Frage von LuzifersBae, 118

'geben und nehmen' ist das richtig (im islam)?

Wenn ich bete, verspreche ich Allah das ich etwas sein lassen werde - was auf meinem Leben nicht positiv auswirkt(zB rauchen, oder Faulheit etc etc) ... manchmal sind es aber auch nur leere Versprechungen die ich nicht zu 100% einhalten kann. Ist das eigentlich richtig? Mache ich das richtig so, oder ist das überhaupt gar nicht nötig? So nach dem Motto " geben und nehmen " ..? Aber wenn ich jetzt so nachdenke, sollte ich doch vor allem Allah keine leeren Versprechungen geben oder? Schließlich ist das ja so etwas wie lügen ... Ah ja, ich will keine unnötigen Kommentare über meine Religion, einfach nur die Antwort auf meine Frage, danke im Voraus :-)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ThomasJNewton, 15

Auch wenn es wohl auch irgendwo in der Bibel steht, so kann ich das aus meiner Erfahrung bestätigen:

1. Geben tut gut
2. Fordern bringt nichts
3. Rechnen führt zu nichts

Und zumindest in keiner mir bekannten Religion ist Gott bestechlich, oder lässt sich auf Handel ein.

Tu das Gute, weil du es für gut hältst, und lass schlechte, weil es dir und anderen schadet.

Der Lohn wird sich zeigen, wo du ihn nicht erwartest, und auch nicht so, wie du ihn mit einem Handel erreichen wolltest.

  • Wenn du freundlich bist, gewinnst du Freunde.
  • Wenn du vertrauen kannst, werden andere dir vertrauen, du gewinnst Vertraute.
  • Wenn du Hoffnung hast, kannst du Gelegenheiten sehen. Und Hoffnung machen.

Diese Regeln sind richtig, ob sie nun in Religionen genannt werden oder nicht. Weil es menschliche Erfahrungen sind.

Die Frage ist, ob du menschliche Erfahrungen von einem Menschen annehmen kannst, der nicht an Gott glaubt.

Zumindest können eigentlich alle Menschen Fehler verstehen und verzeihen.
Was mir am Islam mit am besten gefällt ist die Aussage "Gott ist groß".
Meinst du wirklich, dass er dich nur nach deinen kleinen Fehlern beurteilt, und nicht an dem Guten, dass du getan hast?

Versuch einfach, es besser zu machen, ohne Versprechen. Und wenn's beim nächsten Mal nicht klappt, dann vielleicht beim übernächsten Mal.
Alle Menschen kämpfen ihr Leben lang, um es besser zu machen.
Und keiner macht am Ende alles gut, nur so gut, wie er es kann. Und meist besser, als er es früher mal gemacht hat.

Das kann man nicht erzwingen, durch Versprechen oder Schwüre. Man muss sein Leben lang daran arbeiten.
Und wird nie perfekt, vielleicht einer von den Guten.
Denkst du, dass Gott da strenger ist?

Kommentar von ThomasJNewton ,

"Hilfreichste Antwort" ist zumindest eine der denkwürdigsten Auszeichnungen aller Zeiten.

Ich vertraue einfach mal darauf, dass dies an der Qualität meiner Antwort lag.

Antwort
von saidJ, 60

Esselamu alejkum
Versprich Allah s.w.t nur das was du auch einhalten kannst .
Am besten bemüh dich einfach diese schelchten Angewohnheiten sein zu lassen .
Versuch einfach immer weniger zu rauchen bis du letztendlich ganz damit aufhörst .
Versuch immer weniger Faul zu sein bis du es nicht mehr bsit usw .
Das wichtigste ist das du daran arbeitest .
Möge Allah s.w.t dir helfen .

Antwort
von anonymos987654, 20

Das "Geben und Nehmen" hat nichts mit dem Glauben an Allah zu tun.

Im wirtschaftlichen Leben geht es um "Bezahlen und Bekommen", dort geht es um Gerechtigkeit.

Oder in einer Beziehung zu anderen Menschen: Wenn man jemanden zu etwas zwingen will, gibt man im Voraus was, damit sich der andere genötigt fühlt, was "zurück" zu geben. Aber ist das ein wünschenswerter Umgang miteinander?

Bei Allah ist das anders. Mit Ihm können wir weder handeln noch Ihn mit gelogenen Versprechungen zwingen.

Vielmehr soll unsere Beziehung zu Allah so sein, dass wir Ihm ohne Hintergedanken gerne gute Werke geben.

Ebenso dürfen wir Allah im Gebet um Großes bitten, ohne dass wir Seine Geschenke jemals "bezahlen" könnten. Aber danken können wir Ihm jederzeit und uns weiterhin um das Gute bemühen.

Kommentar von LuzifersBae ,

Das finde ich ehrlich gesagt gut & danke sehr für die ausführliche Erklärung.

Ich habe mich eine Zeitlang mit Satanismus bzw mit anderen Religionen beschäftigt (am meisten aber mit Satanismus). Dort wird auch so 'gebetet'. Man verlangt etwas, und bekommt es dann zurück. falls man sich von der Religion endgültig trennen sollte, die Verpsrechungen nicht einhalten, und den Deal 'abbrechen' sollte, wird der jenige dann alles verlieren. Sei es sein Reichtum, seine glückliche Familie, Besitz etc etc ... 

Antwort
von Jeimi, 50

Ich bin selbst kein Muslim aber ich hoffe meine Antwort hilft wenn ich als karolingischer Bürger bete dann bitte ich um eine Sache zumbeispiel liebe und verspreche dann jemanden zu helfen und zu ihm zustehen bei uns ist es eher ein Nebensatz zu versprechen wir schauen oft das wir beten die Kirche Besuchen und so gut wie möglich nach der Bibel leben 

Antwort
von antibakteriell, 18

Religion ist doch kein Basar.

Kommentar von marylinjackson ,

Im globalen Wettbewerb um die "Rechtleitung" schon.

Seelenkaufhandel.

Antwort
von schnah, 32

Es gibt einen hadith wo ein Mann um Vergebung für Zina bittet bei Allah und fest verspricht es nicht wieder zu tun. Er wurde daraufhin rückfällig,  begann wieder Zina und gab Allah erneut das Versprechen damit aufzuhören.  DIeser Prozess wiederholte sich mehrere male und immer hat Allah ihm vergeben bis zu dem Zeitpunkt wo er sein Herz versiegelt hat. Allah ist Barmherzig und allvergebend aber man sollte sich dem Bewusstsein stellen, dass Allah derjenige ist in dessen Hand unsere Herzen liegen. 

Kommentar von LuzifersBae ,

Also meinst du ich soll nicht zu viel versprechen? 

Kommentar von schnah ,

Das soll es nicht heißen. Du solltest aber die wahre Absicht fassen eine Sache auch wirklich umzusetzen, wenn du sie versprichst. Außerdem kommt es natürlich auch darauf an, was für eine Art versprechen du gibst. Die beste Art um etwas von Allah zu verlangen oder bitten, ist im sujud (niederwerfung) beim Gebet. 

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