Frage von Guppy131, 55

Gefahrenbremsung, Motorrad (ohne ABS)?

Hey,

also ich bin dabei meinen A2 Führerschein zu machen und nehme dafür mein eigenes Motorrad in den Fahrstunden. Das Teil ist nicht so modern und hat deshalb kein ABS, was die Gefahrenbremsung schwieriger macht.

Jetzt hab ich bei dem Bremsen immer (mal stärker mal schwächer) das Problem dass der hintere Teil des Motorrads sehr stark schwenkt. Also sobald ich in die Eisen geh merk ich wie mein Hinterrad hin und her fliegt. Das macht mir zum einen Angst weil es teilweise schwierig ist die Maschine noch zu halten und ich schaffe den vorgegebenen Bremsweg nur selten.

Woran kann das liegen, bzw Tipps?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rosek, 55

Verlangt dein Fahrlehrer eine Gefahrenbremsung ?

Ich musste damals nur scharf bremsen ... das hat dem völlig gereicht. Eine Gefahrenbremsung auf einem Motorrad ohne ABS ist immer mit Risiko zu behandeln.

Kommentar von Guppy131 ,

Ja das gehört zu den Grundfahraufgaben und die muss ich alle können.
Aber es ist mir auch so wichtig das ohne ABS zu können, weil keiner aus meiner Familie ABS hat und dann find ichs besser das direkt zu lernen.

Kommentar von rosek ,

dann taste dich langsam ran ... eventuell hinten etwas entlasten und vorne vorsichtig mehr bremsen ...  bringt nix , wenn du dich in deinen fahrstunden ablederst ...

üben üben üben

Kommentar von Guppy131 ,

Also kommt das schlingern dadurch dass ich hinten zu stark bremse?
das sowieso, mehrmals die Woche :D

Kommentar von skipworkman ,

genau, das hinterrad blockiert, rutscht und dann schlingert das Mopped. Hinter zu blockieren ist meist ungefährlich auf trockener Fahrbahn. Konzentriere dich lieber erstmal auf die Vorderradbremse, die ist wichtiger :)

Viel Erfolg und Lg

Kommentar von Olaf68 ,

Durch die starke Bremsung vorne wird das Hinterrad leicht und blockiert sehr schnell; dann fängt es an zu schlingern. Bei manchen Motorräder kann es sogar komplett abheben.

Ein blockierendes Hinterrad kann man durch Gegenlenken im Zaum halten.

Ein blockierendes Vorraderrad führt sofort zum Sturz; das darf also nie passieren.

Ein Mensch ist nicht in der Lage, beide Bremsen getrennt voneinander so zu regeln, daß kein Rad blockiert. 

Fazit: Konzentriere Dich aktiv auf das Vorderrad, daß es nicht blockiert, aber trotzdem scharf abgebremst wird.

Um die zusätzliche Wirkung der Hinterradbremse "mitzunehmen" tritt hinten voll rein und lasse es bewußt blockieren; das "auspendeln" kann man üben und läuft dann nach etwas Übung aus dem Unterbewußtsein.

Die Konzentration bleibt ausschließlich auf dem Vorderrad; das übernimmt 80% der Bremsleistung und entscheidet also, ob es reicht oder nicht.

Eine Vollbremsung auf dem Motorrad ist nicht so einfach; aus dem Grund habe ich mir eine Maschine mit ABS gekauft; da langt man einfach rein und überläßt das Regeln der Elektronik.

Expertenantwort
von Gaskutscher, Community-Experte für Motorrad, 24

Wenn du vorne bremst wird das Heck entlastet. Das Hinterrad hat  - wie beim PKW - die Funktion die Spur zu halten. Was du also spürst ist, dass diese Funktion nicht mehr gegeben ist.

Mit was für einer Maschine machst du deine Fahrstunden? Hersteller und Modell?

Das ist dafür relevant was dir für Tipps gegeben werden können.

Meine Fahrschulmaschine hatte ABS, welches ich bis an die Grenzen - nach Anweisung - ausgelotet habe. Reifenquietschen inklusive. Gibt natürlich Sicherheit das man noch lenken kann, angenehm ist es aber trotzdem nicht.

Was mir die Übung für die Praxis gebracht hat: Ich hatte danach eine XJ 600 S ohne ABS. Zwei Gefahrenbremsungen hatte ich mir dieser. Sind beide gut gegangen - wohl auch wegen der Fahrschulausbildung.

Was sagt denn dein Fahrschullehrer dazu?

Antwort
von fuji415, 27

ABS ist unwichtig bei solche Fahrübungen den die macht man ohne ABS Funktion den das sollte man können und sich nicht auf ABS verlassen den das kann auch ausfallen was öfter vorkommt  . 

Und warum auf der eigen Maschine wird die dabei verschrottet gibt es durch die Fahrschule keinerlei Ersatz den das ist das volle eigene Risiko was keine Fahrschule abdeckt .

Und da deine  Maschine sich so schlecht verhält würde ich das so wie so sein lassen sich damit schon bei den Übungen auf die Nase zu legen  

Kommentar von Guppy131 ,

Ist ja mit der Versicherung abgeklärt.

Eben weil sie sich so verhält und ich nach der Fahrschule ja auch damit fahre und nicht mit dem top Fahrschulmodell

Antwort
von annokrat, 11

bremse möglichst stark vorne. die hintere bremse benutzt du nur so stark (schwach), dass der fahrlehrer zufrieden ist.

annokrat

Antwort
von nurromanus, 13

Versuche einfach eine ausgewogene Mischung zwischen Vorder- und Hinterradbremse zu erreichen. Auf die Sprüche der erfahrenen Fahrer, die gerne mal fragen, "was, Du bremst auch hinten?", würde ich mich nicht verlassen. Einer meiner Kollegen hat bei seiner Prüfung mit der 1300er eine Vollbremsung nur mit der Vorderradbremse hingelegt. Ergebnis: Überschlag, Arm im Gips, Maschine havariert und Prüfung einige Monate später wiederholen.

Antwort
von Harald2000, 33

Das geht eben nur in dem Maße, wie die Maschine noch in der Spur zu halten ist.

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