Frage von DurriAmg, 92

Geblitzt jedoch nicht richtig?

Hallo und guten Abend! Ich fuhr heute auf der Bundesstraße mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 kmh! Hinter mir fuhr ein Junge den ich zufällig aus meiner Ortschaft kannte. Ich kann nicht genau sagen wie schnell ich fuhr aber ich war zwischen 90-100 kmh unterwegs. Aufeinmal sprang ein polizist auf die straße und bat mich rechts ran zu fahren was ich auch natürlich machte. Er fragte mich nach meinen Führerschein und den fahrzeug papieren die ich ihm gab. Er fragte ob ich mir bewusst sei warum er mich aufhaltete ich sagte ja warscheinlich etwas zu schnell darauf sagte er mit lauter stimme das ich meinen führerschein sowieso los bin und ich natürlich in meiner aufregung fragte direkt weshalb und er meinte das ich 171 kmh abzüglich toleranz gefahren bin. Das natürlich akzeptierte ich überhaupt nicht darauf hin zeit er mir sein radargerät mit den er micht angeblich messte und es stand 171 kmh drauf. Das fahrzeug das hinter mir fuhr von dem jungen den ich aus der ortschaft kennte haben Sie zeitgleich mit mir aufgehalten. Selbes prinzip nur fragten sie ihn ob wir rennen fahren oder ob wir es zu eilig haben!? Er sagte zur polizei das er normal hinter mir fuhr und auf die frage des polizisten ob ich schnell fuhr sagte er das ich ca 2-3 wagenlängen vor ihm war. Jetzt kommts die polizei hat mir vor ort den führerschein abgenommen, der typ der hinter mir fuhr durfte weiter fahren ohne ein knöllchen. Wenn er 2-3 wagenlängen hinter mir war bei einer beschränkung von 70 kmh. Kann ich nicht 171 kmh gefahren haben und das sagte ich ihm auch. Ich hatte zugeben das ich schneller unterwegs war aber nicht so dermasen schnell so ein typ bin ich auch nicht. Meine frage kann durch eine laserpistole so ein fehler zustande kommen und könnte ich das hinter mir fahrende fahrzeug als zeugen nehmen?

DANKE!!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Parhalia, 50

Die Geschichte ergibt irgendwie keinen Sinn. Wenn sie Dich wegen angeblicher 171 festgehalten HÄTTEN und der "Junge" laut EIGENER Aussage gegenüber den Beamten sagte, Du seist 2-3 Wagenlängen ( also ca. 10 - 15 Meter ) vor ihm ( bei DIESER Geschwindigkeit ) gefahren, so hätte IHM neben dem selben Vorwurf wie Dir gegenüber ZUSÄTZLICH noch ( SANKTIONSVERSCHÄRFEND ) der Vorwurf des Nicht Einhaltens des Abstandes unterhalb 1/10 des Tachowertes gelten MÜSSEN.

Daher ist doch irgend etwas absolut unstimmig an dieser gesamten Geschichte.

Kommentar von DurriAmg ,

Wie gesagt ich sah das er hinter mir fuhr den abstand kann ich nicht einschätzen
Er hielt es für richtig den hinter mir fahren aufzuhalten, fragt ihm aus und lässt ihm weiter fahren ohne wenn und aber hat zwar nen alko test noch gemacht aber das war aus darum die sache ist mir extrem spanisch ich beteurte meine unschuld und sagte ihm dass das Gerät villeicht fehler!
Therorätisch könnte er ja wen anderen gemesen haben und sagen ich wär das gewesen. Er hat zusätzlich noch ein foto von den gerät gemacht wo die geschwindigkeit drauf steht ich bin echt verzweifelt

Kommentar von Parhalia ,

Fuhr der Junge den  in diesem geringen Anstand auf DEINER Spur direkt hinter Dir, oder fuhrst Du auf der linken Spur und er auf der rechten Spur ?

Weil in Deinen Kommentaren zu anderen Antworten sagst Du, dass die Strasse pro Fahrtrichtung ZWEI Fahrstreifen hatte mit einer räumlichen Trennung der Fahrstreifen von etwa 1 Meter Breite in der Mittellinie.

Also in etwa so stelle ich mir das momemtan vor : 

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--Trennstreifen 1 m breit--- hier soll ein Polizist mit Laserpistole gestanden haben

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Oder wie sah die Wegstrecke aus? Wo stand der Polizist, auf welcher Spur fuhrst Du und auf welcher Spur der "Junge" ?

Weiter noch Fragen zu Deinem Anhalteweg, als Du den Polizisten mit seinem Anhaltesignal registriertest. Bei 100 KM/h hättest Du ( nach aktuellen Faustregeln für PKW auf trockener Strasse ) einen Anhalteweg je nach Schärfe der Bremsung zwischen etwa 80 bis 125 Metern gehabt.

Bei 170 läge der geschätzte Anhalteweg bereits zwischen etwa 190 - 340 Metern.

Letztlich KÖNNEN bei der Bedienung individueller Laser-Messgeräte natürlich auch Fehler auftreten, gegen die man dann bei hinreichender Argumentation auch rechtlichen Einspruch ob der Richtigkeit des Messergebnisses einlegen könnte.

Bzgl. allgemeiner Messmethodik der Lasermessung könntest Du hier schon erste Infos finden. ( bzgl. MÖGLICHER Fehler bei der Messung )

http://www.verkehrslexikon.de/Module/GSLaser.php

Ansonsten bleibt Dir nach Erhalt des schriftlich formulierten Bussgeldbescheides ggf. nur eine umgehende Beratung durch einen Fachanwalt für Verkehrsrecht. ( Erstberatung zur Sachlage kannst Du dort ja auch schon vor Erhalt des Bussgeldbescheides einholen )

Kommentar von DurriAmg ,

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==============polizei
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-------Pkw-----ich--

Kommentar von DurriAmg ,

Ich warte auf den Bescheid und werde rechtlich dagegen vorgehen.
Jedoch müssten meine Chancen gut stehen wenn ich den Anhalte weg + Zeugen vorlege?
Weil mit der Geschwindigkeit die die Polizei behauptet mich geblitzt zu haben schein nicht richtig mit dem Bremsweg!
Danke

Kommentar von Parhalia ,

Die Anzweiflung der Geschwindigkeit unter der o.g. Annahme ( Überschlagsrechnung ) des Bremsweges solltest Du dann auf jeden Fall schon mal einbringen.

Erwähne auch unbedingt die Situation mit dem Dir bekannten Jungen, der Dir bei gleicher Geschwindigkeit mit höchstens 2-3 Wagenlängen gefolgt sein soll.

Wenn Du bei 170 hättest scharf bremsen müssen, dann wäre er Dir bestimmt hinten drauf geknallt. Bei 170 beträgt alleine SEIN Reaktionsweg ( Bis er überhaupt auf die Bremse tritt ) in etwa 47 Meter. 

Er soll aber lediglich etwa 10 - 15 Meter hinter Dir gefahren sein....der wäre DANN doch voll in Dich reingescheppert.

Kommentar von DurriAmg ,

Danke danke danke das du so bemüht bist! Ich warte auf den Bescheid und hoffe aufs beste
Die polisten waren zu zweit mit die zeugen bin ich zu 3.
aber gegen den Staat wirds schwer diesmal lass ich mir das sicher nich gefallen!

Kommentar von Parhalia ,

Ich wünsche Dir aber auf jeden Fall schon mal vorab viel Erfolg. 😉

Kommentar von DurriAmg ,

Hallo Neuigkeiten hab ich für euch!
Sie haben mir meinen führerschein ja vor ort genommen.
Jetzt hatte ich einen Termin bei der Polizei bin mit meinen Rechtsanwalt hingegangen, der Bearbeiter hatte noch keine Strafe weitergeleitet bekommen sprich er konnte mir das Strafausmaß sowie die Bußgeld Höhe noch nicht nennen. Mein Anwalt hat es geschaft das ich meinen Führerschein zurück bekomme bis die endgültige Strafe fest steht. Also wenn die Strafe da ist muss ich Ihn wieder hergeben.
Ich hatte 21 tage keinen Führerschein und fragte ich ob mir das auch angerechnet wird.
Also wenn ich zb 3 monate entzug bekomme das sie die 21 Tage berücksichtigen. Er sagte nein das interessiert den Staat nicht ich müsse Ihn für volle 3 monate dann hergeben unabhängig davon wie lange er weg war !?
Ist das richtig so wie er es mir erklärte.

Kommentar von Parhalia ,

Zunächst erst einmal danke für die Information.

Mit den Erklärungen bezüglich des möglicherweise anzuordnenden Fahrverbotes kann ich es Dir jetzt nicht eindeutig beantworten. Wenn Dein Führerschein direkt vor Ort beschlagnahmt oder vorläufig entzogen wurde und während dieser Zeit in Deiner Führerscheinakte lag, so kann dieser Zeitraum der vorläufigen Massnahme durchaus auf das später ausgesprochene Fahrverbot entweder im Ordnungswidrigkeitsverfahren, oder im Strafverfahren nach StPO berücksichtigt werden.

Bei Dir ist nun aber die Besonderheit, dass Du Deine FE ja erst einmal zurück bekamst und das Verfahren an sich ja noch garnicht eingeleitet wurde. Da kann es durchaus sein, dass Du die FE nach Rechtskraft eines Bussgeldbescheides, bzw. nach  Rechtskraft eines Urteiles in einem entsprechenden Strafverfahrens dann für die dort genannte Dauer des Fahrverbotes abgeben musst.

Bei letzterem würde der Zeitraum einer vorläufigen Beschlagnahme wenn überhaupt dann gleich mit berücksichtigt werden in der Aussprache der Dauer der Untersagung.

Kommentar von DurriAmg ,

Hmm ok danke dir erstmal
Bin schon gespannt was hier raus kommt!
Halte dich auf dem laufenden

Kommentar von Parhalia ,

Das kannst Du gerne machen.😉

Kommentar von DurriAmg ,

3 statt 6 monate Fahrverbot durch Anwalt
Statt 1200 strafe 620€ strafe
Lg

Antwort
von Elguarana, 55

Wenn es wirklich genau so gewesen ist, wie du es uns beschrieben ist, dann kannst du definitiv dagegen vorgehen. Du sagtest, er ist auf die Straße gesprungen, in welchem Abstand zu deinem Wagen denn? Vor dir, oder hinter dir? Ansonsten sind Zeugen natürlich Gold wert.

Kommentar von DurriAmg ,

Die straße ist zweispurig wo ich fuhr links ist eine eine 1 meter breite trennung und dann noch mal zweispurig für den gegenverkehr er stand genau auf dieser 1 meter breiten trennung und meste die andere straßenseite 

Er sprang vor mein auto also aus meiner sicht direkt vor mir ich musste scharf bremsen da er so kurzfristig vors auto sprang 

Kommentar von Elguarana ,

Hmm alles klar. Dann versuche alles nochmal zu rekonstruieren. Bei 171 Km/h ist der Bremsweg noch sehr lang, auch bei direkter Bremsung. Jenachdem wie nah er vor dir stand, kann man so seine Behauptung widerlegen und die Sache ist durch. 171 Km/h fährt man ebenfalls nicht eben so bzw. nicht ohne es zu bemerken. Wenn du 100%ig davon überzeugt bist, dass du nichts falsch gemacht hast, dann gehe dagegen vor. 171 Km/h auf einer 70iger Straße ist/wird eine ernste Angelegenheit (besonders hinsichtlich des juristischen Wegs).

Kommentar von DurriAmg ,

Ja das stimmt wär ich so schnell gefahren hätt ich den niedergemäht! Danke für den tipp.
Ja ich bin kein unschuldslamm und versuche auch nicht zu sagen das ich nicht zu schnell war was jedoch unerklärlich ist wie der auf die 171 kommt ??

Kommentar von Elguarana ,

Warte aufjedenfall erstmal was auf dich zukommt und gehe dann in die Offensive. Viel Glück o/

Antwort
von LiFe0, 48

Nimm den hinter dir als zeugen auf jeden fall und lass alles drauf ankommen, sowohl busgeld als auch alles andere

Kommentar von DurriAmg ,

Ja und ich hab jetzt kein führerschein mehr und fahre 55 km täglich in die arbeit, einfach unverschämt

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