Eine meiner Jugendlichen fragte mich letztens ob man Gebärmutterhalskrebs auch bekommen könne, wenn man keinen Geschlechtsverkehr hat. Der Hintergrund ist ein Besuch ihrerseits beim Frauenarzt, der ihr als Vorbeugemaßnahme geschützten Geschlechtsverkehr riet. Der auslösende Virus würde durch GV übertragen werden. Ehrlich gesagt habe ich noch nie über diese "Maßnahme" nachgedacht und es anfangs für ziemlichne Schwachsinn gehalten, aber bei längerer Überlegung erscheint es allerdings plausibel. Was denkt ihr über diese Gedankenkette? Ist die schlüssig?!

Gebärmutterhalskrebs kann durch HPViren ausgelöst werden. Diese werden durch Geschlechtsverkehr übertragen und daher kann geschützer Geschlechtsverkehr vor dieser Krebsart schützen, ebenso wie die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs vor dem Geschlechtsverkehr gemacht werden sollte - weil sie danach nix mehr helfen kann.
Da Humane Papillonviren aber nicht der einzige Grund für Gebärmutterhalskrebs (aber der wohl wichtigste) sind, wird die Gefahr lediglich minimiert, aber es besteht noch ein Restrisiko.
aline1507 am 17. Dezember 2008 22:58 Gute Antwort!

Da gibt es auch andere Möglichkeiten siehe hier: http://www.onmeda.de/krankheiten/gebaermutterhalskrebs.html?p=3

Es gibt ja zig verschiedene Viren, die den Gebärmutterhalskrebs auslösen können.
Krebs ist eine Zellmutation, die aus den verschiedensten Arten enstehen können. Selbstverständlich auch durch Viren oder sogar ständigen Druck auf eine Körperstelle (siehe Frauen aus islamischen Ländern mit den Gewändern, diese haben einen Knoten auf der Schulter und dieser kann über Jahrzehnte Krebs verursachen). Gebärmutterhalskrebs kann man auch als Jungfrau bekommen, aber man kann sich dagegen Impfen was den einen Kommentar hier entkräftet: Krebs ist nicht gleich Virus. Stimmt, aber nur bedingt anwendbar!
Du kannst Dich aber nicht gegen den Gebährmutterhalskrebs impfen sondern bekommst nur eine HPV Impfung. Gebärmutterhalskrebs kannst Du dann aber trotzdem noch kriegen.
Das stimmt, aber dieser Virus ist Hauptverursacher des Krebses und das Risiko ist dann nur noch Minimal

Die Viren, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können, werden beim GV übertragen, allerdings kann es auch bei erblicher Vorbelastung vorkommen, dass man auch ohne diese Vireninfekton an Gebärmutterhalskrebs erkrankt.
Ich habe meine Tochter vorsorglich gegen diese Viren impfen lassen, was aber gegen die erbliche Konstellation nicht gänzlich ausgeschlossen ist, dass es sich doch irgenwann trifft. Aber ein kleines bißchen Sicherheit gibt es doch.
Das stimmt nicht, HPV ist nicht erblich bedingt!!!

Ja, kann man. Die per Geschlechtsverkehr übertragenen HP-Viren sind zwar die häufigsten Auslöser für Gebärmutterhalskrebs. Aber Krebs kann auch auf andere Weisen entstehen. Dennoch sollte beim Geschlechtsverkehr auf jeden Fall immer ein Konsom benutzt werden - nicht nur wegen der HPV, sondern auch wegen anderer sexuell übertragbarer Krankheiten wie HIV/Aids.
Urbanessa am 17. Dezember 2008 16:33 Äh - das "Konsom" sollte natürlich ein "Kondom" sein. :-)
Krebs ist ungleich Virus.
Deswegen kann man auch als Jungfrau Krebs kriegen.

Weitere Risikofaktoren Weitere Risikofaktoren für die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs sind:
Rauchen Drogen wie Cannabis und Kokain eine genetische Veranlagung eine erworbene Immunschwäche (HIV-Infektion) häufige Infekte im Genitalbereich (z.B. Genitalherpes
quelle http://www.onmeda.de/krankheiten/gebaermutterhalskrebs.html?p=3
sehe gerade, hatten wir schon ;)
Ca. 90% des Krebses werden durch diesen Virus ausgelöst, den man sich auch auf öffentl. Toiletten holen kann, bis der aber deinen Körper so angegriffen hat, dass du davon tatsächlich Wucherungen bzw. sogar Krebs bekommen kannst, vergehen nochmal ein paar Jahre (ca. 10). Wenn dein Immunsystem gesund ist, bricht der Virus vielleicht nie aus. Und nicht jeder HP-Viren verursacht Krebs... .Viele Menschen tragen diesen Virus bereits in sich, sind aber fit genug um das wegzustecken.
Ja.
Ja man kann erkranken oder Ja die Argumentationskette ist schlüssig?
dem krebs ist es egal ob du jung oder alt bist also ja.

stell die Frage bei der Vulvakarzinom SHG, dort sind kompete und sehr liebe Menschen, die dir eine einwandfreie Auskunft geben können
Inzwischen ist durch wissenschaftliche Studien weitgehend gesichert, daß Zervixkarzinome durch langfristige Besiedlung mit dem Humanen Papillomavirus verursacht werden. Bei 99.7% aller Patientinnen mit dieser Krebsart wurde der Virus nachgewiesen. Der Entdecker dieses Zusammenhangs, Harald zur Hausen, wurde dieses Jahr dafür mit dem Nobelpreis für Medizin und Physiologie ausgezeichnet.
Die Wahrscheinlichkeit für eine Besiedlung steigt mit der Anzahl der Sexualparter und mit früherem Sexualverkehr. Auch streng monogame Frauen, deren Männer mehrere Sexualpartner haben, unterliegen einem erhöhten Risiko. Bei Nonnen und Jungfrauen finden sich seltenst Besiedlungen und praktisch nie Zervixkarzinome.