bambuk am 24.08.2008 um 20:56 Uhr
was würdet ihr sagen, wofür stehen worte? würdet ihr der these zustimmten: 'worte sind nur bezeichnungen'? wenn nein, wieso nicht?

Worte stehen für aussagen
Aussagen stehen für Dedanken
Gedanken stehen für Gefühle
Gefühle stehen für den Mensch

Worte sind Schall und Rauch. Es muss auch ein Sinn dahinter stehen.

Wörter sind Bezeichnungen.
Worte drücken mit Wörtern etwas aus.
Wörter und Worte sind unterschiedliche Begriffe.
Das merke ich in der Woche den ganzen Tag. Ich mag keine Leute die um den "heißen Brei" reden und meinen man ist am Telefon ein Hellseher.
Ich glaub, da müsste man ein ganze Buch schreiben, um einen Bruchteil deiner Frage auch nur annähernd beantworten zu können. ;-)
Wort - drücken die Gedanken aus, aber nur manchmal. All das, was man denkt, samt Erinnerungen und Gefühlen die dabei mitschwingen, kann man gar nicht in worte fassen.
Worte dagen die Wahrheit - manchmal auch Halbwarheit oder leider auch die Lüge.
Manche Worte sind tatsächlich nur Bezeichnungen für Kreuzschlitzschrauben mit der Länge 35 mm. Manche Worte sind ohne Wert. Andere Worte können viel aussagen.
Manche Worte sind ohne Wirkung, Schall und Rauch. Andere Worte bewirken etwas, im besten Fall bewirken sie, was sie sagen.
Worte können helfen - Worte können Schaden anrichten.
Worte können echt sein oder heucheln.
Worte können Licht ins Dunkel bringen - oder die Sicht vernebeln und verschleiern.
In Worten steckt viel Geschichte (Etümologie). Guck dir mal die Wendung:Eine geschlagene Stunde am Telefon hängen an:
-> geschlagene Stunde, wörtlich, weil die Kirchturmuhr schlägt -> am Telefon hängen, weil die Telefone früher tielweise an der Wand hingen und man sich mit dem Arm draufhängen konnte.
usw.
Bei Menschen sind Worte meist eine Mischung: Mal echt, mal geheuchtelt. teilweise bewirken sie etwas, teilweise sind sie bloße Bezeichnungen oder auch mal völlig wertlose Luftblasen.
Der einzige, der da ne Ausnahme macht, ist der mit dem "Spitznamen" "das Wort" - gemeint ist Jesus. Wenn der (oder auch Gott) etwas sagt, dann passiert das auch. ("Wenn Gott spricht, dann passierts. Wenn er befiehlt - dann stehts da.") Jesus ist auch der einzige,der nie leeres Geschwafel macht. (Was uns sonst als Menschen ja recht leicht fällt.) Das, was er tut, stimmt mit dem überein, was er sagt.Und das, was er sagt, passt zu dem, was er tut.
Bei Jesus sind also seine Wort und sein Tun dasselbe (was man von uns glaubich nur relativ selten behaupten kann). Daher könne man ihm auch die grammatische Bezeichung "das Tu-Wort" als Titel geben ;-). Üblicher ist aber einfach "verb(um)" (lat., was grammatisch das gleiche ist wie das Tu-Wort) doer noch besser schlicht und einfach das Wort.
Zu all den obigen Gesichtspunkten wäre wohl noch viel mehr zuschreiben, und sie sind nicht annähernd vollständig.