös zu befassen!

Kommentar von Fennek4x4 ,

Eben. Mehr als Stein ist in den KZ nicht. Wer sich ansatzweise mit der Thematik von internationeler Folter auseinandersetzt, hat schon wesentlich grausamere und denkwürdigere Dinge durchlebt.

Kommentar von earnest ,

Nicht "mehr als Stein"?? 

Du hast offensichtlich einiges nicht begriffen, Fennek.

Antwort
von OhneRelevanz, 48

Der einzige wirklich legitime Grund wäre eventuell, dass eine Schulklasse nicht alt genug ist um damit konfrontiert zu werden.

Kommentar von Fennek4x4 ,

Oder das man einfach keine Lust hat. Zwang ist nie eine Lösung, höchstens wenn man seine extreme Politik nur so durchsetzen kann.

Kommentar von OhneRelevanz ,

Schulpflicht ist Extremismus?

Kommentar von Fennek4x4 ,

Nein, Schulpflicht ist die Versicherung zum Eintritt in das Sozialsystem als Grundbaustein für das Engagement selbst durch einen Beruf etwas beizutragen ;).
Auch wenn man das natürlich ummodeln kann, ist das Prinzip dahinter: Nur wer mindestens zur Schule geht, bekommt den Mindestlohn oder mindestens eine staatliche Lebenshaltungsfinanzierung.

Eine KZ- Besuchs Pflicht würde dagegen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sein, bzw. nur schlecht gerechtfertigt.

Kommentar von OhneRelevanz ,

Ich habe keine Lust über solche Lächerlichkeiten zu diskutieren, aber KZ-Besuche sind nun mal mitunter als Exkursion im Geschichtsunterricht, als Teil der Schulpflicht, verankert. Das ist Teil der Bildung, die mitunter im späteren Leben gefragt ist und definitiv nicht verfassungswidrig.

Kommentar von Fennek4x4 ,

Hier geht es nicht um die Sinnhaftigkeit des Besuchs selbst sondern darum ob es Pflicht sein sollte.
Dazu kann ich nur sagen das der Besuch kein Vorrückungspflichtiger Termin sein darf.

Kommentar von earnest ,

Was ist ein "Vorrückungspflichtiger Termin"? Und warum "darf" ein KZ-Besuch nicht Pflichtbesuch sein?

Antwort
von MrsTateLangdon, 61

Das einzige, was mir spontan einfallen würde, wäre, dass es manche vielleicht überholt finden und dass man das Thema ruhen lassen sollte?

Antwort
von Bomberos911, 51

Man könnte die Schüler damit schocken. Sie könnten aus ihrer heilen Welt geholt werden...

Ne, abgesehen davon fällt mir nichts ein!

Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE ,

Als ob alle Schüler in ihrer heilen Welt leben würden.Es gibt auch intelligente Schüler , dienet so dumm sind & denken , dass leben sei schön , nur weil es in der Bravo steht XD ... Ich mein .. Just sayin'

Kommentar von Bomberos911 ,

ja

Kommentar von Bomberos911 ,

Was soll ich jetzt dazu sagen? Klar gibt es auch intelligente Schüler, die etwas von der Welt gesehen haben, sich kritische Gedanken machen. Es gibt aber nun mal auch Schüler (und Ex-Schüler), bei denen das weniger zutrifft...

Antwort
von Johannisbeergel, 49

Also für mich war es keine Pflicht, wir haben solche Exkursionen gar nicht gemacht. 

Denke auch nicht, dass es Teil des Lehrplans ist, sondern mehr ein "nice to" was Lehrer gerne Zeigen wollen. 

Kommentar von medmonk ,

Also für mich war es keine Pflicht, wir haben solche Exkursionen gar nicht gemacht. 

Wir auch nicht und im nachhinein sage, das es Pflicht hätte sein müssen.  

Kommentar von LolleFee ,

"nice to"? Ich überlege gerade, ob Erfahrungen und Erlebnisse auch zu einer bewussteren Wortwahl führen können.

Kommentar von Johannisbeergel ,

Ja sowas wie ein "nice to have", nur halt nicht im klassischen Sinne have, sondern nice to visit oder so. 

Es beklagen sich ja immer alle, dass Unterricht so langweilig ist. Das wär halt etwas zum Erleben und Anfassen. 

Ich persönlich kann aber auch verstehen, wenn man als Deutscher keiner Lust mehr hat, ständig auf Nazi-Deutschlanf herumzurutschen. Mich nervt das ehrlich gesagt schon. Ich habe in meiner Schulzeit sogar zweimal den 2.WK besprochen, in der 10. und in der 12. ...

Antwort
von Fennek4x4, 18

Gegen eine Verpflichtung dazu, fällt mir zunächst eins ein: Man kann niemanden zum Besuch irgendeines Monuments verpflichten, ganz egal ob es ein Tesla Museum oder KZ ist.
Des weiteren tut sich die Frage auf was genau das KZ hervorhebt, immerhin kommt dieses eher der Verurteilung einer politischen Gruppe nahe. Richtiger fände ich eine allgemeine Position gegen sinnlose Gewalt (-Verherrlichung), z.B. den Besuch eines Denkmals der Schlacht von Verdun.

Antwort
von DUHMHAITTUHTWEE, 55

"Ich will da nicht hin, da sind schon so viele Menschen gestorben , ich würde ne Panikattacke kriegen."

Antwort
von earnest, 13

Hi. 

Aus meiner Sicht gibt es kein Gegenargument. 

Gruß, earnest

Antwort
von tryanswer, 37

Keine!

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