Gebisslos Reiten, mit dem LG-Zaum?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

hallo,

die gebissstücke hast du ja recht gut beschrieben.

was liegt dem pferd sonst so um den kopf herum - und vor allem, WIE pflegst du es?

für empfindliche pferde muss das leder so weich und biegsam sein, wie ein - schuldige den vergleich - wie ein rohes schnitzel. 

du solltest jegliche nieten am zaum vermeiden, nichts rundgenähtes verwenden. die nähte und lederstücke, die direkt am pferdekopf liegen (und das sind aus optischen gründen so ziemlich alle nähte), sollten flach gehalten sein. die lederstücke sollten vor dem vernähen zum ende hin abgeflacht sein, damit sich keine wülste ergeben.

ein lederzaumzeug sollte vor dem ersten gebrauch gewaschen werden, damit überschüssige, allergieverursachende farbe entfernt wird. anschliessend wird das ganze schonend getrocknet und noch leicht feucht gefettet, bis das leder "satt" ist.

ausserdem muss die grösse genau passen. es darf nichts scheuern, nichts drücken.

die zunge, die lade und das zahnfleisch muss der pferdedentist sehen. und natürlich auch, ob es weiter hinten haken hat.

es ist keine sache des noch und nöcher dinge ausprobieren und zum schluss ein pferd zu haben, dass "sauer" ist.

es ist eine frage dessen, die ursache zu finden und sie abzustellen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Janabanana1968
15.12.2015, 08:02

Also mit der Zäumumg hatte ich auch chon vieles probiert : rundgenäht oder nicht, anatomisch geschnitten, mit hannoverschem, englischem und mexikanischem Reithalfter und auch ganz ohne. Momentan reite ich ihn mit einem englischen Reithalfter (ohne Sperriemen!) und einer nicht rundgenähten Trense. Der Pferdedentist war letzten Monat das, kaum Hacken, die, die da waren wurden entfernt. Und bei der Größe bin ich mir sicher, dass die Trense passt. Ein erfahrener Trainer hat auch schon draufgeschaut und ist ihn geritten, jedoch ohne Erfolg. Ein tierarzt hat ihn ebenfalls abgecheckt, ohne Ergebnis.

1
Kommentar von Janabanana1968
15.12.2015, 11:57

Das mit den Verdickungen ist mir gleich aufgefallen, aber der TA meinte, dass es durch die Anweidezeit kam. Es hatte mich zwar gewundert, dass es nicht weg ging, aber jetzt, wo ich das lese weiß ich ganz klar, dass ganz unten zwischen den Unterkieferhälften ein Gnubbel ist, ca. 1qcm groß. Was hat das denn zu bedeuten? Und könntest du mir evtl. die Links für die Bilder von den korrekt sitzenden Trensen schicken? GlG Jana und vielen, vielen Dank für Ihre Beantwortung und Hilfe bei meiner Frage :)

0

Ich hab ausschließlich gute Erfahrungen mit dem LG. Meine Stute war mit Gebiss immer unter Strom und ist bei kleinsten Veränderungen (zB hat schon den langen Zügel aufnehmen gereicht) ohne Vorwarnung ausgeflippt. Bin dann einige Zeit nur mit Knotenhalfter geritten, das ging auch schon gut, nur haben wir uns damit eben im Viereck etwas schwer getan. Seit 3 Jahren reit ich sie nun mit LG, mit dem Original-Nasenriemen und Lederkinnriemen, ohne Hebelwirkung (weils einfach ohne genauso gut geht wie mit und dann muss ich es nicht schärfer machen als notwendig), und sie geht super. Stellen, biegen, kein Problem.

Von wegen Nasenbeinbruch: Unbemerkt bliebe der sicher nicht, wenn du dein Pferd nur ein wenig beobachtest. Und wenn das LG richtig eingestellt ist (korrekte Höhe und nicht zu locker), kann nichts passieren. Da seh ich regelmäßig Halfter, die fahrlässig weit sind, da stellts mir mehr die Haare auf als wenn jemand den LG ein Loch zu lang hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wann war denn zuletzt der Zahnarzt da?  

Und bei aller Liebe, aber du hast vielleicht immer Gebisse probiert, die gar nicht ins Maul gepasst haben?  

Meiner zb hat nicht mehr Platz als für 13mm Gebisse - maximal. 

Ich würde mir einen guten Trainer holen, der sich das Pferd mal anschaut und mir seine Einschätzung gibt.  

Auch zur gebisslosen Zäumung gehört Vorarbeit am Boden, die gekonnt werden will.  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Janabanana1968
15.12.2015, 07:56

Der Zahnarzt war vor 1 Monat da. und an der Stärke des Gebisse kann es auch nicht liegen, da ich verschiedene ausprobiert habe :)

0
Kommentar von Janabanana1968
15.12.2015, 11:50

Schon, aber mit dem empfohlenen Gebiss lief er wie immer...es war eine doppelt gebrochene Schenkeltrense, 14,5 cm. Die dicke weiß ich leider nicht auswendig :/

0

Hallo,

die Frag die du dir stellen solltest ist, warum diese Zäumung? Gebisslos wird gerade unglaublich gehypt und die wenigsten Reiter/Trainer haben Ahnung davon was/wo/wie wirkt. Ich bin auch kein Profi bei den gebisslosen Zäumungen, da fehlt auch einfach gute (!), objektive Fachliteratur zu. Meistens findet man (vor allem von den ganzen "neuen" Erfindungen) die Anleitungen von den Entwicklern, zw. von den Leuten, die mit Gebisslos ihr Geld verdienen.

Ich habe irgendwann mal gelernt, dass eine Zäumung die über Hebel wirkt, nichts in unerfahrenen Händen und nichts an jungen(in der Ausbildung befindlichen Pferden zu suchen hat. Da würde für mich der LG-Zaum schon einmal rausfallen. Zu dem besteht bei vielen gebisslosen Zäumungen das Problem, dass sie wirklich entsetzlich sitzen, weil keine Socke (auch die Verkäufer nicht) eine Ahnung haben wie die Teile verschnallt werden.

Ich reite, wenn ich ohne Gebiss reite entweder mit einem Kappzaum (Wiener und Cavecon) oder mit einem Sidepull. Den Kappzaum mag ich sehr gerne, da ihn die Pferde von der Hand- und Longenarbeit kennen, das Sidepull ist bei uns nur für "zwischendurch", da ich über die Impulsreitweise immer mal wieder unseren Ausbildungsstand überprüfe.

Genau wie eine Kastration bei einem Hund keine Erziehung ersetzt, löst eine gebisslose Zäumung keine grundlegenden Rittigkeitsprobleme. Wie lange sind denn die verschiedenen Reiter geritten? Wenn ich mich auf ein "verittenes" Pferd setzte, läuft das auch murksig, dass dauert bis sich da positve Veränderungen ergeben. Auch nützt es wenig, wenn man Sachen sehr schnell wechselt, dass sind ja eine Menge Sachen die du in den unterschiedlichsten Kombinationen ausprobiert hast, da wäre meine Spanierin auch extremst maulig geworden, wenn ich A1 immer andere Leute drauf gesetzt hätte und A2 immer die Zäumung ändern würde.

Ich persönlich würde mir Unterricht bei jemandem Suchen, der Erfahrung mit Kappzaum hat und der soll sich das Ganze geschehen anschauen und dir vom Boden asu, die grundlegenden Sachen erklären und vor allem dich beraten! Und dann solltest du dir Zeit nehmen! Nicht tausen Sachen ausprobieren und sofort einen einschneidenden Erfolg erwarten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Janabanana1968
15.12.2015, 16:58

Also geritten sind die jeweiligen Personen unterschiedlich oft. Am öftesten saß mein Trainer auf dem Pferd, das waren ca. 12 stunden. Die Gebisse hatte ich jeweils 2-5 Wochen drauf, je nach dem wie er gelaufen ist.

0

LG ist nicht meins, da zum einen trotz allem ganz schön Hebel drin ist und zum anderen kann man Pferde selten richtig gut reiten ohne Gebiss, weil die Verbindung fehlt.

Einen Nasenbruch habe ich noch nicht gesehen, jedoch offene Nasenbeine bei unsachgemäßer Handhabung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Viowow
14.12.2015, 22:36

wo fehlt denn ohne gebiss die verbindung? mal abgesehen davon.... zügelunabhängig reiten...da ist fast egal, was du vorne drauf hast. hab auch schon blutige mäuler gesehen....wegen unsachgemässer handhabung eines gebisses.... man muss das schon können....

2

ponyfliege hat recht: weniger Zeugs am Kopf ist oft besser - ich hab nahezu alles weggetan außer Kopfriemen aus butterweichem Leder oder weichem, gut waschbaren PE-Gewebe und mußte bei 2 Pferden alle Schnallen abpolstern mit Neopren-Lochgewebe (hat sich als besser und pflegeleichter als Teddyplüsch oder Lammfell erwiesen)

dann gingen sie bei losen Zügel entspannt und auf feinste Gewichtshilfen

Bodenarbeit hat auch viel geholfen beim Stellen und biegen

eine Zeit lang brauchte meine Rennmaus von einer  Isistute das LTJ-Bit mit Spieler, nach einem Jahr wollte sie lieber ein sweet-Iron-Grazerbit und ist lange Jahre dabei geblieben(Isländerkandarre fand sie nur doof), winters bei großer Kälte dann ein Vosal oder mildes Hackemore, bis sie dann mit ca. 20 Jahren meinte, egal was oder ob was drin ist - ich versteh dich schon....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich bin kein großer Fan vom LG. Da ist mir noch zu viel Hebel drin.

Wie wäre es, wenn du erstmal ein geflochtenes Sidepull oder eines mit flachem Leder-Nasenteil ausprobierst? Oder ein Caveson. Mit beidem kann man gut seitliche Hilfen geben und hat nicht direkt einen Hebel mit drin.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

LG hat halt Hebelwirkung, damit muss man Vorsichtig Umgehen!

aber vielleicht ein Lindel oder Caveson ;)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LyciaKarma
14.12.2015, 22:59

Du meinst ein Cavecon? Das ist extrem scharf und gehört absolut nur in erfahrene Reiterhände. 

2