Yuukochan am 30.12.2008 um 21:11 Uhr
Ich hab einige Gedichte von mir auf einer Reim-und-Gedichts-Website hochgeladen, wo sie bewertet werden sollten. Das hat bisher keiner gemacht. So wende ich mich jetzt an meine vertraute Guterage.de.
Hier ein paar Beispiele. Bitte bewerten. (Würd gerne mehr schreiben, aber leider keine Zeichen mehr frei.)
Von der Unterschiedlichen Wahrnehmung
Deine Lüge, meine Wahrheit – Das ist die Philosophie. Keiner sorgte hier für Klarheit, Kein Professor, kein Genie.
Deine Wahrheit, meine Lüge – Wo verläuft die Grenze nun? Weißt du wann ich dich betrüge? Kannst du was dagegen tun?
Keine Lüge, keine Wahrheit – Ein Verbrechen, was nicht zählt. Dies ist unsre Meinungsfreiheit, Eine Falle dieser Welt.
Kennst du die Rose, die Blume der Liebe? In jedem Garten, erreichbar für Diebe, Steht sie verwachsen und übersehbar, Zart und zerbrechlich, aber ersetzbar.
Kennst du die Liebe, das Zeichen der Rose? Sie lauert bei jedem Mann in der Hose, Ganz einfach zu finden und leicht zu verstecken In dunklen Gassen, in einsamen Ecken.
Die Rose, von Müll, Schmutz und Unrat verdrängt Wurde in ihrer Ehre gekränkt. Die stolze Liebe ist heute nur Spaß, Die Rose – für dreckiges Vieh der Fraß.
…Kennst du die Rose, die Blume die Blume der Liebe?

Ich finde das man gedichte nicht bewerten kann. dem einen gefallen gedichte, dem anderen nicht! so ist es nunmal ich persönlich finde diese gedichte sehr schon wenn auch vom 2 der 2 vers nicht ganz so schön ist. vor allem das erste gedicht regt zum nachdenken an. so sollte es sein, man muss sich damit beschäftigen können. deshalb gefällt es mir

aufbaufähig. definitiv. talent ist vorhanden.
ich mag das erste - sehr tiefsinnig...

da kommt nichts an beim Leser... sorry!
Gedichte leben von Bildern, die sie im Betrachter erzeugen. Das sind nur aneinander hängende Sätze, die nichts erzeugen. Und Liebe mit Diebe und Rose mit Hose zu reimen ist, ist sehr trivial. Die moderne Lyrik verzichtet übrigens auf Reime, um so ein Resultat zu vermeiden. Bitte zuerst Gedichte lesen, moderne und Klassiker, intensiv lesen und spüren was sie mit einem machen. Und erst dann wieder versuchen zu dichten.

Mir sind deine gedichte ein klein wenig zu logisch aufgebaut und lassen tatsächlich inspiriertes assoziatives Schreiben vermissen; meinem Geschmack nach sollten Gedichte förmlich übersprudeln vor sprachlicher Fabuilierwut und (abgesehen davon, dass lyrische Texte freilich stets gut konstruiert sein wollen) ein wenig ursprüngliche, natürliche Brüchigkeit in sich haben...
Ich meine damit ganz konkret: Deine gedichte lassen sich wie mathematische Gleichungen ganz einfach "auflösen", deine Symbole sind eigentlich mehr Indizes und haben völlig eindeutige Zuschreibungen, was mir stets zu glatt, zu formulaisch und zu beherrscht wirkt.
Will dich freilich nicht in Grund und Boden stampfen, sondern lediglich fließendes, assoziatives Schreiben anregen - sei mal ein bisschen wild! ;)
Ansonsten: Gewisses Potential ist vorhanden. Und: Ja, das ist naturgemäß selbstverständlich nur meine Meinung und keinerlei ach so objektives Gutachten eines etablierten, elaboraten Kritikers - Profi bin ich nun mal keiner...
ich finde es gut dass du fragen stellst in deinen gedichten (: gefällt mir.

oleandra am 30. Dezember 2008 21:14 du bist aber ganz schön hart! ;-)
Forsthouse am 30. Dezember 2008 21:16 ...aber Fair ;)

Das "Zofft"noch nicht!

fürs erste und eher eine 5 für das zweite

lauernde rosen haben in hosen nichts zu suchen ... ein verbrechen das nicht zählt, dies ist unsere meinungsfreiheit.eine falle dieser welt..weder lügen noch die unwahrheit sagen ist ein verbrechen. ..und ..nur "dreckige" menschen halten dreckiges vieh.. und die fressen bestimmt keine rosen
siehe auch ; verwandte fragen:
ist konstruktive Kritik überhaupt möglich?

also, hier sog. konstruktive Kritik- die keine Kritik sein soll. Nur ein Vorschlag: Du schreibst- Deine Lüge- meine Wahrheit - das ist eindeutig eine Anklage, die denjenigen, der sie liest negativ stimmen wird. Falls Du es änderst in : Meine Lüge - Deine Wahrheit, ändert sich zwar die Aussage, macht aber nachdenklicher. Und das ist es doch, was Deine Gedichte bezwecken. Bitte schreibe Gedichte nicht in Anklageform,- mehr als Schilderung Deines Empfindens. - Aber versuche es weiter . Viel Erfolg - und Grund, angenehme Gefühle zu schildern - auch , wenn es nicht in Versform wäre. Nicht als Friede,Freude ,Eierkuchen - sondern als Frage? -
ich gebe die "3" - da mir persönlich diese Art Gedichte zwar nicht unbedingt gefallen (zu moralinsauer, sorry) - aber sie gut formuliert sind, die Aussagen stimmig und sie so "okay" sind. Diese Art Gedichte eignen sich gut als Sprüche in Poesiealben oder auf Kalenderblättern - und das ist wertneutral und NICHT negativ gemeint. Gebrauchspoesie ... ein häufig unterschätztes Phänomen. Stellaris

Gute Ansätze, verbesserungswürdig. Such dir eine Schreibgruppe! Sagt: Lars aus der http://www.irrgartenwelt.de (da findest du auch Gedichte von mir)
Ich finde das letzte sehr nett
Vielleicht ist das ja was für Deine Tochter: http://de.poezio.com