Gedichte übers reisen?

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5 Antworten

Ferienpläne

Ich habe mir ein Rad erspart,
ein Rad mit Tachometer.
Es ist von ganz moderner Art,
ich fahr damit auf Ferienfahrt,
und mit mir fährt der Eberhard
und außerdem der Peter.

Der Peter hat ein Dreierzelt,
drin schlafen wir bei Nacht.
So brauchen wir kein Herbergsgeld,
und wenn uns wo ein Platz gefällt,
dann wird das Zelt dort aufgestellt,
und dann wird Rast gemacht.

Ein Paddelboot ist auch dabei
(von Eberhards Familie).
Auch Decken für uns alle drei
und Töpfe für Kartoffelbrei,
den koch ich selber ohne Scheu
mit Dill und Petersilie.

Nun kommen unsre Ferien bald.
Am Samstag wohn wir starten.
Wir starten bei der Gasanstalt.
Wir fahren in den Tannenwald,
wir fahren ohne Aufenthalt.
Ich kann es kaum erwarten.

James Krüss

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Welche Epoche nehmt Ihr denn gerade durch? Es gibt jede Menge Gedichte, die etwas mit Reisen oder Wandern zu tun haben.

Ich zähl mal nur ein paar auf:

Goethe: "Der Pilgrim", "Harzreise im Winter"
Schiller: "Der Pilgrim"
Eichendorff: "Abschied", "Der frohe Wandersmann", "Heimweh", "Sehnsucht", "Das zerbrochene Ringlein". und viele weitere
Mörike: "Abreise"
Wilhelm Müller: "Das Wandern ist des Müllers Lust" und fast alle anderen
Viele Gedichte von Heinrich Heine

Und nicht zu vergessen:
Brecht: "Legende von der Entstehung des Buches Taoteking auf dem Wege des Laotse in die Emigration"

Deine Frage ist wirklich schwer zu beantworten. Vollständig ausgeführt würde sie dieses Portal sprengen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass für die Dichter nach der Romantik das Thema "Reisen" etwas weniger wichtig wurde als vielmehr das Verweilen im gewohnten biedermeierlichen Heim. Trotzdem gibt es auch im literarischen Realismus haufenweise Gedichte vom Reisen oder Wandern.

Und weil's gerade ums Reisen geht. Ich bin dann mal weg! :-)

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O wonnigliche Reiselust,

an dich gedenk ich früh und spat!

Der Sommer naht, der Sommer naht,

Mai, Juni, Juli und August,

da quillt empor,

da schwillt empor

das Herz in jeder Brust.

Ein Tor, wer immer stille steht,

drum Lebewohl und reisen wir!

Ich lobe mir, ich lobe mir

die Liebe, die auf Reisen geht!

Drum säume nicht und träume nicht,

wer meinen Wink versteht.

August Graf von Platen Hallermund (Hallermünde)
(1796 - 1835), deutscher Dramatiker, Theaterschriftsteller und Lyriker

Da wäre eines aus dem Link ..siehe unten

http://www.aphorismen.de/suche?f_thema=Reisen&f_rubrik=Gedichte

VG pw

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Hier ein Gedicht über ein Hotel:

Haus Stallmeister

Bad Waldliesborn- Was ein Ort !
Wunderschön ist es dort.

Spazieren gehen, Fahrrad fahren,
es lässt Ihre Seele einfach strahlen.

Dieses Örtlein ist so grün,
viele Blumen sind am blühn.

Für Jeden ist hier was dabei,
Freizeitmöglichkeiten allerlei.

Shoppen, klettern und auch schwimmen,
ihre Wahl es zu bestimmen.

Jahreszeit ist hier egal,
Aktivitäten möglich ganz zentral.

Keine Langeweile garantiert-
bei uns sind Sie bestens informiert.

Ein Urlaub steht auf Ihrem Plan?
Wie wärs mit uns?- So ganz spontan?!

Es ist sicherlich ne Reise wert,
das hören wir vermehrt.

Haus Stallmeister- Ihre Pension?
Das nenn ich mal ne super Option.

Freundlich, preiswert und modern,
dieses hat wohl jeder gern.

Küche, Fernsehen und ihr Bett,
das macht Ihr Zimmer doch komplett.

Genießen und Erleben-
ein Urlaub zum erstreben.

Wir wünschen Ihnen nur das Beste-
unsre lieben Gäste.

Aufenthalt für längre Zeit-
Kein Zimmer weit und breit?

Doch bei uns ist dieses kein Problem
ein Zimmer wird Ihnen zur Verfügung stehn.

Rufen Sie uns einfach an,
helfen können wir Ihnen dann!

ww.haus-stallmeister.de

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Der Wanderer an den Mond

Ich auf der Erd', am Himmel du,
Wir wandern beide rüstig zu:
Ich ernst und trüb, du mild und rein,
Was mag der Unterschied wohl sein?

Ich wandre fremd von Land zu Land,
So heimatlos, so unbekannt;
Berg auf, Berg ab, Wald ein, Wald aus,
Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus.

Du aber wanderst auf und ab
Aus Ostens Wieg' in Westens Grab,
Wallst Länder ein und Länder aus,
Und bist doch, wo du bist, zu Haus.

Der Himmel, endlos ausgespannt,
Ist dein geliebtes Heimatland;
O glücklich, wer, wohin er geht,
Doch auf der Heimat Boden steht!

Johan Gabriel Seidl.

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