Frage von SSchmal, 230

Gebrauchtwagenkauf: Wo beantragt der Händler den Fahrzeugbrief?

Hallo,

ich habe bei einem Autohändler einen gebrauchten Opel Astra gekauft. Kaufvertrag ist unterschrieben und Auto ist bezahlt. Der Händler will mir die für die Zulassung nötigen Unterlagen zusenden, sobald er sie selbst hat (er sagt, der Fahrzeugbrief sei "beantragt").

Inzwischen kommt mir das komisch vor: Was gibt es bei einem Gebrauchtwagen zu beantragen? Ihm sollten die Papiere doch vorliegen, oder? Danke und Gruß, Simone

Antwort
von Genesis82, 146

Die Fahrzeugbriefe liegen nicht immer einfach beim Händler in der Schublade (bzw. im Tresor). Oft liegen sie bei seiner Hausbank als Sicherheit und müssen dann eben von dort geordert werden. Oder der Händler ist nur eine Filiale und der Brief liegt in der Zentrale und kommt von dort. Oder der Verkäufer darf den Brief erst rausgeben, wenn der Vorgesetzte sein ok gegeben hat.

Kommentar von jbinfo ,

Immer wieder mal schön zu lesen, wenn jedenfalls einer Ahnung hat.

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 115

Als allererstes: man bezahlt nicht ohne direkt dafür Brief und Schlüssel zu kriegen. Das ist unüblich und endet oft mit Ärger. Außerdem hat man dann keinen Hebel mehr, um den Händler unter Druck zu setzen. Allerhöchstens kann man sich auf eine geringe Anzahlung einlassen.

Autohäuser sichern gerne mal Kredite über ihren Gebrauchtwagenbestand ab und müssen dafür die Briefe bei der Bank hinterlegen. Die Herausgabe muss er beantragen, kriegt ihn aber nur gegen Geld oder neue Sicherheiten. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Ist der Händler überschuldet, kriegt er den Brief nicht, das Geld ist schon wieder in einem anderen Loch verschwunden und der Kunde hat am Ende sein Geld los aber kein Auto. Kommt alles immer wieder vor.

Antwort
von stertz, 162

Der Brief könnte bei seiner Bank als Sicherheit liegen wenn er seinen Fahrzeugbestand finanziert hat.

Kommentar von SSchmal ,

Danke, das wäre ja auch ok. Abgesehen davon, ist es aber nicht "normal", wenn beim Gebrauchtwagenkauf der Händler erst die Papiere irgendwo beantragen muss, richtig? Eigentlich liegen die ihm vor, und wenn man das Auto bezahlt, sollte man die eigentlich sofort bekommen können, richtig?

Kommentar von stertz ,

Nicht zwingend. Ich würde einfach mal nachfragen wo denn der Brief herkommt. Ich denke aber nicht das du ein Problem hast, das wird sich klären.

Antwort
von siola55, 89

Hi SSchmal,

er könnte das Fahrzeug ja auch evtl. in Kommission auf seinem Verkaufsgelände abgestellt haben und der eigentliche Verkäufer (Privatperson) will erst die Kohle und rückt dann den Fahrzeugbrief raus...

Gruß siola55

PS: Warum läßt du nicht einfach den Autohändler das Auto zulassen??? Dies ist doch bei Autohäusern üblich...!?!

Antwort
von AmandaF, 148

Den Fahrzeugbrief muss er als Verkäufer haben. Ist es denn ein offizieller Gebrauchtwagenhändler?

Kommentar von SSchmal ,

Ja ist er. Sogar Vertragshändler. Allerdings ein kleines Autohaus.

Kommentar von AmandaF ,

Na dann passt hoffentlich die Antwort von Stertz. Es könnte so sein.

Antwort
von Andreaslpz, 141

Vielleicht war das Fahrzeug dauerhaft stillgelegt, dann muss es übers Amt wieder angemeldet werden, wobei das nun wirklich kein Akt ist, schon gar nicht für einen Autohändler

Kommentar von SSchmal ,

Meines Wissens hatte er den Wagen nicht lange rumstehen, war gerade erst in Zahlung gegeben worden vom Vorbesitzer. Stillegung ist also eher unwahrscheinlich.

Kommentar von hilflos99 ,

Der Brief wird nie entwertet oder eingezogen, auch nicht bei einer längeren Stilllegung. Das ist der Schein

Kommentar von Andreaslpz ,

Von Briefentwertung habe ich auch nichts geschrieben

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