Frage von Mineralo,

Gefüllten Dieseltank abdichten

Das Thema ist nicht aktuell, könnte aber durchaus im Rahmen einer großen Afrikatour auftreten. Wie kann ich einen gefüllten Dieseltank am besten, wenn auch nur provisorisch, abdichten (wenn ich z.B. in der Wüste einen ungeschickten Stein abbekomme). Abpumpen, Ausbauen, Hartlöten fällt bei einem 90 Liter Tank daher erstmal aus. Das Kernseife-Prinzip ist mir bekannt, aber gibt es andere Methoden? Wichtig ist halt, dass die zu reparierende Stelle nicht ölfrei sein kann und natürlich nicht erwärmt werden muss.

Gruß Mineralo

Antwort von IXXIac,

Hallo

beim Militär gibt es ein spezieles Pannenband bzw "Flicken" mit dem man Schusslöcher oder Risse in Kraftstoff oder Öltanks abdichten kann. Das hält zu Not auch einige Zeit auf Ölwannen. Soweit ich mich erinnere gibt es das in diversen Outdoorstores oder bei JC Whitney. Es ist aber nicht das Ducttape/Tonmeisterband.

Das Zeug ist schweinisch teuer und die meisten US Einsatzfahrzeuge haben ja einen selbstschliessenden Tank, dass heisst da ist eine Gummizelle (meist von BFGoodrich) im Blechgehäuse. Soweit ich das versatnden habe wird dem Diesel ( ist dann Jetfuel) ein Reaktionspolymer zugesetz bzw das wird vorab aufgetragen wenn die Hitze zur Reaktion fehlt.

Bei einer Exepedition würde ich zu einer Rutsch/Schutzplatte für den/die Tanks raten oder zu selbstdichtenden Gumizellen. Hilft auch gegen Benzinklau

Antwort von gonzo338,

Dass die Einschläge nicht rund sind, ist schon klar - deswegen muß die Schraube auch größer sein als der größte Durchmesser des Schadens. Die Schraube weitet dann gewaltsam das Loch soweit auf, dass es eben rund ist und gleichzeitig besteht die Chance, dass es dicht wird weil das Blech des Tanks eben geweitet wird und deshalb eng an der Schraube anliegt.

Was mir da gerade noch einfällt - denn das Eindrehen einer größeren Schraube muß ja schnell gehen (sonst stellt sich die Frage nicht mehr wie man den vollen Tank flickt) - Anstelle einer Schraube einen konischen Bolzenausdreher verwenden. Der geht schneller und leichter auch in unregelmäßig geformte Löcher rein und taugt für unterschiedliche Lochgrößen, weil eben konisch.

Kommentar von Mineralo,

Ein Aufsetzer auf dem Boden erzeugt im Metalltank aber eher Haarrisse (oder größere Risse, aber dann gibts kein Problem mehr mit Diesel, der noch im Tank ist). Auch die Naht der Ober- und Unterseite ist immer eine kritische Sache. Im Tank vom Patrol sind auch Verstrebungen eingeschweißt, an den Schweißpunkten reißt es manchmal. Dummerweise gibt es in Kenia keinerlei passende Kunststofftanks, womit ich den vorhandenen nun 22 jährigen gerne ersetzen würde.

Antwort von gonzo338,

Das wird schwer - ich habe mal einen Metalltank abgedichtet durch auflaminieren von Glasfasermatten mit Kunstharz - das hält eine ganze Weile. Aber damit das Kunstharz auf der Oberfläche hält muß diese natürlich auch wieder trocken und fettfrei sein.

Sollte das Loch klein genug und einigermaßen kreisförmig sein, könnte man sein Glück mit einer Schraube versuchen, die man reindreht. Wenn die Schraube etwas größer ist als das Loch wird sie mit etwas Glück ziemlich bündig zum umliegenden Tankblech sitzen und dort hoffentlich abdichten. Vorsicht, nicht überdrehen, sonst rubbeln die Gewindegänge das Loch wieder größer und es wird wieder undicht. Feingewinde funktioniert wahrscheinlich besser als Standardsteigungen.

Kommentar von Mineralo,

Danke für den Tipp, aber wirklich rund sind solche Einschläge nie.

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