Frage von xIchHabNeFrage, 50

Gefährliche häusliche Spannungen?

Begründe warum es bei vielen Geräten nicht entscheidend ist ob sie ein oder ausgeschaltet sind? Kann mir wer helfen ?

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektrik, 7

viele geräte haben, wenn überhaupt keinen zweipligen Netzschalter.

in verbindung mit der Tatsache, dass man den Stecker von Geräten in beide richtungen einstecken kann und kombiniert mit der Tatsache, dass es nicht vorgeschrieben ist, auf welche seite die Phase kommt, kann das dazu führen, dass auch bei einem ausgeschalteten gerät noch spannung anliegt,. das betrifft viele hashaltsgeräte von B wie Backofen über F wie Fernsehgerät bis W wie Waschmaschine.

tritt beispielsweise ein isolationsfehler beim Heizelement vom Backofen auf, kann es duchaus sein, dass der strom auf direktem wege aus der steckdose über das heizelement zur erde abfließt und das heizelement unkontrolliert aufheizt.

der heute gott sei dank übliche FI Schalter würde ein solches szenario übrigens wirkunsgvoll verhindern.

abgesehen davon gibt es heute viele elektronische geräte, die garkeinen wirklichen netzschalter mehr haben. vor allem im bereich der unterhaltungselektronik findet man sie oft. da steht dann das netzteil vom tv permanent unter spannung. wenn z.b. ein kondensator versagt oder der gleichrichter, dann kann das schon mal unangenehm werden.

lg, Anna

Antwort
von PWolff, 11

Bei billigen Geräten, z. B. Nachttischlampe, trennt der Schalter nur eine Ader.

Der Netzstecker ist aber in der Weise symmetrisch, dass er in beiden Orientierungen in die Steckdose gesteckt werden kann.

Es ist also nicht sichergestellt, dass Phase getrennt wird.

Da Nachttischlampen in aller Regel lediglich schutzisoliert sind, reicht ein Fehler in der Isolierung, um außen Spannung zu haben.

Außerdem braucht man nur das Leuchtmittel herauszudrehen und kommt meistens problemlos mit dem Finger an die Kontakte. (Wenigstens dies wird sich dank LEDs in den nächsten Jahren ändern.)

Kommentar von Nenkrich ,

👌🏻 super Antwort

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Die Antwort ist korrekt und gut, bis auf das:


Außerdem braucht man nur das Leuchtmittel herauszudrehen und kommt meistens problemlos mit dem Finger an die Kontakte. (Wenigstens dies wird sich dank LEDs in den nächsten Jahren ändern.)

Dank?? Nach Ablauf der Lebensdauer der LED die ganze Lampe in dem Müll kicken? Noch mehr Wegwerfmüll wegen fest verbauter LED?

Sowas kommt mir vorerst nicht ins Haus!

Aber ich gebe zu: ob so mancher Elektrik-Dämels eher die beste Lösung. :D


Kommentar von JoGerman ,

@eichbaum:

Wenn man davon ausgeht, dass LEDs Betriebsstunden im 5-stelligen Bereich mitmachen, dürfte vor dem Ende der Lebensdauer der Konsumwunsch nach einer neuen ("geschmacklich" besser passenden) Lampe eher das Problem sein.  

Ich habe schon Leute erlebt, die eine funktionierende Lampe weggeworfen haben, weil sie nicht mehr "gefiel" oder nicht mehr zur neuen Wohnungseinrichtung "gepasst" hat.  

Sogar so banale Dinge, wie die reflektierte Lichtwellenlänge (Farbe) des Lampenschirms in Bezug auf die Wandfarbe (im ausgeschalteten Zustand der Lampe) waren der Auslöser für eine Entsorgung. 
Für mich ist das eher ein Beweis der egoistischen Dekadenz solcher Zeitgenossen, die keinen Blick auf den Rest der Welt haben, sich aber über Standby-Strom von 5 EUR im Jahr aufregen.

Kommentar von PWolff ,

Die Nichtaustauschbarkeit von Komponenten ist ein generelles Problem unserer Zeit.

Im Laufe meines Lebens habe ich mehrfach erlebt, dass es billiger war, eine neue Waschmaschine / Geschirrspülmaschine / einen neuen Wäschetrockner zu kaufen als ein defektes Teil austauschen zu lassen. Bei Elektronik-Problemen wird seit ein paar Jahrzehnten immerhin "nur noch" das komplette Steuerungs-Modul ausgetauscht und die Mechanik bleibt stehen.

Ein mir bekannter Ingenieur (aus dem Automobilbereich) hat mir mal erzählt, dass selbst bei Daimler-Benz-Luxuskarossen Quetsch- und Klebe- statt Schraubverbindungen verwendet werden, weil das jedesmal ein paar Zehntelcents spart. Mit dem Erfolg, dass z. B. der Austausch eines angekratzten Stoßfängers so viel kostet wie ein gebrauchter Kleinwagen. (Reparieren des Stoßfängers würde noch mehr kosten.)

Ein gewisser gegenläufiger Trend zeichnet sich Gott sei Dank z. B. bei Ladekabeln für Smartphone, Tablets etc. ab - allerdings viel zu wenig und viel zu langsam. Hier hat sich die Industrie tatsächlich durchgerungen, USB-Mini als Standard zu verwenden. (Was natürlich nicht heißt, dass mein Samsung Galaxy mit dem Ladegerät meines Bluetooth-Headsets irgendwas anfangen kann, obwohl der Stecker passt - offensichtlich reichen ihm die paar Milliampere nicht. Und es heißt natürlich ebensowenig, dass die üblichen Verdächtigen - Blick in Richtung Cupertino - nicht nach wie vor ihre eigenen Süppchen - Plural beabsichtigt - kochen.)

Ich warte noch auf die Zeit, dass man neben den 230-V-Steckdosen auch Kleinspannungssteckdosen mit ebenso genormter Spannung für Computer, Nachttischlampen, Radios, ... hat. Und dass man bei Nachttischlampen Dimmer/Farbwähler/..., Leuchtmittel und Designelemente einzeln austauschen kann. Auch wenn dann eine Nachttischlampe beim Discounter 14,99 € statt 9,99 € kostet.

Vielleicht spricht sich irgendwann rum, dass nicht nur "Eile mit Weile", sondern auch "Geiz ist teuer" durchaus zutrifft.

Antwort
von Alex975, 11

Gefahr der Stärke und Spannung aus der Steckdose:

230V AC mindestens 20 Ampere.

Gerät ist solange ungefählich bis man es (wärend es am netz ist) öffnet.

Da die Kabel bis zum schalter (am/im Gerät) strom führen.

Oder: Das Gerät ist alt und bekommt einen Kurzschluss und dir Fackelt die Bude ab (Passives Bauteil bekommt ein  Kurzen), dann wärs egal ob an oder aus.

Es gibt auch geräte die schlucken dauerhaft strom (Stand by)

Wenn da ein bauteil einen Kurzen bekommt, erstrahlt die Bude im neuem (und teurem) Licht.

Kommentar von xIchHabNeFrage ,

Vielen dank Bro :D

Kommentar von Borgler94 ,

ein Gerät kann auch noch gefährlich sein wenn es ausgesteckt ist ... es kann Kondensatoren enthalten, die Energie speichern und das auch noch eine Weile nach dem Ausschalten....deren Energie kann dich mit Leichtigkeit ins Jenseits befördern.

Kommentar von germi031982 ,

Wenn die Schukosteckdosen bei dir im Haushalt mit 20A abgesichert sind, hat da einer geschlampt denn das ist unzulässig. Zulässiger Dauerstrom für Schuko liegt bei 10A, kurzzeitig dürfen auch 16A gezogen werden.

Und für den anschließenden Fall gibts Leitungsschutzschalter bzw. Sicherungen, die sollen das verhindern:


Oder: Das Gerät ist alt und bekommt einen Kurzschluss und dir Fackelt die Bude ab

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