Frage von chillerin1997, 77

Gedanken, Selbstwahrnehmung, Schizophren durch Cannabis?

Hallo Liebe Mitglieder.

Diesmal geht es um eine etwas ernstere Frage.

Eine sehr gute Freundin von mir hat mich gebeten ihr bei einem Problem zu helfen, aber da weiss ich leider selber nicht viel darüber.

Dennoch Interessiert mich dieses Thema sehr, da wir des öfteren über unsere Selbstwahrnehmung und über unser "ICH" etc. geredet haben.

Die Sache ist die: Sie hatte eine "harte" Kindheit. Missbrauch, Verschuldete Eltern, Heim, und und und. Nun glaubt sie dass sie deswegen Depressiv geworden. Sie war zwar ein Emo und ritzte sich aber sie hatte eine Zeit, da schien es ihr wirklich gut zu gehen, als wären alle Sorgen verflogen.

Doch dann kam der Tag...

Sie rauchte Gras und ab da fing sie an anders zu werden. Sie fing an viel über die Vergangenheit zu denken und wurde aber auch im positiven Sinne viel Tiefgründiger und wurde somit auch Reifer.

Nur der negative Aspekt darin ist, dass sie sehr oft über schlechte Dinge anfing nachzudenken und plötzlich kamen ihre Gedanken immer mehr durcheinander. Sie bildete sich sogar ein das ihre Gedanken in der Stimme anderer Leute wären. "Verrückt" will sie nicht werden, meinte sie immer. Ich finde auch nicht das sie verrückt ist doch man hört doch immer wieder von Leuten die im "Alter" immer verrückter wurden.

Ich will natürlich auch nicht das sie Verrückt wird und will ihr dabei helfen wieder auf normale Gedanken zu kommen und nicht immer gleich alles Schwarz zu sehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie noch in der Entwicklungsphase ist. Aber sie hat auch Angst, dass sie hängen bleiben könnte bei dem Konsum dieser Droge. Sie raucht zwar schon viel weniger als vor 2 Jahren aber sie meint dass sie oft müde sei und manchmal kommt ihr alles Unreal vor.

Meine** FRAGE**: Wie viele werden von Cannabis schizophren?

Ist sie bereits Schizophren oder kann man da noch was ändern damit sie fast wieder so ist wie früher?

Hängt es mit ihrer Vergangenheit zusammen oder kann man auch so Depressiv werden?

Antwort
von Maimaier, 41

Das Problem ist nicht der Cannabis. Das Problem ist ihre schreckliche Kindheit. Cannabis entspannt, sie hat den Mut nachzudenken über all das. Der Schmerz, die Ungerechtigkeit usw. Sie verarbeitet all das. Daher die Probleme, das durcheinander sein, die Stimme. Natürlich ist sie Depressiv, das zeigt doch nur das sie geistig normal ist, sie hat ja genügend Gründe traurig zu sein in dieser Phase.

Aber das nachdenken und verarbeiten hilft auf Dauer, heilsam, Gesundung. So wie ein Entzug zwar schlimme Symptome hat, aber danach gehts steil aufwärts. Oder das Fieber zwar schlimm, aber wenn es überstanden hat ist man wieder gesund.

Cannabis ist zum Glück harmlos. Alkohol, Tabak, Tabletten usw. können weit gefährlicher werden.

Antwort
von aXXLJ, 22

Verhaltensauffällig werden unter Cannabis laut Cohen-Studie etwa 1,5 - 2,2 % aller Konsumenten. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Personen zwangsläufig schizophren werden.

Überdies gibt es inzwischen gute Forschungsergebnisse dahingehend, dass Inhaltsstoffe des Cannabis (vorwiegend CBD - Cannabidiol) gegen Schizophrenie wirksam sein können.

Du - bzw. Deine Freundin - (b)ist noch relativ jung, unerfahren und vermutlich noch nicht ganz durch mit der Entwicklung/Pubertät, deswegen würde ich den Fokus nicht so sehr auf eine "Depression wegen der Vergangenheit" richten - sondern eher auf eine "Euphorie in Sachen Zukunft."

Google mal "Rauschzeichen". Vielleicht können "Deine Freundin und Du" sich die 10 € für dieses großartige Buch ja teilen?

Antwort
von MrsAntwort, 31

Kann man so nicht sagen,aber es ist gut möglich dass es damit zu tun hat. Rede mit ihr oder versuche ihr das gras zu klauen und verbrennen .. Rede mit ihr einfach erst oder ... Sie sollte einen Psychiater besuchen

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