Frage von OendiKnows, 176

Gefangen in Hoffnungslosigkeit?

Hallo,

wie war Euer Tag? Bestimmt schön, ich wünschte ich könnte das meinerseits auch schreiben. Ich bin 16 Jahre alt und es geht mir unbeschreiblich schlecht. Nein, es ist nicht die Pubertät und es ist auch nicht einfach irgendeine kurze Phase oder Depressionen. Mein Leben hat sich in Realität dem Ende zu geweiht. Man muss schon sehr tiefsinnig denken, damit man mich versteht.

Kein Psychologe der Welt könnte einem einsamen Jungen wie mir helfen. Manche unter Euch werden es wahrscheinlich nicht verstehen oder als "normal" ansehen, so ist es aber nicht. Das ist wahrer Schmerz, das ist wahrlich ein endloser Schmerz.

Ich bin wie gefangen in diesem Schmerz, das Ihr als Leben ansieht. Ich habe niemanden, der für mich da ist. Meine "Freunde" brauchen mich immer nur dann, wenn sie nichts zutun haben und sind auch so nie da.

Meine Familie ist auch nicht da für mich, außerdem sind sie blinde N4rren, die von nichts 'ne Ahnung haben. Schlimm genug, dass ich ein Verlierer bin, dass ich niemanden habe, aber war es wirklich nötig, mir mehrmals meine Liebe wegzunehmen!? Gott, war es das wirklich nötig!?

Ich hatte bisher nur Internetbeziehungen, da Mädchen in meiner Welt kein Interesse an mir haben und, dass ich sehr introvertiert und sehr freundlich bin, macht die Lage schlimmer. Selbst ein Mädchen, das nicht als "schön" angesehen wird von anderen Menschen, hat kein Interesse an mir, geschweige denn an einer Freundschaft.

Freunde kommen, die kann man sich nicht einfach aussuchen in meinen Augen. Ich wurde nur enttäuscht in diesem Leben, dieser endlose Kreislauf, aus dem ich nicht ausbrechen kann, zerstört mich.

Ich bin ein Verlierer, dem nichtmal die Chance gegeben wird, um wenigstens einen Freund zu haben. In meiner Welt merkt auch niemand, wie es mir geht, da ich einfach mitspiele. Ich bin verloren und es besteht keine Hoffnung für mich.

Ich bin ein Realist und ein Optimist, jedoch gibt es in dem Fall keine Hoffnung für mich. Dieses Leben ist eine Lüge, zumindest für mich, eine Qual... Immer ist es der selbe Ablauf, immer lasse ich mich motivieren, werde dennoch enttäuscht.

Ich fange an, die Menschheit zu hassen, es ist nicht legitim von Euch, dass Ihr mich alle so behandelt. Ich hasse auch mich selber, ich bin ein jämmerlicher Idiot... Gott muss mich wirklich hassen.

P.S. Verzeiht mir meine Rechtschreibfehler oder Grammatik, ich tippe gerade am Handy und sehe verschwommen wegen den Tränen.

Antwort
von pinkyitalycsb, 37

Es tut mir furchtbar leid, dass du dich so minderwertig fühlst! Das bist du ganz sicher nicht und solltest diesem Gefühl nicht nachgeben! Bleib nicht passiv, sondern gib dir einen Ruck und geh mutig auf andere Menschen zu!

Hilf wo du kannst, und sei immer nett und freundlich, auch wenn du dich noch so mies fühlst! Schon allein mit einem Lächeln kannst du anderen Leuten den Tag verschönern und damit auch dir selbst.

Versuch stets, andere genauso zu behandeln, wie du selbst behandelt werden möchtest! Aber lass dich nicht entmutigen, wenn es nicht immer gleich so klappt, wie du es erwartest. Früher oder später wird dieses Verhalten zu einem positiven Ergebnis führen und dir und deinen Mitmenschen sehr guttun! Du wirst dein wahres Potenzial entdecken und dich dabei wesentlich wohler fühlen!

Der Spruch „Geben ist seliger denn nehmen“ bewahrheitet sich immer wieder.

Wer Liebe und Zuwendung bekommt, ist glücklich, umso mehr aber derjenige, der sie gibt!

"Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! (Matthäus 7,12)

Hättest du nicht Lust, in deiner Kirchengemeinde aktiv zu werden? Du könntest in der Gemeinde mithelfen oder dich der Jugendgruppe anschließen, die sicher auch viel Interessantes unternimmt und vielleicht sogar zusammen musiziert. Auf jeden Fall könntest du dort nette und wahrscheinlich gleichgesinnte Freunde finden.

Du könntest aber auch in irgendeiner anderen Gruppe deine Interessen pflegen und die Freude darüber mit neuen Freunden teilen. Es ist wichtig, dass du dich in einem geeigneten Umfeld bewegst, um dir die richtigen Freunde aussuchen zu können!

Ich möchte dir dringend raten, Gott um Hilfe zu bitten und in der Bibel zu lesen. Die Lehren Jesu Christi im Neuen Testament können dich sicher aus deiner Hoffnungslosigkeit herausführen!

Wenn du die Möglichkeit hast, mit deinem Pfarrer oder einer anderen Vertrauensperson zu sprechen, rate ich dir, es so schnell wie möglich zu tun! Es kann sicher wesentlich dazu beitragen, dein Leben unter einem ganz anderen Aspekt zu sehen!

Lass weder Mutlosigkeit noch Hass in deinem Innern zu!

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“

Das bedeutet auch, dass du nicht nur andere Menschen, sondern auch dich selbst lieben und schätzen solltest! Du bist ein Kind Gottes und Gott könnte dich gar nicht hassen! Er liebt dich und erwartet, dass du das Bestmögliche aus dir und deinem Leben machst!

Alles Gute von Herzen!

Antwort
von koraline, 60

Hallo

Du ziehst dich durch deine Art des Denkens immer mehr `runter.

Es gibt viele Leute, die keine richtigen Freunde haben. Und viele, die meinen sie hätten welche, merken gar nicht, dass das nur Weggefährten sind, nur für gemeinsame Unternehmungen, gegenseitigem Austausch, an der Oberfläche sich halten und nur für eine gewisse Zeit. Aus meiner Schulzeit habe ich keinen einzigen Freund/Freundin behalten können, denn als ich meinem Leben eine andere Richtung gab, das ihnen nicht gefiel, waren sie alle weg. Leid tut mir das nicht, denn wahre Freunde waren es nicht.

Du bist noch jung, kommt Zeit kommt Rat. Du brauchst dich aber deswegen nicht als Verlierer anschauen. Es ist leicht mit dem Strom mit zu schwimmen, dazu braucht man nicht viel, nicht mal denken. Vielleicht solltest du dir erst mal was suchen, im Sinne eines Hobbies, wo du nicht von anderen Menschen abhängig bist, sondern die Sache, die Tätigkeit an sich magst? Außerdem ist es nicht gut, die eigene Unzufriedenheit auf andere zu übertragen oder im Selbstmitleid zu versinken. Die Prioritäten sind unterschiedlich und die Ansprüche auch. Denke dich nicht negativ, was man nicht ändern kann, das muss man erstmal akzeptieren. Und von da aus in mehrere Richtungen schauen. Alles Gute

Antwort
von Philipp59, 23

Hallo OendiKnows,

ich kann Deine hoffnungslose Einstellung verstehen, da Du, wie Du schreibst, immer wieder enttäuscht wurdest. Wahrscheinlich richtest Du nun Deine ganzen Enttäuschungen und Frustrationen gegen Dich selbst. Tu das nicht weiter! Es ist jetzt ganz wichtig, dass Du wieder Perspektiven in Deinem Leben siehst. Was aber könntest Du tun?

Wenn das bisher mit den Freundschaften bei Dir noch nicht so geklappt hat, dann liegt das sicherlich nicht allein an Dir. Heutzutage denken viele nur an sich und daran, wie sie am besten vorwärts kommen. Daher ist es für Dich wichtig, nicht nur Menschen zu finden, mit denen Du zusammen sein kannst, sondern die auch die Qualitäten eines guten Freundes besitzen. Das bedeutet für Dich, dass Du wählerisch sein solltest, denn nicht jeder angebliche Freund ist auch ein wirklich echter Freund. Worauf könntest Du bei der Auswahl Deiner Freunde achten?

Das, was einen Menschen wirklich wertvoll macht, sind doch seine guten Eigenschaften, oder? Solche Eigenschaften könnten z. B. sein: Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Geduld, Vertrauenswürdigkeit usw. Worauf könntest Du bei einem guten Freund noch Wert legen? Frage Dich, welche Werte Dein künftiger Freund vertritt. Andernfalls könnte es sein, dass Du an Freunde gerätst, die einen schlechten Einfluss auf Dich ausüben. Es kann nämlich leicht passieren, dass man das tut, was andere wollen, nur um dazuzugehören. Freundschaften um jeden Preis zu schließen bringt Dich sicher nicht weiter und diese würden Dich auf Dauer eher unglücklich machen.

Wenn man Freunde finden will, dann reicht es nicht, einfach nur passiv abzuwarten, dass andere auf Dich zukommen. Besser ist es, selbst initiativ zu werden und in die Offensive zu gehen. Bevor sich also andere für Dich interessieren, könntest Du Dich zuerst für die Anderen interessieren. Gehe auf sie zu und erkundige Dich nach Ihnen. Sei ein guter Zuhörer. Nimm Dir für andere Zeit und zeige an dem Interesse, was sie interessiert. Bist Du freundlich und zuvorkommend und zeigst uneigennütziges Interesse an anderen, gewinnst Du ganz sicher an Sympathie und man wird gern mit Dir zusammen sein wollen.

Vielleicht macht Dir ja Schüchternheit zu schaffen. Es fällt Dir wahrscheinlich sehr schwer, auf andere zuzugehen und Dich im entscheidenden Moment in ein Gespräch einzubringen. Wenn es Dir so geht, dann braucht dies keine unüberwindbare Kluft zu anderen entstehen zu lassen. Fang einfach mit kleinen Schritten an, in dem Du Dir jemanden aussuchst und Dich nach ihm erkundigst. Dabei musst Du Dich nicht unbedingt auf Deine Altersgruppe beschränken. Es kann auch sehr enge Freundschaften zu Personen geben, die einen sehr großen Altersunterschied aufweisen.

Denke daran: Bei neuen Freundschaften geht es vor allem darum, ehrliches Interesse am anderen zu zeigen. Sprich daher nicht zu viel von Dir selbst, sondern sei vor allem ein guter Zuhörer. Es kann leicht passieren, wenn Du in einem Gespräch mit anderen versuchst zu dominieren oder Deinen Gesprächspartner gar herabsetzt, dass eine Kluft entsteht und man sich von Dir zurückzieht. Wenn Du mit jemandem nicht einer Meinung bist, sei dennoch geduldig und lass ihn ausreden. Besser ist es, eine gemeinsame Gesprächsgrundlage zu finden. Du gewinnst auch bei anderen enorm an Sympathie, wenn Du im Umgang mit ihnen die Einstellung bekundest, die uns die Bibel empfiehlt. Sie sagt gemäß 1. Petrus, Kapitel 3, Vers 8: "Schließlich seid alle gleich gesinnt, bekundet Mitgefühl, habt brüderliche Zuneigung, zartes Erbarmen, [seid] demütig gesinnt".

Ich wünsche Dir, dass Du wieder eine ausgeglichenere Einstellung zu Dir selbst findest und es Dir gelingt, neue und bessere Freundschaften als bisher zu schließen! Sei vor allem geduldig mit Dir selbst und mit anderen. Vergiss auch nicht, dass Enttäuschungen zum Leben dazugehören und dass sie nicht gleich Dein ganzes Leben zerstören.

LG Philipp

Antwort
von xMirage95, 47

Jo also ich sag mal so, ne. Die Welt ist so, wie du sie siehst. Wenn du willst dass sie anders ist musst du deinen Blickwinkel ändern.

"Leute melden sich oft nur dann, wenn sie was brauchen." Wie oft meldest du dich bei anderen obwohl du weder den Bedarf hast mit ihnen zu reden noch sonst irgendwas von ihnen willst?

"Mädchen haben an dir kein Interesse." Du bist 16. 1/5 deines Lebens vielleicht. Wer sagt, dass das immer so bleibt?

"Du bist ein Verlierer." Wer sagt dir das? Die Menschen auf der Welt wie wir oder sagst du dir das selbst?

"Du bist ein Realist und ein Optimist." Ist es Optimismus, wenn man schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit auf die Zukunft bezieht?

Ich würde dir raten dir den Text, den du geschrieben hast, nochmal in Ruhe durchzulesen, wenn du emotional etwas runtergekommen bist. Emotionen verschleiern unseren Blickwinkel.

Es gibt sicher einige Sachen auf dieser Welt, wo man sich fragt, wieso das so sein muss, wieso das Leben nicht fair abläuft, und warum manche Menschen mit etwas auf die Welt kommen was wir einfach nicht haben und und und. Und je mehr man nachdenkt, desto mehr versinkt man in diesem Strom von negativen Gedanken, die sich immer nur um eins drehen: Probleme, Probleme, Probleme.

Wieso nicht mal den Blick auf die Lösungen lenken?

Du bist jung und hast den Großteil deines Lebens noch vor dir. Du hast viele Möglichkeiten, du musst nur die Scheuklappen abnehmen und nach Alternativen schauen. Das Leben ist eine große Mischung aus Geben und Nehmen, Dinge richtig machen und falsch machen, leben und leben lassen. Man kann die Chancen aber nur ergreifen, wenn man überhaupt dazu bereit ist, Neues zu lernen. Und man lernt nie aus.

Antwort
von Littleme23, 68

Da kann dir auch keiner helfen. Nur unterstützen.

Wenn dein Kopf dir sagt, du bist ein Verlierer. Dann musst du da ansetzten. Wenn du es wirklich ändern willst! Schreib eine Liste was du an dir magst (freundlich, introvertiert ist auch positiv). Am Anfang stehen dort vllt. nur 2,3 Sachen. Geh durch deine Welt und beobachte andere und da fallen dir viele Sachen auf, was du anders machen würdest (wie das mit deinen Freunden, dass du für deine Freunde immer da wärst-->wieder was positives).

Unterstüzung kann auch ein Beratungslehrer sein:)

Schreibe dir jeden Tag auf, was super war! Wenn du etwas nicht magst an dir, ändere es.Überlege dir genau ob es nicht auch einfach zu dir gehört :)

Wir alle haben auch etwas negatives aber auch unsere positiven Seiten! Aber leider sehen wir unsere positiven Seiten viel zu selten. Schreibe einfach aalles positive auf und lies es dir in einer schweren Phase mal durch.

Und was ich denke, was dir hilft, ein Tier. Ich weiß nicht ob du ein Tiermensch bist aber ich kann dir sagen Tiere sind die besseren Menschen. Sie hören 24h zu, sie urteilen nicht, sie können auch auf ihr ganz eigene Art und Weise uns Liebe schenken. Natürlich ist ein Tier Verantwortung und du musst es mit deinen Eltern besprechen und dich belesen und gut informieren aber alles lohnt sich. Ich kann dir da auch gerne helfen:)

Oder ganz anders, was hälst du von sozialer Arbeit. Das lenkt ab und dort lernst du definitiv Leute kennen, die das gleiche schätzen wie du:) Das kann das Altenheim sein oder vllt. braucht auch euer Tierheim hilfe. Such dir irgendein Hobby etwas was dir Spaß macht.

Auch Musik ist balsam für die Seele.

Ich weiß wie schwer es ist zu sich zustehen und zu sagen "Das bin ich". Ob du es glaubst oder so, jedem fällt das schwer, die einen zeigen das eben bloß nicht und wirken stark obwohl sie das überhaupt nicht sind.

Also kurz dauert aber man kann sicher selber lieben lernen.

Ich bin kein Arzt oder ähnliches aber ich bin mir ziemlich siche, dass du mit jemanden darüber reden solltest. Egal ob du etwas von Psychologe hälst oder nicht. Beratungslehrer, Arzt, Psychologe. Aber wenn du so wie du oben  schreibst "mir kann keiner helfen", hast du es versucht ? Nein, oder?

Und nimm das jetzt nicht persönlich aber einfach nur "nein das geht nicht" sagen kann jeder. Du musst entscheiden ob du wirklich zu diesen Leuten gehören willst,aber dann hättest du dir alles sparen können oder ob du wirklich was ändern willst.

Dir viel Kraft und Erfolg

Antwort
von TednDahai, 65

Ich finde die Art und Weise wie du schreibst sehr interessant... fällt mir schwer zu glauben dass du erst 16 bist... du wirkst älter auf mich.

Deshalb möchte ich auf deine Aussage mit den Freunden eingehen.. Man kann sich seine Freunde aussuchen. Ich hatte mal ein ähnliches Problem wie du und habe einen 8 Jahre Älteren kennengelernt. (Da war ich 16) Er hat mir gezeigt was wahre Freundschaft sein kann.. Er hat mich so angenommen wie ich bin und war immer für mich da. Das hatte ich bis dahin noch nie erlebt.. 

Ich möchte dir nur damit sagen, dass es möglich ist aus diesem Kreislauf rauszukommen.. Es ist mega schwer. Das will ich nicht verschönigen. Und alleine hätte ich niemals die Kraft gehabt da raus zu kommen...

Man wird heute von den meisten Menschen nur ausgenutzt.. Überall wird einem Stress gemacht. Ob Zuhause oder Schule, Lehre, etc. Jeder starrt vor sich hin und denkt nur an sich selbst. 

Doch es gibt Ausnahmen. Es gibt ein paar Leute, die Zeit für dich haben wenn du sie brauchst. Klar müssen sie Arbeiten und auch mal Zeit für sich haben. Aber wenn du Probleme hast, kannst du zu ihnen gehen und mit ihnen reden. Und sie versuchen dir zu helfen wenn sie können.

Enttäuschungen gehören in dieses jämmerliche Leben. Aber es gibt wirklich ein paar einzelne Personen, die das Leben lebenswert machen.. Wenn du diese Menschen gefunden hast, dann wirst du mich verstehen..

Die meisten Menschen haben heute 100te Freunde auf Facebook, doch keinen einzigen wahren echten Freund. Sie leben in einer Illusion, wärend du erkennst worauf es dir im Leben ankommt. 

Versuch nicht so zu sein wie die anderen.. Sei du selbst und pass dich nicht immer an. Dann wirst du irgendwann die richtigen Menschen treffen..  

Antwort
von Slatkimeda, 31

Ehrlich gesagt, ich kann dich gut verstehen. Mir geht es oft auch so. Jeder Tag der gleiche, langeweile und kaum jemand hat Zeit. Ich kann dir eine kleine Hoffnung geben, es liegt nicht nur an dir. Die Gesellschaft spielt auch eine Rolle. Wenn ich in mein Heimatland fahre, da ist es so anders. Man fühlt sich anders da dort die Leute auf einen zugehen, reden, laden dich ein, kommen auf einen Kaffe einfach so vorbei ohne davor einen Termin zu vereinbaren. Ich finde das wichtig, der Mensch braucht das, das tut dem Geist wie auch der Seele gut.

Antwort
von Wolfnight, 40

In vielen Stellen dieses Textes erkenne ich mich selbst wieder. Ich würde mich mal einigen Vermutungen von hier anschließen und sagen, du hast tatsächlich Depressionen. Hoffentlich denkst du noch einmal darüber nach, zu einem Psychologen zu gehen. Bei mir war es so, dass ich mir lange Zeit nicht eingestehen wollte, dass ich depressiv bin. Zwar habe ich einige Symptome bei mir erkannt, doch dachte, damit komme ich schon klar. Wenn es um etwas wichtiges ging, konnte ich immer die Motivation aufbringen, es zu regeln. Aber es war immer zuerst eine Überwindung. Vielleicht ist es bei dir ähnlich? Ich habe mir eingeredet, dass ich so viele Dinge in meinem Leben nicht hinbekomme, weil ich faul und ein Versager bin. Was Depressionen natürlich verschlimmert. Irgendwann fasste ich dann den Entschluss, einen Psychologen aufzusuchen. Aber eigentlich war mir das ganze nicht so ernst und ich wollte eher aus Neugier hin. Heute bin ich sehr froh, dass ich es gemacht habe.

Mit dem richtigen Psychologen wird dir eine Therapie helfen. Ganz bestimmt. Das hat sie mir auch. Zuerst einmal wurde mir geholfen, zu erkennen, wo meine Probleme liegen und wo ich ansetzen kann. Außerdem wirst du dich selbst kennenlernen und spüren, wie du dich weiterentwickelst. Es ist ein schönes Gefühl, mitzukriegen, wie man Fortschritte macht.

Eventuell sind bei dir auch Medikamente nötig. Ja, ich weiß, bei sowas bekommen die meisten Leute Panik. Doch sobald man weiß, was Antidepressiva tun, hat man weniger Angst vor ihnen. Im Gehirn eines Depressiven werden nur sehr wenige Hormone hergestellt, die für Glück und Energie zuständig sind. Antidepressiva helfen bei der Produktion dieser stimmungsaufhellenden Hormone. Ein Psychologe oder Arzt könnte dich genau darüber beraten.

Ich wünsche dir Alles Gute für die Zukunft!

Antwort
von loema, 31

Opferrolle?
Selbstmitleid?
Teufelskreis?
Keiner kann dir helfen?

Was du da als Katastrophe schilderst, sind alltägliche Dinge, die einem so passieren.
Wir alle verlieren was, gewinnen, verlieren wieder, machen Fehler, machen was richtig, fallen auf die Schnauze, treffen falsche Entscheidungen, lernen aus Fehlern.

Wenn du darauf beharrst, dass es immer nur die Umstände und andere Personen sind, die dich zum Verlierer machen, dann kannst du ja genauso bleiben wie du bist.
Dann bleib doch so und lasse dich trösten und aufbauen und versinke in Selbstmitleid und bettele um Beachtung.
Aber schöner wird dein Leben dadurch ja nun mal nicht.
Ohne Veränderung, keine Veränderung.
Und wenn du denkst, dass du ein besseres Leben verdient hättest und besser als andere Menschen seist, dann liegt es an dir, dein Leben ausgewogener zu betrachten. Und schon fallen dir Dinge ein, die gut kannst, die dir Spaß gemacht haben und wo du Freundschaft leben konntest.

Antwort
von Schlingel21, 46

Ich kann dich gut verstehen.Es ist als würdest du mein Leben beschreiben.Aus dieser Welt gibt es kein Entkommen,man muss in dieser Welt nur funktionieren...und nicht glücklich sein.So musst du jetzt leben,dich verstehen nicht viele andere Menschen.Manche sind einfach dazu bestimmt,nicht wie andere zu sein.Ich kann dir nur einen Rat geben...versuche etwas zu schaffen woran sich die Menschen erinnern.Ich schreibe hier nicht einfach einen herzlosen Spruch weil es dir eh nicht hilft.Einfach nur,du bist nicht so allein auf der Welt wie du denkst.

Antwort
von FabienneClerc, 53

Hatte diese Phase in meinem Leben auch - bin jetzt 23.

Ich gebe dir jetzt 7 Tipps mit, die du beachten solltest, wenn du mit dem Leben klarkommen möchtest:

  1. Hör auf zu bewerten
  2. Lass die Dinge, wie sie sind.
  3. Sei dankbar für Alles.
  4. Akzeptier neues im Leben
  5. Lerne jeden Tag dazu
  6. Lass das alte los
  7. Genieße das Jetzt in vollen Zügen

Ich rate dir, auch wenn dein Leben so auswegslos und deprimierend scheint, daran zu glauben, dass alles dennoch einen Sinn hat.

Und vor allem - schätze & sei dankbar für dein Leben. Es gibt Menschen auf der Welt, die froh wären einen deiner schlimmsten Tage zu haben.

VLG

Antwort
von Atoris, 14

Das Leben fängt mit 30 erst an 

Gruß Atoris

Antwort
von Kaeempferherz, 53



Kein Psychologe der Welt könnte einem einsamen Jungen wie mir helfen.





Hast du es denn überhaupt schonmal probiert? Ich denke du solltest aufhören in Selbstmitleid zu baden. Deine "Freunde" fallen lassen, da sie keine Freunde sind, langsam deinen Hintern hochbekommen und dir professionelle Hilfe suchen. Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Du wirst schon noch ein Mädchen kennenlernen. Aber solange du immer nur negativ denkst, wird das bestimmt nichts. Komm erstmal hoch von deinem Tief. Und such dir einen Therapeuten. Vorausgesetzt du willst dir helfen lassen.
Antwort
von CountDracula, 32

Hallo,

wie kommst Du darauf, dass das keine Depression sein soll?

Kommentar von OendiKnows ,

Ich weiß es einfach, ich sehe die Lage nur realistisch. Menschen mit Depressionen können sich außerdem nicht so motivieren lassen und verfügen über eine starke Willenskraft wie ich. Ich bin nur ein Realist...

Kommentar von CountDracula ,

Ich habe Depressionen und kann Dir sagen, dass das definitiv nicht stimmt.

Depressionen sind nicht bei jedem Menschen gleich. Es gibt verschiedene Symptome, und nicht jeder hat auch alle davon. Manche können sich nicht motivieren, andere schon. Manche sind willensstark, andere nicht.

Dass Du keine Freunde hast, ist wohl die Realität. Dass das schrecklich ist, ist aber Deine ganz persönliche Bewertung. Es gibt schließlich auch Menschen, die gerne alleine sind.

Kommentar von OendiKnows ,

Da ist vielleicht was dran, vielleicht leide ich wirklich an Depressionen...

Kommentar von OendiKnows ,

Manchmal geht es mir eigentlich gut, das ist wirklich relativ.

Kommentar von CountDracula ,

Für mich klingt das nach einer Bilderbuch-Depression.

Antwort
von MrRomanticGuy, 35

Das ist doch kein Grund warum es einem schlecht gehen sollte. Schlecht geht's einem erst, wenn man Langeweile hat und nichts hilft. Um Glücklich zu sein braucht man keine anderen Menschen und falls Du doch welche brauchst gibt's viele im Internet die das gleiche Problem wie Du haben. Such mal nach Leuten die Deine Hobbies und Interessen haben, da wirst Du sehen das Du nicht einsam sein musst. Das einzige Problem ist, das diese Leute wahrscheinlich nicht im gleichen Kaff leben.

Antwort
von mrauscher, 29

Hallo OendiKnows,
als ich so jung war wie Du, ging es mir genau so. Wirklich, ich habe keinen Ausweg mehr gesehen. Aber den gibt es. Jetzt bin ich 57, habe vier Kinder groß gezogen. Der Älteste, Manuel, ist Neurologe geworden, Martin ist der zweitälteste und hat Maschienenbau studiert, Marcel mein jüngster Sohn studiert noch und Lorraine, die jüngste, hat grad ihr Abi gemacht. Ich selbst bin beruflich jahrzehntelang weltweit gereist und haben den  Beruf gefunden, der mir Freude macht. Gabi, meine Frau, ist mein größtes Glück. Wir reisen immer noch viel. - So kann das gehen. Auch Dir. Und sei Dir sicher, Gott hört Dich, wenn Du mit ihm redest. Er ist derjenige, der Dir helfen kann, Du mußt nur genau auf seine Antworten hören. Wenn Du allerdings starke Depressionen hast, solltest Du Hilfe annehmen und die gibt es. Das habe ich alles durch. Und noch was. Die größte Hilfe für Dich ist, wenn Du anderen hilfst. Du bist mit Deinem Problem nicht allein und wenn Du es überwunden hast, merken die Hilfebedürftigen, dass Du Dich auskennst mit ihren Problemen. Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg.

Gruß Matthias

Antwort
von suesstweet, 39

Also soo tiefsinnig muss man da nicht denken, denn du brauchst etwas Aufmerksamkeit und Zuneigung. Also ich habe keine Freunde mehr...jedenfalls treffe ich mich nicht mit niemandem. Denn früher war ich immer mit denen draußen, hatten Spaß undsoweiter aber dann hat man keine Lust mehr und möchte sich einfach zurückziehen. Alleine bin ich nicht, denn ich habe eine Schwester und eine Mutter, sie verstehen mich besser als jeder andere Freund/Freundin. Ich suche keine Gesellschaft, denn ich brauche sie nicht. Und verliebt war ich auch...leider. Diese Erfahrungen waren für mich eine reine Zeitverschwendung, denn was ich brauchte, war die Nähe Gottes! Ich bete jeden Tag ich versuche niemals hoffnungslos zu sein, denn du hast alles was du im Leben brauchst. 

Kommentar von CountDracula ,

Es gibt auch Menschen, die ohne übernatürliche Wesen klarkommen

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