Retzlaff am 04.04.2008 um 12:30 Uhr
Ich zahle seit Sept.07 in einen Riester-Vertrag ein. Bei der jährlichen Bescheinigung für die Einkommensteuer ist nun aufgelistet, dass ich bis Dez.07 262 Euro einbezahlt habe, davon wurden unter "einbehaltene anteilige Abschluss- und Vertriebskosten" 132 Euro einbehalten, ich habe also ein Guthaben von 111 Euro. Kann es sein, dass über 50 % an Gebühren weg gehen? Mir kommt das extrem hoch vor. Wer kennt sich mit den anfallenden Kosten eins solchen Vertrages aus?
da wird wohl die provision für den vertreter dabei sein. der muss ja auch von was leben.
Üblicherweise werden die Kosten auf die ersten 5 Einzahlungsjahre verteilt. Was dazu führt das bei geringen Einzahlungen zunächst sehr hohe Gebühren fällig sind.
Für Dich bindent ist natürlich was in Deinem Vertrag dazu steht.
Über die Gebühren sollte man sich immer vor Abschluß informieren.
"Nachteile der Riester-Rentenversicherung:
Viele Anleger übersehen allerdings den äußerst nachteilhaften Kostenfaktor von Riester-Rentenversicherungen.
Allein die Abschlussgebühren schlagen mit acht bis fünfzehn Prozent zu Buche.
Da diese Kosten in den fünf Anfangsjahren des Vertrags zu begleichen sind, wirken sie sich erheblich auf die Rentabilität des Vertrags aus.
Auf eine Sicht von dreißig oder vierzig Jahren gehen bei der Wahl des falschen Anbieters so sehr schnell einige tausend Euro verloren.
In guten Börsenzeiten, wie es die letzten Jahre waren, sind daher fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen beliebt.
Ein gefährlicher Trugschluss.
Zusätzlich zu den Abschlussgebühren fallen bei der fondsgebundenen Variante Ausgabeaufschläge, Verwaltungsgebühren und nicht selten Kosten für das aktive Management an."
(ausführlich s.http://www.altersvorsorge-planen.de/kostenfalle-riester-rentenversicherung.html)

Ein Vergleich vor Abschluss ist immer lohnend. Auch die Wahl des Beraters.
Versicherungen weisen immer Abschlusskosten auf. Davon betroffen ist jede Versicherung. Nur mussten die Versicherungsgesellschaften bisher diese Kosten nicht transparent machen. Der größte Teil der Kosten am Anfang geht als Vertriebskosten drauf. Im Durchschnitt betragen die Kosten 5-10%. Alle Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler erhalten kein Festgehalt. D.h. sie haben unternehmerisches Risiko, keine Sozialleistungen und müssen selbst für ihren Unterhalt sorgen.
Am kostengünstig sind ungezillmerte Riester-Verträge auf Fondsbasis und Direktversicherer.
Sorry.stimmt nicht ganz!Hauptsächlich sind Versicherungsvertreter selbstständing.Es gibt aber auch Angestellte nach HGG §59.Diese erhalten aber auch ebenfalls Provisionen zu ihrem Festgehalt.

ich frag mich aber auch ehrlich gesagt, warum die jew. versicherung nicht einfach in vorkasse tritt für die vertreter, immerhin haben die von dem geld genausoviel, wie vom kunden abgezwackt, aber der kunde hat mehr.
Gut und schön, aber über 50%, da hört der Spaß auf
bei mir war das auch so damals, war aber nur das erste mal so, wie gesagt, wegen der provision und die fällt halt einmalig an.