Ich muss als Hausaufgabe in Deutsch ein Gedicht interpretieren,und sitze seit einer halben Stunde da und mir fällt echt nix ein,verstehe keinen einzigen Vers. Könnte mir jemand helfen,ich will auch nich meine Hausaufgabe jemandem machen lassen,aber ich kapiere echt nix. Hier das Gedicht:
Vom Ich zum Wir. Von Heinrich Annacker. Einst schien das Ich der Angelpunkt der Welt, uund alles drehte sich um seine Leiden. Doch mählich kam erkennendes Bescheiden und hat den Blick aufs Ganze umgestellt. Nun fügt das Ich dem großen Wir sich ein und wird zum kleinen Rad an der Maschine. Nicht, ob es lebe - ob es willig diene, bestimmt den Wert von seinem eignen Sein!
Ich bedanke mich schonmal im vorraus für Antworten und hoffe,dass mir jemand helfen kann.

ein mensch ohne erfahrung hält sich oft für den mittelpunkt des ganzen.....durch reife und erfahrung sollte jeder im laufe seines lebens erkennen das er nur ein kleines rädchen im großen getriebe darstellt.

Ist doch einfach, versuch doch mal zu verstehen was er damit meint, bzw. schau was du darin verstehst, eine Interpretation ist selten "falsch".

Mein erster Eindruck: kleines Kind (sehr Ich-bezogen) wächst zum Arbeiter und damit zum "Rädchen im System" heran (wo die Stechuhr das Leben bestimmt und nicht mehr die eigenen Wünsche). Und über diese Erkenntnis grämt sich der Autor nun. Also "ach, wie war es früher schön als Kind"...
Würde auch gut zur Thematik des morgigen Tags der Arbeit passen...

Als er das Ego noch in den Vordergrund stellte,verursachte es all die Leiden,die er später,als er das grosse Ganze sah nicht mehr bemerkte.Als wir nimmt er sich nicht mehr so wichtig.

Vielleicht so: Ein Kind nimmt zuerst, sagen wir bis zur Pupertät, nur sich selber wahr und nimmt sich wichtig. Mit der Zeit merkt man, dass man nur in der Gesellschaft zusammen leben kann, wenn man sich einfügt und nur als Gesellschaft kann die Menschheit bestehen.
Ich denke es hat etwas mit "über den Tellerrand schauen" zu tun. Das ICH ist egostisch, Einzelgänger. Allmählich hat er gelernt, auf das ganze zu achten, auf das WIR und erkannt, daß im Vergleich dazu, daß ICH nur ein kleiner Teil vom ganzen (kleines Rad an der Maschine) ist. Es kommt auf das Miteinander an. Das leben oder dienen eines einzelnen bestimmt nicht seinen Wert!
Kann auch ne' absolute Fehlinterpretation sein. Nur meine ersten Eindrücke!!!

Vielleicht hilft es dir, wenn du weißt was Heinrich Annacker früher gemacht hat: Er hat früher Marschlieder für die H- J (wird hier nicht erlaubt es auszuschreiben) geschrieben und in seinen Liedern betonte Anacker die totale Ausrichtung auf die Autorität Hitlers.
Vielleicht hilft das dir ja ein wenig bei deiner Interpretation.
Slarty am 30. April 2009 15:39 Wow - extrem interessante Information! Die sollte man tatsächlich haben, weil sich das ganze damit echt GÄNZLICH anders liest...

ganz einfach, versuch einfach durch natürliche Hebungen und bewuster Aussprache eine Spannung zu erzeugen. Komma, Punkte unbedingt mit einbeziehen. glaub mir es funktioniert. Habe öfters schon eine Lesung in der Öffentlichkeit erfolgreich absolviert. Lade Freunde ein und versuche von denen dann ein entsprechens Feedpack zu erhalten