Frage von avous, 22

Gedicht... Versuch am Expressionismus?

Schwelgend liegen schwarze Trümmer auf heißem, rasch verkohltem Grund. Schwaden wabern über Straßen, nichts scheint farbig, nichts ist bunt.

Krater und geschmolznes Eisen, prägen die zerstörte Stadt, wie als wollten sie hinweisen, auf das,was sich ereignet hat.

Wenn Völker streiten werden Mächte, die begraben in der Zeit, entfesselt und wild losgelassen, eingraviert in Ewigkeit.

Schwache Menschen wollten siegen über Ihresgleichen Kraft. Trümmer wie hier Steine liegen, so viel Freude Krieg doch macht.

Und dort oben Abendsonne, wie der Götter Friedenslicht, streckt sie golnde, rote Strahlen, kümmert sie kein Krieg doch nicht.

Wie als gäbe sie die Milde, die mit himmelsguter Kraft, trotz des Todes und Verderbens ein Paradies auf Erden schafft.

Mutter Sonne schließt in Arme verlorne Kinder herzensgut, gibt auch diesen, die noch weilen durch ihren Schein verlornen Mut.

Ein Tag mit ihr geht schnell zu Ende, so schrecklich auch die Stunden warn. Es trösten Mutters goldne Strahlen, als Schlusstrich unterm Krieg getan.

Ich habe mich ein wenig am Expressionismus versucht. Wie lautet die allgemeine Meinung?

Antwort
von mychrissie, 12

Bis auf ein paar stilistische Fehler steht dieser Gedicht-Versuch doch immerhin ein paar deutliche Stufen über dem, was hier sonst oft an eigenen "Werken" gepostet wird.

Wenn Du das Taschenbuch mit der besten Expressionismus-Gedichtanthologie, die es bisher gab, noch nicht hast, versuch es zu bekommen (evtl. antiquarisch):

"Menschheitsdämmerung" Ein Dokument des Expressionismus, herausgegeben voin Kurt Pinthus, rororo Klassiker.

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