Frage von MarliesMarina12, 133

Geben sich Tierärzte bei der Behandlung von größeren Tieren mehr Mühe als bei kleinen?

Man sagt, dass Kleintiere wie Nager und Vögel schnell sterben und man leicht neue kaufen kann und sie sind nur schwer zu behandeln. Und daher geben sich viele Tierärzte da nicht so Mühe und mögen sie nicht so gerne behandeln zb bei einer Maus wird er eher sagen da kann man nichts mehr machen und gleich einschläfern weil meist geht es ach nicht mehr anders also dass er es sogar machen muss wenn sie schon sterben. Dagagegen bei einem großen Tier wie einem Hund, einer Katze oder einem Pferd würde er sich natürlich viel mehr Mühe geben, denn die kann man viel leichter behandeln und sie haben für den Menschen einen großen emotionalen und finaziellen Wert also zb ein teures Pferd auf einem Reiterhof würde er rettten müssen weil es viel geld wert ist. Viele Tierärzte sind auch spezialisiert zb auf Kleintiere und manche auf Bauernhoftiere wie Pferde und Rinder und manche auf Zootiere wie Elefanten zb also nicht jeder kann auch auch alles behandeln und haben ihr Fachgebiet. zb in einer Kleintierpraxis aber meist können sie schon so gut wie jedes Tier behandeln zb Hund , Katze, Igel, Ratte, Maus, Vogel usw aber geben sie einige schneller auf oder versuchen sie jedes zu retten oder geben sie sich schon bei den größeren mehr Mühe?

Expertenantwort
von VanyVeggie, Community-Experte für Haustiere, Kaninchen, Tiere, 71

Hallo, 

das hast du gut erkannt. Das liegt allerdings mehr am Besitzer als am Tierarzt. Wenn ein Hund einen Tumor hat, dann würden die allermeisten operieren lassen. Der Hund kann ja noch paar Jahre danach leben. Wenn eine Maus mit 1-2 Jahren einen Tumor hat, dann nimmt die kurze Zeit nicht wirklich ernst und schläfert sie lieber ein. Eine OP ist halt teuer und die ist es bei vielen für nur ne Maus o.Ä nicht wert. 

Ist aber auch so, dass sich die meisten Tierärzte auch nicht auskennen. Nach dem Studium kennen sie sich eher hauptsächlich mit Hunde und Katzen aus. Für Kleintiere wie Ratten, Kaninchen und Meerschweinchen benötigen sie genauso eine Spezialisierung und Weiterbildung wie bei Vögel und Reptilien auch. Kleintiere sind nochmal ein ganz anderes Fachgebiet. Ich kenne z.B Tierärzte, die würden ein Kaninchen mit E.Cuniculi einschläfern, obwohl es damit meist noch einwandfrei leben kann. 

Man muss sich selber etwas schlau machen und bei seinem Tier evtl. etwas schlauer als der Tierarzt sein. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Antwort
von Dackodil, 37

Sagen wir mal so, für größere Tiere "darf" er sich oftmals mehr Mühe geben, weil die Besitzer für größere Tiere bereit sind, mehr Geld auszugeben.

Diagnostik, Operationen und Behandlungen, die über die Einspritzenmedizin hinausgehen, werden nicht von vielen Besitzern bezahlt.

Die meisten Tierärzt sind nicht so blöd und lernunwillig, daß sie über die kleinen Tierarten nichts wüßten.
Die meisten Fragen, die hier gestellt werden, bräuchten auch nicht den ständig kolportierten kaninchenkundigen oder vogelkundigen Tierarzt, denen könnte schon der abgestumpfteste, kurz vor der Rente stehende Feld-Wald-Wiesen-Tierarzt helfen, wenn ihre Besitzer sie mal hinbringen würden.
Aber es ist ja billiger, in einem Forum die "Experten" zu befragen und Tierärzte sind alle blöd und noch dazu geldgierige Nichtskönner.

Antwort
von Goodnight, 59

Dass sich die Tierärzte für kleine Tiere weniger Mühe geben kann man sicher nicht sagen. Bedenke, dass das behandeln von Tieren Geld bringt.

Mäuse und Kaninchen etc. sind schwieriger zu behandeln, weil sie Operationen etc. schlecht überstehen.

Sag mir bitte welcher Besitzer einer Maus so viel für Behandlungskosten ausgibt wie ein Pferdebesitzer? Das setzt dem Tierarzt schon Grenzen.

Bauern geben für Nutztiere ebenso nicht viel Geld aus, weil sich das schlicht nicht rechnet. Da wird vom Besitzer ganz genau abgewogen ob sich eine Behandlung lohnt oder nicht. Da geht es nur um Wirtschaftlichkeit.

Der Tierarzt behandelt das was du bezahlen kannst. Die Grösse des Tieres spielt keine Rolle. Die Behandlung muss für das Tier im erträglichen Rahmen liegen. Behandlung um jeden Preis entspricht nicht immer dem Tierschutzgedanken.

Kommentar von goldangel23 ,

Sag mir bitte welcher Besitzer einer Maus so viel für Behandlungskosten ausgibt wie ein Pferdebesitzer? Das setzt dem Tierarzt schon Grenzen.

ich kenne da eine. für die haben ihre mäuse den gleichen wert wie ihr pferd. für beide tierarten nimmt sie den preis in kauf, den es sein muss. gleiches gilt für mich, nur dass da das verhältnis hund:maus ist

Kommentar von Goodnight ,

Das halte ich für eine glatte Lüge, Selbstbeweihräucherung und Realitätsverlust.

Antwort
von BellaBoo, 69

Da geht es ja wohl auch um die Relation zwischen Behandlungskosten und Kaufpreis des Tieres.

Ich lass eine Maus ja auch nicht impfen.

Aber ich kann dem so nicht zustimmen. Unser Hund hat heute ein junges Wildkaninchen angeschleppt (nein...er hat es nicht gebissen, er hat es wie einen Welpen angeschleppt). Das kleine war total unterkühlt, durchnässt und apathisch. Wir sind damit zu unserer Tierärztin...die hat sich total liebevoll um die Kleine gekümmert und das obwohl sein kann, das sie die Kaninchenpest hat und damit wahrscheinlich sterben wird. Wir haben die Kleine jetzt hier bei uns und versuchen, das sie es doch schafft...meine Tierärztin wollte dafür nicht mal Geld und wir sollen uns morgen unbedingt melden.

Antwort
von KIttyHR, 43

Aus Erfahrung weiß ich, dass Kleintiere meist schon "lästiger" sind. Das hat mehrere Faktoren. Zum einen können die Besitzer ihre Kleintiere nicht erziehen, da sie sich natürlich nicht erziehen lassen. Deshalb beißen die Tiere, sie zappeln rum es ist meistens sehr schwierig, sie zu behandeln und Diagnosen zu stellen, wenn sich das Tier kaum/schlecht anfassen lässt.
Zweitens - so gemein das auch klingt - lässt sich an Heimtieren nicht so viel verdienen.
Und der wichtigste Punkt: selbst ein etwas größeres Heimtier, wie ein Kaninchen, bringt extrem hohe Risiken bei Operationen mit. Entweder sind die Narkosemittel so schwach, dass das Tier noch im Grunde alles spürt, sich jedoch nicht bewegen kann … oder sie sind so stark, dass die Tiere kurz vor dem Tod stehen, aufhören zu atmen. Dann müssen eventuell Wiederbelebungsmaßnahmen getroffen werden. Der Tierarzt steht selbstverständlich total unter Druck, denn wie soll er einem kleinen Kind erklären, dass sein Kaninchen während der OP verstorben ist und er im Grunde Schuld daran hat?
Und das ist natürlich auch ein Grund, weshalb man die Tiere eher einschläfern würde. Wenn eine risikoreiche OP von Nöten wäre, ist die Wahrscheinlich sehr hoch, dass das Tier es ohnehin nicht überlebt. Dann ist es für die Nerven des Tieres und des Kontos der Besitzer deutlich angenehmer, wenn man es direkt erlöst.

Kommentar von Viowow ,

wenn man sich mühe gibt und zeit nimmt, kann man kleintiere schon soweit "erziehen" , das sie zumindest nicht um sich beissen und treten. und zu dem narkosemittel: da heist es dann mal tief in die tasche greifen: inhalationsnarkose ist top zu vertragen für die kleinen und dabei können sie auch super operiert werden. du siehst, es fällt wieder auf den geldbeutel schonenden besitzer zurück, der sich zu schade ist 100 km zum nächsten spezialisten zu fahren...es ist ja nur ein kleintier...

Kommentar von KIttyHR ,

Da hast du recht. Das ist ein Zusammenspiel aus Bequemlichkeit des Tierarztes und natürlich auch der Zahlbereitschaft des Besitzers.
Ich habe nur versucht aus Sicht der Ärzte zu erklären.

Kommentar von Viowow ,

war auch nur eine anmerkung, nicht böse gemeint:)

Antwort
von Michel2015, 32

Das ist eine falsche Sicht. Mühe gibt sich der TA immer, wenn er anständig und seriös ist. Es ist der Einsatz den Du meinst.

Was immer sein wird, man setzt alles ins Verhältnis zum Wert des Tieres (Im Übrigen machen das die Krankenkassen bei den Menschen auch so).

Hinzu kommt der Geldbeutel des Tierbesitzers. Irgendwann kommt eine Grenze, die zeigt einem der Geldbeutel oder der Gerichtsvollzieher.

Klingt vlt. komisch, alles ist käuflich, sogar Liebe, ausgenommen Gesundheit und Lebenszeit.

Antwort
von Viowow, 52

also unsere TÄ gibt sich bei allen tierarten, die wir so haben, gleich viel mühe, und sagt aber auch bei allen, wenn sie der meinung ist, das es nichts mehr bringt.
allerdings hat sie sich auch schon geirrt, und wolte ein kaninchen einschläfern , welches ein spezialist dann wieder hinbekommen hat...
über geld braucht man da nicht reden.
wer tiere hat, weis, das die n haufen kohle kosten. egal ob kaninchen, maus oder pferd. wer da klassenunterschiede macht, sollte keine tiere halten...
die relation von "Anschaffungspreis" und "Behandlungskosten" hängt also definitiv vom Besitzer ab, nicht vom TA.
meine TA verdient bei der behandlung meiner kaninchen wesentlich mehr als bei den pferden....während sich eins der kaninchen und der hund mit den operationskosten so ziemlich die waage halten...

aber , wie immer, jeder wie er meint;)

Kommentar von BellaBoo ,

Natürlich macht man da Unterschiede...wenn du meinst soviel Geld für eine Maus aufzuwenden, wie für ein Kaninchen, dann sei das dir gelassen, aber deswegen hast du noch lange nicht das Recht logischer denkenden Menschen die Tierhaltung abzusprechen.

Wir haben einige Tiere, unsere Katzen und Hunde werden tierärztlich vollversorgt, die sind sogar versichert. Aber garantiert werde ich diesen Aufwand nicht für die Mäuse meines Sohnes aufwenden. Allein die Lebenserwartung liegt ja schon nur bei 2 Jahren.

Man sollte dann soch immer noch im Kopf haben, das das ein Tier ist...nicht mehr und nicht weniger.

Kommentar von vanillakusss ,

Meine Hunde sind Familienmitglieder, wir sehen sie nicht als Tiere.

Kommentar von Viowow ,

richtig, BellaBoo: Ein Tier, für das du die Verantwortung übernimmst! und dazu gehört, es sein leben lang so zu versorgen, das es in würde altern kann. vielleicht hast du mich missverstanden(oder du fühlst dich gerne schnell angegriffen?!)ein beispiel : eine maus, die zwei ist, würde ich auch nicht operieren lassen, wenn es sich für die maus nicht mehr lohnt. aber genauso würde ich dann vielleicht auch meinen hund mit 17 jahren oder meine pferde mit 32 jahren nicht mehr operieren lassen. während ich einer ratte mit einem halben jahr einen tumor habe entfernen lassen(sie ist 4 jahre alt geworden) und auch ein kaninchen mit einem kieferabszess mich schon 500 tacken gekostet hat. warum? weil meine tiere nicht "nur" tiere sind sondern "meine" tiere. und, falls du dem letzten satz gelesen hast: jeder wie er meint. wenn du vor dir selber verantworten kannst,ab einer bestimmten summe lieber an deinen geldbeutel als an dein tier zu denken, ist das absolut dir überlassen und dein gutes recht. ich würde für meine tiere alles ausgeben was ich habe und lieber mal eine woche nur nudeln essen...

Antwort
von Hiyoriiichan, 10

Bei unserem Tieararzt ist es so, dass sie zwar alle Haustiere behandeln, aber sich mit kleinen Tieren sichtlich schlechter auskennen. Z.B. wurde mein Hamster am Nacken gepackt. So kann man es mal bei einer Katze oder einem Kaninchen machen, aber Hamstern tut es sehr weh. Das hab ich direkt gemerkt, mein Hamster hat sich sehr stark gewehrt und gebissen, anders als bei einer anderen TA die sie normal auf der Hand hatte. Da war sie ganz lieb. Helfen konnte man ihr da aber auch nicht, sie hatte ein Problem mit einem Auge, sie wussten nicht was es war, verschiedene Medikamente haben nicht geholfen und am Ende ist sie auf beiden Augen erblindet und wenige Tage später verstorben. Viele stressige udn teure TA Besuche, am Ende umsonst. Ich denke sie geben sich nicht weniger Mühe, aber das Wissen fehlt ihnen...

Antwort
von vanillakusss, 47

Du musst bedenken, je kleiner das Tier, umso schwieriger die Behandlung.

Wenn man ein winziges Tier operieren muss, ist das sehr heikel, die Narkose genauso.

Antwort
von ponyfliege, 28

tierarzt ist auch nur ein beruf. und wer tierarzt ist, lebt davon.

kosten gehen nach aufwand. 

an pferd, hund, katze u.ä. ist einfach mehr zu verdienen.

wenn ein tierarzt den ganzen tag kaninchen und meerschweinchen für 20 euro pro tier behandeln und sich für jedes eine halbe stunde zeit nehmen soll, hat er am ende des tages minus gemacht.

wer bereit ist, für die behandlung seines haustiers das nötige geld auf den tisch zu legen, bekommt eine sorgfältige behandlung.

es liegt an den besitzern, die es einfach nicht fertig bringen, den gedanken zu überwinden, dass ein tier, das 15 euro in der anschaffung kostet auch mal für 400 euro krank sein kann.

töten darf ein tierarzt das tier übrigens in deutschland nur, wenn es nicht mehr behandelbar ist. in der schweiz MUSS der tierarzt auch ein gesundes tier einschläfern, wenn der besitzer es so will.

aber bissel merkwürdige gedankengänge hast du schon.

Antwort
von haufenzeugs, 51

ich denke kleine tierchen sind einfach anfälliger und schwieriger zu behandeln, als große tiere.

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